DE2652292B2 - Am Werkstück befestigbares Gerät zum Schleifen von ebenen, ringförmigen Dichtflächen - Google Patents
Am Werkstück befestigbares Gerät zum Schleifen von ebenen, ringförmigen DichtflächenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein am Werkstück befestigbares Gerät zum Schleifen von ebenen, ringförmigen
Dichtflächen, insb. im Innern eines Ventilgehäuses, mit « einem Lagerbock, der an einem Ende eines ein Transmissionselement,
bspw. eine Kette, enthaltenden Armes angeordnet ist, zur Aufnahme einer über das Transmissionselement
antreibbaren Tragplatte, auf welcher mehrere im Kreis mit gegenseitigem Abstand angeordnete
Schleifköpfe mit ringförmigen Stirnschleifscheiben um jeweils zueinander und zur Drehachse der
Tragplatte parallele Achsen planetenradartig antreibbar gelagert sind.
Ein Gerät dieser Art ist aus der US-PS 26 74 069 « bekannt. Bei diesem Gerät ist als Transmissionselement
eine durch den Arm geführte angetriebene Welle vorgesehen, die an ihrem inneren Ende ein kegelförmiges
Antriebsritzel aufweist. Dieses steht über Zwischenzahnräder getriebemäßig mit einer an einem Lagerbock V)
drehbar gelagerten ringscheibenförmigen Tragplatte in Verbindung. Die auf der Tragplatte gelagerten Schleifköpfe
sind an ihrem Umfang zugleich jeweils mit einer Verzahnung versehen. Mit dieser greifen die Schleifköpfe
in einen stillstehenden Zahnkranz des Lagerbocks ein. 5S
Die Schleifköpfe werden somit über die Antriebswelle zwangsläufig angetrieben. Durch diesen zwangsweisen
Zahnradantrieb ist die bekannte Vorrichtung relativ kompliziert und konstruktiv aufwendig. Außerdem kann
der anfallende Schleifstaub in den Eingriffsbereich der Zahnräder gelangen, so daß diese einem übermäßigen
Verschleiß ausgesetzt sind.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung das bekannte Gerät so weiterzubilden, daß sich ein
planetenradartiger Antrieb der Schleifköpfe auf we- b5 sentlich einfachere Weise und ohne erhöhte Verschleißgefahr
für die dem Schleifabrieb ausgesetzten Getriebeteile verwirklichen läßt.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schleifköpfe an der Tragplatte jeweils frei
drehbar gelagert sind und der Teilkreis, auf dem die Schleifköpfe angeordnet sind, ;inen Durchmesser
aufweist, der gegenüber dem mittleren Durchmesser der zu schleifenden Dichtfläche um so viel größer oder
kleiner ist, daß bei sich drehender Tragplatte die Schleifköpfe infolge ihres Reibschlusses mit der
Dichtfläche angetrieben werden.
Durch diese Ausbildung ist der Aufbau der Vorrichtung wesentlich einfacher und billiger. Da ein direkter
zwangsweiser Antrieb der einzelnen Schleifköpfe entfällt, kann das Transmissionselement mit den
weiteren Getriebeteilen für den Antrieb der Tragplatte vollständig abgekapselt in dem Lagerbock angeordnet
sein, so daß das Transmissionselement und die zugehörigen Getriebeteile nicht dem Angriff des
Schleifabriebs ausgesetzt sind. Da zwischen dem Transmissionselement und den einzelnen Schleifköpfen
kein formschlüssiger Eingriff besteht, ist es weiterhin möglich, die Tragplatte trotz antriebsmäßig fester
Verbindung mit dem Transmissionselement frei schwenkbar gegenüber dem Arm und dem Lagerbock
zu lagern, so daß sich die durch die Schleifköpfe gebildete Schleifebene außerdem leicht und ohne
Verstellen des Armes genau an die Ebene der zu schleifenden Dichtfläche anpassen kann. Dadurch ergibt
sich von selbst für alle Schleifköpfe ein gleichmäßiger Schleifdruck und entsprechend eine gleichförmige
Abnutzung der einzelnen Schleifscheiben.
Der reibschlußbedingte Antrieb der Schleifköpfe ergibt sich sowohl bei im Vergleich zu dem mittleren
Durchmesser der zu schleifenden Dichtfläche größerem als auch kleinerem Durchmesser des Teilkreises, auf
dem die Schleifköpfe angeordnet sind. Es wird jedoch bevorzugt, wenn der Durchmesser des Teilkreises der
Schleifköpfe kleiner als der kleinste Durchmesser der zu schleifenden Dichtfläche ist. Bei dieser Ausbildung läßt
sich das Gerät praktisch bei allen vorkommenden Anwendungsverhältnissen einsetzen, da zumeist radial
innerhalb der zu schleifenden ringförmigen Flächen ein ausreichender Freiraum für die jeweils nicht in Eingriff
mit der ringförmigen Fläche stehenden Bereiche der Schleifköpfe vorhanden ist. Bei größerem Durchmesser
des Teilkreises gegenüber dem mittleren Durchmesser der zu schleifenden Dichtfläche wird der Gesamtdurchmesser
der Tragplatte und der daran angeordneten Schleifköpfe wesentlich größer als die zu schleifende
ringförmige Fläche, so daß bei beengten Verhältnissen, wie sie im Inneren eines Ventilgehäuscs meist vorliegen,
diese Konstruktionsvariante nur bedingt anwendbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht des Geräts gemäß der Erfindung im Einsatz bei einem schieberartigen Ventilgehäuse,
Fig. 2 die Anordnung nach F i g. 1 in Seitenansicht,
wobei das Ventilgehäuse aufgebrochen dargestellt ist, und
Fig. 3 im größeren Maßstab den Schnitt lll-lll aus
Fig.l.
In dem dargestellten Ausfiihrungsbeispiel weist das Ventilgehäuse 1 ebene, ringförmige Dichtflächen 2 auf.
Diese wirken mit einem nicht dargestellten Schieber zusammen.
Das Gerät weist zunächst eine Montageplatte 3 auf, die am oberen Flansch 4 des Ventilgehäuses 1 mit Hilfe
von Schraubzwingen 5 festgeklemmt wird. Die Platte 3
unterstützt einen Lagerbock 6 fur eine Einspanneinrichtung
7. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Einspanneinrichtung 7 um eine horizontale und in der
Syminetrieebene des Ventügehäuses 1 liegende Achse schwenkbar ist. Die Schwenkeinstellung kann mit Hilfe ~>
einer Stellschraube 8 eingestellt werden. Die Montageplatte 3 trägt ferner einen aus zwei paiallelen Rohren 9
bestehenden Arm, der in der Festspanneinrichtung 7 in Richtung der Rohre 9 verschoben und in der
eingestellten Stellung mittels einer Schraube 10 festgelegt werden kann. Für die Betriebsstellung wird
der Arm in das Ventilgehäuse 1 hineingeschoben.
Der Arm weist an seinen Enden Lagerböcke 11 und
12 für die Lagerzapfen 13 und 14 von zwei Kettenrädern
15 und 16 auf, die über eine sich durch die Rohre 9 des Armes erstreckende Kette 17 als Transmissionselement
miteinander verbunden sind. Mit dem oberen Zapfen 13 ist eine Handkurbel 18 verbunden. Anstatt von Hand
kann der Antrieb des Geräts jedoch auch motorisch, bspw. mittels eines Druckluftmotors erfolgen.
Wie aus F i g. 3 ersichtlich, ist der Zapfen 14 des unteren Kettenrades 16 in dem Lagerbock 12 in
selbstschmierenden Bronzelagern 19 gelagert und ragt mit einem Kugelkopf 20 aus dem Lagerbock 12 heraus.
Auf dem Kugelkopf 20 ist die Nabe 21 einer Tragplatte 25 schwenkbar gelagert und über einen Querbolzen 23,
der durch eine doppelt konische Queröffnung 24 des Kugelkopfs 20 verläuft, mit dem Kugelkopf 20
verbunden.
An der Tragplatte 25 sind auf einem gemeinsamen -io
Teilkreis mehrere Schleifköpfe 26 gleichförmig verteilt und frei drehbar gelagert. Jeder Schleifkopf 26 weist
einen Lagerzapfen 22 auf, der mittels Lager 27, zweckmäßigerweise selbstschmierenden Bronze-Gleitlagern,
in der Tragplatte 25 frei drehbar gelagert und an der Stirnseite der Tragplatte 25 mit Axiailagern 28,
zweckmäßigerweise Nadef- oder Kugellagern, abgestützt ist. Eine axiale Verschiebung der Schleifköpfe 26
wird durch Scheiben 29 an der Rückseite der Tragplatte
25 verhindert.
Im dargestellten Beispiel trägt jeder Schleifkopf 26 auf seiner freiliegenden, ebenen Stirnseite eine ringförmige
Slirnschleifscheibe 30, die zweckmäUigerweise aus abziehbar aufgeklebtem Schleifpapier besteht. Die
Schleifscheiben 30 bilden gemeinsam die ebene Schleiffläche der Vorrichtung.
Der Durchmesser des gemeinsamen Teilkreises der Schleifköpfe 26 ist so bemessen, daß er von dem
mittleren Durchmesser der zu schleifenden Dichtfläche 2 abweicht. In der dargestellten Ausführungsform ist der
Durchmesser des den Schleifköpfen 26 gemeinsamen Teilkreises kleiner als der kleinste Durchmesser der zu
schleifenden Dichtfläche 2 gewählt, wobei der Durchmesser der Schleiffläche jedes Schleifkopfes 26
ausreichend groß ist, so daß die Schleiffläche jedes Schleifkopfes 26 trotz dieser Anordnung sich über die
Außenkante der zu schleifenden Dichtfläche 2 hinaus erstreckt.
Mit der beschriebenen Vorrichtung können nicht nur ringförmige ebene Dichtflächen in Ventilgehäusen,
sondern — bei Verwendung eines entsprechenden Aufspannrahmens — auch die entsprechenden ringförmigen
Dichtflächen an Schieberkörpern geschliffen werden.
Sind Dichtflächen unterschiedlicher Größe zu schleifen, so muß die Tragplatte 25 erforderlichenfalls gegen
eine andere Tragplatte mit entsprechend kleinerem oder größerem Durchmesser ausgetausch! werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Am Werkstück befestigbares Gerät zum Schleifen von ebenen, ringförmigen Dichtflächen,
insb. im Inneren eines Ventilgehäuses, mit einem * Lagerbock, der an einem Ende eines ein Transmissionselement,
bspw. eine Kette, enthaltenden Armes angeordnet ist, zur Aufnahme einer über das
Transmissionselement antreibbaren Tragplatte, auf welcher mehrere im Kreis mit gegenseitigem
Abstand angeordnete Schleifköpfe mit ringförmigen Stirnschleifscheiben um jeweils zueinander und zur
Drehachse der Tragplatte parallele Achsen planetenradartig antreibbar gelagert sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleifköpfe (26) an der Tragplatte (25) jeweils frei drehbar gelagert sind
und der Teilkreis, auf dem die Schleifköpfe (26) angeordnet sind, einen Durchmesser aufweist, der
gegenüber dem mittleren Durchmesser der zu schleifenden Dichtfläche (2) um so viel größer oder
kleiner ist, daß bei sich drehender Tragplatte (25) die Schleifköpfe (26) infolge ihres Reibschlusses mit der
Dichtfläche (2) angetrieben werden.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Teilkreises, auf dem
die Schleifköpfe (26) angeordnet sind, kleiner als der kleinste Durchmesser der zu schleifenden Dichtfläche
(2) ist.
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