DE250032C - - Google Patents

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DE250032C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles
    • D04B11/18Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics
    • D04B11/22Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics with stitch patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Housing For Livestock And Birds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ250032 KLASSE 25a. GRUPPE
ERNST BOESSNECK in CHEMNITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. November 1910 ab.
Vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung dar, betreffend die Herstellung von Petinetwaren auf dem flachen Wirkstuhl, — hauptsächlich Kottonwirkstuhl —, mit Hilfe einer der Jacquardvorrichtungen (betätigt durch eine oder mehrere Jacquardmaschinen, die oberhalb des Stuhles aufgehängt sind, bestehend aus Jacquardprisma, Messerkasten, Schnurzügen und Chorbrett), die auf die Decknadeln der Petinetdeckmaschine oder -maschinen einwirken.
Die bis jetzt meist gebräuchlichen Jacquardvorrichtungen arbeiten in der Weise, daß während der Deckbewegung der Deckmaschine auch die Hilfsschwingen diese Bewegung mitmachen müssen, welche auf die Petinetdecknadeln einwirken und die von den Schnurzügen der eigentlichen Jacquardmaschine betätigt werden. Infolgedessen muß diese Bewegung, vor allem die auf- und niedergehende Bewegung der Deckmaschine, auch von den Schnurzügen, dem Messerkasten, Platinenboden usw. der eigentlichen Jacquardmaschine durchgemacht werden.
Dadurch entsteht aber eine sehr große Belastung der Deckmaschine selbst, und haben infolgedessen die diese Maschine betätigenden Exzenter, Züge usw. mitunter — besonders aber bei längeren Maschinen — viel zu leiden. Ferner ist das übliche Ausheben der eigentlichen Deckmaschine mit der Hand während des Nichtgebrauch.es derselben so gut wie ausgeschlossen, da ihr Gewicht ein viel zu großes ist.
Diesem abzuhelfen, ist der Zweck dieser Erfindung, und ist hier der die von den Schnurj zügen der Jacquardmaschine betätigten und auf die Petinetdecknadeln einwirkenden Hilfsschwingen tragende Rahmen völlig unabhängig befestigt von der eigentlichen Deckmaschine. Er macht also die auf- und niedergehende Bewegung derselben nicht mit, ebenso braucht er der Bewegung der Deckmaschine nach rechts und links nicht zu folgen (beim sogenannten Überdecken).
Für beiliegende Zeichnung gelte folgendes, wobei eine Kottonmaschine angenommen ist:
Fig. ι Stellung vor dem Decken, nachdem die Einstellung des Musters der von den Schnurzügen der Jacquardmaschine betätigten Hilfsschwingen erfolgt ist,
Fig. 2 Stellung während des Deckens,
Fig. 3 Stellung der außer Tätigkeit gesetzten, hochgehobenen Deckmaschine.
A zeigt schematisch die Platinen 1 und den Platinenboden 2 der eigentlichen Jacquardmaschine.
B zeigt den Rahmen, der die Hilfsschwingen 3 trägt, die von den Schnurzügen 4 der Jacquardmaschine betätigt werden, und die auf die Petinetdecknadeln 5 mittels der Hilfshebel 6 einwirken.
B1 zeigt eine festgeschraubte, unbewegliche Stütze, an der der Rahmen B in der Richtung des Pfeiles χ beweglich aufgehängt ist.
C zeigt die eigentliche Deckmaschine.
Die zum Muster benötigten, drehbar aufgehängten Schwingen 3 werden durch die Jacquardmaschine mit ihren Enden 3" den Hebelköpfen 6a gegenübergestellt, sobald die zugehörigen Petinetnadeln 5 in Arbeits-, also Deckstellung gedrückt werden sollen. Es er-
folgt dann eine Bewegung des Rahmens B in Richtung x, wodurch die gewünschten Petinetnadeln in Deckstellung kommen. Sobald diese Bewegung des Rahmens B beendet ist, legt sich ein quer über die ganze Deckrechenbreite gehendes Messer 7 in die Kerben 6b der Hebel 6, und hält dieses Messer die durch B angedrückten Hebel 6 während der ganzen Deckbewegung fest, so daß sofort nach dem Eingreifen des Messers 7 in die Kerben 6b der Rahmen B in seine ursprüngliche Stellung zurückgehen und inzwischen durch die Jacquardmaschine auf ein neues Muster eingestellt werden kann.
Die Deckmaschine C kann nun die übliche Deckbewegung ausführen, bestehend aus dem gebräuchlichen Sichsenken, Abheben der gewünschten Maschen nebst Überdecken und Wiederaufsetzen derselben sowie Sichheben.
Während dieses gesamten Vorganges werden die Hebel 6, welche die arbeitenden Petinetnadeln betätigen, stets in ihrer angedrückten Stellung durch das Messer 7 festgehalten.
Nach Beendigung der Deckbewegung entfernt sich das Messer 7, und eine quer über die ganze Deckrechenbreite laufende Schiene 8 o. dgl. bringt die Hebel 6 wieder in die Anfangsstellung zurück, wodurch sich die soeben arbeitenden Petinetdecknadeln wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurückbiegen.
In Fig. 3 ist gezeigt, daß die Deckmaschine C ausgehoben und außer Tätigkeit gesetzt werden kann, vollständig unabhängig vom Rahmen B.
Der Rahmen B braucht also keinesfalls die Bewegung der Deckmaschine C mitzumachen, weder nach unten und oben, weder in Richtung auf den Beschauer zu und entgegengesetzt (beim sogenannten »Überdecken«), denn er besorgt weiter nichts, als daß er jeweilig nur das eingestellte Muster der eigentlichen Jacquardmaschine auf die Petinetnadelreihe überträgt durch Bewegung in Richtung x.
Die die Deckmaschine bewegenden Exzenter, Züge, Bolzen usw. sind also vom Gewicht des Rahmens B und der zugehörigen Jacquardmaschinenteile vollständig befreit. An Stelle der Schwingen 3 können natürlich auch Platinen, Schieber 0. dgl. treten.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Jacquardvorrichtung zur Herstellung von Petinetwaren auf dem Kottonwirkstuhl, die, mit Messerkasten und Jacquardprisma ausgerüstet, oberhalb des Stuhles steht, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Schurzügen (4) der eigentlichen Jacquardmaschine (A) verbundenen und auf die Petinetdecknadeln (5) wirkenden Hilfsteile (3, 3Λ) unabhängig von der eigentliehen Deckmaschine (C) so befestigt sind, daß sie die auf- und niedergehende Bewegung der Deckmaschine nicht mitzumachen brauchen.
2. Jacquardvorrichtung zur Herstellung von Petinetwaren auf dem Kottonwirkstuhl, die, mit Messerkasten und Jacquardprisma ausgerüstet, oberhalb des Stuhles steht, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Schnurzügen (4) der eigentlichen Jacquardmaschine (A) verbundenen und auf die Petinetdecknadeln (5) wirkenden Hilfsteile (3, 3") unabhängig von der eigentlichen Deckmaschine (C) so befestigt sind, daß sie die seitliche Bewegung der Deckmaschine nicht mitzumachen brauchen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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