DE259367C - - Google Patents

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DE259367C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B9/00Stoves for heating the blast in blast furnaces
    • C21B9/10Other details, e.g. blast mains

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 259367 KLASSE 18«. GRUPPE
JULIUS OPPENHEUSER in JÜNKERATH, Rhld.
Verfahren und Vorrichtung zur Winderhitzung mittels Cowperapparate.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1912 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Winderhitzung mittels Cowperapparate.
Bekanntlich tritt bei der Umschaltung der Cowperapparate der Wind nicht gleich mit seiner Höchsttemperatur in den Ofen ein, vielmehr dauert es je nach den Umständen 15 bis 20 Minuten, bis der Wind beim Bestreichen des glühenden Cowperwerkes seine Höchsttemperatur annimmt. Hierdurch wird der Gang des Hochofens außerordentlich ungünstig beeinflußt.
Um nun die Temperaturunterschiede nach
Möglichkeit auszugleichen, wird in Gemäßheit der vorliegenden Erfindung der Wind durch zwei in Serie geschaltete Cowperapparate geschickt, von denen der eine Cowperapparat frisch erhitzt ist, der andere bereits eine Periode der Winderhitzung durchgemacht hat.
Es ist zwar bereits bei Ringöfen bekannt, die Verbrennungsluft behufs Vorwärmung durch zwei oder mehr mit dem heißem Gut angefüllte Kammern zu leiten.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen bekannten Ringöfen und Cowperapparaten besteht darin, daß bei dem Ringofen die Anordnung der einzelnen Kammern, die Serien- und Parallelschaltung der Luftkanäle, sich von selbst ergibt, während bei den nebeneinander stehenden Cowperapparaten eine besondere Umschaltung erforderlich wird. Hinzu kommt, daß die Wärmebilanz eine wesentlich günstigere wird. Der hauptsächlichste Vorteil besteht aber darin, daß der Wind mit einer außerordentlich gleichmäßigen und gleichhohen Temperatur zugeführt wird, die keiner meßbaren Schwankung unterworfen ist. Dadurch ergibt sich für den Hochofenbetrieb ein vollkommen gleichmäßiger Gang und eine wesentliche Ersparnis an Kosten. Ein besonderer Vorteil ergibt sich aber noch dadurch, daß der kalte Wind nicht mehr, wie bisher, direkt mit dem heißen Gitterwerk in Berührung kommt, und infolgedessen hält die relativ dünne Ausmauerung der Cowperapparate bedeutend länger. Die Zahl der Betriebsstörungen und Reparaturen wird dadurch wesentlich herabgezogen. Hierin liegt ein bedeutender Vorteil gegenüber denbekannten Ringöfen, weil bei diesen das umkleidende Mauerwerk bedeutend stärker ist, so daß die Reparaturen, welche den Cowperbetrieb außerordentlich erschweren und verteuern, überhaupt nicht in Betracht kommen.
In der Zeichnung ist ein an und für sich selbst bekanntes Cowpersystem und ein Hochofen dargestellt.
Es gehen wie gewöhnlich stets zwei Cowper auf Gas, jedoch werden zwei auf Wind geschaltet. Der Wind wird zuerst durch den Cowperapparat 1 geschickt und alsdann durch eine besondere Leitung α in den Cowperapparat 2 geführt. Von da aus gelangt der Wind durch eine Heißwindleitung in den Hochofen. Der Cowperapparat ι hat bereits zur Erhitzung des Windes während einer Periode gedient. Vorteilhaft kann der Wind im Gleichstromprinzip durch den ersten Cowper geführt werden, d. h. der Kaltwind wird in den Brennschacht eingeführt, steigt in diesem empor und streicht alsdann durch das Gitterwerk nach unten. Von dort aus gelangt der Wind in den frisch angestellten Cowper 2. Ist der Cowper 2 in normaler Weise ausgenutzt, so wird der Cowper 1 abgestellt
und dafür ein Cowper 3 eingeschaltet. Der Wind streicht nunmehr zur Vorwärmung durch den Cowper 2 und zur vollständigen Erhitzung durch den Cowper 3. In gleicher Weise werden nun die einzelnen Apparate in Benutzung genommen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Erhitzung des Gebläsewindes mittels Cowperapparate, dadurch gekennzeichnet, daß der Wind durch zwei in Serie geschaltete Cowper geht, von denen der eine (der erste) Cowper bereits vorher auf Wind gegangen ist, während der zweite Cowper frisch beheizt ist.
  2. 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kalte Wind in dem ersten Cowper in der gleichen Richtung wie die Flamme geführt wird.
  3. 3. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Cowperapparate neben einer Kaltwindleitung noch mit einer zweiten abschaltbaren Leitung unter sich verbunden sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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