DE250916C - - Google Patents

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DE250916C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/10Cores; Manufacture or installation of cores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
250916 KLASSE 31 c. GRUPPE
CLARENCE PARSHALL BYRNES in SEWICKLEY, Allegheny, Penns., V. St. A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1911 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Gußformen mit einem selbsttätig zusammenfallbaren Kern, der aus zwei oder mehr um eine Kernsäule aufgestellten Platten besteht. Solche Gußformen werden vorzugsweise zum Gießen von Blockformen verwendet und haben die Eigenschaft, daß der Kern selbsttätig einfällt, wenn der Formkasten und dab Gußstück entfernt werden.
ίο Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Seitenplatten oder Wände des Kernes durch im Innern des Kernes liegende Mittel derart miteinander verbunden sind, daß sie die zum Zusammenfallen des Kernes erforderliche Einwärtsbewegung ausführen können, jedoch hierbei mit dem inneren Teil des Kernes in Verbindung bleiben, so daß ein Loslösen ausgeschlossen ist. Ein. weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß der selbsttätig zusammenfallende Kern mit der Bodenplatte der Form fest verbunden ist, wodurch die Arbeit des Zentiierens des Kernes auf der Bodenplatte der Form entfällt und die Bildung einer ungleichmäßigen Wandstärke in dem Gußstück vermieden wird. Hierbei sind Anschläge zur Begrenzung der relativen Längsbewegung der Kernwände in bezug auf den Kernschaft vorgesehen, wodurch ermöglicht wird, dieselbe Auszieh- oder Abstreifvorrichtung für Formen verschiedener Größe anzuwenden.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein lotrechter Schnitt durch eine vollständige, gemäß der Erfindung ausgeführte Gießform, Fig. 2 eine Draufsicht des vollständigen Kernes, Fig. 3 ein wagerechter Schnitt nach der Geraden III-III in Fig. i, Fig. 4 eine Seitenansicht des Kernes, Fig. 5 ein Querschnitt durch eine der beweglichen Kernplatten oder -wände und Fig. 6 eine teilweise geschnittene Seitenansicht, welche die Abstreifvorrichtung in der zu Beginn des Abstreifvorganges eingenommenen Stellung veranschaulicht.
Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, besteht der Kern aus einer inneren Kernsäule oder einem Kernschaft 2, welcher in der dargestellten Ausführungsform im Querschnitt rechteckig ist und sich von unten nach oben verjüngt. Der Kernschaft wird vorzugsweise hohl ausgeführt und mit Windlöchern versehen. Der äußere Teil des Kernes besteht in der dargestellten Ausführungsform aus viei Platten 3, welche auf Winkelrippen 4 der Kernsäule ruhen, so daß zwischen diesen Platten und der Kernsäule Lufträume 5 ausgebildet sind. Mit ihren unteren Enden ruhen die Platten auf seitlichen Flanschen 6 der Kernsäule 2. Die Platten sind paarweise durch innere Querbolzen 7, 7 oder 8, 8 miteinander verbunden. Diese Querbolzen sitzen, wie aus der Zeichnung zu ersehen, übereinander und werden durch lotrechte Längsschlitze 9 der Kernsäule hindurchgeführt, so daß die Seitenwände oder -platten in bezug
auf die Kernsäule beweglich sind, jedoch mit der Säule in Verbindung bleiben. Die Seitenplatten sind außen mit Ausnehmungen zur Aufnahme der Köpfe io und der Sicherungskeile ii der Verbindungsbolzen versehen. Es sind hier zwei Satz Befestigungsbolzen vorgesehen, deren jeder aus zwei zueinander versetzten Bolzen besteht.
Die Seitenplatten des Kernes sind mit Lüftungsöffnungen versehen und oben mit nach innen vorspringenden Anschlägen 12 ausgebildet, welche mit Ansätzen 13 der Kernsäule zusammenwirken und zur Begrenzung der Gleitbewegung der Seitenplatten in der Kernsäule dienen. Diese Bewegung wird überdies auch durch die Längsschlitze der Kernsäule und die Verbindungsbolzen begrenzt. Die Seitenplatten und die Kernsäule bilden somit einen zusammendrückbaren Kern, welcher durch die Längsverschiebung der Platten und der Säule in bezug aufeinander ausgedehnt oder zusammengedrückt werden kann. Der ganze Kern ist mit dem Boden 14 der Form in irgendeiner beliebigen Weise fest verbunden. In der dargestellten Ausführungsform sind zur Verbindung Bolzen 15 vorgesehen, welche durch die seitlichen Bodenflanschen der Säule 2 und des Bodens greifen. Die Bodenflanschen der Säule ruhen hier in einer Vertiefung des Bodens, doch ist diese Bauart nicht unbedingt erforderlich und kann im Bedarfsfalle abgeändert werden.
Die Bodenplatte ist vorzugsweise mit einem Zentrierstift 16 versehen, welcher das richtige Einsetzen des Formkastens 17 erleichtert. Der Kasten ist mit einem Futter 18 versehen, während der Kern eine Umkleidung 19 trägt.
Die Kernsäule 2 steht über die Seitenplatten des Kernes und den Formkasten hervor. Der hervorstehende Teil 20 soll das Abstreifen des Kastens und des Gußstückes erleichtern. Die in Fig. 6 dargestellte, nicht einen Teil der Erfindung bildende Abstreifvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem mittleren Teil 22, welcher auf das obere Ende der Kernsäule aufgesetzt wird und aus zwei wagerechten Hebeln 23, die an den inneren Enden an dem Mittelteil 22 drehbar befestigt sind. Die äußeren Enden der Hebel sind mit oberen Ketten 24 verbunden, die an einem Ring 25 angeschlossen sind, welcher mittels einer geeigneten Hebevorrichtung gehoben wird. Zwei untere Ketten 26 sind mit den Hebeln 23 verbunden und mit Haken 27 versehen, welche eine obere Randflansche 28 des Formkastens untergreifen. Wenn der Ring 25 gehoben wird, schwingen die Hebel 23 nach aufwärts, wobei gleichzeitig die Kernsäule nach abwärts gedrückt und der Formkasten zusammen mit einem in ihm befindlichen Gußstück und den Seitenplatten des Kernes gehoben wird. Im Betrieb werden die Seitenplatten in die in der Zeichnung dargestellte Lage in bezug auf die Säule gebracht und sodann in üblicher Weise mit einer geeigneten Lehmtünche versehen, worauf der Kernkasten aufgesetzt und der Kern eingestampft wird. Der auf diese Weise gebildete Kern und die mit ihm verbundene Bodenplatte werden nun zusammen entfernt, mit dem üblichen Graphitüberzug oder einer Kohlenstaubschicht versehen und in dem Kernofen getrocknet. Der eingestampfte Formkasten und der Kern samt dem Kastenboden werden sodann in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise zusammengesetzt. Die vollständige Form ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich, mit einem Eingußkanal 21 versehen, welcher in dem Boden ausgebildet ist und die Gußform mit dem Einguß verbindet.
Nachdem die Form abgegossen worden ist, wird der aus der Kernsäule und den Platten bestehende Kern durch eine Abstreifvorrichtung der oben beschriebenen Art aus der Form herausgezogen, oder der Formkasten wird von dem Kern abgehoben. Hierbei werden zugleich mit dem Formkasten und dem Gußstück die Seitenplatten des Kernes gehoben, wobei infolge der verjüngten Form der Kernsäule eine Einwärtsbewegung der Seitenplatten sowie ein Zusammendrücken des Kernes erfolgt. Die Aufwärtsbewegung der Platten wird dadurch begrenzt, daß die Ansätze 12 sich gegen die Ansätze 13 legen. Bei weiterer Aufwärtsbewegung wird der Formkasten mit der gegossenen Blockform vollständig abgehoben, während die Seitenplatten zurückfallen. Nach vollständiger Entfernung des Formkastens und des Gußstückes werden der Kern samt der Bodenplatte als Ganzes gehoben und von neuem für die nächste Formarbeit vorbereitet.
Die verbesserte Einrichtung gemäß der Erfindung hat folgende Vorteile:
Da der selbsttätig zusammenfallende Kern mit dem Bodenteil der Form fest verbunden ist, so befindet sich der Kern stets in der riehtigen Lage in bezug auf die Form, und es wird somit eine vollständig gleiche Wandstärke der zu gießenden Blockform erzielt. Selbstverständlich kann man, wenn die Trockenofen nicht genügend groß sind, um den Kern und die Bodenplatte aufzunehmen, diese beiden Teile getrennt trocknen und nach dem Trocknen verbinden. Durch die eigenartige Verbindung der Seitenplatten mit der Kernsäule wird erzielt, daß die Platten sich von der Säule nicht ablösen können, wodurch die Arbeit und die Handhabung der Vorrichtung wesentlich vereinfacht wird. Im Betriebe werden der Kern und die Bodenplatte voneinander nie getrennt. Durch die Anwendung der inneren Verbindung der Platte und der zur Begrenzung der gegenseitigen Bewegung dienenden Ansätze wird die
Anwendung derselben Abstreifvorrichtung für verschiedene Größen der Form ermöglicht. Es muß bemerkt werden, daß die Einrichtung in mehrfacher Hinsicht abgeändert werden kann,
5 ohne daß hierdurch das Wesen der Erfindung getroffen würde. Die gegenseitige Bewegung der Kernsäule und der Seitenplatten könnte auch in anderer Weise bewirkt werden. Es könnte ferner an Stelle der Verbindung der
ίο Kernsäule mit dem Formboden eine Verbindung der Seitenplatten des Kernes mit dem Formboden treten. Die Verbindung der Kernplatten mit der Kernsäule könnte gleichfalls abgeändert werden; so könnte beispielsweise jede Platte unmittelbar mit der Kernsäule verbunden sein, anstatt mit einer zweiten Kernplatte in Verbindung zu stehen. Die Zahl der Kernplatten kann unter Umständen geringer oder größer gewählt werden, und es kann auch das Spiel zwischen den einzelnen Kernplatten anstatt an den Ecken in der Mitte angeordnet werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Aus zwei oder mehr um eine Kernsäule aufgestellten Platten bestehender, selbsttätig zusammenfallbarer Kern, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernplatten ■ (3) derart durch innen liegende Verbindungsmittel (7, 8) miteinander und mit der Kernsäule (2) verbunden sind, daß sie die zum Zusammenfallen des Kernes erforderliche Längsbewegung ausführen können, jedoch ständig miteinander und mit der Kernsäule verbunden bleiben.
2. Ausführungsform des Kernes nach An-Spruch I, dadurch gekennzeichnet, daß e·: mit der Bodenplatte (14) der Form fest verbunden ist.
3. Ausführungsform des Kernes nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernsäule Anschläge (12) trägt, die mit Ansätzen (13) der Kernplatten zusammen wirkend die Längsbewegung der Kernplatte begrenzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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