-
Verfahren zur Herstellung von hohlen, im wesentlichen ringsum geschlossenen
Bausteinen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igii die
Priorität auf Grund der Anmeldung in England vom 29. Oktober i918 beansprucht. Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hohlen, im wesentlichen ringsum
geschlossenen Bausteinen, welches darin besteht, daß die Steinseitenwände zwischen
den Formwänden und einem, in die Form auf die zuvor eingebrachte Steinbodenschicht
aufgesetzten Kernrahmen, die Steindecke über einem in den Kernrahmen eingeformten,
später zu entfernenden Sandkern nach Entfernung des Rahmens und Öffnungen in den
Steinwänden zur nachträglichen Entfernung des Sandkerns mit Hilfe geeigneter, von
der Formwand nach dem Kernrahmen durchgehender lösbarer Kerne gebildet werden.
-
Es ist bekannt, an den Enden offene Hohlsteine in der Weise herzustellen,
daß zur Begrenzung des Sandkerns ein Kern benutzt wird, welcher so in die Form eingesetzt
wird, daß um seine vertikalen Seiten eire Raum, frei bleibt, in welchem die vertikalen
Wände aus Zement geformt werden, während die Boden- und die Schlußlage vorher bzw.
nachher in die Form eingebracht werden.
-
Für ringsum geschlossene Hohlsteine ist dieses Verfahren nicht ohne
weiteres verwendbar. Es sind hierzu die besonderen eingangs angegebenen Mittel erforderlich,
insbesondere auch jene, um den zunächst ringsum durch die Betonwände eingeschlossenen
Sandkern entfernen zu können.
-
Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise einen gemäß der Erfindung
hergestellten rechteckigen Baustein und eine Form zur Herstellung desselben.
-
Abb. z zeigt in schaubildlicher Ansicht den Stein, dessen innerer
Hohlraum durch punktierte Linien veranschaulicht ist.
-
Abb., und 3 sind Quer- und Längsschnitte durch den Baustein nach Linien
X-X und Y-)-der Abb. z.
-
Abb. q. zeigt in schaubildlicher Ansicht eine Form, die zur Herstellung
des Bausteines dient und deren Deckplatte entfernt gedacht ist.
-
Abb.5 zeigt in schaubildlicher Ansicht den Kernrahmen oder das Kernfutter,
und Abb. 6 zeigt einen Stift, der zur Herstellung der Sandentleerungslöcher in den
Wandungen des Bausteines dient.
Der in den Abb. r bis 3 veranschaulichte
Baustein A besitzt auf allen Seiten volle Wandungen. Er ist hohl und die Dicke der
Wandungen ist der Last, welche der Stein zu tragen hat, angepaßt. B, b' sind Sandentleerungslöcher
in den gegenüberliegenden Wandungen des Bausteines. Natürlich können diese Löcher
auch jede andere geeignete Lage in den Flächen des Bausteines einnehmen.
-
Die in Abb. 4 veranschaulichte Form besteht aus einer Bodenplatte
C, Seitenwandungen D, D
und Endwandungen E, E, wobei die zusammengestellten
Wandungen in üblicher Weise durch Bolzen J, J fest zusammengehalten werden.
Die Wandungen D, D sind bei F, F durchlocht, um Stifte G (Abb. 6) aufzunehmen.
H ist der Rahmen oder das Futter für den Sandkern, welches beispielsweise aus dünnem
Metallblech hergestellt sein kann, vier Seitenwandungen besitzt und oben und unten
offen ist. Die Größe dieses Rahmens H entspricht der Größe des Hohlraumes, welcher
innerhalb des Bausteines entstehen soll.
-
Bei der Herstellung des Bausteines verfährt man in folgender Weise
Zunächst werden die Platten C, E, E und D, D
zusammengestellt, so daß
sie einen oben offenen Kasten bilden (Abb. d). Alsdann wird eine Lage einer Zementmischung
von beliebiger Dicke auf den Boden des Kastens aufgebracht und hierauf der Kernrahmen
H so eingesetzt, daß er auf der Zementlage aufruht und eine Lage einnimmt, in welcher
er allseitig gleich weit von den Seiten- und Endwandungen des Kastens entfernt ist.
Nunmehr werden die Stifte G, G durch die Löcher F, F hindurchgesteckt, bis ihre
inneren Enden den Kernrahmen H berühren. Darauf wird der gesamte Zwischenraum zwischen
dem Kernrahmen H und den Innenwandungen des Kastens mit Zement ausgefüllt, wodurch
die vier Seitenwandungen des Bausteines gebildet werden. Das Innere des Kernrahmens
H wird mit losem Sand angefüllt, der dicht zusammengepreßt wird, um einen festen
Kein zu bilden. Nachdem sodann der Kernrahmen herausgenommen ist, wird eine weitere
Lage Zement aufgebracht und dann die in der Zeichnung nicht veranschaulichte Deckplatte
auf den Kasten aufgelegt, so daß auch die obere Fläche des Bausteines fertiggestellt
ist. Natürlich kann auch während der Herstellung des Bausteines in seine Wandungen
irgendwelches Metall oder anderes zur Verstärkung des Steines dienendes Material
eingebracht werden. Hat sich der Zement gesetzt, so werden die Stifte G, G entfernt
und der Baustein wird aus der Form herausgenommen. Der Sandkern wird dann durch
die Löcher F, F hindurch entfernt. Vorteilhaft entfernt man den Sandkern unter Benutzung
eines Luftstromes. Gewünschtenfalls können die Löcher F, F nach Entfernen des Sandes
verstopft werden. Anstatt eines Kernrahmens gemäß Abb.5 können auch Futter aus Pappdeckel
oder Papiersäcke, die erforderlichenfalls durch Wellen oder Rippen verstärkt sein
können, zur Aufnahme des Sandkernes Verwendung finden. Auch hier kann der Sand in
der gleichen Weise wie oben beschrieben, aus dem fertigen Baustein entfernt werden.
Zwecks Entfernung des Sandes können die genannten Futter mit Löchern versehen werden.
Abb.4 der Zeichnung zeigt, daß die Löcher F, F einander gegenüberliegend angebracht
sind, doch ist diese Anordnung natürlich unwesentlich.
-
Gewünschtenfalls könnten zwei oder mehr unabhängige Kerne Verwendung
finden, so daß zwei oder mehr Hohlräume in dem Baustein erzeugt werden, was wünschenswert
sein kann, wenn die Bausteine sehr stark sein oder sehr große Abmessungen erhalten
sollen.
-
Der in Abb. z veranschaulichte Baustein hat glatte Flächen, doch kann
natürlich auch, da die Form auseinandergenommen werden kann, jede beliebige Einpressung
in die Wandungen des Bausteines vorgenommen werden, indem man die Wandungen der
Form entsprechend gestaltet. So können beispielsweise Einlagen in der Form mit geeigneten
Ansätzen versehen werden, wodurch Nuten oder Rillen auf den Seiten- oder Endwandungen
des Bausteines gebildet werden, auch können in ähnlicher Weise die Kanten des Bausteines
mit Abschrägungen versehen werden.