DE259367C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B9/00—Stoves for heating the blast in blast furnaces
- C21B9/10—Other details, e.g. blast mains
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 259367 KLASSE 18«. GRUPPE
JULIUS OPPENHEUSER in JÜNKERATH, Rhld.
Verfahren und Vorrichtung zur Winderhitzung mittels Cowperapparate.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Winderhitzung mittels
Cowperapparate.
Bekanntlich tritt bei der Umschaltung der Cowperapparate der Wind nicht gleich mit seiner
Höchsttemperatur in den Ofen ein, vielmehr dauert es je nach den Umständen 15 bis 20 Minuten,
bis der Wind beim Bestreichen des glühenden Cowperwerkes seine Höchsttemperatur annimmt. Hierdurch wird der Gang des
Hochofens außerordentlich ungünstig beeinflußt.
Um nun die Temperaturunterschiede nach
Möglichkeit auszugleichen, wird in Gemäßheit der vorliegenden Erfindung der Wind durch zwei
in Serie geschaltete Cowperapparate geschickt, von denen der eine Cowperapparat frisch erhitzt
ist, der andere bereits eine Periode der Winderhitzung durchgemacht hat.
Es ist zwar bereits bei Ringöfen bekannt, die Verbrennungsluft behufs Vorwärmung durch zwei oder mehr mit dem heißem Gut angefüllte Kammern zu leiten.
Es ist zwar bereits bei Ringöfen bekannt, die Verbrennungsluft behufs Vorwärmung durch zwei oder mehr mit dem heißem Gut angefüllte Kammern zu leiten.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen bekannten Ringöfen und Cowperapparaten besteht
darin, daß bei dem Ringofen die Anordnung der einzelnen Kammern, die Serien- und Parallelschaltung
der Luftkanäle, sich von selbst ergibt, während bei den nebeneinander stehenden Cowperapparaten eine besondere Umschaltung
erforderlich wird. Hinzu kommt, daß die Wärmebilanz eine wesentlich günstigere
wird. Der hauptsächlichste Vorteil besteht aber darin, daß der Wind mit einer außerordentlich
gleichmäßigen und gleichhohen Temperatur zugeführt wird, die keiner meßbaren Schwankung
unterworfen ist. Dadurch ergibt sich für den Hochofenbetrieb ein vollkommen gleichmäßiger
Gang und eine wesentliche Ersparnis an Kosten. Ein besonderer Vorteil ergibt sich
aber noch dadurch, daß der kalte Wind nicht mehr, wie bisher, direkt mit dem heißen Gitterwerk
in Berührung kommt, und infolgedessen hält die relativ dünne Ausmauerung der Cowperapparate
bedeutend länger. Die Zahl der Betriebsstörungen und Reparaturen wird dadurch wesentlich herabgezogen. Hierin liegt
ein bedeutender Vorteil gegenüber denbekannten Ringöfen, weil bei diesen das umkleidende Mauerwerk
bedeutend stärker ist, so daß die Reparaturen, welche den Cowperbetrieb außerordentlich
erschweren und verteuern, überhaupt nicht in Betracht kommen.
In der Zeichnung ist ein an und für sich selbst bekanntes Cowpersystem und ein Hochofen dargestellt.
Es gehen wie gewöhnlich stets zwei Cowper auf Gas, jedoch werden zwei auf Wind geschaltet. Der
Wind wird zuerst durch den Cowperapparat 1 geschickt und alsdann durch eine besondere
Leitung α in den Cowperapparat 2 geführt. Von da aus gelangt der Wind durch eine Heißwindleitung
in den Hochofen. Der Cowperapparat ι hat bereits zur Erhitzung des Windes
während einer Periode gedient. Vorteilhaft kann der Wind im Gleichstromprinzip durch
den ersten Cowper geführt werden, d. h. der Kaltwind wird in den Brennschacht eingeführt,
steigt in diesem empor und streicht alsdann durch das Gitterwerk nach unten. Von dort
aus gelangt der Wind in den frisch angestellten Cowper 2. Ist der Cowper 2 in normaler Weise
ausgenutzt, so wird der Cowper 1 abgestellt
und dafür ein Cowper 3 eingeschaltet. Der Wind streicht nunmehr zur Vorwärmung durch den
Cowper 2 und zur vollständigen Erhitzung durch den Cowper 3. In gleicher Weise werden
nun die einzelnen Apparate in Benutzung genommen.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Erhitzung des Gebläsewindes mittels Cowperapparate, dadurch gekennzeichnet, daß der Wind durch zwei in Serie geschaltete Cowper geht, von denen der eine (der erste) Cowper bereits vorher auf Wind gegangen ist, während der zweite Cowper frisch beheizt ist.
- 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kalte Wind in dem ersten Cowper in der gleichen Richtung wie die Flamme geführt wird.
- 3. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Cowperapparate neben einer Kaltwindleitung noch mit einer zweiten abschaltbaren Leitung unter sich verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE259367C true DE259367C (de) |
Family
ID=517107
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT259367D Active DE259367C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE259367C (de) |
-
0
- DE DENDAT259367D patent/DE259367C/de active Active
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