DE24850C - Speiseregulirvorrichtung für Dampfkessel - Google Patents
Speiseregulirvorrichtung für DampfkesselInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
- F22D5/00—Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators
- F22D5/06—Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators with receptacles external to, but in free communication with, the boilers and adapted to move up and down in accordance with change in water level
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
MARIE LIETZMANN in KÖNIGS-WUSTERHAUSEN. Speiseregulirvorrichiung für Dampfkessel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1883 ab.
Die nachfolgend beschriebene und in der
Zeichnung in drei Modificationen dargestellte Speiseregulirvorrichtung für Dampfkessel erzielt
durch Regulirung des Speisepumpeneffekts die dem Dampfverbrauch entsprechende Kesselspeisung;
die Vorrichtung wird eingeschaltet zwischen Saug- und Druckventil der Speisepumpe,
wie dies die allgemeine Anordnung, Fig. ι und 4, zeigt, und diese Anordnung selbst
bildet den ersten Theil der vorliegenden, aus drei Theilen bestehenden Combination, welche
als neu betrachtet wird. Die beiden anderen Theile sind das Einstellventil b und das in die
freie Luft führende Rückschlagorgan c. Es wird zugegeben, dafs weder die Anordnung eines
Lufthahnes allein, zwischen Saug- und Druckventil, noch die Anwendung eines Rückschlagorgans
allein an diesem Ort neu ist.
Diese neue Combination und Anordnung soll den Zweck der Regulirung der Kesselspeisung
in besserer Weise als die bisherigen Vorrichtungen erzielen, und zwar dadurch, dafs bei
etwas geöffnetem Hahn b beim Saugen der Pumpe Luft durch das Ventil c, den Hahn b
und das Rohr d in die Pumpe gelangt, wodurch die Saugfähigkeit der Pumpe gemindert wird,
also ein geringeres Wasserquantum in die Pumpe einfliefst.
Beim Wechsel der Bewegung wird nun zuerst nach Schliefsen des Saugventils die Luft aus
dem theilweise geöffneten Hahn b wieder austreten und durch das Ventil c ins Freie gelangen,
ohne dafs die abströmende Luft das Ventil zu schliefsen vermag. Sobald jedoch Wasser aus dem Halm b austritt und zum
Ventil c gelangt, wird das letztere durch die lebendige Kraft des Wassers gehoben und geschlossen,
so dafs kein Wasser austreten kann. ■· Durch Einstellung des Hahnes b kann folglich
das in den Kessel zu fördernde Wasser genau regulirt werden, und derselbe Apparat ist bei
den verschiedensten Pumpendimensionen anwendbar und wirksam. Das lästige Aus- und
Einrücken der Pumpe fällt hierbei ganz fort.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 die in der Praxis ausgeführte Construction dargestellt. Ein
gewöhnliches Absperrventil b trägt einerseits das Ventil c, dessen Fangplatte, um Schlagen zu
vermeiden, mit einer Lederunterlage i versehen ist. Eine Stellbarkeit des Ventilhubes kann
leicht eingerichtet werden, hat sich aber für gewöhnliche Zwecke als unnöthig herausgestellt.
Andererseits ist mit dem Ventilgehäuse von b das Rohr d verbunden, durch welches dasselbe
mit der Pumpe communicirt.
Fig. 2 zeigt einen metallenen Hahnkegel als Abschlufsorgan und eine Kugel als Rückschlagorgan.
Man kann im allgemeinen alle Verschlufsvorrichtungen, Klappen, Drehschieber etc.,
anwenden.
Fig. 3 zeigt eine Lagerung des Ventils c in der Spindel des Ventils b.
Als ein wesentlicher Unterschied der Gesammtanordnung des vorliegenden Apparates gegenüber
anderen Speisevorrichtungen ist anzusehen:
i. dafs der einzige sich bewegende Theil am ganzen Apparat, das Rückschlagorgan c, nicht
im Pumpeninnern liegt bezw. unter vollem Druck steht, wie es in der Regel bei den bewegten
Theilen (Ventilen, Schwimmern, Hebeln etc.) derartiger Apparate der Fall ist, sondern aufsen
angeordnet ist, so dafs man nach völligem
Schlufs des. Hjahn;es': b. jederzeit das Ventil nachsehen
kann; ■*■; '■
2. dafs durch diese Anordnung des Ventils c
an der Aufsenseite, also in dem vom Pumpeninnern theilweise (durch Ventil ti) abgeschlossenen
Raum o, Fig. i, eine eigentümliche Wirkungsweise
des Ventils c erzielt wird. Das einstellbare Ventil b bietet nämlich stets eine kleinere
Durchgangsöfinung wie das geöffnete Ventil c. Die durch Ventil b aus der Pumpe strömende
Luft kann demgemäfs im Raum ο keine Druckvermehrung hervorbringen. Es wird folglich
die aus der Pumpe in den Raum ο durch den Hahn c strömende Luft auch das Ventil c nicht
zu schliefsen vermögen, also letzteres nie als Druckventil wirken können. Erst wenn Wasser
in den Raum ο gelangt, wird dasselbe durch seine gröfsere lebendige Kraft und den dadurch
auf das Ventil ausgeübten Stofs das Ventil c schliefsen. Dasselbe wirkt also weder als
Schwimmer noch als eigentliches Druckventil.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Als Speiseregulirvorrichtung die Verbindung eines regulirbaren Luftventils oder Hahnes b mit einem dahinter, aufserhalb der Pumpe liegenden Rückschlagorgan c in der Anordnung zwischen Saug- und Druckventil der Pumpe.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24850C true DE24850C (de) |
Family
ID=301326
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24850D Active DE24850C (de) | Speiseregulirvorrichtung für Dampfkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24850C (de) |
-
0
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