DE2556940C3 - Faserbandauflösevorrichtung für eine Offen-End-Spinneinrichtung - Google Patents

Faserbandauflösevorrichtung für eine Offen-End-Spinneinrichtung

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DE2556940C3
DE2556940C3 DE19752556940 DE2556940A DE2556940C3 DE 2556940 C3 DE2556940 C3 DE 2556940C3 DE 19752556940 DE19752556940 DE 19752556940 DE 2556940 A DE2556940 A DE 2556940A DE 2556940 C3 DE2556940 C3 DE 2556940C3
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W. Gerhard 8070 Ingolstadt Hoeber
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/30Arrangements for separating slivers into fibres; Orienting or straightening fibres, e.g. using guide-rolls
    • D01H4/32Arrangements for separating slivers into fibres; Orienting or straightening fibres, e.g. using guide-rolls using opening rollers

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Description

45
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Faserbandauflösevorrichtung mit mehreren Faserbandzuführwegen, auf welchen jeweils eine aus einem Klemmelement und einem Gegenelement bestehende Liefervorrichtung angeordnet ist, mittels welcher ein Faserband einer gemeinsamen Auflösewalze zugeführt wird.
Zur Anpassung an die zu verspinnende mittlere Stapelfaserlänge ist es bekannt, den Abstand zwischen Liefervorrichtung und Auflösewalze durch Verstellen oder Austausch von Teilen zu verändern (CH-PS 51763 und DT-OS 2136 178). Der Austausch von Teilen erfordert ein teilweises öffnen und Demontieren des Gehäuses, damit die auszutauschenden Teile zugänglich werden. Derartige Lösungen sind daher sehr zeitaufwendig. Ist der Abstand zwischen Liefervorrichtung und Auflösewalze zu verändern, so sind aufwendige Versteil-Lagerungen erforderlich, die zudem, bedingt durch ihr Prinzip, in der Regel nur eine individuelle Verstellung der Liefervorrichtung an jeder Spinnstelle ermöglichen. Bei den modernen Spinnmaschinen mit einer großen Anzahl von nebeneinanderliegenden Spinnstellen ist eine solche Ausführung jedoch unvorteilhaft, da eine Verstellung zeitaufwendig ist.
Zum Mischen von Fasern ist es bekannt, einer Auflösewalze mehrere Speisevorrichtungen zuzuordnen (DT-OS 23 00 967). Die Faserabnahmepunkte der Nadelwalze bzw. der Nadel walzen sind jedoch alle gleich weit von dem Faserbandruckhaltepunkt entfernt. Es ist auch bekannt, mit mehreren Speisevorrichtungen, die aus je einem Klemmelement und einem Gegenelement bestehen. Fasern zu mischen (DT-OS 25 13 692). In beiden Fällen können jedoch nur Fasern gleicher Stapellänge miteinander gemischt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Liefervorrichtung zu schaffen, die einfach im Aufbau ist und die auf einfache Weise eine Anpassung an die jeweils zu verspinnenden Stapelfaserlängen gestattet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst daß der Klemmpunkt zwischen Klemmelement und Gegenelement an jeder Liefervorrichtung einen unterschiedlichen radialen Abstand von der Auflösewalze aufweist. Da die Klemmelemente nicht relativ zur Auflösewalze tangential oder in Umfangsrichtung zur Lieferwalze verstellt werden, sondern lediglich in oder außer Betrieb gesetzt werden, ist eine wesentlich einfachere Anpassung möglich. Dies kann sogar ganz ohne Umstellung erfolgen. Wenn aber doch eine Stellvorrichtung vorgesehen ist, so kann diese wesentlich einfacher als bei bekannten Vorrichtungen ausgebildet sein. Da die Anpassung an die Stapelfaserlänge nicht durch Verstellen, sondern durch Auswahl der gewünschten Liefervorrichtung erfolgt, ist stets ein einheitlich genau definierter Klemmpunktabstand von der Auflösewalze an allen Spinnstellen gegeben.
Gemäß einer besonders einfachen und zweckmäßigen Ausführung ist dabei den beiden in unterschiedlichem Abstand von der Auflösewalze angeordneten Liefervorrichtungen ein gemeinsames Gegenelement zugeordnet. Oie Liefervorrichtungen können dabei neben- oder über einander angeordnet sein; im letzten Fall ist vorzugsweise das gemeinsame Gegenelement als Speiseplatte ausgebildet, auf deren Ober- und Unterseite sich je ein als Lieferwalze ausgebildetes Klemmelement abstützt. Um das Faserband dem die erfindungsgemäße Vorrichtung aufnehmenden Gehäuse nicht an verschiedenen Stellen zuführen zu müssen, ist es vorteilhafterweise mehreren Lieferwalzen ein gemeinsamer Zuführtrichter zugeordnet, durch weichen wahlweise der einen oder der anderen Lieferwalze das Faserband zuführbar ist. Damit die Lieferung des Faserbandes auf einfache und sichere Weise rasch abgestellt werden kann, ist zweckmäßigerweise jeder Lieferwalze ein den Klemmweg begrenzender Anschlag zugeordnet und in Transportrichtung vor jeder Lieferwalze ein in Anlage an die Speiseplatte bringbarer Klemmhebel angeordnet, durch welchen die Speiseplatte von einer durch einen Anschlag zurückgehaltenen Lieferwalze abhebbar ist. Um mit Sicherheit Funktionen zu steuern, die abhängig davon sind, wo das Faserband zugeführt wird, ist jeder Klemmstelle ein in Abhängigkeit von der Faserbandzuführung betätigbarer Schalter zugeordnet, der steuermäßig mit der Antriebsvorrichtung der Lieferwalzen bzw. der Klemmhebel verbunden ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht auf besonders einfache Weise ein Umwechseln von einer Stapelfaserlänge auf eine andere Stapelfaserlänge. Hierzu ist entweder keine Umstellung nötig, oder aber es genügt das Umschal'.en eines Zuführtrichters, um eine
andere Stapelfaserlänge verspinnen zu können. Dabei kann eine Abstellvorrichtung vorgesehen sein, die automatisch davon, bei welcher Liefervorrichtung die Faserbandzuführung erfolgt, diese Liefervorrichtung stillsetzt, wenn ein Fadenbruch auftritt
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert Dabei zeigt
Fig. 1 im Querschnitt einen Teil einer ertindungigernäßen Faserbandauflösevorrichtung mit zwei voneinander unabhängigen Liefervorrichtungen mit unter- ι ο schiedlicher Klemmentfernung von der Auflösewalze,
F i g. 2 eine andere Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Schnitt, bei welcher den in unterschiedlichem Abstand zur Auflösewalze angeordneten Klemmelementen eine gemeinsame Lieferwalze zugeordnet ist,
Γ i g. 3 ein Antriebsschema für die in F i g. 2 gezeigte Lieferwalze,
F i g. 4 eine Abwandlung der in F i g. 2 gezeigten Vorrichtung mit einer gemeinsamen Speiseplatte und zwei im unterschiedlichen Abstand zur Auflösewalze angeordneten Lieferwalzen im Schnitt,
F i g. 5 einen Schnitt durch noch eine weitere Ausführung des Erfindungsgegenstandes mit einer Abstellvorrichtung fii r jede Liefervorrichtung,
Fig.6 ein Schaltschema für die in Fig. 5 gezeigte Vorrichtung und
F i g. 7 einen Schritt durch eine weitere Abwandlung des Erfindungsgegenstandes mit zwei in verschiedenem Abstand zur Auflösewalze nebeneinander angeordneten Lieferwalzen und einer gemeinsamen Speiseplatte.
In den Abbildungen sind nur die für das Verständnis der Erfindung unbedingt erforderlichen Teile gezeigt. Aus diesem Grunde wurde auf die vollständige Wiedergabe der üblichen Auflösewalze 10 und des Gehäuses 1, auf die Darstellung des in das beliebig ausgebildete Offen-End-Spinnelement hinführenden Faserzuführrohres sowie der Fadenabzugsvorrichtung verzichtet.
Eine Ausführung mit zwei unabhängigen Lieferstellen 6 und 7 zeigt F i g. 1. Diese Lieferstellen bestehen jeweils aus einem als Speisemulde ausgebildeten Klemmelement 60 bzw. 70 und einem ortsfesten Gegeneiement 61 bzw. 71, wobei das Gegenelement 61 bzw. 71 als angetriebene Lieferwalze ausgebildet ist. Die beiden Klenimelemente 60 und 70 stützen sich aneinander mittels einer Druckfeder 62 ab. Jeder dor beiden Lieferstellen 6 und 7 ist ein eigener Zufuhrtrichter 63 bzw. 72 zugeordnet.
Die durch das Klemmelement 60 und das Gegenelement 61 gebildete Klemmstelle weist einen kleineren Abstand von der Auflösewalze 10 auf als die durch das Klemmelement 70 und das Gegenelement 71 gebildete Klemmstelle. Die Klemmstelle der Lieferstelle 6 ist auf eine kurze mittlere Stapelfaseriänge, die zur Verspinnung gelangen soll, abgestellt, während die Klemmstelle der Lieferstelle 7 auf eine große mittlere zu verspinnende Stapelfaseriänge abgestellt ist.
Sollen Fasern mit kürzerer mittlerer Stapelfaseriänge versponnen werden, so wird das Faserband in den der Lieferstelle 6 zugeordneten Zuführtrichter 63 eingeführt. Das Faserband wird bei der Lieferung zwischen dem Klemmelement 60 und dem angetriebenen Gegenelement 61 geklemmt und auf diese Weise der Auflösewalze 10 zugeführt. Durch den auf die Stapelfaseriänge abgestellten Klemmabstand von der Auflösewalze 10 werden die Fasern weder während der Auflösung beschädigt noch werden größere Faserbüschel aus dem Faserband herausgerissen.
Sollen Fasern mit größerer mittlerer Stapelfaserlänge versponnen werden, so wird das Faserband über den Zuführtrichter 72 der Lieferstelle 7 zugeführt. Durch den größeren Klemmabstand von der Auflösewalze 10 wird auch hier bei guter Faserbandauflösung eine faserschonende Behandlung erzielt.
Es ist nicht notwendig, daß die Liefervorrichtungen vollkommen getrennt voneinander sind. Vielmehr können diese Klemmelemente der beiden Liefersiellen 6 und 7 ein gemeinsames Gegenelement 300 aufweisen, das gemäß F i g. 2 als Lieferwalze ausgebildet ist, die wahlweise in der einen oder anderen Richtung (Pfeile 301 und 302) rotieren kann. Jeder Drehrichtung ist ein als Speisemulde ausgebildetes Klemmelement 64 bzw. 73 zugeordnet, das sich elastisch mittels einer Druckfeder 640 bzw. 730 am Gehäuse 1 abstützt Zwischen den Klemmelementen 64 und 73 befindet sich ein Zuführtrichter 74, der durch Drehen um eine Achse 740 der einen oder der anderen Lieferstelle 6 bzw. 7 zugeordnet werden kann.
Das Klemmelement 64 bildet mit dem Gegenelement
300 einen größeren Klemmabstand von der Auflösewalze 10 als das Klemmelement 73 mit dem gemeinsamen Gegenelement. Der Zuführtrichter 74 wird somit zum Verspinnen einer kürzeren mittleren Stapelfaseriänge in die gezeigte Stellung gebracht und damit der Lieferstelle 7 zugeordnet, während er zum Verspinnen einer größeren mittleren Stapelfaseriänge nach oben geschwenkt w:"d, damit das Faserband der Liefervorrichtung 6 zugeführt wird.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, muß die Rotationsrichtung des Gegenelementes 300 darauf abgestimmt werden, bei welchem Klemmelement 64 bzw. 73 das Fasemand zugeführt wird. Da dies von der Stellung des Zuführtrichters 74 abhängt, kann mit der Achse 740 des Zuführtrichters 74 ein Schalter 8 verbunden sein, der die Drehrichtung des Gegenelementes 300 steuert. In F i g. 3 ist eine hierfür geeignete Antriebsvorrichtung dargestellt. Auf einer Welle 80 sitzt ein von einem Hauptantrieb aus angetriebenes Antriebsrad 800, das beidseitig mit einer Kupplungshälfte 81 und 82 verbunden ist. Auf der Welle 80 sitzen axial verschiebbar die beiden anderen Kupplungshälften 810 und 820, mit denen jeweils Antriebsräder 811 bzw. 821 zum Antrieb einer Kette oder eines Riemens 812 bzw. 822 verbunden sind. Von der Kette oder dem Riemen 812 wird ein Rad 303 angetrieben, das auf einer in Verlängerung des als Lieferwalze ausgebildeten Gegenelementes 300 angeordneten Welle 304 vorgesehen ist. Von der Kette oder dem Riemen 822 wird ein auf einer Zwischenwelle 83 angeordnetes Rad 830 angetrieben. Auf der Zwischenwelle 83 sitzt ein Zahnrad 831, das mit einem auf der Welle 304 angeordneten Zahnrad 305 in Eingriff steht.
Wenn das Faserband mit Hilfe der Lieierstelle 7 zugeführt werden soll, so muß dich das als Lieferwalze ausgebildete Gegeneiement 300 in Richtung des Pfeiles
301 drehen. Unter der Voraussetzung, daß das Antriebsrad 800 mit den Kupplungshälften 81 und 82 in Richtung des Pfeiles 801 angetrieben wird, wird bei der in F i g. 2 gezeigten Stellung des Zuführtrichters 74 der Schalter 8 mit der Kupplungshälfte 810 verbunden, die dadurch in Eingriff mit der Kupplungshälfte 81 gebracht wird. Somit wird das Gegenelement 300 vom Antriebsrad 800 aus über die Kupplungshälften 81, 810, das Antriebsrad 811. die Kette oder den Riemen 812, das Rad 303 und die Welle 304 in Richtung des Pfeiles 301
angetrieben.
Wird dagegen das Faserband in Anpassung an eine größere mittlere Stapelfaserlänge mittels der Lieferstelle 6 zugeführt, so muß sich das als Lieferwalze ausgebildete Gegenelement 300 in Richtung des Pfeiles 302 drehen. Zu diesem Zweck wird der mit dem Zuführtrichter 74 verbundene Schalter 8 mit der Kupplungshälfte 820 verbunden, die dadurch in Eingriff mit der Kupplungshälfte 82 gebracht wird. Der Antrieb des Gegenelementes 300 erfolgt somit vom Antriebsrad 800 aus über die Kupplungshälften 82, 820, das Antriebsrad 821, die Kette oder den Riemen 822, das Rad 830, die Zwischenwelle 83, die Zahnräder 831 und 305 sowie die Welle 304.
Das gemeinsame Gegenelement muß nicht unbedingt als Lieferwalze ausgebildet sein, sondern kann auch als stationäre Speiseplatte mit oder ohne Speisemulden ausgebildet sein. Eine solche Vorrichtung zeigt F i g. 4, in welcher ein als Speiseplatte ausgebildetes, ortsfestes Gegenelement 39 vorgesehen ist. Ober- und unterhalb dieses gemeinsamen Gegenelementes ist je ein als Rolle angetriebenes Klemmelement 65 und 75 vorgesehen, das durch auf geeignete Weise an den Achsen 650 und 750 und am Gegenelement 39 verankerten Federn 651 und 751 elastisch gegen das Gegenelement 39 gezogen wird. Die beiden als Walzen ausgebildeten Klemmelemente 65 und 75 werden auf nicht gezeigte Weise, z. B. über Ketten unter Zuhilfenahme von Spannrädern, in Richtung der Pfeile 652 und 752 angetrieben, wobei beide Klemmelemente 65 und 75 einen gemeinsamen Antrieb aufweisen können. Da eine Umschaltung der Drehrichtung nicht erforderlich ist, braucht dem Zufuhrtrichter 74 auch kein Schalter 8 zugeordnet sein.
Auch bei der in F i g. 4 gezeigten Ausführung weisen die zwischen dem Klemmelement 65 und dem Gegenelement 39 einerseits und dem Klemmelement 75 und dem Gegenelement 39 andererseits gebildeten Klemmstellen unterschiedliche Abstände auf in Anpassung an die zur Verspinnung vorgesehenen mittleren Stapelfaserlängen.
Der schwenkbare Zuführtrichter 74 kann auch entfallen, wenn statt seiner getrennte öffnungen zur Zuführung des Faserbandes vorgesehen sind, die durch das Gehäuse 1 und das Gegenelement 39 oder durch eingesetzte Zufuhrtrichter 63 und 72 (Fig. 1) gebildet werden können.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes zeigt F i g. 5. Das gemeinsame Gegenelement 390 ist wiederum als Speiseplatte ausgebildet und weist vorzugsweise dem Radius der als Rollen ausgebildeten Klemmelemente angepaßte Speisemulden 391 und 392 auf. Das Gegenelement 390 ist auf seinem der Auflösewalze 10 abgewandten Ende schwenkbar auf einer Achse 303 gelagert Die beiden Klemmelemente 65 und 75 der Lieferstellen 6 und 7 werden durch Druckfedern 653 und 753, die sich in geeigneter Weise an am Gehäuse 1 vorgesehenen Schultern 15 und 16 abstützen, gegen das Gegenelement 390 gedrückt, das hierdurch in seiner mittleren Schwenkstellung gehalten wird. Jeder Lieferstelle 6 bzw. 7 ist auch hier wieder ein eigener Zuführtrichter 63 bzw. 72 zugeordnet, so daß die Wahl der gewünschten Lieferstelle 6 bzw. 7 durch entsprechendes Einführen des Faserbandes in den Zuführtrichter 63 bzw. 72 geschieht Die Klemmabstände der Lieferstellen 6 und 7 sind wiederum verschieden groß, so daß durch die Auswahl der einen oder der anderen Liefervorrichtung eine Anpassung an die Stapelfaserlänge erfolgt
Die Abstellung der Faserbandzuführung erfolgt üblicherweise durch eine Lieferwalze zugeordnete Kupplung, wobei gemäß der vorliegenden Erfindung sowohl ein Klemmelement (65—Fig. 4 und 5) als auch ein Gegenelement (61, 71 —Fig. 1, 3O0-Fig.2) als Lieferwalze Anwendung finden kann. Statt Kupplungen für die Lieferwalzen vorzusehen, kann jedoch auch pro Liefersielle 6 bzw. 7 ein Klemmhebel 90 bzw. 91 vorgesehen sein. Beide Klemmhebel 90 und 91 sind zusammen mit dem Gegenelement 390 auf der Achse 393 angeordnet. Während sich der Klemmarm 900 bzw. 910 über die volle Breite des Gegenelementes 390 erstreckt, wird der restliche Teil des Klemmhebels 90 bzw. 91 einseitig am Zufuhrtrichter 63 und 72 und am Gegenelement 390 vorbeigeführt. Am anderen Hebelarm 901 bzw. 911 ist eine im Gehäuse 1 verankerte Feder 902 bzw. 912 eingehängt, die den Hebelarm in Anlage an dem Stößel 903 bzw. 913 eines Elektromagneten 904 bzw. 914 hält. Gemäß Fig.5 befindet sich der Klemmhebel 91 — mit Ausnahme des Klemmarmes 910, der sich über die volle Breite des Gegenelementes 390 erstreckt — vor den Zuführtrichtern 72 und 63, dem Gegenelement 390 sowie dem Klemmhebel 90, während der Klemmhebel 90 sich — mit Ausnahme des sich über die volle Breite des Gegenelementes 390 erstreckenden Klemmarmes 900 — hinter den Zuführtrichtern 63 und 72, dem Gegenelement 390 sowie dem Klemmhebel 91 befindet.
Damit das Faserband nicht nur zwischen dem Klemmarm 900 bzw. 910 und dem Gegenelement 390 geklemmt werden kann, sondern das Gegenelement 390 durch den Klemmhebel 90 bzw. 91 von dem in Arbeit befindlichen Klemmelement 65 bzw. 75 abgehoben werden kann, ist für jedes Klemmelement 65 und 75 ein den Klemmweg dieser Klemmelemente 65 und 75 begrenzender Anschlag 66 und 76 vorgesehen. Auf geeignete Weise wird stets nur der Elektromagnet 904 bzw. 914 in Arbeitsbereitschaft versetzt, der der in Arbeit befindlichen Lieferstelle 6 bzw. 7 zugeordnet ist. Dies kann durch einen von Hand zu betätigenden Schalter geschehen. Gemäß den F i g. 5 und 6 ist jedoch an jedem Zufuhrtrichter 63 und 72 eine über eine Achse
630 bzw. 740 und einen nicht gezeigten Kontaktarm mit einem Schalter 631 bzw. 741 verbundene Klappe 632 bzw. 742 vorgesehen. Stellt der als Kontakt 9 dargestellte Fadenwächter einen Bruch in dem vom Spinnelement abgezogenen Faden fest, so wird infolge der nachlassenden Fadenspannung der Kontakt 9 geschlossen. Das eingeführte Faserband hat die entsprechende Klappe 632 bzw. 742 angehoben und dadurch den ihr zugeordneten Schalter 631 bzw. 741 geschlossen. Bei F i g. 6 wurde angenommen, daß der Liefervorrichtung 6 ein Faserband zugeführt wird wodurch die Klappe 632 angehoben und der Schaltei
631 geschlossen ist Der Elektromagnet 904 wird somit bei Auftreten eines Fadenbruches erregt, wodurch dei Stößel 903 den Klemmhebel 90 gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt Das Faserband wird hierbei zwischer Klemmarm 900 und Gegenelement 390 eingeklemmt Gleichzeitig wird das Gegenelement 390 gegen die Wirkung der Druckfeder 753 vom Klemmelement 6* abgehoben, dessen Klemmweg durch den Anschlag 6f begrenzt ist und das infolgedessen dem Gegerielemem 390 nicht folgen kann. Durch die Aufhebung de; Klemmdruckes zwischen dem Klemmelement 65 unc dem Gegenelement 390 und durch das Einklemmen de; Faserbandes zwischen dem Klemmarm 900 und den Gegenelement 390 wird die Faserzufuhr zur Auflöse
walze 10 und damit zum Spinnelement wirkungsvoll unterbrochen.
Es ist natürlich auch möglich, der Auflösewalze 10 mehr als nur zwei Liefervorrichtungen mit jeweils unterschiedlichem Klemmabstand zur Auflösewalze IO zuzuordnen. Um drei l.iefervorrichtungen mit drei Klemmabständen zu er/ielen, ist es z. B. möglich, die in den F i g. 1 und 2 gezeigten Vorrichtungen miteinander zu kombinieren.
Dabei wird das Gegenelement 300 mit dem Klemmelement 64 und 73 durch das Klemmelement 70 und das Gegenelement 71 ergänzt, wobei die Klemmelemente 73 und 70 sich in derselben Weise wie die Klenimeiemenie 60 und 70 aneinander abstützen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß in der Regel zwei verschiedene Klemmabstände von der Auflösewalze 10 ausreichend sind.
Falls gewünscht, kann auch in den Fällen, in denen pro Lieferstelle 6 und 7 je eine individuelle Faserbandzuführöffnung vorgesehen ist, ein gemeinsamer drehbarer Zufuhrtrichter gemäß Fig. 4 vorgesehen sein, wobei dieser auch vor den individuellen Zuführtrichtern 63 und 72 angeordnet sein kann. Die Verstellung der Zuführtrichter 74 kann über eine gemeinsame Welle erfolgen, die entweder mit der Achse 740 identisch ist oder mit dieser auf geeignete Weise verbunden ist.
Die beim Verspinnen einer bestimmten Stapelfaserlänge nichtbenötigten roliereden Elemente, z. B das als Lieferwalze ausgebildete Gegenelement 61 bzw. 71 (Fig. 1) oder das als Lieferwalze ausgebildete Klemmelement 65 bzw. 75 (Fig. 4 und 5), können von ihrem Antrieb getrennt werden, was durch einen eigenen Schalter oder durch einen vom Zuführtrichter 74 bzw. von den Klappen 632 und 742 gesteuerten Schalter erfolgen kann. Auch die als Speiseplalte ausgebildeten Klemmelement 64 und 73 (Fig. 2) können bei Nichtbedarf vom Gegenelement 300 abgehoben werden. Zu diesem Zweck ist beispielsweise mit der Achse 740 ein Zahnrad verbunden, das in Eingriff steht mit auf den Achsen 641 und 731 angeordneten Zahnrädern. Auf diesen Achsen 641 und 731 sind Hebel befestigt, mit denen die Klemmelemente 64 bzw. 73 elastisch verbunden sind. Durch Drehen der Achsen 641 und 731 in Abhängigkeit von der Stellung des Zuführtrichters 74 wird die Vorspannung der Federn zwischen den auf den Achsen 641 und 731 angeordneten Hebeln und den Klemmelementen 64 bzw. 73 verändert, wodurch der Wirkung der Druckfedern 640 und 730 entweder entgegengearbeitet oder diese Wirkung sogar unterstützt wird.
Wenn die Lieferstellen 6 und 7 unabhängig voneinander arbeiten (Fig. 1 und 4) und diesen Lieferstellen individuelle Zuführöffnungen oder Zufuhrtrichter 6.1 und 72 (Fig. I und 5) zugeordnet sind, ist auch eine sogenannte Doppelbandvorlage möglich. So können gleichzeitig Vorlagebänder mit unterschiedlicher Stapelfaserlänge, z. B. kurzstapelige Baumwollfasern bei der Lieferstelle 6 und langstapelige synthetische Schnitlfasern bei der Lieferstelle 7, verarbeitet werden Dies ist manchmal sehr erwünscht. Eine Mischung aul einer vorangehenden Streckpassage ist somit nicht notwendig. Im übrigen wird durch die getrennte Faserauflösung der beiden unvcrrnischtcn Sander eine faserschonendere Behandlung erreicht.
Fig. 7 zeigt eine weitere Abwandlung des Erfindungsgegenstandes, bei welcher die Lieferstelien 6 und 1 nebeneinander angeordnet sind. Für jedes der in unterschiedlichem Abstand zur Auflösewalze IOC angeordneten Klemmelemente 67 und 77 ist je eint Antriebswalze 670 und 770 vorgesehen, die sich übei eine Vielzahl nebeneinanderliegender Spinnsteller erstreckt. Beiden Klemmelementen 67 und 77 ist eir gemeinsames Gegenelement 394 zugeordnet, da; zweckmäßigerweise zwischen den Klemmelementen 6/ und 77 einen Führungssteg 395 aufweist. Statt de: Führungssteges 395 können auch außerhalb dei Klemmstellen mit den Klemmelementen 67 und Ti beidseitig vom Transportweg der nicht gezeigter Faserbänder seitliche Führungswände vorgesehen sein Zur Zuführung dieser Faserbänder ist pro Klemmele ment 67 und 77 ein Zuführtrichter 68 und 78 vorgesehen
Bei dieser Ausführung hat die Auflösewalze 100 ein« größere Breite als üblich. Das zum nicht gezeigter Spinnelement führende Faserspeiserohr 17 verjüng sich in bezug auf die axiale Richtung der Auflösewalze ohne jedoch in jedem Fall gleichzeitig die Querschnitts fläche zu ändern. Die vorstehende Beschreibung zeigt daß der Erfindungsgegenstand in vielfältiger Weis« Weise abgeändert werden kann. Stets weist die Liefervorrichtung jedoch mehrere zur Wirkung bring bare Klemmstellen auf, die in unterschiedlicher Entfer nung zur Auflösewalze 10 bzw. lOO angeordnet sind Durch die Auswahl der Klemmstellen, was durch die Ar der Zuführung erfolgt, wird auf einfache Weise eine Anpassung an die gewünschte mittlere Stapelfaserläng« erreicht. Eine Steuerung läßt sich dabei individuell odei zentral durchführen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Faserbandauflösevorrichtung für eine Offen-End-Spinneinrichtung mit mehreren Faserbandzuführwegen, auf welchen jeweils eine aus einem Klemmelement und einem Gegenelement bestehende Liefervorrichtung angeordnet ist, mittels welcher ein Faserband einer gemeinsamen Auflösewalze zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmpunkt zwischen Klemmelement (60-64-65--67-70-73-75-77) und Gegenelement (61 -300-39-390-394-71) an jeder Liefervorrichtung (6—7) einen unterschiedlichen radialen Abstand von der Auflösewalze (10—100) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Liefervorrichtungen (6, V) ein gemeinsames Gegenelement (300-39-390—394) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Gegenelement (39—390) als Speiseplatte ausgebildet ist, auf deren Ober- und Unterseite sich je ein als Lieferwalze ausgebildetes Klemmelement (65,75) abstützt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehreren Lieferwalzen (61, 71—65, 75—67, 77) ein gemeinsamer Zuführtrichter (74) zugeordnet ist, durch welchen wahlweise der einen oder der anderen Lieferwalze (61, 71—65, 7576,77) das Faserband zuführbar ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Lieferwalze (65—75) ein den Klemmweg begrenzender Anschlag (66—76) zugeordnet ist und daß in Transportrichtung vor jeder Lieferwalze (65—75) ein in Anlage an die Speisepiatte (390) bringbarer Klemmhebel (90—91) angebracht ist, durch welchen die Speiseplatte (390) von einer der Lieferwalzen (65—75) abhebbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Liefervorrichtung (6—7) ein in Abhängigkeit von den gewählten Faserbandzuführungswegen betätigbarer Schalter (8—631—741) zugeordnet ist.
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