DE250211C - - Google Patents

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DE250211C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/02Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with glass

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
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  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V* 250211 -KLASSE Z2b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1910 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen, die mit nach beliebigen Umrissen begrenzten Überfängen oder Glasauflagen versehen sind. Insbesondere soll dabei zwischen den Überfangstücken die Grundglasschicht sichtbar sein. Es ist bereits vorgeschlagen worden, derartige Glasgegenstände in der Weise herzustellen, daß man in eine einen Kern enthaltende und mit entsprechenden Vertiefungen versehene Form Glasmasse einpreßt und darauf nach Entfernen des Kernes mittels der Pfeife sofort an dessen Stelle einen Glasposten oder Külbel bringt, der sich durch Aufblasen oder Andrücken mit den noch warmen, in den Vertiefungen der Form liegenden und unterstützten Überfangteilen vereinigt. Hierauf soll der mit den Überfangstücken versehene Glasposten aus der Form genommen, erwärmt und durch Weiterblasen fertiggestellt werden. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß damit einerseits nur zusammenhängende Überfangmuster hergestellt werden können, und andererseits die Überfangteile eine erhebliche Stärke besitzen müssen, da sonst die Glasmasse viel zu rasch erkalten würde, als daß sie in sämtliche Teile der Überfangform eindringen und daß sich die gebildeten Überfangkörper dann auch noch mit dem Külbel vereinigen könnten.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß zunächst die Überfangstücke in beliebiger Weise hergestellt, in einen ihre Lage und Gestalt während des Erhitzens sichernden Mantel (im folgenden »Erhitzer« genannt) eingebracht und dann in diesem bis zur Erweichung erwärtnt werden, worauf dann die A^ereinigung mit einem in den Erhitzer eingebrachten Glasposten und die Fertigstellung des Glasgegen-Standes in der bekannten Weise erfolgt. Der Erhitzer stellt einen beliebig beheizbaren Hohlkörper oder Mantel aus feuerfestem Stoff, beispielsweise Eisen, dar, welcher für die Aufnahme der Überfangstücke mit Einbuchtungen und Vorsprüngen in der Wandung oder in besonderen Einlagen oder Kernen versehen ist, wie sie beispielsweise die zur Herstellung der Überfangstücke nach dem oben erwähnten Verfahren erforderliehen Formen aufweisen.
Die Überfangstücke können die Form von. Streifen, Ringen, Punkten, Sternen oder sonstigen Figuren besitzen, denen entsprechend der Erhitzer einzurichten ist, auch können dafür verschieden gefärbte Gläser verwendet werden. Die Erwärmung des Erhitzers erfolgt in beliebiger Weise durch Gasflammen o. dgl., und zwar ist die Einrichtung derart getroffen, daß sowohl der gesamte Erhitzer als auch einzelne Teile desselben envärmt werden können,, je nachdem es für die Art der Überfänge in Betracht kommt. Auch wird man dabei die nicht mit Überfängen besetzten Teile möglichst nicht erhitzen, um ein Anhaften des Glaspostens an den Erhitzerwandungen zu verhindern. Der Erhitzer kann wie andere bekannte Vorrichtungen zum
Erhitzen von . Glasgegenständen in - eier Flamme bewegt, namentlich gedreht werden, um, sofern erforderlich, eine ganz gleichmäßige Erhitzung seines Inhaltes zu erzielen. Auch kann er vorteilhaft in ebenfalls bekannter Weise in einem Gehäuse angeordnet werden, um die Erhitzung mit geringen Wärmeverlusten möglichst weit treiben zu können. Die Teile des Erhitzers, welche aus den bereits angedeuteten Gründen nicht erwärmt werden sollen, läßt man dabei zweckmäßig aus dem Gehäuse hervorstehen, so daß sie der Einwirkung der Heizflamme nicht ausgesetzt sind. In der Wandung des Erhitzers können Aussparungen vorhanden sein, durch welche man, wie bekannt, die Flammen unmittelbar auf entsprechend begrenzte Teile der Überfangstücke oder auch des Glaspostens einwirken läßt, um so besondere Veränderungen des Glases hervorzurufen, beispielsweise Milchgläser an den von der Flamme getroffenen Stellen durchsichtig zu machen. Auch kann man in ebenfalls bekannter Weise mit Metalloxyddämpfen in der Flamme arbeiten, wodurch Färbungen an den von der Flamme getroffenen Stellen hervorgebracht werden können.
Gleichzeitig mit den Überfangstücken kann man auch besondere Dekorationsstücke, beispielsweise leicht schmelzbare Glasflüsse, bei dem neuen Verfahren auf den Glasgegenständen anbringen, indem man diese in an sich bekannter Weise in Vertiefungen oder sonstwie auf den Überfangstücken befestigt und dann durch die gemeinsame Erhitzung und das Anblasen oder Andrücken des Glaspostens mit diesem und den Überfangstücken vereinigt.
Will man besonders dünne Linien oder verwickelte feine Muster durch die Überfangstücke darstellen, so kann man in der Weise vorgehen, daß rnari auf der beim Anblasen inneren Seite der Überfangstücke Vertiefungen anbringt, welche einer Zierform entspre-
45. chen und darauf den Glasposten im Erhitzer nur so leicht gegen die so eingerichteten Überfangstücke anbläst, daß eine Vereinigung nur außerhalb der Vertiefungen erfolgt, sonst aber die Vertiefungen zu Hohlräumen werden. Es wird darauf, nachdem der Glasgegenstand aus dem Erhitzer genommen ist, die Decke der Höhlungen weggebrochen. Die Ränder der bloßgelegten Stellen können dann, soweit erforderlich, durch Schleifen regelmäßig gestaltet, fertiggemacht werden.
Noch einfacher gestaltet sich dieses Verfahren, wenn man, anstatt die Überfangstücke mit Vertiefungen zu versehen, die im Überfang auszusparenden Ziermuster in einer am heißen Glase nicht haftenden Druckmasse mittels Umdruckpapier aufträgt. Als Druckmasse wird einer der zu diesem Zweck bekannten Stoffe, z. B. Kreide, Magnesia, Gips u. dgl., verwendet. Beim Anblasen des Glaspostens wird dann an den mit Druckmasse versehenen Stellen keine Vereinigung des Überfangstückes mit dem Glasposten stattfinden, so daß eine Verschmelzung nur außerhalb erfolgt. Wird darauf das Überfangstück an den nicht angeschmolzenen Teilen weggesprengt, so bleiben wiederum nur die mit dem Glasposten verschmolzenen Teile stehen. Diese beiden mit dem Wegsprengen der mit dem Glasposten nicht verbundenen Überfangteile arbeitenden Verfahren haben den sonst bekannten gegenüber den Vorteil, daß die Überfangstücke selbst kräftig gehalten werden können und trotzdem die Anordnung sehr feiner Ornamente oder sonstiger Verzierungen auf dem Glasgegenstand ermöglicht wird.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen mit Überfängen oder sonstigen Glasauflagen, bei welchem ein Glasposten oder Glaskülbel durch Aufblasen mit Überfangstücken vereinigt wird, welche in geeigneter Lage und Verteilung an einem der Gestalt des Glasgegenstandes entsprechenden Mantel angebracht sind, worauf der Glasposten wieder erwärmt und in die endliche Gestalt aufgeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Überfangstücke in einen mit Vorsprüngen oder Vertiefungen zur Aufrechterhaltung ihrer Gestalt und Lage versehenen Mantel eingebracht und darin vor dem Einblasen des Glaspostens auf eine zur guten Vereinigung der Stücke mit dem Posten geeignete Temperatur erhitzt werden.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge oder Vertiefungen an einem in den Mantel. passenden Einsatz angebracht sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überfangstücke mit Vertiefungen versehen sind, aus welchen durch leichtes Anblasen des Glaspostens Hohlräume entstehen, welche nach der Entfernung der Glasgegenstände aus dem Erhitzer durch Abschlagen der äußeren Decke geöffnet werden, worauf die Ränder der Hohlräume durch Schleifen fertiggemacht werden können.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine am heißen Gase nicht haftende Masse mittels Umdruckpapier in Übereinstimmung mit
dem gewünschten Ziermuster auf die Überfangstücke überträgt, so daß an diesen Stellen . die Vereinigung des Glaspostens mit den Überfangstücken verhindert wird, worauf nach dem Herausnehmen der Glasgegenstände aus dem Erhitzer diese mit dem Glasposten nicht vereinigten Teile abgeschlagen und die Ränder der bloßgelegten Flächen durch Schleifen fertiggemacht werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, · da-, durch gekennzeichnet, daß der Erhitzer nur stellenweise erhitzt wird, namentlich, um zu verhindern, daß der Glasposten an den keine Überfangstücke enthaltenden Stellen des Erhitzers haften bleibt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch in der Wandung des Erhitzers vorgesehene Aussparungen die Heizflamme gegebenenfalls zugleich mit Metalloxyddämpfen in an sich bekannter Weise unmittelbar auf Teile der Überfangstücke oder des Glaspostens einwirken läßt.
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