DE264137C - - Google Patents

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DE264137C
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formaldehyde
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 264137 KLASSE Sn. GRUPPE
■in MOSKAU.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zum Fixieren von Metallpulvern, Pigmenten oder Farbstoffen im Zeugdruck mittels der Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Phenolen, Aminen oder Derivaten dieser Körper.
Das neue Verfahren besteht zunächst im wesentlichen darin, daß eine Druckfarbe durch Einteigen der zu fixierenden Produkte in ein
ίο konzentriertes Reaktionsgemisch von Formaldehyd mit Phenolen — ohne Zusatz eines sonstigen Verdickungsmittels — hergestellt wird. Wird eine solche Farbe aufgedruckt und gedämpft, so scheidet sich ein hoch poly merisiertes, alkaliunlösliches, festes Kondensationsprodukt auf der Faser aus und fixiert hierbei die der Farbe beigefügten Metallpulver, Pigmente oder Farbstoffe.
Die Kondensation zwischen Phenolen und Formaldehyd verläuft sehr verschieden, je nach den Bedingungen, unter welchen sie vorgenommen wird. Sie geht bedeutend schneller in saurem, langsamer dagegen in neutralem oder schwach alkalischem Mittel vor sich.
Bei längerer Einwirkungsdauer findet hierbei progressive Polymerisation statt, die schließlich zur Bildung eines festen, alkaliunlöslichen Kondensationsproduktes führt.
Für vorliegende Zwecke hat sich als Kondensationsmittel das Kaliumsulfit, welches für diesen Zweck bereits benutzt worden ist, am besten bewährt. Man stellt z. B. das Phenolformaldehydkondensationsprodukt durch 1% bis 2 stündiges Erhitzen gleicher Mengen Phenol cjoprozentig und Formaldehyd 36 prozentig unter Zugabe geringer Mengen Kaliumsulfits dar.
Das so erhaltene Reaktionsgemisch stellt eine gelbe durchsichtige zähflüssige Masse dar, welche alle Eigenschaften eines vorzüglichen Verdickungsmittels besitzt. Es ist unlöslich in Wasser, löslich in Ätzalkali und kann mit organischen Lösungsmitteln, wie Acetin, Phenol, Glyzerin, Alkohol, vermischt werden.
Durch Zusatz von Farbstoffen, von Pigmenten oder Metallpulvern erhält man die druckfertigen Farben. Beim Dämpfen findet nun die Polymerisation und somit die Fixierung des festen Kondensationsproduktes auf der Faser statt.
Man dämpft für Metallfarben einige Minuten im kleinen Mather-Platt-Apparat, für sonstige Farben eine Stunde im Continuedämpfer und seift.
55
Beispiel zur Darstellung des Kondensationsproduktes aus Phenol und Formaldehyd.
400 g Phenol o,oprozentig, 600 g Formaldehyd söprozentig, 40 g Kaliumsulfit 44 ° Be. werden im Kupferkessel ix/2 bis 2 Stunden mit indirektem Dampf erhitzt; man erhält etwa 750 g Kondensationsprodukt und fügt in der Wärme 250 g Phenol cjoprozentig hinzu gibt 1000 g Kondensationsprodukt.
Farbe für Golddruck.
In 650 g des obigen Kondensationsproduktes teigt man nach und nach ein 350 g feinstes Bronzepulver (z.B. Bleichgoldstrich) gibt 1000g fertige Druckfarbe.
Weiter verfolgt vorliegende Erfindung den Gedanken, durch Einführung von basischen Gruppen in das Kondensationsprodukt auch saure Farbstoffe zu fixieren. Es ist gelungen, durch die an sich bekannte Zugabe von Ammoniak und aromatischen Aminen in dieser Beziehung sehr befriedigende Resultate zu erzielen. Infolge seiner Unlöslichkeit in Wasser ist das oben erwähnte Reaktionsgemisch in den gangbaren wäßrigen Druck- oder Klotzfarben nicht verwendbar.
Es ist nun gelungen, die Komponenten dieser Kondensationsprodukte derart in die Farben einzuführen, daß ihre Kondensation und somit die Fixierung des Farbstoffes erst beim nachträglichen Dämpfen auf der Faser stattfindet.
Die Kombination von Formaldehyd mit Resorcin hat sich in dieser Beziehung besonders günstig erwiesen.
Eine Farbe, welche nebst einem üblichen Verdickungsmittel Formaldehyd, Resorcin und Farbstoff enthält, erzeugt nach dem Dämpfen einen hervorragend seifenechten Druckeffekt. Es fixieren sich auf diese Weise namentlich die Triphenylmethan-, Auramin-, Pyronin-, Akridin-, Oxazin-, Thiazin-, Azinfarbstoffe, ferner eine ganze Reihe von ausgesprochenen Wollfarbstoffen, wie z. B. Guineagrün G, Formylviolett S 4 B, Brillantblau für Wolle usw. Auch für echte direktziehende Baumwollfarbstoffe läßt sich das Verfahren mit Vorteil anwenden, indem die Drucke bedeutend ausgiebiger und waschechter ausfallen und das Bluten der Farbstoffe verhindert wird.
Der freie Formaldehyd läßt sich mit Erfolg in gewissen Farben durch Bisulfit-Formaldehyd ersetzen.
Amidierte Kondensationsprodukte bilden sich in analoger Weise auf der Faser, wenn den Formaldehyd und Phenole enthaltenden Farben in bekannter Weise Ammoniak, aromatische Amine oder z. B. Formaldehydanilin, Hexametylentetramin usw. zugefügt werden.
Es ist nach diesem Verfahren gelungen, auf Baumwolle eine Reihe Farbstoffe zu fixieren, deren Gebrauch ausschließlich auf die tierischen Fasern beschränkt war.
Beispiele:
Druckfarbe für Formylviolett S4B.
500 Tragantverdickung,
30 Formylviolett S 4 B,
80 Resorcin, trocken,
50 Acetin J, auflösen,
100 Formaldehyd 36prozentig
1000.
Druckfarbe für Ponceau RR.
500 Tragantverdickung,
100 Resorcin, trocken,
50 Ponceau R R, auflösen,
160 Hexamethylentetraminlösung
IOOO.
Hexamethylentetraminlösung.
290 Ammoniak 25prozentig,
500 Formaldehyd 36prozentig
790·
Die Zahl iooo in obigen Beispielen gibt dabei an, daß die Mischung durch Zugabe von Wasser auf 1000 Gewichtsteile zu bringen ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Fixieren von Metallpulvern, Pigmenten oder Farbstoffen im Zeugdruck, dadurch gekennzeichnet, daß diese Körper — ohne Zugabe eines sonstigen Verdickungsmittels ·—· in ein konzentriertes Reaktionsgemisch von Formaldehyd mit Phenolen oder Derivaten derselben eingeteigt werden und dann durch Dämpfen das feste polymerisierte Kondensationsprodukt gebildet und somit die Fixierung ge- 9S nannter Farbkörper auf der Faser erzielt wird
2. Verfahren zum Fixieren von bisher nur auf Wolle oder Seide anwendbaren Farbstoffen auf pflanzlichen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß den üblichen Druckfarben Gemische von Formaldehyd mit Phenolen sowie Aminen oder Derivaten derselben zugefügt werden, wobei die beim nachträglichen Dämpfen sich bildenden festen Kondensationsprodukte die Fähigkeit besitzen, die betreffenden Farbstoffe zu fixieren.
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DE (1) DE264137C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968049C (de) * 1939-07-08 1958-01-09 Dehydag Gmbh Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen bzw. Impraegnierungen, insbesondere auf Textilmaterial

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