DE25537C - Neuerungen an Fahrgeld - Registrirapparaten - Google Patents

Neuerungen an Fahrgeld - Registrirapparaten

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DE25537C
DE25537C DENDAT25537D DE25537DA DE25537C DE 25537 C DE25537 C DE 25537C DE NDAT25537 D DENDAT25537 D DE NDAT25537D DE 25537D A DE25537D A DE 25537DA DE 25537 C DE25537 C DE 25537C
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Germany
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Application number
DENDAT25537D
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English (en)
Original Assignee
TH. A. SlLVERWOOD in Brighton, County of Sussex, England
Publication of DE25537C publication Critical patent/DE25537C/de
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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06MCOUNTING MECHANISMS; COUNTING OF OBJECTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G06M3/00Counters with additional facilities
    • G06M3/14Counters with additional facilities for registering difference of positive and negative actuations

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
(County of Sussex, England).
Neuerungen an Fahrgeld-Registrirapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. August 1883 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zur Registrirung der Anzahl der Fahrgäste, welche bei einem Fahrzeuge ein- und aussteigen. Mit dem Apparat kann auch noch eine Einrichtung zur Registrirung der durchfahrenen Strecken verbunden werden.
Zu diesem Zweck ist der Apparat mit beweglichen Stufen versehen, welche beim Ein- und Ausgange durch die betreffende Person niedergetreten werden müssen und die beim Abheben des Fufses automatisch zurückschnellen, wodurch der Mechanismus des Registrirapparates in Thätigkeit kommt und ein Zeichen auf einen sich hierbei jedesmal um eine bestimmte Länge verschiebenden Papierstreifen aufdrückt. Am besten kommen zu diesem Zweck zwei über einander liegende Stufen zur Anwendung, welche in dem vorliegenden Falle an einem Fahrzeuge so angeordnet sind, dafs sie beide nach einander niedergetreten werden müssen, wofern eine Registrirung durch den Apparat erfolgen soll.
Der Apparat wird also beispielsweise nicht thätig, wenn eine Person in der irrthümlichen Annahme, sie befinde sich bereits am Bestimmungsort, nur die Oberstufe betritt, dann aber den Fufs wieder zurückzieht, auch nicht, wenn eine ebenfalls irrthümlich aufsteigende Person nur die Unterstufe betritt, dann aber bemerkt, dafs sie an einen unrichtigen Wagen gekommen ist und deshalb wieder zurücktritt. Und um weiter zu verhindern, dafs eine Registrirung stattfindet, während ein Fahrgast die Oberstufe betritt, wenn ein anderer bereits die Unterstufe betreten hat, und umgekehrt, ist die Einrichtung so getroffen, dafs beim Niedertreten der einen Stufe die Thätigkeit der anderen blockirt wird, so dafs ein Fahrgast den Fufs erst ganz von der einen Stufe abheben und die andere betreten mufs, wenn eine Registrirung bewirkt werden soll. Auf diese Weise wird sowohl beim Ein- als Aussteigen auf den Papierstreifen ein bestimmtes Zeichen von über dem Streifen angeordneten Stempeln aufgedrückt.
Die Vorrichtung zur Registrirung der durchfahrenen Strecken kommt durch Drehung eines Fahrrades in Thätigkeit. Auch hierbei wird ein Stempel in Bewegung gesetzt, der auf den erwähnten Papierstreifen ein von den Ein- und Ausgangsmarken verschiedenes drittes Zeichen aufdrückt, wie aus folgendem noch näher hervorgeht.
Auf beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht Fig. ι das Registrirwerk von der einen Seite und Fig. 2 von der anderen; Fig. 1 a und 2 a sind Details aus Fig. 1 und 2; Fig. 3 ist eine Endansicht nach Linie Y-Z, Fig. 4 die Vorrichtung zur Registrirung der durchfahrenen Strecken, theils im Längsschnitt, theils in Ansicht; Fig. 5 zeigt einen Grundrifs von einem Theil der Fig. 4, Fig. 6 eine Endansicht von Fig. 4, woraus die Verbindung mit dem Fahr-
rade ersichtlich ist, und endlich Fig. 7 eine Seitenansicht der Trommel zur Aufnahme des Papierstreifens.
Das Registrirwerk wird an dem betreifenden Fahrzeuge derart angebracht, dafs der Fahrgast sowohl beim Ein- als Aussteigen hinter einander auf die beiden Stufen^1 und Ä1, Fig. 1 und 2, zu treten genöthigt ist.
Von den aus Fig. 3 ersichtlichen drei Stempeln i, 2 und 3 markirt hierbei 3 den Eintritt und 2 den Austritt, aber stets erst dann, wenn die zweite Stufe betreten und die erste verlassen ist.
Die Stufe A1 schwingt beim Auftreten um das Scharnier A3 und der auf ihrer Unterseite sitzende keilförmige Knaggen^, Fig. 1, verschiebt hierbei die in Führungen F gehende horizontale Stange C dadurch, dafs die schräge Fläche des Knaggen auf das abgeschrägte Ende c1 jener Stange C drückt. Die obere abgeschrägte Fläche des anderen zugespitzten Endes C dieser Stange C gelangt hierbei unter die untere Fläche des Keilknaggen E1, Fig. 1 und 1 a, der in Führungen F1 gehenden verticalen Stange D1, deren oberes Ende bis unter die Oberfläche A% reicht; diese Stufe wird dadurch derart festgestellt, dafs sie nicht vollständig niedergetreten werden kann. Zugleich wird durch Knaggen B eine neben C in Führungen F gehende horizontale Stange C3, wie die das Werk von der anderen Seite zeigende Fig. 2 darstellt, einwärts verschoben und der mit C3 verbundene doppelarmige Hebel G um seinen Bolzen G* derart gedreht, dafs sein oberer keilartiger Kopf G1 den in Fig. 2 punktirt dargestellten schrägen Ansatz der in Führungen F* an Wand A verschiebbaren verticalen Stange 4 des Stempels 3 trifft, ohne denselben aber ganz herabzudrücken. Gleichzeitig kommt der keilartige Ansatz E der Stange C3, Fig. 2 und 2a, zur linken Seite des keilartigen Endes von D zu liegen.
Wenn man nun den Fufs auf die obere Stufe A* setzt, so wird dieselbe so weit niedergedrückt, dafs die untere Keilspitze von D hinter den Keilknaggen E der Stange C3 fafst, welche aber mit dem auf A1 stehenden Fufs noch festgehalten wird. Hebt man nun diesen Fufs auf, so kann die Stange C3 durch die Feder JV1 nicht in ihre frühere Position zurückgezogen werden. Dagegen wird durch die Wirkung von Federn R die Unterstufe As unmittelbar in ihre alte Position zurückgebracht und auch die neben Cz angeordnete Stange C durch die Einwirkung ihrer Feder JV, Fig. 1, zurückschnellen. Infolge dessen wird die Stange Dx frei, so dafs nach Verlassen der Stufe A1 beim Auftreten auf Stufe A% letztere und damit auch die Stange D ganz herabgedrückt wird, so dafs das untere keilartige Ende der Stange D auf den Knaggen E der Stange C3 wirkt, letztere nach einwärts verschiebt und der mit C3 verbundene Hebel G mit abgeschrägtem Kopf Gx die Stange 4 des Stempels 3 ganz herabdrückt, so dafs der Stempel 3 auf dem Papierstreifen P ein Zeichen hervorbringt und den Eintritt registrirt. Die Stange D1 wird hierbei aber nicht so weit herabgedrückt, dafs der an ihr sitzende Stempel ι ein Zeichen macht.
Wenn dann beim Abheben des Fufses die Oberstufe A2 durch die Wirkung ihrer Federn Ji1 in ihre frühere Position zurückschnellt, so wird die Stange D durch die Feder M1, Fig. 3, gleichzeitig gehoben, dadurch Stange C3 frei und durch Feder JV1, Fig. 2, wieder nach aufsen gezogen. Dabei läfst der schräge Kopf G ] des Hebels G den Anschlagknaggen am oberen Ende der Stange 4 wieder los, und diese kehrt mit dem Stempel 3 durch Federwirkung in ihre frühere Position zurück.
Beim Absteigen ist der Fahrgast zunächst auf die Oberstufe zu treten genöthigt; die beiden verticalen Stangen D und £>l werden dadurch niedergedrückt, ohne dafs jedoch der Stempel 1 der letzteren auf den bewegten Papierstreifen P trifft. Die äufsere (rechte, Fig. 2) Keilfläche am unteren Ende von D legt sich hierbei gegen die innere (linke) Keilfläche des Knaggens E der Stange C3 und stellt dadurch diese und ebenso die Unterstufe Ax fest, so dafs letztere nicht vollständig niedergetreten werden kann. Die obere Fläche des Keilknaggens E1 an Stange Dx gelangt beim Niedertreten der Stufet8 zugleich etwas unter das Keilende C2 der Stange C, so dafs, wenn nun der andere Fufs des Aussteigenden auf die Unterstufe A1 gesetzt wird, diese letztere zunächst nur wenig gesenkt ,wird, und zwar so viel, dafs Stange C durch den Keilknaggen B so weit nach einwärts sich bewegt, dafs ihre Keilspitze C2 über den Keilknaggen E1 der Stange D1 gerückt wird. Wenn dann das volle Gewicht des Fahrgastes auf der Unterstufe A1 ruht, so schnellt die Oberstufe A* durch die Federn J?1 und zugleich durch Feder M1, Fig. 3, auch die Stange D wieder hoch. Die dadurch frei gewordene Unterstufe A' wird nun erst vollständig niedergedrückt, die Stange C durch Knaggen B nach einwärts verschoben, und dabei drückt die Keilspitze C2 der Stange C den Keilknaggen E1 und die Stange D1 ganz abwärts, so dafs der Stempel 1 dieser Stange auf dem über die elastische Walze L' sich fortbewegenden Papierstreifen den Austritt des Fahrgastes aus dem Wagen markirt.
Der zu stempelnde Papierstreifen P befindet sich auf einer Walze aufgewickelt in dem Kasten /', der mit einer Oeffnung zur Herausnahme des Papiers versehen ist. Der Papierstreifen wird zwischen Führungswalzen Q Q\
Fig. ι, hinweg über die elastische Walze Z1 geführt und an einer Klemme der Aufwickeltrommel U, Fig. 7, mit seinem einen Ende befestigt. Diese Trommel ist auf einer Achse in Böcken As des Rahmens A drehbar gelagert und trägt ein Schaltrad 5 sowie eine Stange zum Einklemmen des Papiers, an welcher eine aufsen hervortretende Handhabe q sitzt. Diese Trommel U wird durch den um ihre Achse drehbaren Schalthebel T' nebst Schaltklinke Z und Stange T bei der Abwärtsbewegung der vorgenannten Stange D1 um einen Zahn weiter gedreht. Dadurch wird dann eine bestimmte Länge des Papiers auf die Trommel U aufgewickelt, deren Rückwärtsdrehung durch die Sperrklinke O, Fig. ι und 2, verhindert wird.
Der zum Angeben der durchfahrenen Strecken dienende Apparat ist in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellt. Derselbe ist quer unter dem Fahrzeuge derart gelagert, dafs durch die Mitte des Zahnrades o, Fig. 4, das Vierkant ZT2 der Achse ff, Fig. 1 und 2, treten kann, wodurch die Verbindung mit dem mittleren Registrirstempel 2, Fig. 3, hergestellt wird. Dieser Apparat giebt die Zahl der Drehungen eines Fahrrades an, und ist zu diesem Zweck auf der Nabe t desselben, Fig. 6, ein Knaggen χ angebracht, welcher bei der Vorwärtsfahrt auf die abgeschrägte Fläche der drehbar mit der Stange k verbundenen Klinke k' drückt, Fig. 4 und 6. Das abgeschrägte Ende dieser Stange k wirkt auf das schräge Ende der Stange d, Fig. 6, wodurch diese vorwärts geschoben und das Schaltrad m durch Schaltklinke h gedreht wird, welche mit dem auf der Achse des Schaltrades drehbaren Arm r und der an.d angreifenden Stange *£· verbunden ist. Eine Rückwärtsdrehung von vi wird durch die Sperrklinke hl verhindert. Durch das auf der Schaltradachse sitzende Zahnrad η wird hierbei das vorgenannte Zahnrad ο und die Achse H gedreht, und die Stangen d und k kehren durch den Druck der Feder / augenblicklich wieder in die frühere Lage zurück, nachdem der Fahrradknaggen χ die abgeschrägte . Spitze der Klinke k1 der Stange k verlassen hat.
Die Stangen k und d führen sich hierbei in den Theilen α c und b des Apparates.
Bei der Rückwärtsdrehung des Fahrrades kann die Klinke kl des Knaggens χ nachgeben, so dafs keine Verschiebung der Stange d eintritt; die Klinke k1, Fig. 6, trifft hierbei aber mit ihrem Ansatz k^ den federnden Stift kz, der sie wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückbefördert.
Durch eine Umdrehung des Fahrrades wird also eine bestimmte Drehung der Welle H hervorgerufen und durch den Knaggen /, Fig. 3, dieser Welle der Kopf V mit dem in Führungen E2 gehenden Stempelhalter 5 gehoben, dessen Feder 7 stärker als Feder 6 ist. Wenn der Knaggen / den Kopf V nun losläfst, so wird durch die stärkere Feder 7 der Druck der Feder 6 überwunden und der Stempel 2 dieses Halters 5 auf den über Walze Z1 sich bewegenden Papierstreifen P niedergeschnellt, wodurch das Durchfahren einer gewissen Strecke markirt wird.
Um nun zu verhindern, dafs zwei Streckenzeichen an derselben Stelle über einander aufgedrückt werden, wird durch den auf Welle H sitzenden Daumen ff' gleichzeitig die Trommel U geschaltet, indem durch diesen Daumen Stange k mit der am Schalthebel k2 sitzenden Schaltklinke J niedergedrückt und gleich darauf durch Feder N% zurückgezogen wird, so dafs durch Schaltklinke J das Schaltrad S der Trommel U gedreht wird. Die Schaltklinken können, wenn nöthig, durch Federn in passender Lage gehalten werden.
Jeder der drei Stempel mufs natürlich eine andere Marke tragen, und zwar der Stempel 3 eine für den Eintritt, Stempel 1 eine für den Austritt und Stempel 2 eine für die Streckenmarkirung.
Zur Regulirung der Streckenmarken ist das Wellenlager/, Fig. 4, des Rades ο stellbar, so dafs man die Zahnräder η und ο gegen gröfsere oder kleinere umwechseln kann, um andere Uebersetzungsverhältnisse zu erreichen.
Es ist ersichtlich, dafs der beschriebene Apparat ebensowohl überall da Anwendung finden kann, wo Personen ein- und ausgehen, um die Anzahl der Ein- und Ausgänge zu registriren. In diesem Falle kann natürlich die in Fig. 4 dargestellte Einrichtung fortfallen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei Apparaten zur Registrirung von Ein- und Ausgängen die Combination der beiden beweglichen Stufen A1 und A2 mit den verschiebbaren Stangen CC3 und DJD1, deren Keilansätze E Und E1 und zugeschärfte Enden so auf einander einwirken, dafs beim Betreten der einen Stufe die andere festgestellt und beim Verlassen der ersten Stufe durch die zweite die eine oder andere Stange C3 bezw. Z?1 so verschoben wird, dafs die Stempel 3 bezw. 1 in Thätigkeit kommen, und zwar der erste unter Vermittelung des an Stange C3 angeschlossenen Hebels G.
2. Bei derartigen Apparaten die Fortbewegung des Papierstreifens P. mittelst des Schaltwerkes TT1ZS bezw. KK2J, durch die Stange D1 oder den Daumen ff' der Welle ff.
Bei derartigen Apparaten der Mechanismus zur Drehung der Welle H durch die Drehung des Fahrrades , dessen Knaggen χ die Stange k und damit auch die Stange d verschiebt, wodurch unter Vermittelung der Stange h, des Hebels r und der Klinke h das Rad m geschaltet wird, sowie ferner die Anordnung ' der drehbaren, abgeschrägten Klinke k1 am Ende: der Stange k.
Bei derartigen Apparaten die Anordnung des Daumens / auf Welle H in Verbindung mit dem Stempelhalter 5 und den Federn 6 und 7, zum Zweck, die durch fahrenen Strecken zu registriren.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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