DE248343C - - Google Patents

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DE248343C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D27/00Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
    • B61D27/0036Means for heating only

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- te 248343 KLASSE 20c. GRUPPE
WILHELM STABY in LUDWIGSHAFEN a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1911 ab.
Die Heizung der Personenzüge mittels Dampf von der Lokomotive zeigt erhebliche Mängel, weil bei langen Zügen eine genügende Erwärmung der im hinteren Zugteil befindlichen Personenwagen nicht zu erreichen ist. Um eine genügende Heizung dieses Zugteiles zu ermöglichen, müssen bei langen Zügen vielfach besondere Heizkesselwagen mitgeschleppt werden.
ίο Zur Verbesserung der Beheizung langer Züge ist mit Erfolg versucht worden, dem Heizdampf gewisse Mengen Druckluft zuzusetzen, welche entweder dem Hauptluftbehälter der Lokomotive entnommen oder durch eine besondere, auf der Lokomotive aufgestellte Dampfluftpumpe erzeugt wird. Dieses auf französischen Bahnen angewandte Verfahren hat allgemeine Anwendung bisher nicht gefunden, weil die Erzeugung der Druckluft umständlich und teuer ist, und der Zusatz kalter Luft Druck und Temperatur des Heizdampfes vermindert. Bekannt ist es ferner, mittels eines Dampfstrahlluftsaugers den der durchgehenden Heizleitung entnommenen Dampf vor Einführung in die Heizkörper mit Luft zu mischen und dieses Gemisch in die Heizkörper zu fördern.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines solchen Dampfluftgemisches.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der zur Heizung bestimmte Kesseldampf vor Einführung in die durchgehende Heizleitung des Zuges durch einen Dampfstrahlluftsauger geschickt wird, der die Luft ansaugt, auf die Spannung des Heizdampfes verdichtet und mit diesem vermischt. Der Unterschied zwischen diesem und den oben erwähnten bekannten Verfahren besteht darin, daß bei letzteren durch den Zusatz von Luft zu dem Heizdampfe vor Einführung in die Heizkörper die Temperatur des Heizmittels herabgedrückt werden soll, um das Überheizen und namentlich das Verschwelen des auf den Heizkörpern abgelagerten Staubes zu vermeiden.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird dem 4-5 Heizdampfe dagegen schon vor der Einführung in die Heizleitung des Zuges eine gewisse Menge verdichteter Luft beigemischt, um einen raschen Spannungsabfall während des Durchströmens der Heizleitung zu verhindern und dadurch eine hinreichende Heizung auch der letzten Wagen langer Züge zu ermöglichen. Da der größte Teil der beigemengten Luft nur durch den Schlußhahn ausströmen kann und die Luft auch mit der Abkühlung weniger an Spannung verliert, so wird der Heizdampf in der Leitung bis zum Zugende mitgerissen und in die Heizkörper hineingepreßt.' In dem Dampfluftgemenge dient demnach der Dampf als Wärmeträger, die Luft als Spannungsmittel.
In der Rauchkammer der Lokomotive wird ein Vorwärmer zum Anwärmen von Frischluft in der Weise eingebaut, daß an der Rauchkammerwand ι durch ein eingenietetes Blech 2 ein halbringförmiger, vollständig von der Rauchkammer abgeschlossener Raum 3 gebildet wird. Durch ein in der äußeren Rauchkammerwand ι befindliches Loch 4 kann die Luft in den Vorwärmer eintreten. An der äußeren Rauchkammerwand 1 ist ferner ein Fangtrichter 5 befestigt, welcher nur nach vorn

Claims (1)

  1. offen ist und das Loch 4 überdeckt. An der gegenüberliegenden Seite der Rauchkammer ist eine Öffnung 6 angeordnet, an welche sich der Luftzuführungsstutzen eines Dampfstrahlluftsaugers üblicher Bauart anschließt. Der Dampfstrahlluftsauger ist durch ein Rohr 8 mit der Heizleitung der Lokomotive und des Zuges verbunden.
    Der Betrieb ist folgender:
    Bei Beginn des Heizens wird das am Dom befindliche Dampf absperrventil 9 geöffnet. Kesseldampf gelangt durch die Leitung 10 zum Dampfstrahlluftsauger und setzt denselben in Tätigkeit. Dabei wird die in dem Vorwärmer befindliche erwärmte Luft angesaugt, mit dem Betriebsdampf innig gemischt und unter Druck in die Heizleitung des Zuges getrieben. Durch den Trichter 5 strömt Frischluft in den Vorwärmer nach und wird bei dem Durchgange durch diesen von den heißen Rauchgasen in der Rauchkammer stark vorgewärmt und gelangt dann in den Dampfstrahlluftsauger.
    Während der Fahrt der Lokomotive wird Frischluft in die vorn offene Mündung des Fangtrichters aufgefangen und in den Vorwärmer und den Dampfstrahlluftsauger eingepreßt, wodurch die Menge der Luft in dem Dampfluftgemisch vermehrt wird.
    Durch stärkeres Öffnen und Schließen des Kesselventiles 9 kann die der Dampfdüse des Dampfstrahlluftsaugers zugeführte Dampfmenge geändert und damit der Druck des erzeugten Dampfluftgemisches für lange und kurze Züge, für kaltes oder mildes Wetter geregelt werden. Für die Heizung kurzer Züge ist eine Vorwärmung der Luft nicht erforderlich.
    Pa te nt-A ν SPR υ ch:
    Verfahren zur Heizung von Eisenbahnzügen mittels Dampfluftgemisches, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Kesselspannung entnommene, zu Heizzwecken bestimmte Dampf vor Einführung in die Heizleitung des Zuges durch einen Dampfstrahlluftsauger geschickt wird, wobei unter Ausnutzung seines Druckgefälles gegenüber dem Druck der Heizleitung Luft angesaugt, auf die Heizleitungsspannung verdichtet und dem Heizdampfe zugesetzt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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