DE2507612A1 - Verfahren zur herstellung von wasserstoff - Google Patents
Verfahren zur herstellung von wasserstoffInfo
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Description
Ϊ* ARIAHILFPLATZ 2 & 3
DH. U. SCHÜBEL-HOPF telegr. auromarcpat München
21 . Februar 1975 SUN VENTURES, INC'. DA-Il 629
Priorität: 7. März 1974, Nr. 448 847, USA
Wie allgemein bekannt ist, stellt Wasserstoff ein wichtiges technisches
Gas dar und erhält noch größere Bedeutung als schmutzfreie Energiequelle. Es ist daher wesentlich, daß neue und wirtschaftliche
Methoden zur Herstellung dieser wichtigen Energiequelle aufgefunden werden. Die Wahl von Wasser oder Wasserdampf als Quelle für Wasserstoff
liegt auf der Hand und es existieren daher bereits zahlreiche Verfahren zur Überführung von Wasserdampf in Wasserstoff. Das am
besten bekannte Verfahren ist das Wasserdampf-Methan-Verfahren, das industriellen Erfolg erlangt hat. Das Wasserdampf-Methan- Verfahren
zeigt jedoch gewisse Nachteile, nicht zuletzt den Nachteil der unzureichenden Zugänglichkeit und des relativ hohen Preises
von Methan. Da Wasserstoff in sehr großen Mengen zum Aufbereiten von Kohle und Ölschiefer zu Flüssigkeiten und Gasen erforderlich ist,
ist es äußerst wünschenswert, neue verbesserte Verfahren zur Herstellung
von Wasserstoff zu entwickeln, bei denen Brennstoffe mit geringen Kosten verwendet werden, wie Kohle, Rückstandsöle und dgl.
In der US-PS 2 042 285 wird erläutert, daß Methan in ein Gemisch aus
Kohlenmonoxid und Wasserstoff übergeführt werden kann, indem eine Methan enthaltende gasförmige Substanz bei 600 bis 1100° C über ein
höheres Oxid eines Metalls, wie von Titan, Chrom, Molybdän oder Wolfram, geleitet wird. Es wird ferner ausgesagt, daß das erhaltene
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niedrigere Oxid, das bei dem Verfahren gebildet wird, mit Hilfe einer Sauerstoff abgebenden Substanz in ein höheres Oxid übergeführt
werden kann, beispielsweise mit Hilfe von Luft, Wasserdampf oder Kohlendioxid, wobei Stickstoff, Wasserstoff bzw. Kohlenmonoxid
erhalten werden. Thermodynamische Untersuchungen der freien Energie für die Reduktion der üblichen Oxide (WO und
WO,) mit Wasserstoff und^Kohlenmonoxid, und der Oxydation dieser
Oxide mit Wasserdampf zeigen jedoch, daß sie nicht geeignet zur Verwendung in einem gekoppelten System für einen Oxydations-Reduktions-Kreisvorgang
mit Wasserstoff (oder Kohlenmonoxid) und Wasserdampf 3ind.
Es wurde nun gefunden, daß ein gangbares Verfahren zur Herstellung
von reinem Wasserstoff erreicht wird, wenn ein spezielles Oxid des Wolframs, nämlich WO«» nach einer genau festgelegten
Verfahrensweise umgesetzt wird.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff unter Verwendung eines Oxids des Wolframs, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man Wolframdioxid mit Wasserdampf bei einer Temperatur unter etwa 700° C behandelt, wobei
Wasserstoff und W.O1-, gebildet werden, das gebildete W.O-,-, durch
Behandlung mit einem reduzierenden Gas bei einer Temperatur zwischen etwa 725° C und 775° C zu Wolframdioxid regeneriert
und dieses wieder in den Kreislauf zurückführt und dort der Oxydation mit Wasserdampf unter Bildung von Wasserstoff unterwirft.
Vorzugsweise wird die Behandlung von WO« mit Wasserdampf bei
einer Temperatur zwischen etwa 400 und 6*50 C vorgenommen und die
Regenerierungstemperatur liegt vorzugsweise bei etwa 750° C.
Wie erläutert, wird Wasserstoff durch Umsetzung von Wasserdampf mit WO« gebildet. Um das Verfahren zu starten wird jedoch der
Reaktor vorteilhaft mit WO, beschickt, welches dann durch Überleiten
von gasförmigem Wasserstoff bei einer Temperatur von etwa 700 bis etwa 750° C zu WO2 umgewandelt wird. Zur Durchführung
der Reaktion des Verfahrens wird das Wolframdioxid in dem Reaktor
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vorzugsweise in einem Festbett, Fließbett oder fluidisierten
Bett gehalten, das sich bei einer Temperatur zwischen 400 und 650° C, vorzugsweise bei etwa 600° C befindet, und der Wasserdampf
wird einfach durch die erhitzte Schicht des Oxids geleitet. Während der Dampf durch das Bett strömt, wird Wasserstoff erzeugt
und aus den abströmenden Gasen abgetrennt und das WO2 wird in
W4^O11 übergeführt. Wenn das Wolframdioxid vollständig verbraucht
ist und das verbleibende Wolframdioxid im wesentlichen vollständig in W.O.,-, übergegangen ist, wird ein reduzierendes Gas verwendet,
um W-O11 zur Reduktion in WOp zu behandeln« Für diese Ver—
fahrensstufe sollte das Wolframoxidbett bei einer Temperatur zwischen etwa 725 und 775° C gehalten werden, da die Reaktion außerhalb
dieses Bereiches ungünstig verläuft.
Das reduzierende Gas, welches über das WO, geleitet wird, wird vorzugsweise aus einem kohlenstoffhaltigen Brennstoff erhalten,
der in luft und Wasserdampf bei etwa 1100° C verbrannt wird, und
vorzugsweise wird Generatorgas verwendet, welches ein wirtschaftliches Ausgangsmaterial für Wasserstoff und 00 darstellt. Ein
solches Gas enthält Wasserstoff und Kohlenmonoxid und wird bei Berührung mit W4O11 in Wasser und Kohlendioxid übergeführt, wobei
das als Produkt gleichzeitig erhaltene Wolframoxid WO2 ist. Das
wird dann abkühlen gelassen und wird erneut zur Umsetzung mit
Wasserdampf bei 400 bis 650° C in der vorstehend erläuterten Weise
eingesetzt, wobei wiederum Wasserstoff gebildet wird.
Wie bereits angedeutet, ist das zur Verwendung bei dem Verfahren bevorzugte reduzierende Gas ein Generatorgas, das bei raffinerietechnischen
Verfahren leicht aus verschiedenen Ausgangsmaterialien erhältlich ist und durch leiten eines Gemisches von luft oder
Sauerstoff und Wasserdampf durch ein Bett eines entzündeten kohlenstoffhaltigen Brennstoffes erhalten wird und dessen Zusammen-Setzung
in Abhängigkeit von der Herkunft des Brennstoffes und der zur Herstellung des Gases verwendeten Vorrichtung variiert ( Cost
Engineering, Juli 1963, S. 4 bis 11). In typischer Weise enthält technisches Generatorgas, das aus Koks mit Sauerstoff (nicht Luft)
hergestellt wurde, etwa 53 Volum-^ CO und etwa 31 Volum-^ Wasser-
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stoff.
Die nachstehenden Beispiele dienen zur weiteren Verdeutlichung der Erfindung.
70 g Wolframtrioxid (WO,) werden in ein Keramikrohr gegeben,
welches elektrisch auf 750° C erhitzt wird, und Wasserstoff wird eine Stunde lang über das Wolframoxid geleitet, um es zu WOp zu
reduzieren. Das Reaktionsrohr wird dann auf 6000C abgekühlt und
Wasserdampf wird in das Rohr eingeleitet. Der abströmende Dampf wird durch einen Kondensator geleitet und der als Produkt erhaltene
gasförmige Wasserstoff wird durch Wasserverdrängung aufgefangen. Auf diese Weise werden insgesamt 5,4 1 Wasserstoff gewonnen.
Das nun in dem Reaktionsrohr befindliche Wolframoxid W^O11 wird
mit Wasserstoff bei 750° C reduziert, wobei WOp erhalten wird.
Die Behandlung des erhaltenen WOp mit Wasserdampf bei 600° C
führt erneut zur Bildung von 5»3 1 Wasserstoff.
Über die gleiche Beschickung aus Wolframoxid wie in Beispiel 1, die nach der Dampfbehandlung in Form von W.O11 vorliegt, wird
Kohlenmonoxid geleitet. Fach der Reduktion, die während 90 Minu-
o
ten bei etwa 750 C durchgeführt wurde, wird der Reaktor auf 600° C abgekühlt und Wasserdampf eingeleitet, wobei insgesamt 5,3 1 Wasserstoff erhalten werden. Eine weitere Reduktion des Oxids mit Kohlenmonoxid und anschließende Dampfbehandlung bei 650° C führt zu 5,2 1 Wasserstoff. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird das Oxid entnommen und geprüft. Dabei wird ein für W.O·,-, typisches blaues Material aufgefunden.
ten bei etwa 750 C durchgeführt wurde, wird der Reaktor auf 600° C abgekühlt und Wasserdampf eingeleitet, wobei insgesamt 5,3 1 Wasserstoff erhalten werden. Eine weitere Reduktion des Oxids mit Kohlenmonoxid und anschließende Dampfbehandlung bei 650° C führt zu 5,2 1 Wasserstoff. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird das Oxid entnommen und geprüft. Dabei wird ein für W.O·,-, typisches blaues Material aufgefunden.
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Ein keramisches Reaktionsgefäß wird mit 115 g Harshaw-Wolframkatalysator
W-OlOl (10 ^ WO, auf Al2O3) beschickt. Das Oxid wird
wahlweise entweder mit Hp oder mit CO bei 750° C zu W0„ reduziert
und danach zur Oxydation mit Wasserdampf auf 650° C abgekühlt. Es werden folgende Ergebnisse erzielt:
Durchgang Reduzierendes Gas Hp-Ausbeute durch die
| I | H2 | 910 cm3 |
| II | H2 | 820 cm5 |
| III | CO | 740 cm3 |
| IV | CO | 760 cm3 |
Wie bereits erläutert, zeigen thermodynamische Untersuchungen im Hinblick auf Wolframoxide, daß gemäß dem System der vorstehenden
Beispiele nur das Paar WO^-W.G-,-, zur Herstellung von
Wasserstoff verwendet werden kann. Darüber hinaus muß selbst bei Verwendung dieses Systems die Reduktion von W.O.,-, innerhalb
des relativ engen Temperaturbereiches von etwa 725 bis 775° C, vorzugsweise bei etwa 750° C vorgenommen werden, um maximale
Ausnutzung von Wasserstoff oder Kohlenmonoxid zu erreichen. Andererseits muß, damit die Oxydation von WO2 durch Wasserdampf
in günstiger Weise eintritt, die Temperatur unter 700° C, vorzugsweise 4OO bis 650° C, insbesondere etwa 600° C, betragen.
Ein Versuch, ein WO2-Systern zu verwenden, in welchem WO2 mit Hilfe
von Wasserstoff zu Metall reduziert wird, erfordert eine Temperatur von mehr als 1000 C; wenn jedoch Kohlenmonoxid als reduzierendes
Gas verwendet wird, ist die Reaktion innerhalb eines Bereiches von 500 bis 1200° C niemals günstig. Ein derartiges
System kann daher nicht in wirksamer Weise eingesetzt werden, um das leicht zugängliche Generatorgas zu verwerten. In ähnlicher
Weise ist das Paar W0,-W,0,., kein geeignetes System, weil die
Reaktion von Wasserdampf mit W.O.,-, nicht thermodynamisch begünstigt
ist. Die vorteilhafte Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hängt daher von den spezifischen Eigenschaften des vor-
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stehend beschriebenen Systems WO2-W.On, ab.
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Claims (3)
- Patentansprüche[ΊΛ Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff mit Hilfe eines Oxids von Wolfram, dadurch gekennzeichnet , daß man Wolframdioxid mit Wasserdampf bei einer Temperatur unter etwa 700° C unter Bildung von Wasserstoff und W.O.,-, in Berührung bringt, das gebildete W.O,, durch Behandlung mit einem reduzierenden Gas bei einer Temperatur zwischen etwa 725 und 775° C regeneriert und das erhaltene WOp wieder in den Kreislauf zur Erzeugung von Wasserstoff zurückführt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit Wasserdampf bei etwa 600° C und die Reduktion von W^O,, bei etwa 750° C durchführt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als reduzierendes Gas Generatorgas verwendet.50983 7/0609
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