DE259701C - - Google Patents

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DE259701C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/32General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using oxidation dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B51/00Nitro or nitroso dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 259701 KLASSE 8 m. GRUPPE
in Färberei und Druck.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1912 ab.
Durch Nitrieren des in der Patentschrift 175067 beschriebenen Farbstoffs und seiner Derivate mit oder ohne nachfolgende Reduktion erhält man Produkte, welche je nach der Anzahl der Nitro- bzw. Aminogruppen und den bei der Nitrierung eingehaltenen Bedingungen aus der Küpe grüne bis braun violette Nuancen auf pflanzlichen Fasern erzeugen.
Es wurde nun gefunden, daß diese mit den Nitro- bzw. Aminoderivaten der genannten Farbstoffe gewonnenen Nuancen durch Behandeln mit oxydierenden Mitteln auf der Faser, sei es in neutraler, saurer oder alkalischer Lösung, in braune Töne von sehr hoher Echtheit übergeführt werden können.
Als Oxydationsmittel können z. B. dienen: Chlorkalk, Bichromat, Persulfat, salpetrige Säure usw. Die mit salpetriger Säure erzielten Nuancen können durch Behandeln mit Phenolen oder Aminen im Tone verändert werden.
Beispiel I.
Für 10 kg Baumwollgarn: 0,2 kg Nitroverbindung, wie sie ζ. Β durch Behandeln des aus Dimethyldianthrachinonyl nach Patentschrift 175067 erhältlichen Farbstoffs mit Salpetersäure in Gegenwart von Nitrobenzol oder anderen organischen Mitteln entsteht, 6 1 Natronlauge 30° Be., 1,3 kg Hydrosulfid konzentriert in Pulver, 2001 Farbflotte. Man erwärmt das in üblicher Weise hergerichtete Bad auf 60 °, geht mit dem zuvor genetzten Garn ein und hantiert etwa 3/4 Stunden.
Alsdann wird herausgenommen, gut gespült, schwach abgesäuert, wiederum gespült und I1Z2 bis 2 Stunden mit Chlorkalklösung von 1Z2 bis i° Be. behandelt, wobei sich die grüne Nuance nach Braun verändert. Nach der Chlorbehandlung wird wie üblich gründlich gespült und kochend heiß geseift. Dem Seifenbad kann man etwas Antichlor zusetzen.
Zum Nuancieren können beim Färben des Grundes alle chlorechten Indanthren- oder Algolfarbstoffe verwendet werden.
Analog verfährt man bei Verwendung anderer Oxydationsmittel und anderer Nitro- oder Aminoderivate des genannten Farbstoffs.
Beispiel II.
Die in oben beschriebener Weise erzielte Grünfärbung wird 1Z2 Stunde in einer kalten Lösung von 2 g Natriumnitrit und 4 g Schwefelsäure von 66° Be. auf 1 1 Flotte behandelt, gespült und geseift. Eventuell bringt man die durch salpetrige Säure erhaltene Färbung noch in eine salzsaure Lösung von Äthyl-ßnaphtylamin, wobei die Nuance etwas röter wird.
An Stelle von Äthyl-ß-naphtylamin können andere Amine sowie auch Phenole, Naphtole usw. verwendet werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Erzeugung brauner Färbungen auf pflanzlichen Fasern in Färberei und Druck, dadurch gekennzeichnet,
    daß die mit den Nitro- oder Aminoderivaten des in der Patentschrift 175067 beschriebenen Farbstoffs oder seiner Derivate erhaltenen Färbungen bzw. Drucke auf der Faser mit oxydierenden Mitteln behandelt werden.
  2. 2. Ausführungsform des unter 1. beanspruchten Verfahrens, darin bestehend, daß im Falle der Verwendung von salpetriger Säure als oxydierendem Mittel die Färbungen noch mit Phenolen oder Aminen nachbehandelt werden.
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