DE26502C - Pneumatischer Bogenanleger - Google Patents
Pneumatischer BogenanlegerInfo
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H3/00—Separating articles from piles
- B65H3/08—Separating articles from piles using pneumatic force
- B65H3/10—Suction rollers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 15: Druckerei.
Die Erfindung bezieht sich auf diejenige Art von Maschinen, welche von einem Papierstofs
einen Bogen nach dem anderen durch pneumatische Wirkung abheben, von dem Stofs trennen
und nach der Presse führen, auf· welcher die Bogen gedruckt werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Maschine von der Seite gesehen,
Fig. 2 der Grundrifs des unteren Tisches mit der Adjustirvorrichtung,
Fig. 3 ein Grundrifs der Maschine, theilweise im Schnitt,
Fig. 4 der Tischregulirapparat im Grundrifs; Fig. 5 sind Theile dieses Apparates im Aufrifs;
Fig. 6 ist das Schaltwerk des Regulirapparates im Aufrifs,
Fig. 7 das Treibwerk für den rotirenden Mantel im Aufrifs;
Fig. 8 und 9 sind Aufrifs und Horizontalschnitt der verstellbaren Excenterscheiben für die Regulirung
der Gebläseluft und die Hebung des Tisches,
Fig. 10 und 11 Details des'Saugrohres, und
Fig. 12 ist eine veränderte Construction der
Bogenführung im Aufrifs.
Auf dem Gestell der Maschine ist der Tisch A montirt, auf welchem der Stofs Druckbogen ruht
und durch Winkel α in seiner Lage gehalten wird. Ueber den' vorderen Rand dieses Tisches
liegt das Saugrohr B, das durch das Rohr C an seinem einen Ende mit einem Saugapparat
oder Ventilator in Verbindung steht. Fig. 10 und 11 zeigen den Querschnitt des Saugrohres B.
Dasselbe ist der Länge nach unten mit einem Schlitz B1 versehen und hat auf einem Theile
seines Umfanges die vertieften Kanäle B2. Das Saugrohr B wird von einem durchlochten, rotirenden
Mantel D, Fig. 3 und 7, umgeben.
An dem vorderen Ende des Gestells ist vor dem Tische die Blaskammer E montirt; dieselbe
steht durch das Rohr £' in Verbindung mit einem Gebläse. An dieser Kammer sind die
Düsen £5, Fig. 1 und 3, angebracht, welche
mit den Oeffnungen e ex und «2 versehen sind.
Durch diese Oeffnungen wird an drei Stellen des Papierstofses die Luft zwischen die vorderen
Kanten der Bogen geprefst. Zuerst, ehe sich noch der Stofs hebt, durch die unteren Oeffnungen
e und während des Emporhebens des Stofses durch die Oeffnungen e1 und <?2, so dafs
die aus den Oeffnungen e1 strömende Luft auf
die ganze Höhe des Stofses wirkt. Während des Emporhebens des Stofses findet die Ansaugung
des obersten Bogens durch das Saugrohr B statt; die unter dem oberen Bogen befindlichen, nicht von dem Luftstrom der Blaskammer
getroffenen Papierlagen fallen durch ihr Gewicht rasch auf den unter ihnen befindlichen
Stofs und bezwecken hierdurch eine sichere und zuverlässige Trennung des obersten
Bogens von dem ganzen Stofs während der Herabbewegung des letzteren mit dem Tische.
Vermittelst über die Düsen £5 gestülpter Kappen (s. Fig. 12) ist man im Stande, die
Menge der aus den Oeffnungen e e1 und £2
strömenden Luftmenge zu reguliren.
JF ist eine über den Blasöffnungen der Düsen mit ihren Kappen angebrachte, längs der ganzen
Breite des Tisches sich erstreckende Sperrplatte. Dieselbe sitzt an den oscillirenden Hebeln Fx,
die ihren Drehpunkt bei F% haben und vermittelst
der Stange £z von einer Curven-
.scheibe der Haupttriebwelle JJ in Bewegung gesetzt
werden.
Die Sperrleiste F verhindert in der Stellung der Fig. ι bei gehobenem Tisch das Anlegen
der obersten Bogen auf die Oberfläche des rotirenden Mantels D, damit nur der oberste
Bogen von dem Saugrohr gehalten bleibt, wenn der Tisch sich herabbewegt und sonstige etwa
noch angesaugte Bogen auf den Papierstofs herunterfallen müssen.
Um die einzelnen Bogen von dem rotirenden Mantel D nach der Presse zu befördern, ist
eine Reihe von endlosen Bändern 1 angebracht, welche die Bogen tragen und nach dem Gitter J
führen, dessen Zinken zwischen den endlosen Bändern / heraustreten, wie Fig. ι zeigt. Dieses
Gitter dient zum Glätten oder Geradestreichen der auf den Bändern ruhenden Bogen. Das
Gitter wird von der Haupttriebwelle .S"aus durch
die Excenterscheibe K1 und die Stange K auf-
und abbewegt.
Nach dem Passiren des Gitters J gelangt der Bogen auf den Tisch L, wo er durch die in
Fig. ι und 2 dargestellte seitliche Adjustirvorrichtung M in die richtige Lage gebracht wird.
Diese Vorrichtung besteht aus einer Leiste aus Holz oder Metall, welche sich von der Seite
auf dem Tisch L hin- und herschiebt. Sie wird vermittelst einer mit dem Kegelrad M1 verbundenen
Kurbel in Bewegung gesetzt. Durch die Rolle M2 wird die Welle des in das Rad M1
eingreifenden konischen Triebes von der Haupttriebwelle der Maschine aus vermittelst Riemen
gedreht.
Die endlosen Bänder / laufen über die
Walzen/1/2/3/4 und ß>
Fig· * und 3- und
zwar wird die Walze /' vermittelst des Riemens/6 von der Scheibe/7 aus gedreht. Letztere sitzt
auf einer vorgelegten Welle JV, die durch die Zahnräder O von der Haupttriebwelle H ihre
Drehung empfängt.
Der Tisch A ist, wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich,
an seinem hinteren Ende um die Zapfen A1 drehbar auf dem Gestell montirt. Er
wird gehoben und gesenkt durch die unter seinem vorderen Ende drehbar befestigte Spindel
A2. Letztere trägt die Mutter P, auf welcher eine mit zwei nach aufsen vorstehenden seitlichen
Zapfen P3 versehene Hülse P2 sitzt. Mit diesen
Zapfen ist der Hebel Q verbunden, dessen gabelförmiges Ende die Hülse P2 umfafst und welcher
auf der Welle Q1 sitzt, die durch den Hebel Q2
und die Stange Q3 von der Excenterscheibe Q*
der Haupttriebwelle H eine hin- und zurückdrehende Bewegung empfängt. Bei jeder Umdrehung
der AVelle H wird der Tisch A demnach eine auf- und abwärtsgeh en de Bewegung machen.
Um beim Abnehmen der Bogenanzahl auf den Tisch A die Stellung dieses Tisches selbstthätig
durch die Maschine zu reguliren, dient folgende in Fig. i, 4, 5 und 6 dargestellte Vorrichtung:
Mit dem unteren Ende der Mutter P ist eine Seilrolle P1 verbunden, welche vermittelst der
horizontal liegenden Zwischenrollen Z71 U\ Fig. 6,
und eines endlosen, mit punktirten Linien gezeichneten Seiles mit der Seilrolle U der Achse t
verbunden ist. Wird die Rolle U gedreht, so dreht sich folglich auch die Rolle P1 mit der
Mutter/3 und die Spindel A 2 mufs steigen. Die
Drehung der Achse t wird durch das auf derselben montirte Schaltrad T3 und den Schalthaken
Τ' bewirkt. Letzterer sitzt drehbar auf einer von zwei Hebeln t' getragenen Achse und
wird durch eine Feder gegen die Zähne des Schaltrades gedrückt. Die Hebel t' erhalten
vermittelst der durch die Zapfen t3 geführten und von der Excenterscheibe T4 der Hauptwelle H
hin- und herbewegten Stange t2 eine schwingende Bewegung um die Achse t. Die Ausrückung
des Schalthakens T2 geschieht dadurch, dafs ein an dem Haken befestigter Zapfen /4 in Berührung
mit dem unteren, halbkreisförmig gebogenen Ende T' der Stange T kommt, wenn
diese Stange sich senkt.
Die Feder Tb dient dazu, die mit einem
horizontalen Kopf versehene Stange T zu heben oder den unteren Theil der Stange aufser Berührung
mit dem Zapfen des Schalthakens zu bringen. Damit dies geschehen kann, mufs sich
der auf den Kopf der Stange T auflegende kurze Arm R3 der Stange R, Fig. 4, heben.
Wie aus Fig. 1, 4 und 6 ersichtlich, ist der Drehzapfen der genannten Stange R durch das
Lager R2 unterstützt; da dieses Lager drehbar am Gestell befestigt werden kann, so läfst sich
die Stange R, den verschiedenen Bogengröfsen entsprechend, in verschiedenen Winkeln gegen
den Tisch stellen. Das lange Ende derselben legt sich auf die Platte Ji', welche in Nu then
der Winkel a vertical verschiebbar ist, je nach der Dicke des Papierstofses, welcher auf dem
Tisch A liegt. Die Platte R1 ruht auf dem
unteren Ende des Papierstofses, senkt sich demnach mit dem langen Ende der Stange Ji
während des Einlegens um die Dicke der eingelegten Bogen. Das kurze Ende R3 der
Stange R befindet sich unter dem oberen Flantsch der T-Schiene S, welche in Führungen
des Gestells vermittelst eines am Ende der Treibwelle H sitzenden Daumens S' in verticaler Richtung
bewegt wird. Fig. 3, 4 und 5 zeigen die betreffenden Theile im Aufrifs und Grundrifs.
Sobald ein Bogen von dem auf dem Tische befindlichen Stofs von den Bändern / weggezogen
wird, senkt sich die Platte .J?1, ebenso wie das Ende der Stange R. Das andere
Ende R3 dagegen hebt sich, wodurch die Stange T vermittelst der Feder T% sich ebenfalls
hebt und den Schalthaken T2 in Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades T3 bringt.
Durch die Stange f wird dasselbe um einen Zahn gedreht und die Spindel A2 mit dem
Tisch A, der Dicke des Bogens entsprechend, gehoben. Senkt sich dagegen die Stange T,
welches stattfindet, wenn das Ende Hz durch
den Flantsch der Schiene S niedergedrückt wird (s. Stellung Fig. 5), so wird der Haken T%
ausgerückt und die Spindel Ä2 dreht sich nicht um ihre Achse.
Durch Aus- und Einrückung des Schalthakens wird also der Tisch fortwährend in die richtige,
der jeweiligen Dicke des Stofses entsprechende Höhe eingerückt und gehalten.
Der das Saugrohr B umgebende durchlochte Mantel D wird von der vorgelegten Welle N
■aus durch eine aufrechtstehende Welle mit konischem Getriebe in Umdrehung gesetzt, wie
in Fig. 3 und 7. Das eine Ende des Mantels D ist von einer Kappe der Achse d umschlossen,
welche in dem Lager d' rotirt und auf deren anderem Ende der konische Trieb d3 sitzt. Das
andere Ende des Mantels D rotirt um die konische Muffe d2 des Saugrohres B.
Das Zuleitungsrohr Ex für die Gebläseluft ist
bei E* mit einer Klappe versehen, welche bei jeder Drehung der Welle H durch die Excenterscheibe
E4 und die Stange i?3 zu den entsprechenden
Zeitpunkten gedreht wird, um die Luft durch die Oeffnungen e e'e2 der Blaskammer
E ausströmen zu lassen.
Wie in Fig. 8 und 9 zu sehen, sind die Excenterscheiben T* Qi und £* verstellbar auf einer
Scheibe der Welle H montirt. Man ist dadurch im Stande, bei verschiedenen Bogengröfsen
für die Hebung des Tisches und die Einströmung der Gebläseluft den richtigen, der
jeweiligen Bogengröfse entsprechenden Zeitpunkt eintreten zu lassen.
Hat man z. B. anstatt eines Bogens von 750 mm einen schmäleren von z. B. 500 mm einzulegen,
so können die betreffenden Excenterscheiben so gedreht werden, dafs sich der Tisch früher hebt,
und zwar so, dafs, sobald die Ansaugöffnung des Saugrohres von dem einen Bogen verlassen ist,
der nächstfolgende sofort angezogen wird.
An der Sperrplatte F sind Drähte/ angebracht, welche den Zweck haben, irgend welche Bogen,
die nach vorwärts aus ihrer richtigen Lage gekommen sind, zuriickzustofsen und auf diese
Weise die vordere Fläche des Bogenstofses geradezuhalten. Beim Betrieb wird der Papierstofs
auf den Tisch A gelegt und alsdann bewegt sich ein Bogen nach dem andern von
diesem Stofs nach der Presse. Es geschieht dies auf folgende Weise: Sobald die Gebläseluft
durch die Oeffnungen der Saugkammer ausströmt, werden die oberen Bogen gehoben. Diese Wirkung des Gehläses läfst man ungefähr
während der Hälfte der Zeit, welche zu einem Zusammenwirken der verschiedenen Theile für
das Einlegen eines Bogens nöthig ist, andauern. Dann hebt sich der Tisch, in die Stellung Fig. 1,
das Saugrohr B hebt und hält den obersten Bogen in Berührung mit dem rotirenden Mantel-D.
Hierbei unterstützt die Sperrplatte F die vordere Bogenkante dieses Bogens, so dafs beim nun
eintretenden Zurücksinken des Tisches die von einander getrennten Bogen auf den Stofs zurückfallen
und nur ein einziger an dem Mantel D hängen bleibt.
Während dieser Zeit werden die Bogen an ihrem unteren, hinteren Ende durch das Gewicht
der Platte i?1 und Stange H gegen den Zug des
Mantels D gehalten. Sobald sich die Bogen auf einander gelegt haben, hebt sich die Stange R,
wodurch der oberste Bogen von dem Mantel D fortgezogen und durch die Umdrehung desselben
auf die Bänder / gebracht wird. Diese ziehen den Bogen über das Gitter J, um denselben
glatt zu legen und straff zu machen. Beim Zurücksinken des Gitters gleitet der Bogen auf
den Tisch Z, woselbst er in die richtige Lage geschoben und auf die gewöhnliche Weise von
der Presse aufgenommen wird.
Die untere Oeffnuug B1 des Saugrohres B, Fig. 11, ist mit einer Zunge B1 auf ihrer ganzen
Länge 'versehen. Wird die Oeffnung B1 von dem angesaugten Bogen bedeckt, so bleibt das
Blatt oder die Zunge unthätig; legt sich aber kein Bogen vor dieselben, so versetzt die fortwährend
angesaugte Luft das Blatt oder die Zunge in Schwingungen, deren Ton dem Maschinisten
den nicht gehobenen Bogen anzeigt.
Durch Fig. 12 wird eine veränderte Construction der Fortschiebung der Bogen an Stelle
der endlosen Bänder dargestellt. Es besteht dieselbe aus den um eine Achse schwingenden
Ausleger /'.
Die Bogen werden von. dem rotirenden Mantel D auf den Ausleger /' gebracht, welcher
um ihre Achse in die mit punktirten Linien gezeichnete Stellung schwingen und den Bogen
auf den unteren Tisch L befördern.
Bei dieser Construction ist das Gitter auf den Flügeln verstellbar angebracht. Die Bogen werden
durch den hin- und hergehenden Schieber /2 nach der Presse fortgeschoben. Die Bewegung
dieses Schiebers wird durch einen oscillirenden Hebel, wie in Fig. 12, oder auf andere entsprechende
Weise bewirkt.
Der Tisch A ist in Fig. 1 um die Achse A1
an seinem unteren Ende drehbar gezeichnet und hat eine auf- und abschwingende Bewegung;
derselbe kann sich aber auch in horizontaler Richtung bewegen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:An selbstthätigen Bogeneinlegern für Druckpressen , bei denen der- Tisch mit dem Stofs Druckbogen sich nach und von dem den obersten Bogen ansaugenden, feststehenden Saugrohr bewegt, wie in Fig. 1 bis 12 dargestellt: i. Der durchlochte, um das Saugrohr B rotirende Mantel D, durch dessen Drehung deroberste, von dem Saugrohr angesaugte und vom Stofs abgehobene Bogen aufgerollt und nach den Bändern / oder dem Ausleger I1 fortgezogen wird.Der Mechanismus zur selbstthätigen Regulirung der Tischstellung nach dem Abnehmen des obersten Bogens, bestehend aus einem durch die Schnurscheiben P1 U1 i/und endlose Schnur mit der Spindel A2 verbundenen Schaltrad T3, einer federnden, die Aus- und Einrückung des Schalthakens bewirkenden, sich hebenden und senkenden Stange T in Verbindung mit dem ungleicharmigen Hebel RR%, der durch die Excenterscheibe S1 bewegten und den kurzen Arm i?3 des Hebels herabdrückenden Schiene S und der Platte if', welche auf dem hinteren Theile des Stofses Druckbogen ruht, wie in Fig.. i, 4, 5 und 6.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE26502C true DE26502C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT26502D Active DE26502C (de) | Pneumatischer Bogenanleger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE26502C (de) |
-
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- DE DENDAT26502D patent/DE26502C/de active Active
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