DE25488C - Braunkohlentrockenapparat zur Briquettes -Fabrikation - Google Patents
Braunkohlentrockenapparat zur Briquettes -FabrikationInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F26B17/00—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
- F26B17/12—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. März 1883 ab.
Der Gegenstand der Erfindung ist, Braunkohle zur Briquettefabrikation mittelst directer
Feuerung im luftverdünnten Raum zu trocknen.
Der Apparat ist in der Zeichnung dargestellt durch
Fig. ι und 2 in Verticalschnitten,
Fig. '3 im Grundrifs und Horizontalschnitt.
Der Apparat besteht:
ι. aus einer Anzahl, hier 15 Stück, senkrecht
stehender, schmiedeiserner, elliptischer Röhren a und der Luftabschlufs- und Entleerungstrommel b.
Die Zahl der Rohre wird bestimmt durch die Menge der zu trocknenden Kohle. Die Röhren
können im Querschnitt rund oder eckig sein;
2. aus dem Muffenrohremsatz d, der Rohrleitung e und dem Körting'schen Luftsaugeapparat
f. An Stelle des Muffenrohres läfst sich auch ein anderes Diisenrohr von beliebiger
Form anwenden;
3. aus den Rosten^·, den Feuerzugplatten h,9
den Feuer- und Schornsteinzügen z;
4. aus der Einmauerung und dem Schornsteinsockel k, dem Schornsteinventilator x;
5. aus der Kurbel m, den Hebeln n, den
Verbindungsstangen ζ zur Bewegung der Luftabschlufs- und Entleerungstrommel b.
Die kleingewalzte Braunkohle wird auf die Ebene /, Fig. 1 und 2, in einer Höhe von
300 bis 400 mm aufgeschüttet und fällt selbstthätig in den freien Zwischenraum 0 zwischen
dem äufseren Rohr α und dem Einsatzmuffenrohr d, so dafs dieser Raum mit Kohle vollständig
ausgefüllt wird.
Die Anordnung des äufseren Rohres α und des inneren Muffenrohres d hat den Zweck,
einen luftverdünnten Raum für die Kohle zu erzeugen, und zwar mit Hülfe des Muffenrohreinsatzes
d, der Rohrleitung e und des Körtingschen Luftsaugeapparates/.
Dieser Muffenrohremsatz d giebt zwischen den Muffen und den in diese eingeschobenen Rohren
einen freien Durchgang nach der Kohle hin, so dafs, sobald der Luftsaugeapparat in Thätigkeit
tritt, die Luft und der Wasserdampf aus der Kohle ausgesaugt werden. Mit dem Luftsaugeapparat
läfst sich ein Vacuum von 600 mm Quecksilbersäule erzielen. Der äufsere Luftabschlufs
wird von oben durch die nasse Kohle selbst bewirkt.
Das innere Vacuum zieht die Kohle in das Rohr α hinein und fest auf einander.
Der untere Luftabschlufs findet durch die Entleerungstrommel b, Fig. 1 und 2, statt.
Die Entleerungstrommel hat den doppelten Zweck:
1. Da nach unten im Rohre die Kohle sich in zunehmend trockenem Zustande befindet,
luftdurchlässiger ist und das innere Vacuum beim Luftzutritt von unten die Kohle auflockert,
so soll die Entleerungstrommel b den äufseren Luftzutritt abschliefsen.
2. Die Trommel b soll den continuirlichen Durchgang der Kohle von oben nach unten
je nach Bedürfnifs regeln.
Die Trommel b erhält durch die Kurbel m, die Hebel η und die Verbindungsstangen z,
Fig. 2, eine hin- und herdrehende Bewegung, so dafs die Trommel, welche eine Aushöhlung r
besitzt, durch die Oeffnung p gefüllt wird und nach unten, wie in der gegenwärtigen Stellung
in der Zeichnung, durch die Oeffnung s sich entleert. Es wird bei dieser Anordnung die
obere Oeffnung p zum Kohleneinlauf in die Trommel sich nicht früher öffnen, bis die untere
Entleerungsöffnung ί angefangen hat, sich zu schliefsen.
Die Luft, welche durch die Trommelhöhlung r durch die Rückwärtsbewegung der Trommel b
mit nach dem inneren Raum geführt wird, soll durch den Stutzen v, Fig. 2, von dem Luftsaugeapparat/
abgesaugt werden; zu diesem Zweck ist der Stutzen ν mittelst der Rohrleitung
ν mit der Rohrleitung e verbunden. Damit in d en Stutzen keine Kohle eingesaugt wird,
ist das Loch innen mit einem angenieteten Blech u lose abgedeckt.
Die Bewegungsstangen ζ zur Entleerungstrommel b haben Kuppelmuttern t mit Rechtsund
Linksgewinde, um die Stangen kürzer oder länger stellen zu können, sobald man die Entleerungsrrommeln
sich mehr oder weniger öffnen lassen oder mehr oder weniger Kohle entleeren will.
Der Feuerzug i, Fig. 1, führt vom Rost g
aus in der Richtung der Pfeile nach dem oberen Theil der Rohre a, wo sich in denselben die
wasserhaltigste Kohle befindet. Zwischen den Rohren α leitet der durch die eisernen Platten h
gebildete Zug i in horizontaler Richtung von links nach rechts, von rechts nach links u. s. w.
nach unten. Der unterste Zug führt nach dem Schornsteinzug i des Schornsteinsockels k und
durch den Körting'schen Dampfstrahl-Schornsteinventilator nach aufsen.
Die Wärmetemperatur in dem obersten, ersten Zuge i soll ungefähr 150 bis 2000 betragen.
Um die geeigneten Wärmegrade zu erhalten und die Wärme zu regeln, ist die freie Luftzuführung
y angebracht, durch welche mittelst eines stellbaren Verschlufsschiebers mehr oder
weniger kalte Luft zugeführt werden kann.
Da die Wärme in den Feuerzügen i zu gering isi, um damit natürlichen Zug in ausreichendem
Mafse mittelst eines gewöhnlichen Schornsteins zu erzeugen, so ist es hierbei nöthig, den Zug
auf künstlichem Wege hervorzubringen. Zu diesem Zweck ist der Körting'sche Dampfstrahl-Schornsteinventilator
x, Fig. i, in Anwendung gebracht worden. Nach Vorhergehendem
wird die gröfsere Wärme im oberen, ersten Feuerzuge i sein. Die Wärme wird sich in der
Folge in jedem einzelnen Zuge i, nach unten fortgesetzt, nach und nach vermindern, so dafs
im unteren, letzten Zuge i nach dem Schornstein hin die niedrigste Wärme vorhanden sein
wird.
Die frische, den gröfsten Wassergehalt besitzende Kohle fällt von der Ebene / oben in
die Zwischenräume ο der Rohre α ein und bewegt sich ebenso wie der Feuerzug i in der
Richtung von oben nach unten.
Der Zweck dieser Anordnung ist, dafs die obere nasse Kohle die gröfsere Wärme, die
nach unten trocknere Kohle die verminderte Wärme erhält. Die nasse Kohle verträgt höhere
Wärmegrade als die in den Rohren α nach unten hin immer trockener werdende Kohle. Auf
dieser Anordnung beruht der ganze Erfolg des Verfahrens, mit directer Feuerung Braunkohle
zu trocknen, und zwar ohne Nachtheil für die Kohle.
Claims (1)
- Pat ent-An spruch:Die Combination der senkrecht stehenden Trockenrohre a, der Einsatzmuffenrohre d zur Luftverdünnung, der Luftabschlufs- und Entleerungstrommel b und der die Trockenrohre a umgebenden, durch die Platten h gegen einander abgegrenzten Feuerzüge i, welche die Feuergase aus der Feuerung g auf schlangenartig gewundenem Wege von oben nach unten führen, so dafs die nafs in die Trockenrohre α eintretende Braunkohlen der höchsten, die beim Herabsinken allmälig trocknende Kohle immer niedriger werdenden Temperaturen ausgesetzt sind.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE25488T | 1883-03-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25488C true DE25488C (de) | 1884-01-08 |
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ID=33426364
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188325488D Expired DE25488C (de) | 1883-03-29 | 1883-03-29 | Braunkohlentrockenapparat zur Briquettes -Fabrikation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25488C (de) |
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1883
- 1883-03-29 DE DE188325488D patent/DE25488C/de not_active Expired
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