DE266404C - - Google Patents

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DE266404C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 266404 KLASSE 12 o. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Thioharnstoff. Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. August 1912 ab.
Es ist bekannt, daß man aus freiem Cyanamid sowie den Cyanamiden des Ammoniums und des Calciums durch Einwirkung von Schwefelwasserstoff Thioharnstoff gewinnen kann. Diese Verfahren kommen aber für eine technische Darstellung nicht in Betracht, da die Gewinnung des freien Cyanamids bekanntlich mit großen technischen Schwierigkeiten verknüpft ist und die Umsetzung desselben
ίο mit Schwefelwasserstoff große Verluste mit sich bringt. Alle Metallcyanamidverbindungen, die mit Schwefelwasserstoff lösliche Sulfide bilden, wie z. B. die Alkali- und Erdalkalicyanamide, sind zu einer technischen Dar-Stellung von Thioharnstoff ebenfalls nicht verwendbar, weil die Trennung des Thioharnstoff s von den löslichen Sulfiden sehr schwierig ist und das erhaltene Produkt stets stark verunreinigt wird. Vor allem geht nach diesen Verfahren mit der Bildung von Thioharnstoff stets eine Polymerisation des Cyanamids zu Dicyandiamid Hand in Hand, wodurch nicht nur das Produkt verunreinigt, sondern auch die Ausbeute entsprechend vermindert wird.
Es wurde nun gefunden, daß man ein fast chemisch reines Produkt in hoher Ausbeute erhalten kann, wenn man an Stelle der bisher benutzten C3?anamidverbindungen die Cyanamidschwermetalle zur Thioharnstoffdarstellung verwendet. Die Schwermetallcyanamide lassen sich in bekannter Weise leicht rein gewinnen. Durch Behandeln mit Schwefelwasserstoff lassen sich dieselben leicht zu Thioharnstoff umsetzen, wobei die unlöslichen Sulfide gebildet werden, so daß die weitere Trennung keine Schwierigkeiten mehr bietet. Der erhaltene Thioharnstoff ist vor allem frei von Dicyandiamid.
Beispiel.
500 g Bleicyanamid werden mit 500 g konz. Ammoniak verrührt und allmählich am besten unter Kühlung mit 500 g Ammoniumsulfhydrat versetzt. Nachdem die Umsetzung beendet ist, wird vom unlöslichen Bleisulfid abfiltriert und die Lösung eingeengt bis zur Bildung eines dicken Kristallbreies. Durch Auslaugen mit Wasser und Trennung von eventuell ausgeschiedenem Schwefel erhält man den Thioharnstoff chemisch rein. F. P. 175 ° C-Ausbeute 130 g entsprechend 86 Prozent der Theorie.
An Stelle von Bleicyanamid lassen sich die anderen Schwermetallcyanamide in gleicher Weise anwenden, ebenso wie auch an Stelle von Sulfhydrat Schwefelwasserstoff benutzt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Thioharnstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man die Schwermetallcyanamide mit Schwefelwasserstoff zu Thioharnstoff umsetzt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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