DE247409C - - Google Patents
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B2/00—Preservation of foods or foodstuffs, in general
- A23B2/30—Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating materials in packages which are not progressively transported through the apparatus
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 247409 KLASSE 6 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. September 1910 ab.
Das Pasteurisierverfahren findet Anwendung besonders bei Benutzung von dem Zerspringen
ausgesetzten Gefäßen. Zum Erhitzen der Gefäße wird Dampf benutzt und wie bei bisher bekannten Verfahren auch
Druckluft als Gegendruckmittel. Wie ebenfalls bereits bekannt, wird der Dampf mit der
Druckluft vermischt. Es geschieht dies durch ein besonderes, 'geeignet konstruiertes Mischgefäß,
welches gleichzeitig ermöglicht, den Dampf abzukühlen, da er seine Hitze an die Luft abgibt. Diese Temperaturherabsetzung
des Dampfes ist deswegen wichtig, weil es bekannt ist, daß die direkte Einwirkung von
Dampf einen nicht unbedeutenden Flaschenbruchherbeiführt. Zur Abkühlung der Gefäße
dient in vorliegendem Falle Wasser, welches in fein verteilter Form über die Gefäße
geleitet wird, ein Verfahren, welches an sich ebenfalls bereits bekannt ist.
Das Neue vorliegender Erfindung besteht jedoch darin, daß die Druckluft, welche das
Gegendruckmittel bildet, gleichzeitig benutzt wird, um die Zerstäubung des Wassers und
seine Überführung in fein verteilte Nebel herbeizuführen. Dadurch, daß das Wasser nicht
tropfenweise, auch nicht in Form eines Sprühregens von irgendeiner Seite her auf die Gefäße
geleitet wird, sondern daß es von allen Seiten in Form eines fein verteilten Nebels
die Gefäßwandungen umspült, werden die Gefäße völlig gleichmäßig abgekühlt und es wird
ein Bruch der Gefäße infolge einseitiger Abkühlung vermieden.
Der zur Ausführung dieses Verfahrens dienende Apparat ist in der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt und
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Pasteurisierkessel.
Die Form des Kessels kann natürlich eine beliebige sein. In vorliegendem Falle ist ein
liegender Kessel 1 angenommen mit einer öffnung 2, welche sich gut abdichten läßt.
Wie bereits erwähnt, soll zum Pasteurisieren ein Gemisch von Dampf und Luft benutzt
werden. Der Dampf wird durch das Rohr 3 und die Luft durch das Rohr 4 zunächst in
ein Mischgefäß 5 geleitet. Von hier aus kann man mittels der Hähne 6 und 7 die feuchtheiße
Luft in das im Kesselinnern angeordnete Rohrsystem einlassen, welches aus den beiden horizontalen Hauptrohren 8 und 9 und
den sich an den Kesselwänden entlangziehenden, die beiden Hauptrohre verbindenden ringförmigen
Rohren 10 besteht (Fig. 2). Sämtliche Rohre sind mit feinen Austrittsöffnungen
versehen, so daß mit Hilfe dieser Rohranordnung eine gleichmäßige Erwärmung im Kessel eintreten kann.
Dasselbe Rohrsystem kann man nach Beendigung des Pasteurisierens zur Abkühlung benutzen,
indem man nach öffnen des Hahnes 11 Wasser und Druckluft aus den Rohren 12
und 13 einläßt, wodurch der ganze Kessel mit einem Nebel von kaltem Wasser angefüllt
wird. Zur Sicherung gegen Überdruck und zum Herausdrücken der heißen Luft
Claims (1)
- unter erforderlichem Gegendruck sowie zu dem Zweck, durch Verschieben des Ventilgewichtes den Druck allmählich verringern zu können, ist das Sicherheitsventil 14 angeordnet, welches mit dem Ansatzrohr 15 bis fast auf den Boden des Kessels hinabreicht. Von der Ventilglocke zweigt sich ein Überlaufrohr16 ab, da infolge der Kondensation auch das im Kessel sich ansammelnde Wasser zur Abführung gelangen muß. Für alle Fälle befindet sich im Kessel noch ein Wasserablauf17 und ein Luftablaßventil 18.Zum Messen des Druckes ist noch das Manometer 19 und zum Messen der Temperatur das Thermometer 20 angeordnet.Nicht nur der Kessel kann jede beliebige Form haben, sondern auch die Anordnung der Rohrleitungen im Innern des Kessels sowie der Zuleitungen und Armaturen kann eine beliebige sein.Pate nt-A ν SPR υ c H.Verfahren zum Pasteurisieren von Flüssigkeiten, insbesondere gegorenen, kohlensäurehaltigen Getränken, in dem Zerspringen ausgesetzten Gefäßen unter Benutzung von Druckluft als Gegendruckmittel und einer Mischung von Druckluft mit Dampf zum Erhitzen, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Abkühlung der erhitzten Gefäße die Druckluft nicht nur als Gegendruckmittel, sondern gleichzeitig auch zum Zerstäuben des Kühlwassers bzw. zur Bildung eines Kühlnebels dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE247409C true DE247409C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT247409D Active DE247409C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE247409C (de) |
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