DE25655C - Neuerungen an PAPIN'schen Kochtöpfen - Google Patents

Neuerungen an PAPIN'schen Kochtöpfen

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DE25655C
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DE
Germany
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papin
vessel
mercury
safety valve
saucepan
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Active
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DENDAT25655D
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English (en)
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E. CAPITAINE in Berlin SW., Wilhelmstrafse 18
Publication of DE25655C publication Critical patent/DE25655C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J27/00Cooking-vessels
    • A47J27/56Preventing boiling over, e.g. of milk
    • A47J27/62Preventing boiling over, e.g. of milk by devices for automatically controlling the heat supply by switching off heaters or for automatically lifting the cooking-vessels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher gebräuchlichen sogen. Papin'schen Kochtöpfe haben den Uebelstand, dafs sie die darin kochenden Speisen, namentlich, wenn solche sehr consistent oder breiig sind, leicht anbrennen lassen. Diesem Uebelstande hat man dadurch abzuhelfen gesucht, dafs man den Topf in ein Wasserbad setzte und. auf diese Weise indirect das Kochen der Speisen bewirkte. Hierbei wurde jedoch der Zweck, welcher mit den Papin'schen Verschlufstöpfen beabsichtigt wurde, nämlich die Speisen unter erhöhtem Dampfdrücke zu kochen, nicht erreicht, da man eben nicht jene Dampfspannung erreichen konnte.
Vorliegende Neuerung betrifft nun die Construction eines Papin'schen Kochtopfes mit Wasserbad, bei welchem nicht nur ein Kochen der Speisen unter Druck erzielt, sondern bei welchem auch jener Druck beliebig genau regulirt werden kann, der durch eine automatisch wirkende Vorrichtung stets constant erhalten wird.
Wie auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 dargestellt, ist der mit Sicherheitsventil α und Probirhahn b ausgerüstete und durch Bügel d und Schraube c verschliefsbare Kochtopf A in einem zweiten Gefäfse B derart angeordnet, dafs sich in dem durch beide Gefäfse gebildeten, zum Theil mit Wasser gefüllten ringförmigen Räume C eine Dampfspannung bilden kann, welche durch ein in einem seitlichen Rohrstutzen p sitzendes Sicherheitsventil regulirt werden kann.
Da die Differenz der Dampfspannungen im Räume C und im Kochtopfe A stets nur eine sehr geringe ist, so können die Wände des Topfes A, welche den Raum C nach oben hin abgrenzen, sehr schwach sein, so dafs fast die ganze Wärme auf die Speisen übertragen wird.
Um den Druck im Räume C stets constant zu erhalten, steht derselbe durch ein Rohr ο mit einem Cylinder h, Fig. 2, in Verbindung, in welchem sich ein Kolben bewegt, der mit dem Kaminschieber in fester Verbindung steht. Ein um m drehbarer, mit Feder oder Gegengewicht η versehener Hebel / sucht den Kolben' i stets in seiner höchsten Stellung zu erhalten, in welcher der Kaminschieber gänzlich geöffnet ist. Wächst nun die Spannung im Räume C, so überwindet der auf dem Kolben i lastende Dampfdruck die Federkraft oder das Gegengewicht und bewirkt den allmäligen Abschlufs des Schiebers, so dafs weniger Wärme auf den Kochtopf übertragen wird.
Statt dieser Vorrichtung kann man auch eine Flüssigkeits- oder besser Quecksilbersäule anwenden, in welcher ein Schwimmer angeordnet ist, der mit dem Rauchschieber verbunden ist und die Stellung des letzteren vom Dampfdruck abhängig macht, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Durch diese Anordnung erzielt man die vortheilhafteste Ausnutzung der Wärme, indem nur gerade so viel verbraucht wird, als durch Ausstrahlung verloren geht und zur Vollziehung der beim Kochen vor sich gehenden chemischen Processe erforderlich ist.
Um die Differenz der Spannungen im Kochtopfe A und dem Räume C so gering wie möglich zu machen oder den Druck in A zu vergröfsern, kann man in C statt Wasser eine Lösung von Kochsalz anwenden, deren Siede-
punkt bekanntlich von der Concentration abhängig und stets höher als der des reinen Wassers ist.
In Fig. 4 ist eine Modification des beschriebenen Kochtopfes dargestellt, der vornehmlich zum Kochen mittelst Gas "oder Petroleum bestimmt ist. Da hier die Heizfläche sich nur auf den Boden des Kochtopfes beschränkt, so ist das Gefäfs B auch nur am Boden dieses Topfes angebracht, und der Dampfraum ist durch den hohlen Boden des Topfes A gebildet. In diesen reicht das seitlich befestigte Rohr ο hinein, welches durch einen Schlauch r mit einem Quecksilbermanometer Q verbunden ist.
Das Rohr dieses Manometers mündet in ein verschlossenes Gefäfs Q1, welches theilweise von dem Quecksilber des Manometers erfüllt ist. In den oberen Theil dieses Gefäfses münden zwei Röhren s und t, von denen letzteres mit einem Schlitze u versehen ist und bis in das Quecksilber hineinreicht. Dieses Rohr t bildet das Gaszuleitungsrohr und läfst sich in einer Stopfbüchse v, Fig. 5, mehr oder weniger tief in das Quecksilber einstellen. Das Rohr s ist durch den Schlauch g mit dem Gasbrenner G verbunden.
Der Kochapparat wirkt nun in folgender Weise:
Das Gas strömt durch Rohr t und Schlitz 11 in den oberen Theil des Gefäfses Q1 und von hier durch Rohrstutzen s und Schlauch g nach dem Gasbrenner G, wo es zur Verbrennung gelangt und das Wasser im Räume C des Gefäfses B zum Kochen bringt. Der sich bildende Dampfdruck wirkt nun direct auf das Quecksilber im Manometer und bringt dasselbe im Gefäfse Q1 zum Steigen. Hierdurch wird aber der Schlitz u des Rohres t mehr und mehr verdeckt, und es gelangt dementsprechend weniger Gas zum Brenner G; die Dampfspannung im Räume C geht daher wieder zurück bis auf ihre normale Gröfse, welche von der freien Oeffnung des Schlitzes u, bedingt ist. Um für alle Fälle gesichert zu sein, kann man bei χ ein Sicherheitsventil anbringen.
Durch eine einfache Aenderung dieser Vorrichtung kann man dieselbe auch zum Kochen mittelst Petroleum etc. anwenden, wobei dann ein am Gefäfs Q1 angeordneter Schwimmer direct auf die Dochtregulirschraube einwirkt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anordnung eines Papin'sehen Kochtopfes in einem zweiten, mit Sicherheitsventil versehenen Kochtopfe, derart, dafs der zwischen beiden verbleibende Raum hermetisch nach aufsen abgeschlossen ist und zur Aufnahme von Wasser dient, das unter höherem Drucke als der der äufseren Atmosphäre zu kochen vermag und vermittelst jenes Sicherheitsventils beliebig regulirt werden kann.
2. In Combination mit dem Wasser- oder Dampfraume C am Boden eines Papinschen Kochtopfes eine Vorrichtung zur Regulirung der Dampfspannung, bestehend aus einem Quecksilbermanometer, welches mit seinem oberen freien Ende in ein mit dem Gasbrenner verbundenes Gefäfs mündet, in welchem sich ein mit Schlitz versehenes Gaszuleitungsrohr mehr oder weniger tief einstellen läfst, zum Zwecke, bei zu hoher Dampfspannung die Menge des hinzuströmenden Heizgases in der Weise zu vermindern, dafs das im Gefafse steigende Quecksilber die schlitzförmige Durchflufsöffnung verdeckt
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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