DE246771C - - Google Patents

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DE246771C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05DHINGES OR SUSPENSION DEVICES FOR DOORS, WINDOWS OR WINGS
    • E05D3/00Hinges with pins
    • E05D3/06Hinges with pins with two or more pins

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closing And Opening Devices For Wings, And Checks For Wings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ*246771 -KLASSE 68 <Z. GRUPPE 5. ■
Feder- und Bremsband für durchschlagende Türen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1911 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Band für durchschlagende oder Pendeltüren, das gleichzeitig als Feder- und Bremsband ausgebildet ist. Die bisher gebräuchlichen sogenannten Bommerbänder für solche Türen sind so eingerichtet, daß von den vorhandenen zwei Federn immer nur eine wirksam wird, je nachdem die Tür nach der einen oder anderen Seite bewegt wird. Will man die
ίο schwingende Bewegung der durchschlägenden Türen durch eine Bremse dämpfen, so ist es bei den gebräuchlichen Bändern nötig, für jede Öffnungsrichtung eine besondere Bremsvorrichtung anzubringen.
Bei dem neuen Bande wird als zweiseitig bewegliches Gelenk ein an sich zu diesem Zwecke schon benutztes Parallelogramm angewendet. Man kann bei diesem entweder wie bisher zwei Federn verwenden oder aber nur eine Feder, und zwar allein oder in Verbindung mit einer Bremsvorrichtung, die nur aus einem Bremsorgan besteht. Verwendet man zwei Federn, so besteht der Vorteil des neuen Bandes darin,, daß beide beim selbsttätigen Schließen der Tür wirksam werden. Sie können daher, wenn die Wirkung der der alten Bänder gleich sein soll, halb so stark gehalten werden. Benutzt man nur eine Feder, so entspricht sie der Stärke nach der der alten Bänder, und die zweite fällt einfach fort. Wichtig ist, daß im letzteren Falle die Bremsvorrichtung im Türbande nur einmal angeordnet zu werden braucht.
Man ordnet zweckmäßig oben an der Tür ein Band mit zwei Federn, unten ein solches mit einer Feder und einer Bremse an. Die Tür sucht nämlich unter ihrem Eigengewicht um ihre untere Ecke drehend die Türbänder harmonikaartig auseinander zu ziehen. Sind die Federn stark genug, so verhindern sie dies. Und zwar kommen ihres großen Hebelarmes wegen in erster Linie die oberen Federn in Betracht. Bricht eine dieser Federn bei den alten Türbändern, so klappt die Tür ohne weiteres ab. Bei dem neuen Bande ist aber noch die zweite Feder zum Halten der Tür vorhanden. Sie ist also bedeutend betriebssicherer als die bisherigen Einrichtungen.
Außerdem kann, wenn man nur eine Hälfte des Bandes benutzt, diese an Türen, die mit den bisher gebräuchlichen Bändern ausgerüstet sind, als Bremsvorrichtung angebracht werden. Sie zeichnet sich dann gegenüber den gebräuchlichen Bremsen durch Einfachheit und Billigkeit aus.
Auf der Zeichnung ist
Fig. ι ein Grundriß des neuen Bandes bei geschlossener Tür,
Fig. 2 ein Grundriß bei offener Tür und
Fig. 3 ein Aufriß, dessen linke Hälfte ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1 ist.
Am Türrahmen R wird der an der Platte a angeordnete Drehzapfen 1 mittels Schrauben befestigt. Er bildet den einzigen festen Drehpunkt des ganzen Türbandes. An ihm ist das Parallelogramm b, c, d, e angelenkt. Seine Drehpunkte 1, 2, 3, 4 sind durch strichpunktierte Linien zur Andeutung des dem Mechanismus zugrunde liegenden Getriebes verbunden. Die Glieder b und e sind am Zapfen 1 gelagert und an ihren freien Drehpunkten 2 und 4 gemäß der Erfindung zu Zylindern aus-
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gebildet. Diese Zylinder dienen, wie in den Figuren am Gliede e dargestellt, zur Aufnahme der Schließfedern, oder der eine Zylinder dient als Federgehäuse, während der andere zur Aufnahme der Bremsvorrichtung vorgesehen ist. Ist die Tür geschlossen, so liegen die Systemlinien, welche die Punkte i, 2, 3 und 4 verbinden, in einer gestreckten Linie (Fig. 1). Wird nun die Tür geöffnet, und zwar nach rechts, wie in Fig. 2, so legt sich die Platte/", welche an der Tür T befestigt und um Zapfen 3 drehbar ist, gegen das Glied c. Das Getriebe geht dann bei geöffneter Tür in die Lage der Fig. 2 über. Ist die Tür um 90 ° gedreht, so bilden die strichpunktierten Systemlinien ein Quadrat, in allen anderen Öffnungsstellungen einen Rhombus. Läßt man die geöffnete Tür los, so klappen die Federn die Glieder b und c bzw. d und e aufeinander,, und der Mechanismus geht wieder in die Lage der Fig. ι über. Da jedoch die zuschlagende Tür eine bedeutende lebendige Kraft besitzt, so wird sie nicht in der Lage der Fig. 1 stehen bleiben, sondern nach der anderen Seite wieder aufgehen, wobei sich die Platte f in derselben Weise wie in Fig. 2 gegen das Glied c nunmehr gegen das Glied d legt. Die einzelnen Glieder des Türbandes nehmen dann eine der in Fig. 2 ähnliche, zur Ebene der geschlossenen Tür symmetrische Lage ein. Der Vorgang wiederholt sich so lange, bis die Tür infolge der Reibung und des Luftwiderstandes zur Ruhe kommt. Soll das häufige Hin- und Hergehen der Tür vermieden werden, so wird, wenn im Zylinder des Gliedes e eine Schließfeder vorgesehen ist, im Zylinder des Gliedes b eine Bremsvorrichtung angebracht.
In der bisher beschriebenen Form werden oben und unten an der Tür zwei gleiche Bänder befestigt. Man kann jedoch auch oben an der Tür bzw. am Türrahmen zwei Platten a und f und die Glieder b und c mit einer Schließfeder oder einer Bremsvorrichtung, unten an der Tür zwei den Platten α und f gleiche Platten und die Glieder d und e anordnen, so daß die eine Hälfte des Parallelogramms nicht in derselben Höhe angebracht ist wie die andere, sondern tiefer.
Bei Türen, die bereits mit Bommerbändern alten Systems ausgerüstet sind, wird von der letztbeschriebenen Anordnung nur derjenige Teil ausgeführt, der die Bremsvorrichtung trägt, also nur die Glieder b und c mit den Platten α und f.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Feder- und Bremsband für durchschlagende Türen, bei dem zum Tragen der Tür ein Parallelkurbelgetriebe verwendet wird, das mit zwei gegenüberliegenden Drehpunkten einerseits an der Tür und anderseits am Türrahmen befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden anderen Drehpunkten zwei Schließfedern oder eine Schließfeder und eine Bremsvorrichtung vorgesehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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