DE264187C - - Google Patents
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- DE264187C DE264187C DENDAT264187D DE264187DA DE264187C DE 264187 C DE264187 C DE 264187C DE NDAT264187 D DENDAT264187 D DE NDAT264187D DE 264187D A DE264187D A DE 264187DA DE 264187 C DE264187 C DE 264187C
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- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C19/00—Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
- G01C19/02—Rotary gyroscopes
- G01C19/34—Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes
- G01C19/38—Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes with north-seeking action by other than magnetic means, e.g. gyrocompasses using earth's rotation
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 c. GRUPPE
ABELLOUISDOIGNONINMALAKOFF5FrANKr.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1911 ab.
Die Erfindung betrifft einen Kreiselkompaß der von Foucault angegebenen Art, dessen
Schwingungen durch magnetische Reibung gedämpft werden. Sie besteht darin, daß die
Feldstärke der mit dem magnetisch aufgehängten Kreisel verbundenen, die Dämpfung
bewirkenden Elektromagnete derart geregelt wird, daß die Dämpfung proportional dem
Quadrate der Geschwindigkeit der Schwingungen erfolgt.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar
zeigen:
Fig. ι einen Aufriß der Gesamtanordnung
des Apparates,
Fig. 2 eine Draufsicht auf denselben und die
Fig. 3 und 4 Einzelbilder der Dämpfungseinrichtung.
Das Gyroskop, welches durch elektrischen Strom betrieben wird, ist in einem Gehäuse 1
eingeschlossen, welches an dem unteren Teil eines kaminartigen, die Rose 3 tragenden Körpers
2 festsitzt.
Alle diese Teile sind zusammen in einem Gehänge 4, 5 kardanisch aufgehängt, wobei
der äußere Kardanreifen 5 durch den Weicheisenkern eines zylindrischen Elektromagneten 6
gebildet wird.
Das Gehäuse 7 mit Glasdeckel 8 ist auf dem Elektromagneten 6 befestigt und trägt in
der Mitte eine Spindel 9, welche den Strom dem Gyroskop zuführt und durch die Kugellager
10 den Weicheisenkern 5 in der Mitte hält. Weitere Kugellager 11 sichern auch im
unteren Teil die Einhaltung der Mitte.
. Diese Gesamt anordnung ist nun ihrerseits wieder durch ein Kardangelenk 12 getragen,
welches durch Federn 13 an den Behälter 14 angeschlossen ist. .
Eine Quecksilberwage 15 ist an dem Kamin 2 parallel zur Gyroskopachse befestigt, während
im Innern dieser Wage ein elektrischer Widerstand 16 liegt. Weicht die Quecksilberwage
von der Horizontalen ab, so ändert sich die Größe der Widerstände in ihren beiden Armen.
Das Dämpfungssystem zeigt außerdem noch eine kreisrunde Kupferscheibe 17, die auf dem
Elektromagneten 6 festsitzt. Diese Scheibe tritt in den Luftspalt zweier Elektromagnete
18, 19 ein; welch letztere fest mit dem Kern 5
verbunden sind. Die Scheibe 17 ist also unbeweglich hinsichtlich des Gehäuses und Fahrzeuges,
während die Elektromagnete 18, 19 mit der Rose sich bewegen können.
Elektrische Widerstände 20,21, die an irgendeiner Stelle des Apparates angeordnet sind,
vervollständigen die Stromkreise, die nach Art einer Wheatstoneschen Brücke (Fig. 3) angeordnet
sind, wobei die Elektromagnete 18,19 den Galvanometerzweig bilden, während die
Widerstände 16, 20, 21 die Arme darstellen. Liegt demnach die Wage horizontal, so sind
die kurzgeschlossenen Widerstände 16 gleich, und es gelangt kein Strom in die Elektromagnete
18, 19.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Apparates ist folgende:
Die Theorie lehrt, daß, wenn die Gyroskopachse um die N-S-Richtung schwingt, die
Gesamtheit des Apparates, Gyroskop, Spindel und Rose, eine pendelartig schwingende Bewegung
gleicher Periode besitzt, die fortwährend in der vertikalen, durch · den Aufhängepunkt
und die Gyroskopachse gehenden Ebene sich
ίο abspielt.
Wenn daher die Gyroskopachse um die N-S-Richtung schwingt, so ist die Wage geneigt,
und da die kurzgeschlossenen elektrischen Widerstände nicht mehr gleich sind,
strömt ein Strom in den durch die Elektromagnete dargestellten Brückenzweig.
Es tritt also magnetische Bremsung ein, durch welche die Schwingungen unterdrückt
werden. Die Dämpfung erfolgt nun infolge der besonderen Anordnung gemäß der Erfindung
proportional dem Quadrat der Geschwindigkeit, wenn die Kreiselachse in unmittelbarer
Nähe der Meridianebene schwingt. Allgemein ist die magnetische Reibung die direkte Funktion
des magnetischen Kraftflusses im Luftspalt. Hier jedoch hängt der Kraftfluß von der Neigung der Quecksilberwage ab, die zwei
der Arme der Wheatstoneschen Brücke bildet. Die Theorie zeigt, daß die Neigung dieses
Instrumentes proportional der Geschwindigkeit der Präzessionsschwingungen ist.
Bei konstantem Kraftfluß ist die magnetische Reibung proportional der Geschwindigkeit
der Schwingungen, aber da hier dieser Kraftfluß selbst proportional der Geschwindigkeit
der Schwingungen ist, so ist die Reibung proportional dem Quadrat der Geschwindigkeit
der Schwingungen um die N-S-Richtung.
Es ist demnach eine sehr starke Dämpfung für die Schwingungen großer Amplitude und eine sehr schwache Dämpfung für die Schwingungen kleiner Amplitude gegeben, wodurch äußerste Genauigkeit der Gleichgewichtsstellung erlangt werden kann.
Es ist demnach eine sehr starke Dämpfung für die Schwingungen großer Amplitude und eine sehr schwache Dämpfung für die Schwingungen kleiner Amplitude gegeben, wodurch äußerste Genauigkeit der Gleichgewichtsstellung erlangt werden kann.
Aus diesem Grunde ist das vorliegende System auch völlig unabhängig von der jeweiligen
Ortslage, denn wenn theoretisch sich ergibt, daß der Gleichgewichtslage der Gyroskopachse
in der Meridianebene nicht die vertikale Lage der Gesamtheit des Apparates entspricht (mit Ausnahme im Äquator), so
lehrt die Theorie auch, daß dieser Unterschied sehr klein in Hinsicht auf die Bedingungen
beim Gebrauch des Apparates ist, daß demnach auch die Erregung des Elektromagneten
außerordentlich gering ist, und daß eine Drehbewegung des letzteren praktisch die Kupferscheibe
nicht beeinflußt.
Claims (2)
1. Kreiselkompaß, dessen Schwingungen durch magnetische Reibung gedämpft werden,
gekennzeichnet durch eine den Schwingungen des Kreisels um die Nord-Süd-Richtung
folgende Quecksilberwage, mittels deren die Feldstärke der mit dem
magnetisch aufgehängten Kreisel verbundenen Elektromagnete, die durch ihre Bewegungen
gegenüber einer Kupferscheibe in an sich bekannter Weise die Dämpfung
bewirken, derart geregelt wird, daß die Dämpfung proportional dem Quadrate der Geschwindigkeit' der Schwingungen erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Wheatstonesche
Brücke, deren Zweige zu einem Teil von den Armen der Quecksilberwage gebildet werden und aus deren Stromkreise der
das Dämpfungsfeld erzeugende Strom derart an symmetrischen Stellen entnommen wird,
daß er den Schwingungen der Wage proportional wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE264187C true DE264187C (de) |
Family
ID=521525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT264187D Active DE264187C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE264187C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3512264A (en) * | 1966-02-23 | 1970-05-19 | Lear Siegler Inc | Meridian-seeking instrument |
-
0
- DE DENDAT264187D patent/DE264187C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3512264A (en) * | 1966-02-23 | 1970-05-19 | Lear Siegler Inc | Meridian-seeking instrument |
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