DE256607C - - Google Patents

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DE256607C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B5/00Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
    • G08B5/22Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
    • G08B5/24Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission with indicator element moving about a pivot, e.g. hinged flap or rotating vane
    • G08B5/30Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission with indicator element moving about a pivot, e.g. hinged flap or rotating vane with rotating or oscillating members, e.g. vanes

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  • Electromagnetism (AREA)
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  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
256607 KLASSE 74 d. GRUPPE
abgegebene Stromstöße bewirkt werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1910 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zum optischen Anzeigen von nach Art der Morsezeichen gegebenen Signalen, bei welcher im Gegensatz zu den bisher bekannten Anordnungen Signalkörper gemeinsam fortbewegt werden und beim Einlaufen von Signalen nacheinander abgeschaltet werden, so daß der erste Stromstoß des Signales durch den zuerst abgeschalteten Signalkörper
ίο gekennzeichnet wird, daß ferner die zwischen zwei Stromstößen vorhandene Pause durch einen entsprechend langen Zwischenraum zwischen dem ersten und zweiten Signalkörper, welch letzterer beim Geben des zweiten Signalkontaktes abgeschaltet wird, gekennzeicl· net ist, usf., so daß aus der Anzahl der im Gesichtsfeld stehenden Signalkörper die Anzahl der Stromstöße und aus den Pausen zwischen den einzelnen Signalkörpern die zwischen den einzelnen Stromstößen liegenden Zeitpausen ersichtlich sind.
In der Annahme, daß die gemeinsame Fortbewegung sämtlicher Signalkörper im Sinne der Uhrzeigerrichtung stattfindet, ist es bei vorliegender Erfindung möglich, das durch einen Glockenschlag gegebene Signal in genau derselben Richtung abzulesen, also ebenfalls im Sinne der Uhrzeigerrichtung. Diese Möglichkeit bestand bisher bei keiner anderen Einrichtung für vorliegenden Zweck, da es hier immer darauf ankam, das Signal in umgekehrter Richtung zu lesen, als die Signalkörper in das Gesichtsfeld hineinbewegt werden.
Durch/die Beseitigung dieses Ubelstandes ist es ntöglich geworden, das Signal mit'vollkommener Sicherheit abzulesen, da es erstens in derselben Richtung, wie es erscheint, abgelesen wird und zweitens in völliger Ruhe verharrt, wogegen die bisher bekannten Anordnungen, wie bereits im vorstehenden angegeben, im entgegengesetzten Sinne abgelesen werden mußten, und zwar während ihrer Bewegung, wodurch naturgemäß eine sehr große Unsicherheit für das richtige Erkennen bestand.
Wie derartige Anzeigevorrichtungen beispielsweise beschaffen sein können, ist aus der Zeichnung zu ersehen; in dieser stellt. 1 einen Elektromagneten dar, welcher eine Längsver· Schiebung der Laufwerkachse bewirkt, deren Rückstellung ein Elektromagnet 2 herbeiführt. Das Laufwerk wird durch einen Elektromagneten 3 aufgezogen, ein Elektromagnet 4 dient zur Rückstellung der Signalkörper. 5 ist ein zum Elektromagneten 1 gehöriger Anker, 6 ein zum Elektromagneten 2 gehöriger Anker, 7 ein zum Elektromagneten 3 gehöriger Anker, 8 ein
zum Elektromagneten 4 gehöriger Anker, 9 die Sperrnase des Ankers 5. Die im Lager 11 gelagerte Achse 27 weist Zahnstufen 10 auf, in welche die Klinken der Anker 5 und 6 eingreifen. Das im Lager 13 gelagerte Laufwerk 12 steht mit den Rädermechanismen eines Zeitlaufwerkes in Eingriff. Auf der rechten Seite davon befindet sich ein zweites Lager 15 für die Achse 27, an der eine Nase sitzt, welche dazu dient, die Signalkörper 18, 19, 20, 21 fortzubewegen; die Rückstellung der Zeiger 18, 19, 20.. 21 bewirkt ein fester Deckzeiger 17 mit einer Nase. Die Achse des Deckzeigers ist auf beiden Seiten in zwei Lagern 22, 23 gelagert. An der Achse 27 ist ein Spanngewicht 24 befestigt, welches bei Auslösung des Ankers 6 die Rückstellung der Achse 27 bewirkt. Die Achse des Zeigers 17 trägt ein Spanngewicht 25, welches die Zeiger 17, 18, 19, 20, 21 bei Auslösung des Ankers 8 herbeiführt. Das Laufwerkrad 26 ist mit dem Anker 7 fest und mit der Laufwerkachse 27 durch ein (in der Zeichnung nicht dargestelltes) Sperrrad und eine Klinke derart verbunden, daß das Rad 26 die Welle 27 nur dann mitnimmt, wenn es sich unter der Wirkung des Gewichts 12 bewegt, nicht aber dann, wenn der Elektromagnet 3 durch Anziehen des Ankers 7 das Laufwerk aufzieht.
Erfolgt nun ein Stromschluß am Signalkontakt, so werden gleichzeitig die Elektromagnete 1 und 3 erregt, der Elektromagnet ι zieht seinen Anker 5 an, welcher durch den Eingriff seines Sperrzahnes 9 in die Stufenzahnung 10 eine Längsverschiebung der Achse 27 um einen Zahn bewirkt. Der Abstand der hintereinanderliegenden Zeiger 18, 19, 20, 21 entspricht je einer Zahnbreite von 10, so daß bei jeder Längsverschiebung der Achse 27 die Nase 16 nacheinander die Zeiger 21, 20, 19, 18 freigibt und jeder einzelne an der Stelle stehen bleibt, in die er gerade durch die Nase 16 mittels des Laufwerkes 14 hinbewegt wurde. Wie bereits erwähnt, wurde im Augenblick des Stromschlusses am Signalkontakt auch der Elektromagnet 3 erregt, welcher seinen Anker 7 anzieht, das Gewicht 12 aufwärts hebt und somit das Laufwerk in Anlaufbereitschaft bringt, denn im Augenblick des Stromloswerdens der Wicklung des Elektromagneten 3 wirkt das Gewicht 12 infolge der Schwerkraft auf das Laufwerk 14 und bringt es zum Ablauf, um einen bestimmten, begrenzten Weg, vorausgesetzt, daß nicht durch einen erneuten Stromstoß wieder die Anfangsstellung hergestellt wurde. Angenommen, das Laufwerk ist durch einen Stromstoß in Tätigkeit gesetzt worden, so würde also gleichzeitig der Zeiger 21 freigegeben werden und nach Verlauf einer Zeit, welche von kürzerer Dauer ist als die Gesamtablaufszeit, feststehen bleiben; erfolgt nun ein zweiter Stromstoß, welcher zur Folge hätte, daß das Zeitlaufwerk nochmals in die Anfangsstellung gebracht wird, so wird auch der Zeiger 20 freigegeben und bleibt ebenfalls feststehen. Dies läßt sich nun beliebig oft und in beliebig langen Zeit abständen wiederholen, so daß bei einer Zeichengabe von Stromschluß, lange Pause, Stromschluß, kurze Pause, Stromschluß auf dem Signalanzeiger folgendes Bild erscheint: Zeiger, großer Zwischenraum, Zeiger, kleiner Zwischenraum, Zeiger, was wiederum ohne weiteres nach dem Morsealphabet als Strich, Punkt gelesen werden kann.
Es ist des weiteren auch ohne Schwierigkeit möglich, die Anordnung so zu treffen", daß bei jedem Stromstoß je nach seiner Länge eine Anzahl Zeiger dicht nebeneinander erscheinen, so daß auf diese Weise bei langem Stromschluß am Signalschalter ein breites Zeichen am Signalanzeiger erscheint, wogegen bei kurzem Stromschluß nur ein schmales Zeichen sichtbar wird, es ist also im Gegensatz zu der ersteren Anordnung, welche verschieden lange Pausen zwischen den einzelnen Stromstößen kennzeichnete, hierbei möglich, auch die verschieden lange Dauer der Stromstöße abzulesen.
Ist nun ein Signal gegeben, so kann es entweder bis zum Geben eines weiteren Signals sichtbar bleiben, oder aber es können geeignete Rückstellvorrichtungen verschiedenster Ausführungsform, wie solche ja zur Genüge bekannt sind, dem Signalanzeiger beigeordnet werden, so daß nach erfolgter Signalgabe der Apparat sofort wieder in Anrufbereitschaft steht.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: 1oo
1. Vorrichtung zur optischen Anzeige von Signalen, die durch in verschiedenen Zeitabständen abgegebene Stromstöße bewirkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl Signalkörper durch ein gemeinsames oder mehrere Laufwerke gleichzeitig in das Gesichtsfeld hineinbewegt, bei jedem Stromstoß nacheinander einzeln oder in bestimmter Anzahl abgeschaltet werden, und in der erreichten Stellung stehen bleiben, derart, daß das Signal sowohl in der Bewegungsrichtung der Zeiger abgelesen werden kann, als auch nach Abgabe der einzelnen Stromstöße in Ruhe verharrt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Schluß des Signalkontaktes mit Hilfe eines Elektromagneten (3) ein Gewicht (12) gehoben oder eine Feder oder sonstige Auf-
zugsvorrichtung gespannt wird, wodurch gnalkontaktes und dadurch ein erneuter
die Fortbewegung des Laufwerkes sowie Beginn der Bewegung stattfindet,
der mit ihm gekuppelten Signalkörper um j
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
ein bestimmtes Stück veranlaßt wird, so dadurch gekennzeichnet, daß das Signal
daß das Laufwerk nach Zurücklegung des j von links nach rechts in das Gesichtsfeld
bestimmten Weges zur Ruhe gelangt, falls j hineinbewegt wird, so daß es in derselben
nicht vorher ein erneuter Schluß des Si- | Richtung abgelesen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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