DE250421C - - Google Patents

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DE250421C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/02Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques
    • C08J3/09Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids
    • C08J3/091Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids characterised by the chemical constitution of the organic liquid
    • C08J3/095Oxygen containing compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2301/00Characterised by the use of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08J2301/08Cellulose derivatives
    • C08J2301/16Esters of inorganic acids
    • C08J2301/18Cellulose nitrate

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand des vorliegenden Patents bildet ein Verfahren zur Herstellung von Nitrocelluloselösungen, und zwar insbesondere von Lösungen, die als Bindemittel für Druckfarben sowie zur Fabrikation künstlicher Seide geeignet sind. Man hat bisher als Lösungsmittel für Nitrocellulose in der Praxis ausschließlich Alkoholäthergemische sowie Mischungen von Alkohol und Essigsäure, Essigäther und
ίο Amylacetat sowie Amylalkohol benutzt. Es sind auch Benzolkohlenwasserstoffe als Lösungsmittel vorgeschlagen worden. Von diesen Lösungen haben praktische Bedeutung ausschließlich die Ätheralkohollösungen und die Lösungen von Amylacetat und Amylalkohol gewonnen, letztere insonderheit für alle diejenigen Fälle, wo es auf die Herstellung eines Lackes ankommt, Ätheralkohol dagegen, abgesehen von der medizinischen Verwendung als Kollodium, vor allen Dingen in der Herstellung von Kunstseide. Trotz der sehr zahlreich in der Literatur vorhandenen Vorschläge sind diese beiden aber nicht aus der Technik verdrängt worden, obgleich das Gemisch von Ätheralkohol sehr teuer und das Amylgemisch des Zaponlackes in hohem Maße gesundheitsschädlich ist und den,, weiteren Nachteil des sehr lange anhaftenden Amylgeruches aufweist. Die bekannt gewordenen Nitrocelluloselösungen lassen sich aber außerdem als Vehikel für Druckfarben nicht benutzen, weil sie teils zu leicht flüchtige Lösungsmittel enthalten, teils zu zähklebrig eintrocknen, so daß ein Drucken mit derartigen Bindemitteln nicht möglich ist.
Der Erfinder hat nun eine Lösungsmittelkombination gefunden, die gegenüber dem Ätheralkohol wesentlich billiger ist, die sich vollkommen geruchlos verflüchtigt und absolut unschädlich ist. Die Lösungsmittelkombination besteht aus einem Gemisch von Benzol und Alkohol, am besten zu gleichen Teilen. Lösungen von 8 Prozent Nitrocellulosegehalt stellen einen dicken Sirup dar, I5prozentige Lösungen sind bereits spachtelfähig. Für die Herstellung von Lösungen, die als Bindemittel für Druckfarben und Druckbronzen, beispiels-. weise im Tapetendruck, dienen sollen, wird Benzol vorteilhaft durch die höheren Fraktionen der Teeröle ersetzt, beispielsweise durch die Xylole.
Die so hergestellten Lösungen der Nitrocellulose hinterlassen dieselbe in außerordentlich homogener, zäher Schicht, die einen hervorragenden seidenartigen Glanz und absolute Wasserdichtigkeit besitzt. Als Bindemittel für Druckfarben und Druckbronzen ersetzt eine derartige Lösung vollkommen die leim- und fetthaltigen Bindemittel: Als Lack bietet sie einen vollkommenen Ersatz für Zaponlack, dem gegenüber sie den Vorzug der geringeren Gesundheitsschädlichkeit infolge der Abwesenheit von Amylacetat und Amylalkohol hat.
Den Ätheralkohollösungen gegenüber besteht der Vorzug, daß die zurückbleibende Schicht auf Flächen, insbesondere auf Papier, viel besser haftende Überzüge darstellt, ferner, daß sie wesentlich viskoser ist. Zudem kostet die Herstellung der Lösung ungefähr die Hälfte, da der Ätherpreis zur Zeit etwa das Vierfache des Benzolpreises beträgt.
Die oben angegebenen Eigenschaften bedingen aber auch gleichzeitig die Möglichkeit, mit der Lösung direkt von der Maschine drucken zu können, also beispielsweise sie im Tapetendruck zu verwenden. Das war mit den bisherigen Nitrocelluloselösungen, also z. B. der Ätheralkohollösung, infolge mangelhafter Viskosität, mangelhaften Haftens des Verdampfungsrückstandes und zu großer Flüchtigkeit überhaupt nicht möglich. Ein Druck mit Zaponlack verbot sich infolge der gesundheitsschädlichen Amylacetat- und Amylalkoholdämpfe von selbst.
Für die Verwendung als Lack oder als Bindemittel für Druckfarben usw. kommt aber noch ein weiterer technischer Effekt von entscheidender Wichtigkeit hinzu. Bekanntlich lassen sich mit den üblichen Nitrocelluloselösungen Harzlacke nicht mischen, sondern es findet sofort eine Ausfällung der Harze aus derartigen Gemischen statt. Man konnte daher bislang nicht Lösungen herstellen, welche sowohl Nitrocellulose als Harze enthielten. Wenn man Lösungsmittel auswählte, die bis zu einem gewissen Grade beide Substanzen in Lösung brachten, wie beispielsweise Aceton und Essigäther, so war die zurückbleibende Schicht eine milchige unbrauchbare Masse. Die bisher vorgeschlagenen Mittel wiesen nicht den Weg, auf dem man die guten Eigenschäften der Harzlacke und der Nitrocelluloselacke gleichzeitig verwenden konnte. Diese Möglichkeit ist aber durch das Verfahren des Patentes gegeben, denn in einer Mischung von Benzol und Alkohol löst sich mit Leichtigkeit fast jedes Harz, und man kann derartige Lösungen mit Nitrocelluloselösungen in Benzolalkohol ohne jede Fällung vereinigen, so daß man gemischte Lösungen erhält, denen man je nach der Auswahl der Rohstoffe und dem Mischungsverhältnis die verschiedensten Eigenschaften geben kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Kollodiumwollen, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel die Gemische von Alkohol und Benzol bzw. seinen Homologen benutzt werden.
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