DE285360C - - Google Patents

Info

Publication number
DE285360C
DE285360C DENDAT285360D DE285360DA DE285360C DE 285360 C DE285360 C DE 285360C DE NDAT285360 D DENDAT285360 D DE NDAT285360D DE 285360D A DE285360D A DE 285360DA DE 285360 C DE285360 C DE 285360C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
lifting
box
molding box
model carrier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT285360D
Other languages
English (en)
Publication of DE285360C publication Critical patent/DE285360C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C21/00Flasks; Accessories therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 285360 -KLASSE 31c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1914 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Formkasten, bei welchem ein die Modelle tragender, zwischen Ober- und Unterkasten einzusetzender Rahmen vorgesehen ist. Zum Abheben des Kastens gelangen zweiarmige Hebedaumen zur Anwendung. Mit der Erfindung ist bezweckt, ein sicheres Abheben sowohl des Oberkastens als auch zugleich des Rahmens vom Unterkasten in einer genau zur Trennungsebene ίο senkrechten Richtung zu erzielen. Zu diesem Zweck sind die Hebedaumen gemäß der Erfindung an allen vier Ecken des Formkastens vorgesehen und wirken gleichzeitig auf seitliche, parallel zueinander und zur Trennungsfläche gerichtete Flanschen an dem Ober- und Unterkasten.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des Formkastens, wobei Ober- und Unterkasten sowie der Modellrahmen in geschlossener Stellung dargestellt sind, um den Oberteil mit Sand zu füllen.
Fig. 2 zeigt eine gleiche Ansicht, wobei die Teile in getrennter Stellung dargestellt sind, wenn die Form gefüllt ist.
Fig. 3 zeigt eine Endansicht, und
Fig. 4 eine Draufsicht der getrennten Form, welche auch die Zwischenlage der Formen zeigt.
Der Formkasten besteht aus dem Unterkasten i, dem Oberkasten 3 und dem Modellträger 2; diese drei Teile liegen der Reihe nach übereinander; die Modelle überbrücken den rahmenartigen Modellträger 2, so daß er völlig in Sand eingebettet ist, wenn die drei Teile zusammengesetzt und der Sand eingeformt ist. Gemäß der Erfindung wird der Zug, der die Trennung der Kastenteile und des Rahmens bewirkt, einheitlich und in einer Richtung ausgeübt, die senkrecht zur Trennungsfläche gerichtet ist, wobei die Teile des Formkastens durch besondere Führungen genau senkrecht zu der Trennungsfläche geführt werden. Zu diesem Zweck sind Hebedaumen oder zweiarmige Hebel 6 vorgesehen, die die Trennung für das Herausziehen der Modelle zu bewirken haben. Diese Daumen 6 sitzen drehbar an der Außenseite des Modellträgers 2. Es befindet sich je einer an den vier Ecken des rechtwinkligen Rahmens, und zwar paarweise an jeder ' Längsseite. Mit der Mitte sitzen die Daumen 6 auf Wellen 11 und sind an beiden Enden mit Gleitrollen 7, 8 versehen, die auf die flanschenartigen Ränder 9 und 10 des Ober- und Unterkastens einwirken. Zwischen diesen Flanschen liegen die Daumen 6, indem sich die Flanschen von den aufrecht stehenden Wänden des Ober- und Unterkastens seitlich erstrecken. An jeder Welle 11 sitzt eine Kurbel 12. In der Mitte des Modellträgers 2 ist ein Lager 13 befestigt, an welchem ein Hebel 14 angelenkt ist, dessen kürzeres Ende 15 über den Drehpunkt des Lagerbockes 13 hinausragt. Die beiden Kurbeln 12 sind mit dem Hebel 14 an zwei gegenüberliegenden Punkten mit Lenkern 16 verbunden. Wenn nun die drei Teile des Formkastens i, 2, 3 übereinandergesetzt sind, um
die Modelle einzuformen, wie Fig. i zeigt, so ist der Hebel 14 nach unten herumgelegt und die Daumen 6 liegen in wagerechter Ebene und die Ränder der drei Formkastenteile ruhen aufeinander auf. Wenn nun der Hebel 14 langsam angehoben wird, so werden die Daumen 6 in ihre senkrechte Stellung verdreht (Fig. 2) und trennen die drei Teile 1, 2, 3 des Kastens voneinander, wobei die zusammengehörigen Flächen der beiden Formhälften getrennt und zugleich auch die Modelle aus dem Ober- und Unter kasten herausgehoben werden. Die Formkastenteile werden hierbei durch besondere Führungen 17 rechtwinklig zu der Trennungsfläche geführt ohne Rücksicht darauf, ob der Formkasten genau wagerecht steht oder nicht.
Die Trennung wird ausgeübt in der Trennungsfläche, indem die gegenseitigen Trennbewegun- gen aller drei Teile gleichzeitig erfolgen. Die volle Umlegung des Hebels 14 bringt die drei Teile 1, 2, 3 in eine bestimmte Stellung, die ausreicht, um nicht allein die Foimkastenteile zu trennen, sondern auch vollständig die Modelle aus den oberen und unteren Formkastenhälften herauszuheben, wodurch die eingeformten Sandfüllungen aus den Kastenhälften 1 und 3 nach Öffnung der üblichen Verschlüsse 18 der mit Scharnieren 28 angelenkten Kastenteile herausgenommen werden können.
Die genaue parallele Richtung der Ränder 9 und 10 mit der Trennungsfiäche und die rechtwinklig hierzu stehenden Führungsstücke 17 bewirken, daß der Druck zum Anheben der Formkastenteile längs der Führungen erfolgt, ohne Rücksicht auf die Stellung des Formkastens. Es ermöglicht dies ein sauberes rasches Arbeiten mit dem Formkasten auch für ungeübte Arbeiter. Das Herausheben der Modelle erfolgt genauer als bei Formmaschinen, bei denen die Teile des Formkastens als arbeitende Elemente eingesetzt sind, und wobei insbesondere das Abheben von einer Tischplatte oder von der Hüttensohle erfolgen muß, die nicht immer genau parallel zur Trennungs- ' fläche der Form liegen wird.
An den Seitenrändern des Kastensrahmens sind zweckmäßig Anschläge 20 und 21 vorgesehen, um die drei Teile des Formkastens für das Einformen genau übereinandersetzen zu können.
Die besondere Ausführungsform für das Trennen der drei Teile voneinander ist in den Fig. 2 und 4 dargestellt, woraus ersehen werden kann, daß der zum Anheben dienende Hebel 14 an der Vorderseite der Form gelagert ist und die Wellen 11 auf beiden Seiten des den Modellträger bildenden Rahmens verlaufen, während die Daumen 6 an den Enden der Wellen befestigt sind, so daß eine einzige Bewegung des Hebels an der Vorderseite ausreicht. Die Daumen 6 sind paarweise an jedem Ende des Rahmens verbunden und wirken gleichzeitig an allen vier Ecken, wodurch das Anheben auf dem ganzen Umfange gleichmäßig erfolgt. Beim völligen Umlegen des Hebels 14 gelangen die zweiarmigen Daumenhebel 6 in tote Stellung, wie Fig. 2 zeigt, so daß sie sich nicht unter der Last der Kastenteile wieder zurückbewegen können.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Formkasten mit als zweiarmige Hebel ausgebildeten Hebedaumen zum Abheben und einem die Modelle tragenden, zwischen Ober- und Unterkasten einsetzbaren Rahmen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebedaumen (6) an dem Modellträger (2) an allen vier Ecken sitzen und gleichzeitig wirken.
2. Formkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ober- und Unterkasten mit seitlichen, parallel zueinander und zur Trennungsfläche gerichteten Flansehen (9, 10) versehen sind, auf welche die als Doppelhebel ausgebildeten Hebedaumen einwirken, so daß sie bei ihrer Drehung Oberkasten (3) und Modellträgerrahmen (2) vom Unterkasten (1) abheben.
3. Formkasten nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen umlegbaren Hebel (14) an einer Seite des Modellträgerrahmens, der mittels Lenker (16) und Kurbeln (12) am Modellträgerrahmen gelagerte, die zweiarmigen Daumenhebel bewegende Wellen (11) dreht.
4. Formkasten nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der umlegbare Hebel (14) nach völliger Umlegung in die Trennstellung die zweiarmigen Daumenhebel (6) in eine zur Trennungsfläche senkrechte Stellung bringt, so daß diese sich in einer Totpunktlage befinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT285360D Active DE285360C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE285360C true DE285360C (de)

Family

ID=540753

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT285360D Active DE285360C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE285360C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3002737C2 (de) Einrichtung zum Gießen von Gußstücken aus einer Leichtmetall-Legierung mittels Dauerformen (Kokille)
DE285360C (de)
DE1508739C3 (de) Vorrichtung zur Herstellung kernbestückter, kastenloser Gießformen
DE347402C (de) Ausziehtisch mit zwischen die ausgezogenen Tischplattenhaelften einfuegbarer Mittelplatte, die, mehrteilig und zusammenklappbar, in den Raum zwischen den Tischzargen versenkbar ist
DE169717C (de)
DE1508750C (de) Pressluftbetriebene Formmaschine für Gießereizwecke
DE382712C (de) Ruettelmaschine zur Herstellung von Bausteinen u. dgl.
DE375816C (de) Mehrteilige, durch Teilmodelle hergestellte Form zum Giessen von Stegketten und Maschine zu ihrer Herstellung
DE1936481A1 (de) Vorrichtung zum Ausformen von Bauteilen
DE420522C (de) Mehrfachgiesseinrichtung, insbesondere fuer Pastillen o. dgl.
DE2026047A1 (de) Schrottbehälter
DE2917042C2 (de) Spritzgießvorrichtung mit Entformungseinrichtung
DE3319303A1 (de) Kernformvorrichtung
DE380063C (de) Ruettelformmaschine
DE388350C (de) Formmaschine zur Herstellung von Bausteinen aus Beton, Lehm o. dgl.
DE492007C (de) Vorrichtung zum Formen und Vulkanisieren von Gummiwaren
DE202434C (de)
DE262791C (de)
DE595166C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Platten u. dgl. mit unterschnittenen Aushoehlungen aus plastischer Masse
DE349000C (de) Matrizenausrichtevorrichtung fuer Zeilengiessmaschinen
DE834430C (de) Formverfahren und Vorrichtung zu dessen Durchfuehrung
DE479626C (de) Abschlagekasten zur Herstellung kastenlos abzugiessender Sandformen mit in den Wandungen drehbaren Sandleisten von halbkreisfoermigem Querschnitt und losen Kastenschoren
DE233159C (de)
DE270953C (de)
DE831618C (de) Loch- und OEseneindrueck-Geraet fuer Wabenraehmchen