DE259031C - - Google Patents

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DE259031C
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die
stereotype
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D3/00Casting stereotype plates; Machines, moulds, or devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15 c. GRUPPE
Vorrichtung zum Gießen halbrunder Stereotypplatten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. September 1911 ab.
Bei den bekannten Vorrichtungen zum Gießen halbrunder Stereotypplatten wird der Mantel zwecks Schließens und Öffnens der Form geradlinig gegenüber dem Kern verschoben. Hierbei wird die Stereotypplatte von der Matrize unter anderm mittels drehbar am Formmantel sitzender Matrizenhalter getrennt, die unmittelbar nach dem öffnen der Form unter der Einwirkung von Federn ausschwingen, so daß die
ίο Stereotypplatte an der Bewegung des Mantels nicht teilnimmt, sondern auf dem Kern sitzen bleibt. Bei allen derartigen Einrichtungen ist außer der Verschiebung des Mantels noch eine Drehung dieses oder des Kernes erforderlich, um die Stereotypplatte aus der Form zu entfernen. Außerdem sind mehrere Handgriffe des bedienenden Arbeiters zum öffnen und Schließen der Form sowie zum Zurückschwenken der Matrizenhalter notwendig. "
Demgegenüber bezweckt die Erfindung, die beiden bisher zum Schließen und öffnen der Form erforderlichen Bewegungsarten durch eine einzige zu ersetzen und alle zum Bedienen der Gießvorrichtung notwendigen Bewegungen in ein . bestimmtes Abhängigkeitsverhältnis voneinander zu bringen, so daß sie durch einen einzigen Handgriff des Arbeiters in vorgeschriebener Aufeinanderfolge zustande kommen. Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung der bewegliche Teil der Gießform, nämlich der Mantel, um seine lotrecht stehende Längskante drehbar angeordnet, an dieser Kante mit dem den feststehenden Formteil tragenden Schmelzofen verbunden und mit angelenkten Matrizenhaltern versehen, die durch Zwischenglieder mit einem Kurvenschlitz der Grundplatte derart
in Verbindung stehen, daß zum Öffnen und Schließen der Form nur eine Schwenkung des Mantels erforderlich ist, die ihrerseits eine Drehung der Matrizenhalter herbeiführt.
Bei Vorrichtungen zum Gießen vollrunder Stereotypplatten ist es bekannt, das bewegliche Stück des geteilten Formmantels am feststehenden Stück dieses Mantels um eine lotrechte Verbindungskante drehbar anzuordnen. Ferner ist es bei Vorrichtungen zum Gießen halbrunder Stereotypplatten bekannt, den feststehenden Formteil (Kern) mit dem Schmelzofen starr zu verbinden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht und
Fig. 2 die Aufsicht der Vorrichtung mit teilweise fortgebrochenem Schmelzofen.
An dem in üblicher Weise ausgebildeten und mit einem Ventil 2 zum öffnen und Schließen der Ausflußöffnung versehenen Schmelzofen 1 ist der Formkern 3 befestigt. Der Formmantel 4 sitzt auf einer Achse 5, die sich1 in Augen 6 des Schmelzofens dreht. Das öffnen und Schließen der Form erfolgt mittels des Handhebels 7, der auf einer wagerecht in Augen des Schmelzofens gelagerten Welle 8 festgekeilt ist. Auf der Welle 8 ist außerdem ein Hebel 9 befestigt, der durch Lenker 10, 11 mit zwei um Zapfen 12 des Schmelzofens drehbaren Verschlußgliedern 13 in Verbindung steht. Die Verschlußglieder 13 besitzen zur Aufnahme von Zapfen 15 des Formmantels Kurvenschlitze 14, deren Krümmungsmittelpunkte gegenüber den Zapfen 12 derart versetzt sind, daß der Formmantel vom Beginn des Eingriffes zwischen den Ver-
schlußgliedern 13 und den Zapfen 15 an langsam gegen den Schmelzofen bewegt wird, während er sich beim öffnen der Verschlußglieder 13 in entgegengesetzter Richtung dreht.
Auf dem andern Ende der Welle 8 ist ein Kegelrad 16 festgekeilt, das mit einem auf der Welle 5 festgekeilten Kegelrad kämmt, so daß der Formmantel 4 durch Drehung der Welle 8 geschwenkt wird. Auf dem Teil des Umfanges des Kegelrades 16, der während des Eingriffes der Verschlußglieder 13 und der Zapfen 15 mit dem Kegelrad 17 kämmen würde, fehlen die Zähne. Daher gehört der Eingriff zwischen den beiden Kegerrädern auf, sobald der Eingriff zwischen den Verschlußgliedern und ihren Zapfen beginnt, so daß die Drehung des Formmantels nur am Anfang durch die Räder, später durch die Verschlußglieder 13 herbeigeführt wird. Beim öffnen der Form beginnt der Eingriff zwischen den Kegelrädern erst dann, wenn die Verschlußglieder 13 im Begriff stehen, sich von den Zapfen 15 abzuheben.
Die freien Enden der Matrizenhalter 18 sind durch Lenker 28, 29 mit Hebeln 30, 31 verbunden, auf deren Wellen miteinander kämmende Zahnradsegmente 32 sitzen, so daß die Hebel 30, 31 miteinander zwangläufig verbunden sind. Auf der Welle des Hebels 31 ist ferner ein Hebel 33 befestigt, dessen freies Ende eine Rolle 34 trägt, die in einem Schlitz der Grundplatte 27 läuft. Der Schlitz setzt sich aus einem gekrümmten Teil 35, dessen Krümmungsmittelpunkt mit der Achse der Welle 5 zusammenfällt, und einem geraden Teil 36 zusammen, so daß bei der Schwenkung des Mantels 4 keine Verschiebung der Rolle 34 gegenüber diesem erfolgt, solange die Rolle im Teil 35 des Schlitzes läuft. Dagegen findet beim Laufen der Rolle im geraden Schlitzteil 36 eine gegenseitige Verschiebung von Rolle und Mantel in der Weise statt, daß die Hebel 30, 31 in entgegengesetzter Richtung ausgeschwenkt werden. Diese Drehung der Hebel 30, 31 wird durch die Lenker 28, 29 auf die Matrizenhalter 18 übertragen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Der Handhebel 7 wird aufwärts gedreht und dadurch der Formmantel 4 in Richtung des in Fig. 2 eingetragenen Pfeiles α geschwenkt. Hierbei werden die Hebel 30, 31 in Richtung der in Fig. 2 eingetragenen Pfeile b durch die Rolle 34 gedreht, und diese Hebel ihrerseits schwenken mittels der Lenker 28, 29 die Matrizenhalter 18 in Richtung der Pfeile c. Wenn die Rolle 34 den gekrümmten Schlitzteil 35 erreicht, haben sich die Matrizenhalter fest gegen den Formmantel gelegt, so daß die Matrize 26 zusammen mit den sie umfassenden Stahlbändern direkt an die Innenwandung des Formmantels angedrückt wird.
Die Geschwindigkeit der Schwenkung wird, wenn die Verschlußglieder 13 sich über die Zapfen 15 legen, verringert, weil dann der Eingriff der Kegelräder 16, 17 aufhört und die weitere Schließbewegung durch die Kurvenschlitze 14 bedingt ist. Nach dem Schließen der Form wird das Metall durch öffnen des Ventils 2 eingelassen, worauf die Kühlung des Mantels in irgendeiner bekannten Weise erfolgt. Jetzt wird der Hebel 7 abwärts gedreht, wobei das Öffnen der Form zunächst langsam, und zwar so lange vor sich geht, wie die Verschlußglieder 13 mit den Zapfen 15 in Eingriff stehen, während die Geschwindigkeit bei der Weiterbewegung mittels der Kegelräder 16, 17 sich erhöht.
Beim öffnen der Form, das durch auf den Drehzapfen der Verschlußglieder 13 sitzende Exzenter unterstützt wird, hat sich die Stereotypplatte vom Kern losgelöst und wird vom Mantel mitgenommen. Am Herausfallen wird sie durch untere, in der Zeichnung nicht dargestellte Ansätze des Formmantels gehindert. Wenn die Rolle 34 bei der Bewegung des Formmantels den gekrümmten Teil 35 ihres Führungsschlitzes verläßt, werden die Hebel 30, 31 und damit die Matrizenhalter 18 in entgegengesetzter Richtung zu der beim Schließen der Form geschwenkt, so daß die Stereotypplatte mittels go der Matrize 26 selbst und der zugehörigen biegsamen Stahlbänder aus dem Mantel herausgedrückt wird. Hierbei findet gleichzeitig ein Abziehen dei Matrize von der Stereotypplatte statt, und zwar an jeder Stelle in angenähert radialer Richtung.
Die Stereotypplatte bleibt nach dem Herabgleiten von den Ansätzen des Formmantels auf der Grundplatte 27 stehen, während sich der Mantel mit der Matrize weiterbewegt. Von hier aus kann die Stereotypplatte ohne weiteres von Hand oder auf mechanischem Wege zu den Fertigmachvorrichtungen befördert werden. Der folgende Guß vollzieht sich dann wieder in der bereits geschilderten Weise.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Gießen halbfunder Stereotypplatten, dadurch gekennzeichnet, daß der den beweglichen Teil bildende Formmantel (4) in der bei Vorrichtungen zum Gießen vollrunder Stereotypplatten bekannten Weise um seine lotrecht stehende Längskante drehbar angeordnet, an dieser Kante mit dem in bekannter Weise den feststehendenFormteil (Kern) tragendenSchmelzofen verbunden und mit angelenkten Matrizenhaltern (18) versehen ist, die durch Zwischenglieder mit einem Kurvenschlitz (35) der Grundplatte derart in Eingriff stehen, daß zum öffnen und Schließen der Form
    nur eine Schwenkung des Mantels (4) erforderlich ist, die ihrerseits zum Herausdrücken der Stereotypplatte und zum Abziehen der Matrize von dieser die Matrizenhalter (18) verdreht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Formmantel (4) durch Zahnräder (16, 17) geschwenkt wird, deren Eingriff aufhört, wenn an dem Schmelzofen (1) angelenkte und mit den Zahnrädern gekuppelte Verschlußglieder (13) mit Zapfen (15) des Formmantels in Eingriff kommen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizenhalter (18) mit einem Hebel (33) in Eingriff stehen, dessen freies Ende in einem aus einem zur Drehachse des Formmantels (4) konzentrischen Teil (35) und einem geraden Teil (36) bestehenden Schlitz der Grundplatte (27) geführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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