DE334271C - Verfahren zur Erhoehung der zum motorischen Betrieb dienenden Gichtgasmenge in Hochofenanlagen - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der zum motorischen Betrieb dienenden Gichtgasmenge in Hochofenanlagen

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DE334271C
DE334271C DE1920334271D DE334271DD DE334271C DE 334271 C DE334271 C DE 334271C DE 1920334271 D DE1920334271 D DE 1920334271D DE 334271D D DE334271D D DE 334271DD DE 334271 C DE334271 C DE 334271C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01NGAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
    • F01N5/00Exhaust or silencing apparatus combined or associated with devices profiting by exhaust energy
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
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Description

Die für motorischen Betrieb verfügbare Gichtgasmenge einer Hochofenanlage läßt sich dadurch erhöhen, daß man die Gebläseluft für die Hochöfen vor Eintritt in die Cowper in einem besonderen Apparate vorwärmt. Zum Fertigerwärmen im Cowper benötigt man dann weniger Gichtgas und hat daher mehr von diesen Gasen für Betrieb von Motoren zur Verfügung.
ίο Es wurde vorgeschlagen, die Abgase der Cowper zu diesem Vorwärmen zu verwenden. Dies kann aber keinen Gewinn an und für sich ergeben. Denn wenn beispielsweise die Abgase mit 250 ° aus dem Cowper treten und den Luftanwärmer mit 100 ° verlassen, so läßt sich diese Endtemperatur auch unmittelbar im Cowper erzielen, wenn man durch künstlichen Zug den flotten Abgang der Abgase bei dieser Temperatur erzwingt.
Nach einem anderen bekannten Vorschlag wird die Gebläseluft in einem dem Cowper vorgeschalteten Anwärmer durch die Abgase der Anlaßmotoren vorgewärmt. Da aber die Gebläseluft bei diesem Vorgange schon stark erwärmt in die Cowper tritt, so gehen auch die Cowperabgase mit hoher Temperatur ab und werden infolgedessen die Gichtgase im Cowper schlechter ausgenützt als bei dem üblichen Verfahren, wo dem Cowper kalte Luft zugeführt wird. Man braucht dann zum Fertigerwärmen des Windes verhältnismäßig viel Gichtgas, und der Zuwachs an Gasen für den Motorbetrieb ist nicht groß, ja kann sogar infolge Gas- und Wärmeverluste in der Leitung zwischen Anwärmer und Cowper auf Null sinken.
Dieser Übelstand soll durch die Erfindung beseitigt werden. Gemäß der Erfindung läßt man die Abgase aus dem Cowper etwa mit der Temperatur der abgehenden Motorabgase austreten, mischt dann-beide Abgase und wärmt mit diesem Gemenge den Wind im Anwärmer vor. Es werden dann nicht bloß die Abgase der Motoren, sondern auch die der Cowper voll ausgenützt, und man kann die Gebläseluft weit höher erhitzen, als wenn man nur die Motorabgase dazu verwenden würde. Infolgedessen benötigt man verhältnismäßig wenig Gichtgas für die Cowper, so daß Gichtgasmengen für den Motorbetrieb frei werden.
Fig. ι zeigt schematisch eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens. Die Gebläseluft strömt aus der Gebläsemaschine G durch die Leitung α in den Anwärmer V, von dort durch die Leitung b in den Cowper C1 und schließlich durch Leitung e in den Hochofen H. Umgekehrt gelangen die Gichtgase, welche die Cowper heizen sollen, durch die Leitung k in den Cowper C2. Aus demselben gehen sodann die Abgase durch Leitung h bis zum Punkte 0, wo sie sich mit den von dem Motor M gelieferten und durch Leitung f zugeführten Abgase vereinigen. Das Gemisch tritt durch die Leitung i in den Anwärmer V und entweicht durch die Leitung s in die Esse.
Fig. 2 veranschaulicht die Gasführung nach Umschalten der Cowper.
Sind die Motorabgase infolge der Betriebsverhältnisse, wesentlich heißer als die der Cowper, so läßt sich das Verfahren zwecks besserer Ausnutzung der Abwärme in folgender
Weise abändern. Der Anwärmer besteht dann aus zwei hintereinandergeschalteten Teilappa- , raten. In dem ersten Apparate wird der Wind bloß durch die heißeren Motorabgase erhitzt, wobei sich diese Abgase bis etwa auf die Temperatur der Cowperabgase abkühlen. Nun werden beide Abgase gemischt und mit diesem Gemenge der andere Teilapparat geheizt. Man j kann bei diesem Vorgange die Gebläseluft auf j ίο eine höhere Temperatur bringen, als wenn man j die Erwärmung in bereits besprochener Weise ! in einem einstufigen Anwärmer durchführt. ; Schema Fig. 3 zeigt die dazu dienende An- : Ordnung. Die Gebläseluft geht vom Korn- | pressor G durch Leitung α in den Anwärmer F1, von dort durch die Leitung b zum zweiten •Anwärmer F2, weiter durch Leitung d in den Cowper C1 und schließlich durch die Leitung β in den Hochofen if. Dagegen strömen die heißen Motorabgase vom Motor M durch Leitung f in den Vorwärmer F2 und kühlen sich daselbst bis auf die Temperatur der Cowperabgase ab. Letztere gelangen aus dem Cowper C2 durch Leitung h zum Punkte 0, wo sie sich mit den aus F2 durch Leitung g zufließenden Abgasen vereinigen. Das Gemenge geht sodann durch Leitung i in den Anwärmer F1 und entweicht durch die Leitung s. Das zweistufige Anwärmen empfiehlt sich auch dann, wenn die Motorabgase von zwei Gaszentralen derselben Hochofenanlage geliefert werden, von welchen die eine (Gebläsezentrale) in der Nähe der Hochöfen liegt, die zweite (elektrische Zentrale) weiter weg. Es wird dann ein Teilapparat durch die heißeren Abgase der näherliegenden Zentrale geheizt, der zweite Teilapparat durch das Gemenge der Abgase, welche den ersten Teilapparat verlassen, der Abgase der weiter weg liegenden Zentrale und der Cowperabgase.
Schema Fig. 4 veranschaulicht die zugehörige Anordnung. Die Gebläseluft geht, ebenso wie bei der Anordnung Fig. 3, vom Gebläse G zum Vorwärmer F1, sodann zum Vorwärmer F2, dem Cowper C1 und zum Hochofen H. Von dem Motor M1 der Gebläsezentrale fließen die heißeren Abgase durch Leitung f ζήτα Anwärmer F2 und aus diesem durch die Leitung g zum Punkte 0, wo sie sich mit den Abgasen des Cowper C2, welche durch die Leitung h zügeführt werden und den Abgasen der Motorenikf2 aus der elektrischen Zentrale, die durch Leitung I zuströmen, vereinigen. Das Gemisch geht sodann durch Leitung i in den Anwärmer F1 und aus diesem durch Leitung s in den Kamin.

Claims (2)

Patent-Ansprüche :
1. Verfahren zur Erhöhung der zum motorischen Betrieb dienenden Gichtgasmenge in Hochofenanlagen, wobei die Gebläseluft vor Eintritt in die Cowper in einem besonderen Anwärmer durch die Abgase der Anlagsmotoren angewärmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß den Motorabgasen vor Eintritt in den Anwärmer Abgase der Cowper mit gleicher oder nur wenig verschiedener Temperatur beigemischt werden. ,
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Temperatur der zu mischenden Cowper- und Motorabgase verschieden ist, oder wo .neben den Cowperabgasen noch zweierlei Motorabgase von ungleicher Temperatur zum Luftanwärmen verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Anwärmer aus zwei hintereinandergeschalteten Teilapparaten besteht, von welchen der erste durch die heißesten 'Abgase geheizt wird und der zweite durch die aus dem ersten Teilapparat tretenden Abgase, gemischt mit den noch nicht verwendeten Abgasen von gleicher oder nur wenig verschiedener Temperatur.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1920334271D 1920-01-21 1920-01-21 Verfahren zur Erhoehung der zum motorischen Betrieb dienenden Gichtgasmenge in Hochofenanlagen Expired DE334271C (de)

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