DE251815C - - Google Patents

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DE251815C
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DE
Germany
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switch
steam
pressure cylinder
low
machine
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DENDAT251815D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • F01B17/02Engines
    • F01B17/04Steam engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M251815' — KLASSE 14«. GRUPPE
durch Vertauschen der Zylinderseiten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1910 ab.
Bei der Gleichstrom-Verbunddampfmaschine kann zur Umsteuerung des Niederdruckzylinders in gewissen Fällen der bekannte Weg des Vertauschens der- Zylinderseiten benutzt werden. Unter Verwendung eines Dampfumschalters läßt sich der Vorgang des Vorwärts- und Rückwärtsganges der Maschine an der Fig. ι verfolgen.
Die Fig. ι stellt einen Längsschnitt durch
ιυ den Hochdruck- und Niederdruckzylinder dar mit dazwischen liegenden Überströmröhren b und dem Dampfumschalter c. Der Kurbelwinkel beträgt go°.
Wenn der Dampf bei Vorwärtsgang der Maschine links bei α in den Hochdruckzylinder eingetreten ist, so treibt er den Kolben so lange vor sich her, bis dieser den linken Überströmkanal b freigibt. Der Dampf strömt sodann durch das linke Übsrströmrohr b und durchstreicht dabei den Dampfumschalter c im Sinne des ausgezogenen Pfeiles, so daß er in dem Augenblick in den Niederdruckzylinder gelangt, wo hier der Kolben im linken Totpunkt steht.
Soll die Maschine umgesteuert werden, so läßt eine beliebige, nicht dargestellte Umsteuerungsvorrichtung des Dampfeinlaßorgans den Frischdampf rechts bei α eintreten. Der vorher nach rechts bewegte Hochdruckkolben wird jetzt nach links geschoben, bis er in der gezeichneten Stellung den rechten Überströmkanal b freigibt. Gleichzeitig mit der Umsteuerung des Einlaßorgans ist aber auch der Umschalter c umgelegt worden, so daß der Dampf jetzt im Sinne des punktierten Pfeiles geradlinig durch den Umschalter hindurchströmt und wieder an die linke Seite des Niederdruckkolbens gelangt, der wieder gerade die Totpunktlage erreicht hat. Die ganze Maschine läuft also rückwärts.
Der von links in den Hochdruckzylinder einströmende Dampf würde nach der Umsteuerung auf die rechte Seite des Niederdruckkolbens geleitet werden, also auf die entgegengesetzte Seite wie bei dem Vorwärtsfahren, so daß die beaufschlagten Kolbenseiten des Niederdruckzylinders durch die Umsteuerung vertauscht werden.
Eine derartige einfache Umsteuerung der Maschine ist jedoch nur möglich, wenn die Kurbeln einen Winkel von ungefähr 90 ° einschließen, weil nur in diesem Fall die Uberströmkanäle b durch den Hochdruckkolben bei Vorwärts- und Rückwärtsgang richtig gesteuert werden. Beträgt die Kurbelversetzung 120°, wie z. B. bei einer 3-Zylinder-Maschine, so müssen die in den Hochdruckzylinder einmündenden und vom Kolben gesteuerten Überströmröhren b Vorkanäle d erhalten, wie in Fig. 2 dargestellt ist. ,
Die Kanäle d haben folgenden Zweck: Soll die Maschine rückwärts fahren, so würde z. B. in der gezeichneten Stellung des Hochdruckkolbens der.Dampf, von rechts kommend, den Kolben entgegengesetzt der Pfeilrichtung rückwärts schieben. Zu der Stellung des Hochdruckkolbens in Fig. 2 gehört, wie aus dem Kurbeldiagramm ersichtlich, die Niederdruck-
kolbenstellung der Fig. i. Der Niederdruckkolben steht gerade im Totpunkt, so daß in diesem Augenblick die Uberströmung des Dampfes aiis dem Hochdruckzylinder erfolgen müßte. Das geschieht aber, sobald die mit dem Umschalter c gekuppelten Hähne e und damit, die Vorkanäle d geöffnet werden. Damit nun der von rechts aus dem Hochdruckzylinder kommende Dampf den Umschalter c
ίο nicht in dem Sinne des ausgezogenen Pfeiles, welcher dem Vorwärtsgang entspricht, durchströmt und somit, ohne Arbeit zu leisten, aus den Auspuffschlitzen des Nie der druckzylinders entweichen kann, muß der Umschalter c so eingestellt werden, daß der Dampf den Weg des punktierten Pfeiles nimmt und durch das linke Uberströmrohr b hinter den Niederdruckkolben gelangt.
In entsprechender Weise erfolgt die Dampfumschaltung auf der anderen Kolbenseite, so daß wieder die bei dem Vorwärtsfahren in dem Umschalter c nebeneinander verlaufenden Dampfströme nach der die Vorkanäle d einschaltenden Umsteuerung sich kreuzen, die Kolbenseiten des Niederdruckzylinders also vertauscht werden.
Das Öffnen der Hähne e in der Fig. 2 erfolgt zugleich mit dem Umlegen des Umschalters c von Hand, so daß die Hähne bei Vorwärtsgang der Maschine dauernd geschlossen bleiben. ;
Die Verbindung des Dampfumschalters c mit Vorkanälen, welche den Uberströmrohren b vorgeschaltet sind, kann endlich dem weiteren Zwecke dienen, die Maschine bei ungünstiger
'. Kurbelstellung mit großem Kraftmoment anfahren zu lassen. Eine derartige ungünstige Kurbelstellung kann nur eintreten, bevor der Hochdruckkolben den entsprechenden Uberströmkanal b (Fig. 1) oder seinen Vorkanal d (Fig. 2) geöffnet hat. .
Für diesen Fall werden, wie in Fig. 1 dargestellt, durch Hähne f verschließbare Vorkänäle g angeordnet, welche die Zylinderenden mit den Uberströmkanälen b verbinden. Soll die Maschine anfahren, wenn der Hochdruckkolbeh z. B. links : im Totpunkt steht oder erst einen kleinen Teil seines Hubes zurückgelegt hat, so werden die Hähne f geöffnet, so daß der Füllungsdampf durch die Vorkanäle g in den Niederdruckzylinder gelangen kann.
Damit nun aber der Frischdampf nicht den Umschalter c, der auf Vorwärtsfahrt eingestellt sei, in Richtung des ausgezogenen Pfeiles durchströmen und somit an die Kompressionsseite des Niederdruckkolben's geführt werden kann, wodurch das Anfahren unmöglich gemacht würde, muß der Umschalter c gleichzeitig mit dem öffnen der Hähne f umgelegt werden.
Der Frischdampf gelangt hierdurch auf die rechte, d. h. auf die Expansionsseite des Niederdruckkolbens und bewirkt nun das Anlaufen der Maschine mit beiden Kolben im ge wünschten Sinne. ■■
Sobald die Maschine sich in Bewegung gesetzt hat, wird· der Umschalter c, welcher für diesen Fall mit den Hähnen f gekuppelt wird, wieder in Fahrstellung gelegt, wodurch gleichzeitig die Hähne f geschlossen werden. Die Maschine läuft sodann mit Verbundwirkung weiter. \

Claims (3)

Paten t-An Sprüche:
1. Gleichstrom - Verbunddampfmaschine mit Umsteuervorrichtung des Niederdruckzylinders durch Vertauschen der Zylinderseiten, dadurch gekennzeichnet, daß der den Dampfstrom steuernde Umschalter (c) bei seiner Betätigung zugleich Vorkanäle steuert, welche den Dampf vor Eröffnung der Hauptüberströmkanäle (b) auf die durch den Umschalter freigegebene 'Kolbenseite des Niederdruckzylinders führen.
2. Gleichstrom - Verbunddampf maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter (c) bei einer von 90 ° wesentlich abweichenden Kurbelstellung mit Hähnen (e) gekuppelt ist, welche bei Umsteuerung der Maschine durch Umlegen des Umschalters Vorkanäle (d) öffnen, damit der Dampf des' Hochdruckzylinders auch bei Rückwärtsgang der Maschine in dem Augenblick in den Niederdruckzylinder übertreten kann, wo hier die höchste Kompression herrscht, der Kolben also im Totpunkt steht (Fig. 2).
3. Gleichstrom - Verbunddampfmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter' (c) mit Hähnen (f) gekuppelt ist, welche durch Umlegen des Umschalters im entgegengesetzten Sinne der Fahrtrichtung Vorkanäle '(g) öffnen, durch welche der Füllungsdampf des Hochdruckzylinders unmittelbar in den Niederdruckzylinder, und zwar an die "Expansionsseite gelangt, mit der Absicht, das Anfahren der Maschine bei ungünstiger Kurbelstellung, also vor Eröffnung des Überstromkanals durch den Hochdruckkolben, zu erleichtern (Fig. 1).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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