DE2509585C3 - Halbleiterbauelement mit mehreren epitaktischen Halbleiterschichten, insbesondere Halbleiterlaser oder Feldeffektransistor, sowie Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Halbleiterbauelement mit mehreren epitaktischen Halbleiterschichten, insbesondere Halbleiterlaser oder Feldeffektransistor, sowie Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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- Junction Field-Effect Transistors (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Halbleiterbauelement mit mehreren epitaktischen Halbleiterschichten, beispielsweise
einen Halbleiterlaser oder Feldeffekttransistor, laut Oberbegriff des Hauptanspruchs und ein Verfahren
zu dessen Herstellung.
Mehrschichtige Halbleiterbauelemente dieser Art sind bekannt (nachfolgende Fig. 1 und US-PS
78 514). Die geätzte Öffnung zur Aufnahme des streifenförmigen Elektrodenanschlusses ist hierbei in
einer Schicht aus Isoliermaterial ausgebildet, beispielsweise einer Schicht aus Siliciumdioxid, wie dies für einen
bekannten Laser in F i g. 1 dargestellt ist. Nach F i g. 1 ist bei einem sog. Doppelheterostrukturlaser, der aus
mehreren durch epitaktisches Wachstum auf einem Substrat 1 aus Galliumarsenid hergestellten Halbleiterschichten
2 bis 5 von jeweils unterschiedlichem Leitungstyp besteht, die der untersten Metallelektrode 6
gegenüberliegende oberste Metallelektrode 71 auf einer Isolierschicht 8 aus Siliciumoxid aufgebracht, die auf der
. obersten Halbleiterschicht 5 aus beispielsweise Gallium- - arsenid vom P-Typ aufgebracht ist und eine streifenförmige
Öffnung 10 aufweist, so daß in dieser Öffnung die Oberfläche der darunterliegenden Halbleiterschicht 5
frei liegt Die auf der Isolierschicht 8 aufgebrachte Metallelektrode 71, beispielsweise aus Gold, steht somit
nur in dem schmalen Bereich der öffnung 10 mit der obersten Halbleiterschicht 5 in Berührung, und diese
sogenannte Streifenleiterbauart eines Lasers besitzt den Vorteil, daß der Strom auf einen schmalen Bereich
konzentriert und so die Schwellenspannung bzw. der Schwellenstrom herabgesetzt ist Ein derartiger Laser
kann somit einfacher betrieben werden als mit einer flach aufliegenden durchgehenden obersten Metallelektrode.
In ähnlicher Weise ist der Feldeffekttransistor nach US-PS 35 78 514 aufgebaut
Diese bekannte Art der Ausbildung der Streifenöffnung in einer zusätzlichen Isolierschicht aus Siliciumoxid
besitzt den Nachteil, daß wegen der unterschiedlichen Struktur dieser nachträglich aufgebrachten SiIiciumoxidschicht
und der darunterliegenden obersten Halbleiterschicht störende Spannungen im Halbleiterkörper
entstehen, wodurch die Lebensdauer solcher Halbleiterkörper stark herabgesetzt wird. Der Wärmeausdehnungskoeffizient
der obersten Halbleiterschicht 5 aus Galliumarsenid unterscheidet sich beispielsweise
stark von demjenigen der obersten Isolierschicht 8, und dadurch können Fehler in der Kristallstuktur, insbesondere
in der zweiten Halbleiterschicht 3, entstehen, wodurch die Lebensdauer und der Wirkungsgrad
solcher Halbleiterelemente stark herabgesetzt wird. Diese zusätzliche Isolierschicht aus Siliciumoxid bringt
bei einem Laser noch den zusätzlichen Nachteil mit sich,. daß hierdurch die Wärmeabstrahlung stark eingeschränkt
wird und hierdurch die erzielbare Strahlungsleistung.
Es ist zwar auch schon bekannt, bei einem ähnlich aufgebauten Halbleiterlaser den streifenförmigen obersten
Elektrodenanschluß dadurch auszubilden, daß in einer obersten GaAs-Schicht vom N-Typ über eine
darüber angebrachte zusätzliche Siliciumdioxidschicht, die wiederum eine streifenförmige öffnung aufweist,
durch ein selektives Diffusionsverfahren Zinn in die oberste GaAs-Halbleiterschicht eindiffundiert wird, und
zwar bis zu einer Tiefe, die nur wenig tiefer liegt als die Trennfläche zwischen dieser obersten GaAs-Schicht
und der darunterliegenden nächsten Halbleiterschicht (DF-OS 22 35 228). Hierdurch werden zwar einige der
oben geschilderten Nachteile einer zusätzlichen unmittelbar auf der obersten Halbleiterschicht aufliegenden
Siliciumdioxidschicht vermieden, diese bekannte Ausbildung der streifenförmigen Elektrode besitzt jedoch
wiederum den Nachteil, daß für den Diffusionsvorgang eine sehr hohe Temperatur nötig ist und daher auch hier
störende mechanische Spannungen im Kristallgefüge der Halbleiterstruktur entstehen, wodurch auch Halbleiterelemente
dieser Art nur eine relativ geringe Lebensdauer von beispielsweise nur etwa einigen
hundert Arbeitsstunden besitzen. Auch die Herstellung solcher bekannter Halbleiterelemente ist relativ teuer,
da der Diffusionsvorgang sehr genau gesteuert werden muß, damit auch tatsächlich die erforderliche nur
geringfügige Eindiffusion in die unterste Schicht eingehalten werden kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Halbleiterbauelement, insbesondere einen Halbleiterlaser oder Feldeffekttransistor,
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs so weiterzubilden und zu verbessern, daß bei
thermischen Einwirkungen während des Betriebes störende Spannungen in der Kristallstruktur vermieden
sind und ein solches Halbleiterbauelement somit auch eine längere Lebensdauer besitzt
Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Halbleiterbauelement
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs, erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale dieses Hauptanspruchs gelöst
Bei einem derartigen Halbleiterbauelement wird aiso die Öffnung für die nachträglich aufzubringende
Elektrode in einer Schicht ausgebildet, die zusammen mit den anderen Schichten durch epitaktisches Wachstum
hergestellt ist, die also ähnliche Kristalleigenschaften wie die unmittelbar darunterliegenden Halbleiterschichten
besitzt die also etwa die gleiche Gitterkonstante und auch die gleichen Wärmeausdehnungseigenschaften
besitzt, wie die darunterliegenden Schichten. Daher werden störende mechanische Spannungen im
Inneren der Kristallstruktur vermieden, obwohl für das
epitaktische Wachstum bzw. bei der Aufbringung der Metallelektrode die Kristallstruktur erwärmt werden
muß. Ein derartiges Halbleiterbauelement besitzt wegen der Vermeidung solcher störender Spannungen eine
wesentlich längere Lebensdauer von einigen tausend Arbeitsstunden.
Vorteilhafte Weiterbildungen, insbesondere auch bezüglich eines besonders einfachen Verfahrens zur
Herstellung eines solchen Halbleiterbauelements, ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Maßnahme bringt für einen Halbleiterlaser noch den zusätzlichen Vorteil mit sich,
daß er durch die die öffnung bildende epitaktisch gewachsene Schicht eine wesentlich bessere Wärmeleitfähigkeit
besitzt als beispielsweise ein Siliciumoxidfilm, bei einem solchen Laser also eine bessere Wärmeabstrahlung
erreicht wird und so der Laser mit höherer Leistung betrieben werden kann. Ein erfindungsgemäßes
Halbleiterbauelement kann außerdem sehr einfach und billig auch in Massenproduktion hergestellt werden,
da bei der Ausbildung der öffnung in der durch epitaktisches Wachstum hergestellten obersten Schicht
die unterschiedliche Ätzgeschwindigkeit zwischen den aufeinanderliegenden Schichten zur leichten Herstellung
dieser Öffnung ausgenutzt werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
F i g. 2 zeigt einen nach der Erfindung aufgebauten Halbleiterlaser in Doppelheterostrukturbauweise;
F i g. 3 zeigt eine Vorrichtung zum epitaktischen Züchten von Halbleiterschichten für den Halbleiterlaser
nach Fig. 2;
F i g. 4 und 5 zeigen die Anwendung der Erfindung bei anderen Halbleiterlaseraufbauten:
F i g. 6 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem Sperrschichtfeldeffekttransistor.
Der in Fi g. 2 dargestellte Halbleiterlaser in Doppelheterostruktur
mit Streifenelektrode weist ein Substrat 1 aus Galliumarsenid vom N-Typ auf, das mit Tellur
dotiert ist und ei·*- ".. "urkonzentration von etwa
1 χ 1018 Atome/cm3 aufweist und das ungefähr ΙΟΟμηι
dick ist, eine auf dem Substrat 1 angeordnete erste Halbleiterschicht 2 aus Gao.7Alo.3As des N-Typs, die mit
Zinn dotiert ist und eine Zinnkonzentration von etwa 5 χ 1017 Atome/cm3 sowie eine Dicke von 7 μπι aufweist,
sowie eine zweite aktive Halbleiterschicht 3 aus Galliumarsenid des N-Typs ohne Dotierungsmittel,
wobei die Leitfähigkeit des N-Typs aufgrund der tatsächlichen Verunreinigung mit einer Konzentration
von etwa 2xlO16 Atome/cm3 bewirkt wird, die eine
Dicke von 0,2 μπι aufweist eine dritte Halbleiterschicht
4 aus Gao.7Alo.3As des P-Typs, dotiert mit Germanium,
die eine Germaniumkonzentration von etwa 1 χ 1018 Atome/cm3 sowie eine Dicke von etwa 1 μπι aufweist
.und eine vierte Halbleiterschicht 5 aus Galliumarsenid
'des P+-Typs, dotiert mit Gsrmanium, die eine
Germaniumkonzentration von etwa 1,5x1013 Atome/cm3
sowie etwa 0,5 μπι Dicke aufweist; diese Halbleiterschichten sind der Reihe nach durch bekannte,
hintereinanderfolgend angewandte epitaxiale Aufwachsverfahren in flüssiger Phase hergestellt
Nach Herstellung der oben erwähnten vierten Halbleiterschicht 5 wird eine fünfte oder zusätzliche Halbleiterschicht 9 aus GaojAIo^As des N-Typs epitaxial aufgebracht, dotiert mit Zinn und mit einer Zinnkonzentration von etwa 5 χ ΙΟ17 Atome/cm3 sowie 0,5 μηι Dicke; diese Halbleiterschicht ist ebenso durch ein aufeinanderfolgendes epitaxiales Aufwachsverfahren gebildet
Nach Herstellung der oben erwähnten vierten Halbleiterschicht 5 wird eine fünfte oder zusätzliche Halbleiterschicht 9 aus GaojAIo^As des N-Typs epitaxial aufgebracht, dotiert mit Zinn und mit einer Zinnkonzentration von etwa 5 χ ΙΟ17 Atome/cm3 sowie 0,5 μηι Dicke; diese Halbleiterschicht ist ebenso durch ein aufeinanderfolgendes epitaxiales Aufwachsverfahren gebildet
Als nächstes wird eine streifenförmige Nut oder ein
Fenster 10 von etwa 30 μπι Breite in die zusätzliche Halbleiterschicht 9 so eingebracht, daß es sich durch
diese der Tiefe nach erstreckt und die obere Fläche dft vierten Halbleiterschicht 5 erreicht. Dementsprechend
wird der streifenförmige Teil der oberen Fläche der vierten Halbleiterschicht 5 am Grund der Nut 10
freigelegt und definiert deren Bodenfläche.
Dann wird eine Metallelektrode 71, wie beispielsweise ein aus niedergeschlagenem Dampf gebildeter
Goldfilm, über der Schichtenanordnung angebracht, so daß die Metallelektrode 71, die im streifenförmigen
Fenster 10 gebildet ist, die oben erwähnte freiliegende obere Fläche der vierten Halbleiterschicht 5 aus
Galliumarsenid des P+-Typs berührt.
Die oben erwähnte, zusätzlich gebildete Halbleiterschicht 9 aus Gao.7Alo.3As des N-Typs bildet gegenüber
der darunterliegenden vierten Halbleiterschicht 5 aus Galliumarsenid, die zum Zweck ohmscher Leitung
vorgesehen ist, eine Überlagerungssperrschicht (heterojunction), die ihrerseits eine Isolierlage bildet.
Bei der Herstellung der oben beschriebenen Anordnung kann das Fenster 10 der zusätzlichen Halbleitei-
schicht 9 mittels bekannter photochemischer Ätzprozesse hergestellt werden. Es wird nämlich der
Streifenteil der zusätzlichen Halbleiterschicht 9 durch selektives Ätzen entfernt, wobei die freigelegte
darunterliegende vierte Halbleiterschicht 5 unberührt bleibt, indem man vorteilhafterweise von der unterschiedlichen
Ätzgeschwindigkeit der zusätzlichen Halbleiterschicht 9 und der Halbleiterschicht 5 Gebrauch
macht. Bei einem derartigen selektiven Ätzvorgang kann das streifenförmige Fenster 10 in der zusätzlichen
Halbleiterschicht 9 aus Gai-^ALAs allein und getrennt
von der darunterliegenden vierten Halbleiterschicht 5 aus Galliumarsenid selektiv herausgeätzt werden, indem
man für einen Wert y im Bereich von 0,2^.y<l,0 als
Ätzmittel eine Lösung aus 50 Gew.-% Fluorsäure oder eine Lösung aus 35 Gew.-% Salzsäure verwendet.
Bei einem modifizierten Ausführungsbeispiel kann die dritte Halbleiterschicht 4 und die vierte Halbleiterschicht
5 zu einer Halbleiterschicht zusammengefaßt werden, oder die vierte Halbleiterschicht 5 kann
weggelassen werden.
F i g. 3 zeigt eine Vorrichtung zur Durchführung eines Aufwachsverfahrens bei der Herstellung der Anordnung
gemäß F i g. 2. Wie in F i g. 3 dargestellt, ist in einer
Quarzröhre 11 ein Graphitschiffchen oder Behälter 12 und ein Substrathalter 13 aus Graphit derart angeordnet,
daß der Halter 13 das Ausgangssubstrat 1 aufnimmt; der Behälter 12 ist in einer Reihe von hintereinanderliegenden
Einzelbehältern zur Aufnahme der Halbleiterlösungen I —V aufgeteilt. Der Halter 13 wird relativ zum
Behälter 12 verschoben, so daß die Halbleiterlösungen I-V im Behälter 12 der Reihe nach mit dem Substrat 1
in Berührung kommen. Das darauffolgende Aufwachsen wird durch Einbringen des Systems gemäß Fig.3 in
einen (in der Zeichnung nicht dargestellten) Ölen durchgeführt, wobei der Halter 13 gegenüber dem
Behälter 12 verschoben wird und wobei die Temperatur des Ofens gemäß dem bekannten Aufwachsverfahren in
flüssiger Phase geregelt wird, während die Temperatur von einem Thermoelement 14 aufgenommen wird, das
unmittelbar unter dem Substrat 1 angeordnet ist.
Die in den Teübehältem des Behälters 12 angeordneten Halbleiterlösungen sind folgende:
10
| Lösung | Ga | GaAs | Al | Dotierungs | Kristall | Dicke der | Bezugs |
| Nr. | mittel | gewach | zeichen zum | ||||
| senen | Bezeichnen | ||||||
| Halbleiter | der gebilde | ||||||
| schicht | ten Halb | ||||||
| leiterschicht | |||||||
| [g] | [mg] | [mg] | [mg] | [μπι] |
| 1,0 | 50 |
| 1,0 | 80 |
| 1,0 | 50 |
| 1,0 | 80 |
| 1,0 | 50 |
| 2,3 | Sn 50 | Gao,7Alö3As |
| 0 | keines | GaAs |
| 2,3 | Ge 10 | Gao.7Alo.3As |
| 0 | Ge 15 | GaAs |
| 2,3 | Sn 50 | Gao7Alo3As |
'7,0
0,2
1,0
0,5
0,5
0,2
1,0
0,5
0,5
2
3
4
5
9
3
4
5
9
In der obersten Lage, d.h. in der zusätzlichen Halbleiterschicht 9 des Plättchens von etwa 100 μΐη
Dicke, das nach dem vorstehenden Verfahren hergestellt wurde, wird eine Anzahl von parallel verlaufenden,
streifenförmigen Fenstern 10 mit 10 μηι Breite bei
einem gegenseitigen Abstand von 250 μπι eingebracht Dann werden die Elektrodenschichten 6 und 71 aus
Gold auf den beiden Flächen des Plättchens aufgedampft, und das Plättchen wird dann in Quader von
etwa 400 μπι Länge und 250 μπι Breite geschnitten. Bei
jedem der abgeteilten Quader wird ein an sich bekannter Kühlkörper aus Diamant II (nicht dargestellt)
an der oberen Elektrode 71 befestigt bzw. angekittet
Bei einem Halbleiterlaser dzr oben beschriebenen
Bauweise wird die Wärme, dis in der aktiven Region bzw. im Wirkbereich unter der fünften zusätzlichen
Halbleiterschicht 9 aus Gao.7Alo.3As des N-Typs wirksam zum Kühlkörper übertragen und abgestrahlt, da es keine
die Wärmeübertragung behindernde Substanz bzw. Substratschicht gibt wie beispielsweise eine Oxidschicht
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist Deshalb beträgt die Wellenlänge der erzeugten Welle nur
761 nm im Bereich sichtbaren Lichts bei Betrieb mit ungedämpften Wellen bzw. bei Dauerbetrieb, wobei
Gao.78Ao.22As als Material für die Wirkzone verwendet
ist, und bei pulsierendem Betrieb des Lasers beträgt die Wellenlänge bis zu 668 nm, wobei GaoisAio^sAs als
Material für die Wirkzone bzw. die aktive Zone verwendet ist
Da die zusätzliche Halbleiterschicht 9 aus Gao.7Alo.3As
auf der vierten Halbleiterschicht 5 im Aufwachsverfahren hergestellt ist kann die Dicke der Halbleiterschicht
5 aus GaAs des P+-Typs so klein wie nur durchführbar gemacht werden. Dementsprechend ist der Abstand von
der Elektrodenschicht 71 zur aktiven Zone 3 des Galliumarsenid vom P-Typ verringert und daher die
Seitenverteilung des zugeführten Stromes von der streifenförmigen Elektrode her auf ein Minimum
gebracht; somit ist die Schwellspannung bzw. Zündspannung beträchtlich verringert
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Lasers liegt darin, daß die Möglichkeit zur Ausbildung*
unvollständiger und fehlerhafter Gitter an den Grenzflächen der Halbleiterschichten innerhalb des Halbleiterkristalls
nur sehr gering ist, weil die Gitterkonstanten und die Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen
der vierten Halbleiterschicht 5 aus Galliumarsenid und der zusätzlichen Halbleiterschicht aus Gao.7Alo.3As sehr
eng zusammenliegen bzw. sehr gut zusammenpassen. Im Vergleich mit herkömmlichen Lasern des Streifentyps
mit Oxidisolierfilm ist daher die normwidrige Abweichung in der aktiven Zone um eine Größenordnung
verringert, und daher die Lebensdauer des Lasers beträchtlich verbessert.
Fig.4 zeigt einen Laser des Streifentyps in
Einfachüberlagerungsbauweise als Anwendungsbeispiel der Erfindung. Diese Anordnung weist ein Substrat 1
■ aus Galliumarsenid des N-Typs auf, dotiert mit Tellur und mit einer Tellurkonzentration von etwa 1 χ 1018
Atome/cm3 und etwa 100 μπι Dicke; hierauf folgt eine
erste Halbleiterschicht 15 als aktive Halbleiterschicht aus Galliumarsenid des P-Typs, dotiert mit Zink in einer
Zinkkonzentration von etwa 2 χ 1019 Atome/cm3 und mit 2 μπι Dicke, sowie eine zweite Halbleiterschicht 16
aus Gao,7Alo3As des P-Typs, dotiert mit Zink sowie einer
Zinkkonzentration von etwa 2xlO19 Atome/cm3 und
mit einer Dicke von etwa 1 μπι, und schließlich eine dritte Halbleiterschicht 17 aus Galliumarsenid des
P-Typs dotiert mit Germanium in einer Germaniumkonzentration von etwa ί,5 χ iö!S Aiorne/cm3 und mit etwa
0,5 μπι Dicke. Diese Halbleiterschichten sind durch
.aufeinanderfolgende bekannte Aufwachsverfahren in
der flüssigen Phase hergestellt Nach der Herstellung der dritten Halbleiterschicht 17 wird eine vierte oder
zusätzliche Halbleiterschicht 9 aus Gao,7Alo3As aufgebracht,
dotiert mit Zinn und mit einer Zinnkonzentration'von etwa 5 χ 10" Atome/cm3 sowie mit einer Dicke
von 0,5 μπι; diese zusätzliche Halbleiterschicht ist
ebenfalls durch einen nachfolgenden Aufwachsverfahrensschritt hergestellt Anschließend wird ähnlich zur
Herstellung der Anordnung gemäß Fig.2 und 3 ein streifenförmiges Fenster 10 in die zusätzliche Halbleiterschicht
9 eingebracht und eine Metallelektrode 71 wird zum Abdecken der zusätzlichen Halbleiterschicht 9
und des Fensters 10 gebildet
Verglichen mit herkömmlichen Lasern des Streifen-
Verglichen mit herkömmlichen Lasern des Streifen-
typs in Einfachüberlagerungsbauweise weist die Anordnung
gemäß Fig.4 aus denselben Gründen wie das vorherige Beispiel, das in F i g. 2 und 3 dargestellt ist, die
Vorteile verbesserter Wärmeabstrahlung sowie verbesserten, geringeren Schwellstromes bzw. Zündstromes
auf.
F i g. 5 zeigt einen Laser des Streifentyps in Bauweise mit gleichen Übergängen (homo-junction structure)
gemäß der Erfindung. Bei dieser Anordnung ist auf ein Substrat 1 aus Galliumarsenid (GaAs) des N-Typs, das ι ο
mit Tellur (Te) mit einer Tellurkonzentration von etwa
1 χ 1018 Atome/cm3 dotiert ist und das etwa 100 μηι
Dicke aufweist, eine erste Halbleiterschicht 18 als aktive Halbleiterschicht aus Galliumarsenid des P-Typs,
dotiert mit Zinn in einer Zinnkonzentration von etwa
2 χ i 0" Atome/cm3 und bei einer Dicke von 2 μΐη, sowie
eine zusätzliche Halbleiterschicht 9 aufgebracht, die aus GaojAlojAs des N-Typs besteht, mit Zinn (Sn) mit einer
Zinnkonzentration von etwa 5x10" Atome/cm3 dotiert
ist und eine Dicke von 0,5 μηι aufweist. Diese Halbleiterschichten sind durch bekannte, in Folge
angewandte Aufwachsprozesse in flüssiger Phase erzeugt. Anschließend wird in ähnlicher Weise zur
Herstellung der Anordnung gemäß Fig.2 und 3 ein streifenförmiges Fenster 10 in die zusätzliche Halbleiterschicht
9 eingebracht und eine Metallelektrode 71 zum Abdecken der zusätzlichen Halbleiterschicht 9 und
des Fensters 10 ausgebildet.
Im Vergleich mit herkömmlichen Lasern mit gleichen Übergängen des Streifentyps weist die Anordnung
gemäß F i g. 5 aus den gleichen Gründen wie das vorher in F i g. 2 und 3 dargestellte Anwendungsbeispiel der
Erfindung die Vorteile verbesserter Wärmeabstrahlung und daher geringeren Schwellstromes bzw. Zündstromes
auf.
Bei den Anordnungen der vorhergehenden Anwendungsbeispiele gemäß Fig. 2, Fig. 4 und Fig. 5 bildet
die zusätzliche, also die oberste, im Aufwachsverfahren aufgebrachte zusätzliche Halbleiterschicht 9 aus
Gai-yAlvAs des N-Typs eine Zweifachüberlagerung
bzw. Zweifachsperrschicht (hetero-junction) zwischen
der unmittelbar darunterliegenden Galliumarsenidlage des P-Typs. Diese zuletzt aufgebrachte zusätzliche
Halbleiterschicht 9 kann durch isolierendes Galliumarsenid ersetzt werden, das einen hohen spezifischen
Widerstand von mehr als 103Ωαη, vorzugsweise
zwischen 104 und 106QCm aufweist, oder Galliumarsenid
des N-Typs. Eine derartige modifizierte Ausführungsform weist ebenso die Vorteile verbesserter
Wärmeabstrahlung und verbesserter, vollständigerer Gitterausbildung und daher größerer Ausgangsleistung
und geringeren Schwplktroms b?w Zündstroms auf,
verglichen mit herkömmlichen Anordnungen.
F i g. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Sperrschicht-Feldeffekttransistors
(allgemein PN-FET genannt), der durch die Aufwachsmethode gemäß der
vorliegenden Erfindung hergestellt ist. Bei dieser Anordnung ist auf einem Substrat 21 aus Galliumarsenid
des P-Typs von 100 μιη Dicke eine Galliumarsenidschichl
22 des N-Typs von 3 μηι Dicke und ferner eine zeitweise isolierende Schicht (nicht dargestellt) von
1 μΐη Dicke aus Gao.7Alo.3As des N-Typs durch
aufeinanderfolgende Anwendung eines Aufwachsverfahrens in flüssiger Phase aufgebracht.
Anschließend wird in die zeitweise isolierende Schicht ein streifenförmiges Fenster von 30 μιη Breite
durch ein bekanntes selektives Ätzverfahren eingebracht, das vorteilhafterweise den Unterschied der
Ätzgeschwindigkeit in der Isolierschicht und der darunterliegenden Halbleiterschicht 22 ausnutzt, so daß
die oberste Überfläche der darunterliegenden Lage 22 vom Fenster freigelegt wird. Als nächstes läßt man ein
Akzeptordotierungsmittel wie beispielsweise Zink durch das Fenster in die darunterliegende Galliumarse·
nidschicht 22 des N-Typs diffundieren, um eine Diffusionszone 23 zu bilden, die eine 0,2 μιη tiefe
Diffusionsfront aufweist. Dann wird die zeitweise isolierende Halbleiterschicht aus Gao.7Alo.3As des
N-Typs durch Auflösen mit einem Fluorsäureätzmittel oder mit einem Salzsäureätzmittel entfernt und
anschließend wird eine isolierende Halbleiterschicht 27 aus 1 μιη dickem Galliumarsenid mit einem spezifischen
Widerstand von mehr als 1O3DCm, vorzugsweise
104QcIn bis 10bQcm epitaxial auf dem gesamten
Plättchen durch ein chemisches Dampf-Niederschlageverfahren aufgebracht. In dieser letzten durchgehenden
isolierenden Halbleiterschicht 27 werden drei zueinander parallele, streifenförmige Fenster derart eingebracht,
daß das mittlere Fenster auf der Diffusionszone 23 angebracht ist, um diese freizulegen. Als letztes
werden Metallelektroden 24, 25 und 26 in den Fenstern aufgedampft, um die Source-, Gate- und Drainelektrode
zu bilden.
Die oben erwähnte isolierende Halbleiterschicht 27 kann aus Gai _ ,Al1As hoher spezifischer Widerstandsfähigkeit
von mehr als 103 Ω cm oder vorzugsweise 104 bis
106Ωαη anstelle des oben erwähnten isolierenden
Galliumarsenids bestehen, wobei die Lage mit der darunterliegenden Lage 22 aus Galliumarsenid des
N-Typs eine HeteroStruktur bildet.
Beim Feldeffekttransistor gemäß Fig. 6 bildet die isolierende Halbieiterschicht 27 auf der oberen Fläche
eine Sperrschicht gegenüber der darunterliegenden Halbleiterschicht 22, wobei Gitterkonstante und Wärmeausdehnungskoeffizient
gut zusammenpassen bzw. eng miteinander übereinstimmen und daher die Möglichkeit eines Fehlers an der isolierenden Verbindung
bzw. isolierenden Sperrschicht sehr klein ist und somit die Anordnung eine hinlängliche Festigkeit
aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Halbleiterbauelement mit mehreren epitaktischen Halbleiterschichten, insbesondere Halbleiterlaser oder Feldeffekttransistor, bei dem der Elektrodenanschluß
von der einen Seite aus über mindestens einen Streifenleiter erfolgt, der in einer
geätzten Öffnung einer zusätzlichen Schicht ausgebildet ist und der auf der in der öffnung
freiliegenden Oberfläche der obersten Halbleiterschicht aufliegt, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche Schicht (9, 27) eine durch epitaktisches Wachstum hergestellte und mit der
obersten Halbleiterschicht des Halbleitergrundkörpers (5, 17, 18, 22) eine HeteroStruktur bildende
zusätzliche Halbleiterschicht ist
2. Halbleiterbauelement, insbesondere Halbleiterlaser, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zusätzliche Halbleiterschicht (9) von entgegengesetztem Leitungstyp wie die darunterliegende
oberste Halbleiterschicht (5, 17) des Halbleitergrundkörpers ist.
3. Halbleiterbauelement, insbesondere Feldeffekttransistor, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche Halbleiterschicht (27) einen spezifischen Widerstand von mehr als 103Ω · cm
aufweist.
4. Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements nach einem der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Halbleiterschichten des Halbleitergrundkörpers
einschließlich der die HeteroStruktur bildenden zusätzlichen Halbleiterschicht durch aufeinanderfolgendes
epitaktisches Wachstum hergestellt werden, dann in der zusätzlichen Halbleiterschicht
die öffnung (10) bzw. öffnungen für die Elektroden in der gewünschten Form durch selektives chemisches
Ätzen hergestellt werden, bis die darunterliegende oberste Halbleiterschicht des Halbleitergrundkörpers
frei liegt und der Ätzvorgang automatisch unterbrochen wird, und schließlich mindestens im Bereich dieser Öffnung(en) eine bzw.
mehrere Metallschichten (24, 25, 26; 71) als Elektrode(n) aufgebracht wird/werden.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP49025945A JPS5756204B2 (de) | 1974-03-05 | 1974-03-05 | |
| JP2594674A JPS50119774A (de) | 1974-03-05 | 1974-03-05 | |
| JP2594374A JPS5638074B2 (de) | 1974-03-05 | 1974-03-05 | |
| JP2594474A JPS50120283A (de) | 1974-03-05 | 1974-03-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2509585A1 DE2509585A1 (de) | 1975-09-11 |
| DE2509585B2 DE2509585B2 (de) | 1980-08-21 |
| DE2509585C3 true DE2509585C3 (de) | 1981-04-16 |
Family
ID=27458404
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