DE247352C - - Google Patents

Info

Publication number
DE247352C
DE247352C DENDAT247352D DE247352DA DE247352C DE 247352 C DE247352 C DE 247352C DE NDAT247352 D DENDAT247352 D DE NDAT247352D DE 247352D A DE247352D A DE 247352DA DE 247352 C DE247352 C DE 247352C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aminoanthraquinone
chlorinated lime
product
class
yellow
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT247352D
Other languages
English (en)
Publication of DE247352C publication Critical patent/DE247352C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C245/00Compounds containing chains of at least two nitrogen atoms with at least one nitrogen-to-nitrogen multiple bond
    • C07C245/02Azo compounds, i.e. compounds having the free valencies of —N=N— groups attached to different atoms, e.g. diazohydroxides
    • C07C245/06Azo compounds, i.e. compounds having the free valencies of —N=N— groups attached to different atoms, e.g. diazohydroxides with nitrogen atoms of azo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings
    • C07C245/10Azo compounds, i.e. compounds having the free valencies of —N=N— groups attached to different atoms, e.g. diazohydroxides with nitrogen atoms of azo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings with nitrogen atoms of azo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings being part of condensed ring systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12/?. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. September 1909 ab.
Die primären Amine der aromatischen Reihe zeigen bekanntlich gegenüber der Einwirkung oxydierender Mittel ein sehr verschiedenes Verhalten je nach der Klasse oder Gruppe, welcher sie angehören. So werden das Anilin und seine Homologen durch unterchlorigsaure Salze, besonders durch Chlorkalk, mehr oder minder glatt zu den entsprechenden Azokörpern oxydiert, insbesondere dann, wenn sie in
ίο Form ihrer Nitroderivate vorliegen. ß-Naphtylamin und seine Sulfosäuren werden durch Chlorkalk zu Naphtazinderivaten oxydiert, während aus a-Naphtylamin und dessen Sulfosäuren definierbare Produkte bisher nicht erhalten werden konnten (Ber. 33 [1900], S. 2713). Was die Einwirkung von Oxydationsmitteln auf die Aminoanthrachinone betrifft, so finden sich darüber Angaben in den Patentschriften 139633 und 141355, Kl. 22b.
Danach erhält man durch Einwirkung sehr starker saurer Oxydationsmittel, z. B. Bichromat oder Braunstein und Schwefelsäure oder Salpetersäure, Bleisuperoxyd und Eisessig auf 2-Aminoanthrachinon, Gemenge von blauen und gelben Küpenfarbstoffen der Anthrachinonazinreihe. Auch das i-Aminoanthrachinon liefert beim Behandeln mit sauren Oxydationsmitteln einen blauen Küpenfarbstoff der Anthrachinonazinreihe (vgl. Patentschriften 186636 und 161923, Kl. 22 b).
Es wurde nun gefunden, daß wäßrige Lösungen von Chlorkalk in der Wärme sehr kräftig auf die beiden Aminoanthrachinone einwirken. Ermärmt man z. B. 2-Aminoanthrachinon mit Chlorkalklösung in der weiter unten näher beschriebenen Weise, so tritt alsbald stürmische Reaktion ein, und man erhält ein hell strohgelbes Produkt, welches als ein Gemenge von 2-Azoanthrachinon mit dem bekannten Anthrachinonazhydrin (vgl. Ber. 36 [1903], S. 3431 bis 3434) in wechselnden Verhältnissen erkannt wurde.
Das Produkt ist nicht ohne Zersetzung schmelzbar, unlöslich in den gebräuchlichen Lösungsmitteln, löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit orangegelber Farbe, desgleichen in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln, z. B. Anilin, Chinolin, wobei rasch Blaufärbung eintritt. Alkalische Reduktionsmittel, z. B. Hydrosulfit und Ammoniak oder Traubenzucker und Alkalien, sowie Halogenwasserstoffsäuren verwandeln das Anthrachinonazhydrin in blaue Farbstoffe; die alkalischen Reduktionsmittel reduzieren gleichzeitig das 2-Azoanthrachinon zum Aminokörper, die Halogenwasserstoffsäuren lassen es unverändert.
Beispiel.
10 kg 2-Aminoanthrachinon in Form einer 6p etwa 10 prozentigen Paste werden mit einer filtrierten Lösung von 60 kg Chlorkalk in 300 1 Wasser angerührt und auf etwa 90 bis 950 unter Rühren erhitzt. Es tritt alsbald heftige Reaktion unter Aufschäumen ein. Sobald das Schäumen nachgelassen hat und die orangegelbe Farbe des feinverteilten 2-Aminoanthrachinons in eine hell strohgelbe übergegangen ist, verdünnt man mit etwa 300 1 heißen Wassers, sammelt das Reaktionspro-
dukt in einer Filterpresse und wäscht hier reichlich mit heißem Wasser.
Das Verfahren bleibt das gleiche bei Verwendung von i-Aminoanthrachinon. Das hierbei erhaltene Produkt stellt ein braunes, kristallinisches Pulver dar, löslich in Pyridin, Anilin und Chinolin mit orangegelber Farbe.
Halogenwasserstoffsäuren sind ohne Einwirkung auf das Produkt, während Reduktionsmittel es in i-Aminoanthrachinon zurückverwandeln ; es ist demnach als ein i-Azoanthrachinon anzusprechen. Eine Bildung von Azinderivaten findet hier nicht statt.
Die beschriebenen Körper dienen zur Herstellung von wertvollen Küpenfarbstoffen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Oxydationsprodukten des i- und 2-Aminoanthrachinons, dadurch gekennzeichnet, daß man das i- oder 2-Aminoanthrachinon mit Chlorkalklösung in der Wärme behandelt.
DENDAT247352D Active DE247352C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE247352C true DE247352C (de)

Family

ID=506148

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT247352D Active DE247352C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE247352C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE247352C (de)
DE2001748C3 (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Lösungen kationischer Azofarbstoffe
DE3942467A1 (de) Verfahren zur herstellung lagerstabiler farbstoffloesungen
DE256515C (de)
DE595327C (de) Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen bzw. deren Zwischenprodukten
DE907643C (de) Verfahren zur Verbesserung der Echtheitseigenschaften von Faerbungen und Drucken mitSchwefelfarbstoffen
DE193349C (de)
DE874759C (de) Verfahren zum Faerben von Fasermaterial mit Kuepenfarbstoffen
DE186598C (de)
DE212470C (de)
DE302792C (de)
DE184445C (de)
DE733754C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Anthrachinonfarbstoffen
AT22658B (de) )Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffe der Anthracenreihe.
DE1039481B (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydationsfaerbungen
DE487725C (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinonderivaten
DE106034C (de)
DE280092C (de)
AT115628B (de) Verfahren zur Darstellung von ätzbeständigen Farbstoffen der Gallozyaninreihe.
DE206645C (de)
DE203436C (de)
DE2816983A1 (de) Stabile, fluessige, hochkonzentrierte farbstoffzubereitungen, ihre herstellung und verwendung
DE260765C (de)
DE280712C (de)
DE237546C (de)