DE257521C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D16/00—Control of fluid pressure
- G05D16/04—Control of fluid pressure without auxiliary power
- G05D16/06—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule
- G05D16/063—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane
- G05D16/0644—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting directly on the obturator
- G05D16/0647—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting directly on the obturator using one membrane without spring
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- Automation & Control Theory (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 257521 KLASSE Ac. GRUPPE
KARL ZÖLLER in KARLSRUHE i. B.
Membran- oder Glockenregler für Hausgasleitungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1911 ab.
Zum Absperren der Gaszufuhr ordnet man bekanntlich bei Hausgasleitungen gewöhnlich
in der Nähe des Gasmessers den sogenannten Gashaupthahn an. Dieser Hahn hat sich als
Absperrorgan für Hausgasleitungen so gut bewährt, weil er in besonders einfacher Weise
durch eine bestimmte, zumeist durch Anschläge begrenzte Teildrehung eines mit dem
Küken verbundenen Handhebels in die Offen- oder Schließlage gebracht und daher auch von
Personen ordnungsgemäß bedient werden kann, die in der Bedienung von Absperrvorrichtungen
nicht besonders geschult sind.
Durch die Erfindung wird nun bezweckt, bei Hausgasleitungen, bei welchen z. B. infolge
der Einführung der Druckwellenfernzündung ein Gasdruckregler eingeschaltet werden muß,
um die Fortpflanzung der Druckwellen in die Hausgasleitung zu verhindern, den Gashaupthahn
in Fortfall zu bringen, ohne dadurch die bewährte einfache Art der Gasabsperrung zu
beeinträchtigen. Den Gashaupthahn kann man dadurch in Fprtfall bringen, daß man das
Regelungsorgan des Gasdruckreglers in bekannter Weise zu einem im Bedarfsfalle von
außen bedienbaren Absperrorgan ausbildet. Mit Hilfe der bekannten Gasdruckregler dieser
Art kann jedoch der angestrebte Zweck nicht erreicht werden, da die Überführung des Reo
gelungsorgans in die eine oder andere Endlage entweder eine besondere Schulung des Bedienungspersonals
erfordert oder wie z. B. bei Anwendung einer Schraubenspindel mit Handrad eine längere Zeit in Anspruch nimmt.
Nach der Erfindung ist der Gashaupthahn unter Wahrung der einfachen Art der Gasabsperrung
dadurch in Fortfall gebracht, daß die Antriebsvorrichtung zum Absperren der Leitung durch das Regelungsorgan nach Art
der Umschaltvorrichtung eines Gashaupthahnes aus einem nur um eine bestimmte Teildrehung
umsteuerbaren Antriebshebel besteht. Bei dieser Einrichtung des Reglers kann die Gaszufuhr
in ordnungsmäßiger Weise ohne weiteres von jeder Person abgesperrt werden, die mit der Handhabung des üblichen Gashaupthahnes
vertraut ist. Dies ist insbesondere bei ungewollten Gasausströmungen und Feuersgefahr von Bedeutung, da der Verbraucher
die Gaszufuhr trotz der Einschaltung des Reglers in der gewohnten Weise schnell absperren
kann.
Ein schnelles Schließen des Regelungsorgans und dessen sicheres Geschlossenhalten läßt sich
bei Verwendung von Absperrventilen mit grö-I3eren Hüben vorteilhaft dadurch erreichen, daß
man den Antriebshebel an einem mit der Ventilspindel verbundenen Zwischengliede angreifen
läßt, das unter Wahrung der Regelungsfähigkeit des Reglers bei der Drehung des
Handhebels in der Längsrichtung der Spindel verschoben wird.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Reglers nach der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt den zum Teil in Ansicht dargestellten
senkrechten Längsschnitt durch den Regler.
Fig. 2 ist der Grundriß der Fig. 1.
Der Regler wird in bekannter Weise mit dem Stutzen 1, 2 seines Gehäuses 3 in die
Claims (2)
- Hausgasleitung eingeschaltet, indem z. B. der Stutzen 2 an die zum Gasmesser führende Leitung 4 angeschlossen wird. Das Regelungsorgan besteht bei dem dargestellten Regler aus zwei Ventilkegeln 5, die auf einer gemeinsamen Spindel 6 befestigt sind, welche von dem als Membran 7 ausgebildeten Druckgliede des Reglers getragen wird. Die Sitze der Ventilkegel sind in der üblichen Weise an der die Stutzen 1 und 2 trennenden Scheidewand 8 vorgesehen.Der Deckel 9 des Gehäuses 3 ist nun mit einem zylindrischen Ansatz 10 versehen, der zur Aufnahme einer mit der Ventilspindel 6 gleichachsigen Buchse 11 dient. Die Ventilspindel ist sowohl durch den Gehäusedeckel 9 als auch durch den Boden 12 der oben offenen Buchse mit Spiel hindurchgeführt und am Ende mit einer Anschlagmutter 13 versehen. In dem Mantel der Buchse 11 ist ferner eine von ihrem Boden 12 schraubengangartig nach oben geführte Kurvennut 14 vorgesehen, in die' ein Führungsstift 15 eingreift, der das Ende einer in den Ansatz 10 hineingeschraubten Kopfschraube 16 bildet. Am oberen, a.us dem Ansatz 10. herausragenden Teil der Buchse 11 ist ein Handhebel 17 angebracht.Ist die Hausgasleitung 4 in Betrieb, so nimmt die Buchse 11 mit dem Handhebel 17 die mit voll ausgezogenen Linien dargestellte Lage ein. Die Belastung der Membran 7 ist in der bei Gasdruckreglern üblichen Weise so gewählt, daß in der Leitung 4 hinter dem Regler der Gasdruck herrscht, welcher aufrechterhalten werden soll. Die Anschlagmutter 13 ist hierbei so eingestellt, daß sich die Spindel 6 um einen gewissen Hub der Ventilkegel 5 nach oben und nach unten ungehindert verschieben kann.Werden daher die Straßenlaternen z. B. durch eine Druckwelle gezündet, so kann sich die Gasdrucksteigerung bzw. die Gasdruckminderung aus dem Hauptrohr nicht bis in die Hausgasleitung 4 hinter dem Regler, an welche die Brenner angeschlossen sind, fortpflanzen, da die Ventilkegel 5 durch die Membran 7 entsprechend geschlossen bzw. geöffnet werden.Soll nun beispielsweise wegen Feuersgefahr die Gaszufuhr zur Hausgasleitung hinter dem Regler rasch abgesperrt werden, dann braucht nur der Handhebel 17 bis in die mit gestrichelten Linien gezeichnete Lage gebracht, also um 900 gedreht zu werden. Bei dieser Drehung des Hebels wird infolge des Eingriffs des Führungsstiftes 15 in die Kurvennut 14 die Buchse 11 in der Längsrichtung der Ventilspindel 6 angehoben, wie Fig. 1 mit gestrichelten Linien zeigt. Der Boden 12 der Buchse 11 trifft hierbei auf die Anschlagmutter 13 und nimmt die Ventilspindel 6 mit, so daß die Ventilkegel 5 nach der Teildrehung des Handhebels 17 um 90 ° in ihrer Schließlage stehen (Fig. 1). Die Steigung der Kurvennut 14 ist so gewählt, daß die Buchse 11 Selbstsperrung hat, um ein selbsttätiges Wiederöffnen der Ventilkegel 5 zu verhüten. Die Absperrung der Gaszufuhr kann durch jede beliebige Person des Haushalts schnell und ordnungsgemäß ausgeführt werden, da lediglich der Antriebshebel 17 um eine bestimmte Teildrehung umgesteuert zu werden braucht, wie man dies bei dem üblichen Gashaupthahn gewöhnt ist. Ebenso erfolgt die Wiederherstellung der Gaszufuhr unter gleichzeitiger selbsttätiger Einstellung der Ventilkegel 5 in ihre Betriebslage durch Zurückdrehen des Hebels 17 um 90 °, wobei sich die Buchse 11 wieder mit ihrem Boden 12 auf den Deckelfeil 9 des Gehäuses aufsetzt, die Ventilkegel 5 der Abwärtsbewegung der Buchse jedoch nur so weit folgen, bis der Membran 7 und ihrer Belastung durch den Gasdruck das Gleichgewicht gehalten wird.In der Buchse 11 können natürlich auch zur Vermeidung einseitiger Drücke mehrere Kurvennuten vorgesehen sein, in die am Gehäuse befestigte Stifte eingreifen. Auch können die Stifte an der Buchse und die Kurvennuten im Reglerdeckel angeordnet sein. Ferner kann der Handhebel wie bei einem Gashaupthahn als aufsteckbarer Schlüssel ausgebildet sein.Die Art der Ausbildung des Regelungsorgans und des Druckgliedes des Gasdruckreglers kann verschieden sein, z. B. kann an die Stelle der Membran eine Reglerglocke treten. Das Zwischenglied schließlich, an dem einerseits der Handhebel, andererseits das Regelungsorgan des Gasdruckreglers angreift, kann in verschie- 10c dener Weise, z. B. als Exzenter, ausgebildet sein, wenn nur die Bedingungen erfüllt sind, daß sich das Regelungsorgan durch eine Teildrehung des Handhebels in die Schließlage bringen läßt und beim Zurückdrehen des He- 10; bels in die Anfangslage die selbsttätige Regelung durch den Gasdruckregler wiederhergestellt wird.Paten τ-An s PRü c BfE:ι. Membran- oder Glockenregler für Hausgasleitungen, bei welchem das Regelungsorgan zu einem im Bedarfsfalle von außen bedienbaren Absperrorgan ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung zum Absperren der Leitung durch das Regelungsorgan nach Art der Umschaltvorrichtung eines Gashaupthahnes aus einem nur um eine bestimmte Teildrehung umsteuerbaren Antriebshebel besteht.
- 2. Regler nach Anspruch ι mit einem als Absperrventil ausgebildeten Regelungsorgan, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (17) an einem im Reglergehäuse (3, 9) um die Spindel (6) des Regelungsventils (5) 'drehbar gelagerten, zylindrischen Zwischengliede (11) angreift, mit dem die Spindel unter Wahrung ihres zur Regelung erforderlichen freien Spiels verbunden ist, und das bei der Drehung des Handhebels in der Längsrichtung der Spindel verschoben wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE257521T | 1911-02-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE257521C true DE257521C (de) | 1913-03-11 |
Family
ID=86006212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1911257521D Expired DE257521C (de) | 1911-02-26 | 1911-02-26 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE257521C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057408B (de) * | 1953-04-30 | 1959-05-14 | Rudolf Majert G M B H | Doppelsitzventil mit getrennt voneinander an der Ventilspindel angeordneten Ventiltellern, insbesondere fuer Gasdruckregler, mit einer von aussen bedienbaren Ventiltellereinstellvorrichtung |
| EP4088050B1 (de) * | 2020-01-08 | 2023-11-01 | Automatic Switch Company | Tellerventil mit gleichzeitig kontaktierenden ventilgliedern |
-
1911
- 1911-02-26 DE DE1911257521D patent/DE257521C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057408B (de) * | 1953-04-30 | 1959-05-14 | Rudolf Majert G M B H | Doppelsitzventil mit getrennt voneinander an der Ventilspindel angeordneten Ventiltellern, insbesondere fuer Gasdruckregler, mit einer von aussen bedienbaren Ventiltellereinstellvorrichtung |
| EP4088050B1 (de) * | 2020-01-08 | 2023-11-01 | Automatic Switch Company | Tellerventil mit gleichzeitig kontaktierenden ventilgliedern |
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