DE257828C - - Google Patents

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DE257828C
DE257828C DENDAT257828D DE257828DA DE257828C DE 257828 C DE257828 C DE 257828C DE NDAT257828 D DENDAT257828 D DE NDAT257828D DE 257828D A DE257828D A DE 257828DA DE 257828 C DE257828 C DE 257828C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/02Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices
    • B41B7/04Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices for casting individual characters or spaces, e.g. type casting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 257828 KLASSE 15«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1911 ab.
Bei Einzelletterngieß- und Setzmaschinen,
, bei denen ein mit schachbrettartig angeordneten Matern besetzter Rahmen; in zwei Richtungen derart eingestellt wird, daß die verlangte Mater über eine Gießform gebracht wird, ist die Anzahl der Materny die in den Maternrahmen untergebracht werden können, an und für sich nicht begrenzt. Sie findet aber eine Grenze, wenn man eine bestimmte Betriebsgeschwindigkeit vorschreibt, in der Massenträgheit des Maternrahmens selbst. Die bei der Bewegung desselben entstehenden Beanspruchungen wachsen mit zunehmender Maternzahl infolge von· zwei Ursachen. Erstens nimmt die Masse des Rahmens mit der Zahl der darin untergebrachten Matern zu, und zweitens werden die einzelnen· Einstellhube länger.
Die Erfindung löst die Aufgabe,, die Zahl der Matern, die im Rahmen untergebracht werden können, wesentlich zu vermehren, ohne daß die nötigen Einstellwege verlängert werden, so daß bei unveränderter Betriebsgeschwindigkeit zwar die Beanspruchungen1 durch die Massenträgheit des Rahmens nicht ganz unverändert bleiben, aber doch nicht annähernd in dem Grade gesteigert werden·, wie wenn die Maternzahl ohne Veränderung der Wirkungsweise des Einstellwerkes vermehrt würde.
Nach der Erfindung wird der Maternrahmen in einer Einstellrichtung oder in beiden mit mehr Matern oder Maternreihen besetzt, als Einstellwege zur Verfügung stehen, so daß man normal gestellte und überzählig gestellte Matern unterscheiden kann. Die normal gestellten können alle mit Hilfe des unveränderten Einstellwerkes über die Form gebracht werden. Sollen nun überzählig gestellte Matern abgegossen werden-, so wird die Länge des den Maternrahmen- mit dem Einstellwerk verbindenden Gliedes um so viel verändert, daß dieselben Einstellwege des Einstellwerkes, die vorher normal gestellte Matern über die Form brachten, jetzt die in entsprechenden Abständen überzählig gestellten über die Form bringen.
In den Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Grundriß der für die Beschreibung der Erfindung wesentlichen Teile einer Monotypemaschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Umschaltwerkes, zum Teil im Schnitt,
Fig. 3 eine Ansicht des neuen Maternrahmens,
Fig. 4 ein Grundriß einer Abänderung der in Fig. ι dargestellten Ausführungsform,
Fig. 5 eine Seitenansicht und
Fig. 6 ein Grundriß einer dritten Ausführungsform.
. Fig. 7 ist eine Ansieht eines Stückes des zur Benutzung der Erfindung verwendeten Registerstreifens.
Fig. 8 bis 15 sind Grundrisse des zur Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 gehörigen Umschaltwerkes in verschiedenen Stellungen.
Bei den Monotypemaschinen sind zwei Sätze von Anschlagstiften H und H1 vorgesehen, die durch Druckluftzylinder zum Vortreten über die Ebene des Bettes der Maschine gebracht werden können. Die Abstände der Stifte, in der Richtung der Einstellbewegung des Maternrahmens A und des Maternrahmenträgers B gemessen, sind gleich dem Abstand aufeinanderfolgender Maternreihen. Der Registerstreifen I wird über ein Joch / fortgezogen, an dem Druckluftrohrleitungen münden, die zu den Stiften H und H1 führen. So oft eine Leitungsmündung mit einer Lochung im Registerstreifen zur Deckung kommt, erhält der betreffende Stift Druckluft und hebt sich über die Ebene des Maschinenbettes. Durch ein Hebelwerk F, f, f1, f3, FA mit dem festen Drehpunkt f2, das von einem Winkelhebel X angetrieben wird, werden Backen F1 und F2 für jede Einstellung zunächst um die volle Hublänge nach beiden Seiten auseinandergezogen und dann über demjenigen Stift H geschlossen, welcher inzwischen voi getreten ist. Während der Schließbewegung öffnen sich Backen F5 und F6 eines zweiten ähnlichen Hebelwerkes f5, F8, fi, F1 mit dem festen Drehpunkt f und schließen sich dann über einer Nase K an der Einstellbacke F2. Dabei nehmen sie eine Nase D mit, die mit einem in der Einstellrichtung geführten Schieber C verbunden ist, so daß dieser Schieber um den verlangten Einstellweg in seiner Führung c* verschoben wird. Am Vorderende des Schiebers C ist eine Quernut c vorgesehen, in die der Schwanz α des Maternrahmens A von oben eingehakt ist. Der Maternrahmen muß also die durch das Einstellwerk ausgeführten Einstellhube mitmachen. In derselben Weise wird rechtwinklig, zur ersten Einstellrichtung durch Anschlagstifte H1 mit Hilfe des Hebelwerkes G und der Schieberstange E1 mit dem Bund E der Rahmenträger B eingestellt.
Bei den bisher bekannten Maschinen dieser Art war die Einstellnase D mit dem Schieber C fest verbunden. Es waren in beiden Richtungen 15 Maternreihen im Maternrahmen vorgesehen, und demgemäß enthielt jeder Stiftsatz 15 Anschläge H, H1.
Beim Erfindungsgegenstand wird nun diese Zahl der Anschläge beibehalten, aber im Maternrahmen wird die Zahl der Maternreihen vermehrt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind sechs Reihen von Matern in der einen Einstellrichtung hinzugefügt und in den Fig. 1 und 6 der Zeichnungen durch Kreise bezeichnet, welche die zugehörigen Löcher in einer die Matern überdeckenden Schutzplatte A1 darstellen. Die normal gestellten Matern, die bei der bekannten Maschine bereits vorhanden waren, sind auf der Zeichnung ausgelassen, erscheinen aber in Fig. 3, in der der Maternrahmen in abgenommener Schutzplatte dargestellt ist.
Die Verlängerung des Maternrahmens in einer Einstellrichtung wird in der Regel genügen, um die verlangte Vermehrung der Matern zu erzielen, aber das Wesen der Erfindung schließt eine Verlängerung in beiden Einstellrichtungen nicht aus, und da beide Einstellwerke, abgesehen von ihrem gemeinsamen Antrieb, völlig unabhängig voneinander sind, so kann in dem Fall die für die eine Einstellrichtung beschriebene Einrichtung ohne jede Veränderung auf die andere übertragen werden.
Nach der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist die Einstellnase D am Ende einer Klinke angebracht, die bei d auf dem das Einstellwerk mit dem Maternrahmen verbindenden Schieber C gelagert ist. Eine zweite gleichartige Nase D1 ist bei d1 gelagert, und Federn D2 streben, beide Nasen D und D1 aus der Bahn der Einstellbacken F5 und Fs zurückzuziehen. Auf einem Stift m ist ferner eine Sperrklinke mit Nasen m1 und m2 und einem Arm w4 gelagert, und eine Feder m3 strebt, sie in der Stellung festzuhalten, in der sie in Fig. ι dargestellt ist.
In dieser Stellung verriegelt die Nase m2 die Klinke D in ihrer eingerückten Stellung, in der sie in die Bahn der Einstellbacken J76 und Fe vorragt. Die Einstellungen des Maternrahmens erstrecken sich also bei der gezeichneten Stellung der Teile nur über die normal gestellten Matern.
Auf Schrauben e, β an beiden Enden der dem Schieber C als Führung dienenden Leiste c* ist eine Schiene L (Fig. 2) schwenkbar gelagert, die sich über die größte vorkommende Länge eines Einstellweges erstreckt. Sie trägt an einem Ende einen Arm I, der durch eine Feder I1 abwärts gezogen wird und daher die Schiene in der in Fig 1 gezeichneten Stellung festzuhalten strebt.
Wird die Kraft dieser Feder überwunden und der Arm I aufwärts geschwenkt, so drückt die Schiene L gegen den Arm mi der Klinke m°, überwindet die Kraft der Feder mz, rückt die Klinke D1 in die Bahn der Einstelbacken F5 und F6 ein und befreit die Klinke D, so daß sie durch ihre Feder D2 zurückgezogen wird. Der Abstand der Nasen D und Z)1, in der Richtung des Einstellweges gemessen, ist gleich dem «-fachen Abstand benachbarter Matern im Maternrahmen angenommen, wenn η überzählige Maternreihen in der betreffenden Einstellrichtung vorgesehen sind, also im gezeich-
neten Beispiel gleich dem sechsfachen Maternabstand. Wenn die Nase D1 eingerückt ist, genügt der längste Einstellweg, um die letzte Reihe der überzählig gestellten Matern über die Form zu bringen, und die übrigen Einstellwege stellen der Reihe nach die näher stehenden Maternreihen ein.
Die Schwenkung der Schiene L geschieht vom Registerstreifen aus, und damit es nicht
ίο nötig ist, für diesen Zweck besondere Lochungen vorzusehen, ist die Einrichtung so getroffen, daß zwei auch anderen Zwecken dienende Lochungen zusam'menkommen müssen, um die Schwenkung der Schiene L auszulösen und damit das Einstellwerk umzuschalten. Die beiden Lochungen sind in den Fig. 1 und 6 mit j1 und ;10 bezeichnet. Von der Mündung j1 ist eine in der Zeichnung strichpunktiert angedeutete Druckluftleitung zu einem der Anschlagstifte V und von der Mündung /10 eine andere zu einem anderen Zwecke dienenden Druckluftzylinder H0 geführt, und beide Zylinder sind durch Rohrleitungen n9 und n10 mit einem Schieberventil n13 (Fig. 2) verbunden. In der Ruhestellung schließt der Ventilschieber fi14 die Mündung der Rohrleitung «10. Wird aber durch die Leitung n9 Druckluft zugeführt, so hebt er sich, so daß die Nut n1& mit der Mündung n10 zur Deckung kommt, wobei eine Verbindung mit dem über dem Ventil befindlichen Raum durch eine zentrale Bohrung im Schieber hergestellt wird. Die Druckluft, die durch Leitung w10 zugeführt wird, kann alsdann durch eine Bohrung w16 in einen Zylinder N eintreten und dessen Kolben N1 heben. Dieser Kolben treibt ein Schaltwerk, dessen Schalthebel N3 durch eine Feder IV6 zurückgezogen und durch die Stange N2 des Kolbens iV1 vorgeschoben wird.
Der Hebel trägt eine Schaltklinke 2V5, die in ein Schaltrad N* eingreift, und beim Rückgang des Schalthebels N3 wird das Schaltrad durch eine Klinke η gesperrt. Mit dem Schaltrad ist eine unrunde Scheibe IV7 gekuppelt, deren Umfang auf die Stange eines Ventiles N8 wirkt, das durch eine Feder N9 geschlossen gehalten wird und eine Druckluftleitung 2V10 sperrt, die in einen Zylinder iV11 unter einen Kolben N12 führt, dessen Stange iV13 an dem Arm / angreift. Die Kammer des Ventiles Ns wird durch eine Leitung ns beständig mit Druckluft gespeist.
Der Umfang der Scheibe IV7 ist mit wellenförmigen Erhöhungen und Vertiefungen ausgestattet, und das Schaltrad IV4 ist so geteilt, daß auf jeden Wellenberg und jedes Wellental je ein Zahn kommt. Wenn entweder die Leitung n9 oder die Leitung w10 Druckluft erhält, kommt das Umschaltwerk nicht in Tätigkeit, denn im ersten Fall wird zwar der Ventilschieber w14 angehoben, aber da die Leitung μ10 keine Druckluft führt, wird der Kolben N1 nicht angehoben. Im zweiten Falle bleibt die Mündung der Leitung w10 geschlossen. Erhalten aber beide Leitungen n9 und ηΛ0 Druckluft, dann wird der Schalthebel N3 geschwenkt und damit das Schaltrad Ni um einen Zahn weiter geschaltet. Der folgende Wellenberg am Umfang der Scheibe IV7 drückt das Ventil N8 nieder und stellt dadurch eine Verbindung zwischen den Leitungen n3 und 2V10 her, so daß der Kolben IV12 aufwärts getrieben wird und den Arm I aufwärts schwenkt. Dadurch wird die Schiene L einwärts bewegt und schaltet die Klinke um, wodurch die Nase D zurückgezogen und die Nase D1 vorgeschoben wird. Die folgenden Bewegungen des Einstellwerkes stellen dann statt der normal gestellten Matern die überzählig gestellten ein. Beim Weiterarbeiten der Maschine wird auch der Registerstreifen weitergeschaltet, so daß die Lochungen /' und /10 aus der Deckungsstellung herausrücken und die Leitungen n9 und w10 drucklos werden. Die Feder N6 zieht alsdann den Schalthebel N3 und den Kolben N1 wieder in die gezeichneten Ruhestellungen zurück, und der letztere drückt durch Vermittlung der über dem Schieber IV14 eingeschlossenen Luft auch diesen in die gezeichnete Stellung zurück. Aber das Schaltrad N1 bleibt go stehen, da es durch die Klinke η gesperrt wird.
Die Einstellung der Maternrahmenabteilung, welche die überzählig gestellten Matern enthält, wird also so lange fortgesetzt, bis wieder im Registerstreifen die Lochungen /7 und /10 gleichzeitig dargeboten werden. Das hat eine Fortschaltung der Scheibe N1 um einen weiteren Zahn des Schaltrades IV4 zur Folge, wodurch das Ventil N8 wieder geschlossen wird. Die Feder P- kann also den Arm I wieder in seine Ruhestellung herabziehen, und die Feder m3 kann die Klinke umschalten, wodurch die Nase D1 aus der Bahn der Einstellbacken F5 und F6 zurückgezogen und die Nase D vorgeschoben wird, so daß der normale Betrieb wieder aufgenommen wird.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind die Klinken durch zwei quer zur Richtung der Einstellungen zwischen Schienen C1 und C2 geführte Schieber D D1 ersetzt. Eine Schiene C3 überdeckt ihre hinteren Enden und verhindert sie, sich von dem Schieber C abzuheben. Die Schiene C3 trägt einen kleinen Bock m, in dem ein Wagebalken M1 gelagert ist, dessen Enden durch Glieder M2 und M3 mit den beiden Schiebern D1 und D gekuppelt sind. Am einen Ende trägt der Wagebalken M1 eine kleine Rolle M4, und an seinem anderen Ende greift eine Feder D3 an, die so gespannt ist, daß sie stets den Schieber D eingerückt zu halten
strebt. Die Rolle M4 berührt die Schiene L. Wird diese also in der beschriebenen Weise vorgedrückt, so wird der Wagebalken geschwenkt, die Nase D zurückgezogen und die Nase Z)1 vorgeschoben.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 und 8 bis 14 ist der den Maternrahmen mit dem Einstellwerk verbindende Schieber C ohne Einstellnasen ausgeführt, und statt dessen ist in einem Auge c1 an dem Kopf des Schiebers eine Stange C1 drehbar, aber nicht längsverschiebbar, die auf verschiedenen Seiten feste Nasen D und D1 trägt. Durch Drehen der Stange C1 kann man die eine oder die andere der beiden Nasen in die Bahn der Einstellbacken F5, Fe einschwenken. In der gezeichneten Stellung ist die Nase D1 eingeschwenkt und die Nase D nach unten ausgeschwenkt.
Um die Schwenkung auszuführen, sind in das hintere Ende der Stange C1 zwei Nuten c2 (Fig. 5 und 6) eingeschnitten, in die entsprechende Nasen e3 einer Kurbel C2 fassen, so daß die Kurbel längsverscbiebbar, aber nicht drehbar auf der Stange sitzt. Der Kurbelzapfen C3 wird von dem gabelförmigen Kopf C5 eines Hebels C4 umfaßt, der in c4 einen festen Drehpunkt hat. Am entgegengesetzten Arm des Hebels C4 greift ein Glied C6 an und verbindet ihn mit einem Hebel C7, der bei ce am Maschinenrahmen gelagert ist.
Die Stange P2 ist in bekannter Weise mit einem Schieber verbunden, der dazu dient, die fertiggegossenen Lettern aus der Gießform auszustoßen, und erhält von diesem Schieber eine regelmäßig hin und her gehende Bewegung. An ihrem Kopf ist ein Glied P1 angelenkt, das eine Klinke P trägt (Fig. 8 bis Γ4). Auf dem Stift c6, dem Drehpunkt des Hebels C7, ist ein zweiter Hebel C8 gelagert, dessen einer Arm gegabelt ist und einen Stift am Ende eines Hebels C9 umfaßt, der bei c7 ebenfalls am Rahmen der Maschine gelagert ist. Die Hebel C8 und C9 haben jeder einen zweiten Arm C10 und C11, und auf dem Hebei C3 sind Anschlagnasen C12 und C13 derart zu beiden Seiten des Hebels C7 angeordnet, daß den beiden Hebeln ein gewisses Maß von freiem Spiel gegeneinander gestattet ist.
In einem Block Q0 sind zwei Zylinder Q2 und Q3 ausgebohrt, in denen Kolben Q und Q1 spielen, deren Bestimmung ist, die Klinke P zu schwenken. In den Zylinder Q2 mündet ein Drucklüftkanal @4 mit einem Schieberventil Q5 und in den Zylinder @3 ein Kanal ^6 mit einem gleichartigen Schieberventil Q7. Beide Kanäle sind an eine Druckluftleitung Qs angeschlossen, die von dem Anschlagstift V herkommt (Fig. 1 und 6).
Die Schieber Q5 und Q7 werden durch Fedem q in der schließenden Stellung festgehalten und gegen den Druck dieser Federn geöffnet, wenn durch Leitungen Q9 und Q10 Druckluft darunter tritt. Durch diese Einrichtung ist erreicht, daß es nicht genügt, zu einer der Leitungen Q9 oder Q10 allein Druckluft zuzulassen, sondern die Tätigkeit des Umschaltwerks bedingt immer die Zulassung von Luft zu einer der beiden Leitungen Q9 und Q10 und gleichzeitig zur Leitung Qa.
Die Leitung Qs ist mit dem Zylinder des Anschlagstiftes h7 verbunden, so daß beide durch die Mündung j7 gespeist werden. Da aber nach der vorliegenden Ausführungsform ein Lochzeichen angewendet werden soll, um von den normal gestellten Matern zu den überzählig gestellten, und ein anderes, um von den überzähligen zu- den normalen umzuschalten, so wird hier das eine Lochzeichen durch Verbindung der Lochung für den Zylinder H0 mit der Lochung für den Zylinder k7 gebildet und das andere durch Verbindung der Lochung für den Zylinder eines Anschlagstiftes h2 mit der Lochung für den Anschlagstift h7. Daher ist die Leitung Q9 mit dem Zylinder H0 und die Leitung Q10 mit einem Anschlagstiftzylinder h2 (Fig. 6) verbunden. Demnach werden für die Umschaltung von einer Maternrahmenabteilung zur andern Lochungen j7 und j2 dargeboten und dadurch die Leitungen Qa und Q10 gespeist und der Kolben Q1 vorgeschoben.
Wenn die Stange Px die Klinke P über den Kolben Q1 führt, wird das eine Ende der Klinke bis zur Höhe einer Nase C14 auf dem Hebelarm C10 eingeschwenkt (Fig. 8), und wenn die Stange P1 das Ende ihres Hubes erreicht hat, ist der Hebel C8 in die in Fig. 9 gezeichnete Stellung geschwenkt worden, in der der Anschlagstift C13 an die Unterkante des Hebels C7 stößt, der Hebel C7 ist aber noch nicht' aus seiner Ruhestellung abgelenkt worden.
Die Klinke P wird in ihrer gegenseitigen Stellung zur Stange P1 durch einen unter Federdruck stehenden Riegel p1 gesperrt, der in einen von zwei Kerben p2 oder ps einfällt. i°5 Beim Rückgang der Stange P1 gestattet der Riegel p1 der Klinke P Bewegungsfreiheit genug, um der Nase C15 am Hebelarm C10 auszuweichen, aber beim folgenden Vorwärtshub der Stange P1 faßt die Nase der Klinke P no die Nase C15 am Hebelarm C10 (Fig. 10). Der Hebel C8 wird daher geschwenkt, nimmt den Hebel C7 mit und überträgt durch Vermittlung des Gliedes C6 die erforderliche Drehung auf die Stange C1, um die Nase D aus der Bahn der Einstellbacken heraus und die Nase D1 einzuschwenken.
Die gleichzeitige Verwendung von Lochungen j2 und j7 bedingt, daß beide Anschlagstifte h7 und h2 vortreten. Aber das Vortreten des Anschlagstiftes h2 stört nicht das Zusammenschließen der Einstellbacken F1 und
F2 über dem Stift W, da nur die Backe F1 durch vortretende Anschlagstifte aufgehalten wird und der Stift W näher am Maternrahmen steht als der Stift h2.
Wenn vom Gebrauch überzählig gestellter Matern zu dem normal gestellter Matern übergegangen werden soll, werden die Lochungen so gestellt, daß die Mündungen j1 und ji0 freigegeben sind. Demnach wird durch die
ίο Druckluft in der Leitung Q9 das Ventil Q5 angehoben, so daß die Druckluft von der Leitung Qa nach dem Zylinder Q2 strömen kann und den Kolben Q in die Höhe treibt. Dieser schwenkt die Klinke P derart, daß bei dem ersten Rückwärtshub der Stange P1 die Nase p der Klinke P den Vorsprung C16 am Hebelarm C11 trifft (Fig. 12). Dadurch wird der Hebel C9 und durch seine Vermittlung der Hebel C8 so weit zurückgeschwenkt, daß der Anschlagstift C12 mit dem Hebel C7 in Berührung kommt (Fig. 13). Die Stange P1 führt dann einen Vorwärtshub aus, und beim folgenden Rückwärtshub trifft die Nase p1 der Klinke P den Vorsprung C17 auf dem Hebelarm C9 und schwenkt die Hebel C9, C8 und C und durch Vermittlung des Gliedes C6 die Kurbel C2 an der Stange C1, so daß die Nase D1 aus der Bahn der Einstellbacken ausgeschwenkt und die Nase D wieder eingeschwenkt wird.
Die zuletzt beschriebene Ausführungsform der Erfindung ist besonders geeignet, an vorhandene Maschinen angebaut zu werden, die in der bisher gebräuchlichen Bauart ausgeführt sind, und da nur bereits vorhandene Druckluftmündungen im Joch / benutzt werden, ist auch keine Änderung der Lochmaschine erforderlich, um diese Ausführungsform der Erfindung anzuwenden. Falls die mit überzähligen Matern besetzte Rahmenabteilung zeitweise durch einen Rahmen der bisher gebräuchlichen Abmessungen ersetzt werden soll, werden in den betreffenden Druckluftleitungen, die zum Umschaltwerk führen, Hähne ange-
bracht, so daß sie, ohne irgendwelche Änderungen an der Maschine vornehmen zu müssen, abgesperrt werden können.
Der Satz überzähliger Matern, der im beschriebenen Beispiel sechs Reihen umfaßt, kann mit Vorteil derart in den Maternrahmen eingebaut sein, daß er als Ganzes daraus entfernt und durch einen anderen ersetzt werden kann.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Einzelletterngieß- und Setzmaschine, bei der ein mit schachbrettartig angeordneten Matern besetzter Maternrahmen durch eine Einstellvorrichtung in zwei Richtungen derart eingestellt wird, daß die jeweilig verlangte Mater über eine Gießform gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß jede der mit Matern besetzten Abteilungen des Maternrahmens so mit der Einstellvorrichtung für die einzelnen Matern gekuppelt werden kann, daß die einzelnen Abteilungen beliebig abwechselnd von der Materneinstellvorrichtung beeinflußt werden.
2. Maschine nach Anspruch 1, bei welcher die Einstellbewegungen dadurch auf den Maternrahmen übertragen werden, daß Backen des Einstellwerkes eine Nase an einem mit dem Maternrahmen gekuppelten Schieber erfassen und ihn um den · verlangten Einstellweg verschieben, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schieber mehrere bewegliche Nasen (D, D1) vorgesehen sind, von denen die der Stellung der verlangten Materabteilung im Rahmen entsprechende in die Bahn der Einstellbacken (F5, Fe) eingerückt wird.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Maternrahmen drehbar verbundene Stange (C1J mit einer Mehrzahl von festen, in verschiedenen Ebenen angeordneten Nasen (D, D1J ausgestattet ist, und daß durch ein vom Registerstreifen aus gesteuertes Umschaltwerk die der Stellung der verlangten Mater entsprechende Nase in die Bahn der Einstellbacken (F6, F6J eingeschwenkt wird.
4. Umschaltwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Schieberstange (C1) schwenkendes Hebelwerk (C1 bis C9,) mit einem hin und her gehenden Teil (P1) der Maschine durch Vermittlung einer Klinke (P) gekuppelt wird, die vom Registerstreifen aus derart umgestellt wird, daß eine vom Registerstreifen gespeiste Leitung (Q9) in Verbindung mit einer dauernd mit einem Druckluftbehälter verbundenen Leitung (QB) das Hebelwerk (C1 bis C9) im einen Sinne und eine andere vom Registerstreifen aus gespeiste Leitung (Q10) in Verbindung mit der dauernd gespeisten Leitung (Qs) im anderen Sinne verstellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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