DE250211C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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- C03C17/02—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with glass
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V* 250211 -KLASSE
Z2b. GRUPPE
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen, die mit
nach beliebigen Umrissen begrenzten Überfängen oder Glasauflagen versehen sind. Insbesondere
soll dabei zwischen den Überfangstücken die Grundglasschicht sichtbar sein. Es ist bereits vorgeschlagen worden, derartige
Glasgegenstände in der Weise herzustellen, daß man in eine einen Kern enthaltende
und mit entsprechenden Vertiefungen versehene Form Glasmasse einpreßt und
darauf nach Entfernen des Kernes mittels der Pfeife sofort an dessen Stelle einen Glasposten
oder Külbel bringt, der sich durch Aufblasen oder Andrücken mit den noch warmen,
in den Vertiefungen der Form liegenden und unterstützten Überfangteilen vereinigt.
Hierauf soll der mit den Überfangstücken versehene Glasposten aus der Form genommen,
erwärmt und durch Weiterblasen fertiggestellt werden. Dieses Verfahren hat den
Nachteil, daß damit einerseits nur zusammenhängende Überfangmuster hergestellt werden
können, und andererseits die Überfangteile eine erhebliche Stärke besitzen müssen, da
sonst die Glasmasse viel zu rasch erkalten würde, als daß sie in sämtliche Teile der Überfangform
eindringen und daß sich die gebildeten Überfangkörper dann auch noch mit
dem Külbel vereinigen könnten.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß zunächst die
Überfangstücke in beliebiger Weise hergestellt, in einen ihre Lage und Gestalt während
des Erhitzens sichernden Mantel (im folgenden »Erhitzer« genannt) eingebracht und
dann in diesem bis zur Erweichung erwärtnt werden, worauf dann die A^ereinigung mit
einem in den Erhitzer eingebrachten Glasposten und die Fertigstellung des Glasgegen-Standes
in der bekannten Weise erfolgt. Der Erhitzer stellt einen beliebig beheizbaren Hohlkörper oder Mantel aus feuerfestem
Stoff, beispielsweise Eisen, dar, welcher für die Aufnahme der Überfangstücke mit Einbuchtungen
und Vorsprüngen in der Wandung oder in besonderen Einlagen oder Kernen versehen ist, wie sie beispielsweise die
zur Herstellung der Überfangstücke nach dem oben erwähnten Verfahren erforderliehen
Formen aufweisen.
Die Überfangstücke können die Form von. Streifen, Ringen, Punkten, Sternen oder sonstigen
Figuren besitzen, denen entsprechend der Erhitzer einzurichten ist, auch können dafür verschieden gefärbte Gläser verwendet
werden. Die Erwärmung des Erhitzers erfolgt in beliebiger Weise durch Gasflammen
o. dgl., und zwar ist die Einrichtung derart getroffen, daß sowohl der gesamte Erhitzer
als auch einzelne Teile desselben envärmt werden können,, je nachdem es für die Art der
Überfänge in Betracht kommt. Auch wird man dabei die nicht mit Überfängen besetzten
Teile möglichst nicht erhitzen, um ein Anhaften des Glaspostens an den Erhitzerwandungen
zu verhindern. Der Erhitzer kann wie andere bekannte Vorrichtungen zum
Erhitzen von . Glasgegenständen in - eier
Flamme bewegt, namentlich gedreht werden, um, sofern erforderlich, eine ganz gleichmäßige
Erhitzung seines Inhaltes zu erzielen. Auch kann er vorteilhaft in ebenfalls bekannter
Weise in einem Gehäuse angeordnet werden, um die Erhitzung mit geringen Wärmeverlusten
möglichst weit treiben zu können. Die Teile des Erhitzers, welche aus den bereits
angedeuteten Gründen nicht erwärmt werden sollen, läßt man dabei zweckmäßig aus dem Gehäuse hervorstehen, so daß sie der
Einwirkung der Heizflamme nicht ausgesetzt sind. In der Wandung des Erhitzers können
Aussparungen vorhanden sein, durch welche man, wie bekannt, die Flammen unmittelbar
auf entsprechend begrenzte Teile der Überfangstücke oder auch des Glaspostens einwirken
läßt, um so besondere Veränderungen des Glases hervorzurufen, beispielsweise Milchgläser
an den von der Flamme getroffenen Stellen durchsichtig zu machen. Auch kann man in ebenfalls bekannter Weise mit Metalloxyddämpfen
in der Flamme arbeiten, wodurch Färbungen an den von der Flamme getroffenen Stellen hervorgebracht werden können.
Gleichzeitig mit den Überfangstücken kann man auch besondere Dekorationsstücke, beispielsweise
leicht schmelzbare Glasflüsse, bei dem neuen Verfahren auf den Glasgegenständen anbringen, indem man diese in an sich
bekannter Weise in Vertiefungen oder sonstwie auf den Überfangstücken befestigt und
dann durch die gemeinsame Erhitzung und das Anblasen oder Andrücken des Glaspostens
mit diesem und den Überfangstücken vereinigt.
Will man besonders dünne Linien oder verwickelte feine Muster durch die Überfangstücke
darstellen, so kann man in der Weise vorgehen, daß rnari auf der beim Anblasen
inneren Seite der Überfangstücke Vertiefungen anbringt, welche einer Zierform entspre-
45. chen und darauf den Glasposten im Erhitzer nur so leicht gegen die so eingerichteten
Überfangstücke anbläst, daß eine Vereinigung nur außerhalb der Vertiefungen erfolgt,
sonst aber die Vertiefungen zu Hohlräumen werden. Es wird darauf, nachdem
der Glasgegenstand aus dem Erhitzer genommen ist, die Decke der Höhlungen weggebrochen.
Die Ränder der bloßgelegten Stellen können dann, soweit erforderlich, durch Schleifen regelmäßig gestaltet, fertiggemacht
werden.
Noch einfacher gestaltet sich dieses Verfahren, wenn man, anstatt die Überfangstücke
mit Vertiefungen zu versehen, die im Überfang auszusparenden Ziermuster in einer am
heißen Glase nicht haftenden Druckmasse mittels Umdruckpapier aufträgt. Als Druckmasse
wird einer der zu diesem Zweck bekannten Stoffe, z. B. Kreide, Magnesia, Gips u. dgl., verwendet. Beim Anblasen des Glaspostens
wird dann an den mit Druckmasse versehenen Stellen keine Vereinigung des Überfangstückes mit dem Glasposten stattfinden,
so daß eine Verschmelzung nur außerhalb erfolgt. Wird darauf das Überfangstück an den nicht angeschmolzenen Teilen weggesprengt,
so bleiben wiederum nur die mit dem Glasposten verschmolzenen Teile stehen. Diese beiden mit dem Wegsprengen der mit
dem Glasposten nicht verbundenen Überfangteile arbeitenden Verfahren haben den sonst
bekannten gegenüber den Vorteil, daß die Überfangstücke selbst kräftig gehalten werden
können und trotzdem die Anordnung sehr feiner Ornamente oder sonstiger Verzierungen
auf dem Glasgegenstand ermöglicht wird.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen mit Überfängen oder
sonstigen Glasauflagen, bei welchem ein Glasposten oder Glaskülbel durch Aufblasen
mit Überfangstücken vereinigt wird, welche in geeigneter Lage und Verteilung an einem der Gestalt des Glasgegenstandes
entsprechenden Mantel angebracht sind, worauf der Glasposten wieder erwärmt und in die endliche Gestalt
aufgeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Überfangstücke in einen mit Vorsprüngen oder Vertiefungen zur Aufrechterhaltung
ihrer Gestalt und Lage versehenen Mantel eingebracht und darin vor dem Einblasen des Glaspostens auf
eine zur guten Vereinigung der Stücke mit dem Posten geeignete Temperatur erhitzt werden.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorsprünge oder Vertiefungen an einem in den Mantel. passenden Einsatz
angebracht sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überfangstücke
mit Vertiefungen versehen sind, aus welchen durch leichtes Anblasen des Glaspostens Hohlräume entstehen, welche
nach der Entfernung der Glasgegenstände aus dem Erhitzer durch Abschlagen der äußeren Decke geöffnet werden,
worauf die Ränder der Hohlräume durch Schleifen fertiggemacht werden können.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine am
heißen Gase nicht haftende Masse mittels Umdruckpapier in Übereinstimmung mit
dem gewünschten Ziermuster auf die Überfangstücke überträgt, so daß an diesen
Stellen . die Vereinigung des Glaspostens mit den Überfangstücken verhindert
wird, worauf nach dem Herausnehmen der Glasgegenstände aus dem Erhitzer diese mit dem Glasposten nicht vereinigten
Teile abgeschlagen und die Ränder der bloßgelegten Flächen durch Schleifen fertiggemacht werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, · da-, durch gekennzeichnet, daß der Erhitzer
nur stellenweise erhitzt wird, namentlich, um zu verhindern, daß der Glasposten an
den keine Überfangstücke enthaltenden Stellen des Erhitzers haften bleibt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch in
der Wandung des Erhitzers vorgesehene Aussparungen die Heizflamme gegebenenfalls
zugleich mit Metalloxyddämpfen in an sich bekannter Weise unmittelbar auf Teile der Überfangstücke oder des Glaspostens
einwirken läßt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250211C true DE250211C (de) |
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ID=508763
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250211D Active DE250211C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250211C (de) |
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- DE DENDAT250211D patent/DE250211C/de active Active
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