DE25887C - Maschine zur Herstellung von Horn- und Fischbeinstangen zum Steifen von Kleidern und Corsets - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Horn- und Fischbeinstangen zum Steifen von Kleidern und CorsetsInfo
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- DE25887C DE25887C DENDAT25887D DE25887DA DE25887C DE 25887 C DE25887 C DE 25887C DE NDAT25887 D DENDAT25887 D DE NDAT25887D DE 25887D A DE25887D A DE 25887DA DE 25887 C DE25887 C DE 25887C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C43/00—Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
- B29C43/22—Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor of articles of indefinite length
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei der Herstellung von Gorsets und Kleidertaillen etc. werden dünne Streifen aus Horn,
Fischbein oder Rohr angewendet, vim gewisse Theile zu steifen. Da das Horn oder Fischbein
mehrere Zoll Länge besitzen · mufs, so mufs das elastische Material in vielen Fällen so
geschnitten werden, dafs ein bedeutendes Quantum Abfall vorkommt. Der Zweck dieser Erfindung
ist, diese kurzen, fast werthlosen Abfallstücke nutzbar zu machen, indem dieselben in
fortlaufende Längen verwandelt werden, von welchen Stücke gewünschter Länge abgeschnitten
werden können.
Um dieses neue Fabrikat herzustellen, wende ich eine Flechtmaschine von folgender Construction
an.
In der Zeichnung ist A ein Gufsstück, welches das Gehäuse der Maschine bildet, A1 ein
Kreuzkopf, welcher als Lager für eine kurze, hohle Achse B dient, auf welcher zwei Scheiben
CC1 lose angebracht sind. Auf jeder ; dieser Scheiben befindet sich eine Flechtspule
c c\ die mit Faden gefüllt ist. Die Naben der Scheiben CC1 dienen als Schnurscheiben
zur Aufnahme der Schnüre dd1, die über die Scheiben D Dx laufen. Diese Scheiben sind
auf der Welle D2 befestigt, die sich in Lagern
dreht, welche ihrerseits auf der unteren Seite des Gufsstückes A angeschraubt sind. Die Treibschnur
d1 wird gekreuzt, so dafs die Scheibe C1
in entgegengesetzter Richtung zur Scheibe C, die mit ungekreuzter Schnur d versehen ist,
getrieben wird.
Die Abfallstreifen aus Horn oder Fischbein, die in lange, elastische Streifen verwandelt
werden sollen, sind gleich breit und stark.
Diese Streifen werden durch die Hand bei E in die Maschine eingeführt und unter die Einwirkung
der Flechtspulen c cx gebracht, wo sie zu einem fortlaufenden elastischen Streifen verbunden
werden, wie nachher beschrieben. FF sind ein Paar Federn, die auf der Platte A2 des
Gehäuses A befestigt sind und eine Führung für die durch die Hand eingeführten Hornbezw.
Fischbeinstreifen bilden, so dafs die Stücke zwischen ein Paar Walzen G geleitet
werden. Beim Einführen der Streifen in die Maschine durch die Hand werden zwei Stücke
neben einander gelegt, nur mufs > man dafür sorgen, dafs die hinteren Enden nicht übereinstimmen
, sondern- dafs das Ende des einen Stückes über das andere hinausragt, um die
Bildung einer guten Fügung mit den nachfolgenden Streifen zu sichern. Die Walzen G G
werden auf ihren Verticalwellen G' G2, die im Gestell A und den Leitlagern an der Platte A2
gelagert sind, festgekeilt. Auf der Welle G1 sitzt ein Schraubenrad^·, mit welchem eine Schraube
ohne Ende gl auf der Trieb welle D2 in Eingriff
steht; die durch diese Vorrichtung auf die Welle G' und deren Walze übertragene Bewegung
wird auf die' Welle G2 und deren Walze durch z,wei Triebe^·2 übertragen. Die Speisewalzen
liefern die Streifen an einen Führungskasten H ab. Dieser besteht aus zwei horizontalen,
mit Falz vers'ehenen Stangen h h1, die
parallel zu einander in einem horizontalen Ausschnitt der Platte A" angeordnet sind. Unter
diesen Stangen h k1 befindet sich eine Stange ti\
welche in den durch die beiden Falze gebildeten Raum eintritt und den Boden des Führungskastens H bildet. Oberhalb dieses Kastens be-
Claims (1)
- findet sich eine Glasplatte /z3, die als Deckel zum Kasten dient.Die Stangen AA^ werden durch Spiralfedern Ai, die auf die Rückseite der Stangen drücken und in Aussparungen der Platte A2 angebracht sind, so an einander gebracht, dafs die Horn- oder Fischbeinstreifen zwischen denselben festgeklemmt werden. Die Federn Ai werden in den Aussparungen der Platte A"1 durch Stellschrauben Ä5 gehalten. Auf gleiche Weise wird die Stange A2 , deren verticale Verlängerung durch einen Schlitz der Platte A"* hervorragt, durch Spiralfedern A6 mittelst einer Platte A7 nach oben gedrückt. Diese Platte A7 wird durch Schrauben h% in Stellung "gehalten, die durch die Federn Aß und die Platte A7 laufen und in die mit Gewinde versehenen Bohrungen der Platte A2 eingeschraubt werden. Beim Durchlaufen durch den Führungskasten H erhalten die Streifen E an den Seiten wie an den Kanten Druck, während sie durch die Stange A2 in gleicher Höhe gehalten werden, indem sie von dieser nach oben gegen die Glasscheibe A3 gedrückt werden. Hierdurch ist der Arbeiter im Stande, nachzusehen, ob die nachfolgenden Stücke genügend hervorragen, um gute Fügungen mit den vorhergehenden Stücken zu bilden. Die Platte Az wird durch zwei auf der Platte A"1 angeschraubte Klammern A9 nach unten gehalten und ragt so weit nach hinten, dafs die vorderen Enden der Führungsfedern F derart verdeckt sind, dafs die Hörn- oder Fischbeinstücke verhindert werden, sich über die Federn zu heben. Die Federn F sind an ihren hinteren Enden schleifenartig ausgebildet, um die Schrauben aufzunehmen, mittelst welcher sie mit der Platte A"1 verbunden werden. - Die Federn werden ferner durch den Streifen/", der auf der Platte A2 verschraubt ist, gehalten, während die vorderen Enden derselben durch die Anschlagzapfen /', die von der Platte hervorragen, in richtiger Lage zum Walzeneingriff gehalten werden. Die Anschlagzapfen/1 sind in solcher Entfernung von einander angebracht, dafs die Federn bei erhöhter Stärke der Streifen nachgeben können.Es ist vorher erwähnt worden, dafs die Streifen an einander in die Maschine eingeführt werden, wodurch die Stärke des herzustellenden Streifens verdoppelt wird, und mufs man möglichst dafür Sorge tragen, dafs die Fügungstheile über einander klappen, um ein Fabrikat von gröfster Gleichmäfsigkeit und minimaler Stärke zu erzielen. Beim Verlässen des Führungskastens 'H treten die Streifen in die hohle Achse B hinein, welche die losen Scheiben trägt, die, wie vorher angegeben, durch Schnüre von der Haupttriebwelle aus getrieben werden. Während die Streifen in die Achse B eintreten, wird ein Faden durch die Scheibe C, die eine Flechtspule c trägt, spiralförmig um die Streifen gewunden. Der Faden wird von der Spule c durch die Fadenführungen c* geleitet und ist. an dem sich fortbewegenden Streifen befestigt. Beim Heraustreten der Streifen aus dem entgegengesetzten Ende der hohlen Achse tritt die Scheibe C, die eine Spule c1 trägt, und mit Fadenführungen c* versehen ist, in Wirkung und wickelt einen Faden in entgegengesetzter Richtung zu dem durch die Scheibe aufgewickelten Faden um den Streifen, so dafs die Streifen fest mit einander verbunden werden. Beim Verlassen der hohlen Achse -läuft der zusammengesetzte Streifen durch eine am Gehäuse A angeschraubte Führung /, wird von einem Paar Walzen K erfafst, nach vorn gezogen und aus der Maschine entfernt. Der Druck der Walzen K und G ist ein elastischer; eine der Wellen K^ trägt eine lose Walze, welche am Gehäuse A durch Zapfen so befestigt ist, dafs dieselbe oscillirt und einen Druck nach vorn von einem Gummistück oder einer Feder erhält. Die Welle K^ der anderen Walze K, d. h. die getriebene Walze, dreht sich in festen Lagern und erhält ihre Bewegung durch ein Schraubenrad k und eine Schraube ohne Ende kl von der Triebwelle D2 aus. Die oberen Enden der Wellen der Walze G drehen sich in Schiebelagern, wie bereits angegeben, und werden so durch die Federn gz, die am vorderen Ende des Gehäuses A befestigt sind, an einander geprefst, so dafs die Walzen G einen elastischen Druck erhalten. Um dem Fabrikat eine gröfsere Haltbarkeit zu verleihen, kann man den Streifen beim Verlassen der Walzen K mit einer Cementmasse überziehen und zwischen Heizflächen führen, um den Cement zu binden und zu verhindern, dafs die Flechtfäden sich lösen, wenn der Streifen in Stücke geschnitten wird.PATENT-Ansρruch:Das Verwandeln der Abfallstreifen aus Horn oder Fischbein in einen continuirlichen Streifen durch eine dazu construirte Maschine, bestehend aus einem zwischen je ein Paar Speise- und Transportirwalzen angebrachten Flechtapparat, wobei die Speisewalzen die Streifen, die zwischen ein Paar Führungsfedern gelegt worden,- so führen, dafs sie durch einen Führungskasten geleitet werden, wo sie fest an einander gedrückt werden, bevor sie von den sich umdrehenden Spulen des Flechtapparates mit Faden umwickelt werden, und wobei der ■ fortlaufende Streifen durch die Transportwalzen aus der Maschine geleitet wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25887C true DE25887C (de) |
Family
ID=302304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25887D Active DE25887C (de) | Maschine zur Herstellung von Horn- und Fischbeinstangen zum Steifen von Kleidern und Corsets |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25887C (de) |
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0
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