DE25558C - Mechanischer Webstuhl - Google Patents

Mechanischer Webstuhl

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DE25558C
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Germany
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Application number
DENDAT25558D
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English (en)
Original Assignee
Firma C. KESSELER in Berlin SW., Königgrätzerstrafse 47
Publication of DE25558C publication Critical patent/DE25558C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/04Control of the tension in warp or cloth
    • D03D49/06Warp let-off mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Firma C. KESSELER in BERLIN. Mechanischer Webstuhl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1883 ab.
Auf beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht Fig. ι die Seitenansicht eines Webstuhles, Fig. 2 giebt einen Theil der hinteren Ansicht desselben, Fig. 3 einen Theil der oberen Ansicht und Fig. 4 einen Theil der vorderen" Ansicht des Webstuhles.
Der hier Anwendung findende Regulator gehört zur Klasse der continuirlich wirkenden, bei dem also Kettenbaum bezw. der oberhalb desselben liegende Streichbaum und Zeugbaum eine continuirliche Drehung von der Antriebswelle des Webstuhles aus erhalten und durch Einschaltung von geeigneten Zwischenrädern die Geschwindigkeit geregelt wird. In den Figuren ist der Kettenbaum mit A, der Zeugbaum mit F bezeichnet. Die Kette ist in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise vom Kettenbaum A aus über einen losen, an seinen Enden durch Rollen E und den Streichbaum C gestützten Baum B und dann unter dem Streichbaum C hinweg und über einen nachgiebigen Baum D von kleinerem Durchmesser geführt.
Der Streichbaum C ist an seinem Ende mit Schneckenrad α versehen, das durch die auf Welle c sitzende Schnecke b getrieben wird. Dieselbe Welle c überträgt auch mittelst Räder efg, Schnecke h und Schneckenrad j dem Brustbaum F die nöthige Drehung und erhält ihre Umdrehung selbst durch Zwischenräder von der auf der Antriebswelle des Stuhles sitzenden Schnecke k, welche in das Schneckenrad / greift. Der bisher beschriebene Theil des Regulators ist hinreichend bekannt. Neu ist die Art und Weise, wie die Welle p des Regulators mittelst einer eigenthümlichen Kupplung beim Fadenbruch ausgeschaltet wird. Das Schneckenrad / ist zu diesem Zweck mit einem Kupplungszahn η versehen, während auf der Welle p eine Kupplungsmuffe m mit Zähnen verschiebbar ist, deren Lücken bedeutend gröfser sind wie die Breite des Zahnes n.
Die Verschiebung der Kupplungsmuffe m erfolgt durch einen Hebel G, Fig. 1 und 3, dessen längeres Ende mittelst Zugstange K an dem horizontalen Schenkel eines Winkelhebels J hängt, Fig. 3 und 4. Das seitwärts umgebogene Ende des verticalen Schenkels dieses Hebels stützt sich gegen den Ausrückhebel J' des Webstuhles. Der letztere wird nun in bekannter Weise beim Eintritt eines Fadenbruches durch den Hebel H ausgerückt; da jedoch der Webstuhl infolge der seinen bewegten Theilen innewohnenden lebendigen Kraft nach dem Fadenbruch noch einige Touren macht, so würde dies eine dünne Stelle im Gewebe hervorrufen, wenn nicht augenblicklich beim Fadenbruch durch Ausrückung der Kupplung m mittelst Hebels G, Stange K und Winkelhebels J, der sofort der Bewegung des Ausrückhebels /' folgt, der Regulator zum Stillstand gebracht und die Aufwickelung der Waare und Abwickelung der Kette unterbrochen würde. Es wird somit, wie beschrieben, die Kupplung m und damit der Regulator beim Fadenbruch stehen bleiben, während der Zahn η noch etwas weitergeht, bis der Stuhl zum Stillstand kommt. Wird der Stuhl wieder angelassen, so wird der Zahn η daher erst wieder in die nächste Lücke der Kupplung m treten und der Stuhl eine oder zwei Umdrehungen gemacht haben, bevor der Regulator in Thätigkeit tritt, so dafs hinreichend Zeit gewonnen wird, um einige Schüsse für die
vorhin beim Fadenbruch ausgelassenen auszuführen und die Bildung einer dünneren Stelle im Gewebe zu vermeiden.
Die Einrichtung des Pleuelstangenkopfes ist insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich. Die Pleuelstange besteht hier aus zwei Theilen a' und b', welche zwischen sich den Krummzapfen aufnehmen, wie Fig. ι punktirt andeutet. Der Block b' wird nun durch Schraube c' mit dem eigentlichen Körper a' der Pleuelstange verbunden und durch eine in einem hakenförmigen Fortsatz von a' angeordnete Schraube d' gegen den Krummzapfen angeprefst, so dafs auf diese Weise eine leichte Nachstellung des Blockes b' erfolgen und der Abnutzung Rechnung getragen werden kann.
Der bereits erwähnte Baum D hat den Zweck, bei der Fachbildung die Kette entsprechend nachzulassen; er ist zu diesem Behufe nicht fest am Stuhl gelagert, sondern ruht an jedem Ende auf geneigten Flächen oder Lagern L, auf welchen er sich horizontal oder doch annähernd horizontal verschieben kann.
An jedem Ende dieses Baumes Ό greift aber aufserdem eine Stange M an, die andererseits in eine Gabel N oder einen Excenterring endet, welcher bezw. welchem auf der Kurbelwelle angeordnete Daumen oder Excenter O entsprechen, derart, dafs, wenn die Fachbildung erfolgt, der Baum D nachgeben kann, nach Beendigung der Fachbildung aber die Kette wieder angespannt wird. Auf diese Weise erzielt man, dafs die Fäden der Kette in allen Stadien der Fachbildung eine gleiche Spannung erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein mechanischer Webstuhl, bei welchem neben der durch Fadenbruch veranlafsten Stillsetzung des Stuhles noch eine gesonderte Stillsetzung der Transportwalzen für Kette und Waare mittelst Lösung einer Zahnkupplung m η erfolgt.
    Hierzu 2 Blatt, Zeichnungen.
DENDAT25558D Mechanischer Webstuhl Active DE25558C (de)

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