Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von (quaderförmigen) Packungen, insbesondere
Klappschachteln aus Karton, vorzugsweise für Zigaretten, mit einem Faltrevolver zur (weitgehenden) Fertigstellung der Packungen, mit einem Trockenrevolver
zum Aushärten von Leimstellen und mit einer Übergabevorrichtung zwischen Faltrevolver und Trockenrevolver.
Die DE-OS 21 OO 741 beschreibt eine Vorrichtung dieser Art, bei der die Packungszuschnitte zum Herstellen von Klappschachteln ausschließlich durch umlaufende Revolver transportiert und auf diesen bearbeitet
werden. Entsprechend den zu erfüllenden Aufgaben ist eine Mehrzahl von Revoivern achsparallel zueinander
angeordnet, derart, daß Umfangsbereiche zur Übergabe von Zuschnitten, Zigaretten bzw. Packungen von einem Revolver zum nächsten eng aneinander anschließen. Einer Packung zugeordnete Gruppen von Zigaretten werden einem ersten Revolver zugeführt und von
diesem an einem anschließenden Überführungsrevolver weitergegeben. An diesen wird in versetzter Position
durch einen Faltrevolver der teilweise gefaltete Pakkungszuschnitt übergeben. Auf den Überführungsrevolver folgt ein Trockenrevolver, der aber auch noch Faltfunktionen aufweist
Es hat sich als unvorteilhaft erwiesen, alle verpakkungstechnischen Vorgänge bei der Herstellung von
Klappschachteln umlaufenden Revolvern zuzuordnen. Insbesondere ist es problematisch, die Seitenlappen und
Deckelseitenlappen der Packung während des Transports durch Revolver mit der erforderlichen Beleimung
zu versehen und sodann in die Endposition zu falten.
Für die Herstellung von Packungen des Typs »Weichbecher« ist eine Vorrichtung bekannt, bei der becherförmige Hüllen auf Faltdornen eines umlaufenden Revolvers vorgefertigt werden. Diese leeren Hüllen werden an eine geradlinige Transportbahn übergeben und
im Bereich derselben mit einer Zigarettengruppe befüllt (DE-GM 19 11 460). Diese Vorrichtung ist für die Herstellung von Packungen aus Karton, insbesondere
Klappschachteln, nicht geeignet.
Umlaufende Revolver für die zeitweilige Aufnahme von Packungen und für die Bearbeitung derselben durch
an den Revolvern angeordnete Faltorgane und dergleichen sind aus der DE-Patentanmeldung M 15 359 XII/-81 a bekannt. Revolver als ausschließliche Förderorgane für Zuschnitte, Packungsinhalt und Packungen sind
mit Nachteilen behaftet.
Die Ausgestaltung eines Revolvers mit Organen zum Einschieben und Ausschieben in bzw. aus Taschen desselben ist in der DE-AS 12 69 938 beschrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art durch Einsatz
geeigneter Förderer mit zugeordneten verpackungstechnischen Organen einen leistungsfähigen Bewegungsablauf zu gewährleisten.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabevorrichtung aus einer an den Faltrevolver in einer
Ausschubstation desselben anschließenden geradlinigen Förderbahn mit zugeordneten Beleimungs- und Faltorganen für die Packungen, einem in einer Ebene quer zur
Förderbahn oberhalb derselben umlaufenden Überführungsrevolver und einem in Anschluß an die Förderbahn angeordneten Packungshubförderer zum Anheben und Einführen der Packungen in auf dem Umfang
des Überführungsrevolvers imgeordnete Zellen besteht.
Die Packungen (Klappsdiachteln) werden demnach
bei der Erfindung überwiegend im Bereich eines vorzugsweise um eine vertikale Achse rotierenden Revolver gefaltet Abschließende Faltschritte sowie die Beleimung von Seitenlappen ist einer geradlinigen Förderbahn vorbehalten, die an den Faltrevolver anschließt
und von dem aus die Packungen über den Packungshubförderer dem Trockenrevolver zugeführt werden.
Die geradlinige Förderbahn ermöglicht in Verbindung mit dem Packungshubförderer eine Aussonderung
ίο von Fehlpackungen in einfacher Weise, so daß diese nicht dem Trockenrevolver zugeführt werden. Bei einer
identifizierten Fehlpackung wird der Packungshubförderer in der unteren Ausgangsstellung fixiert, so daß die
betreffende Packung auf der Förderbahn über den Pakis kungshubförderer hinaus weitertransportiert und
schließlich ausgeworfen wird.
Die Überführung der Packungen zum Trockenrevolver erfolgt durch den Überführungsrevolver, der zu:
gleich die Funktion hat, Gestalt und Abmessung der (quaderförmigen) Packung erforderlichenfalls zu korrigieren, bevor die Packung dann an den Trockenrevolver
weitergegeben wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung beziehen sich auf die Ausbildung des Packungshubförderers und
des Überführungsrevolvers.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen ausgebreiteten Zuschnitt für eine Schachtel mit Klappdeckel, jedoch ohne Kragen,
F i g. 2 ein Faltschema über den Ablauf der Faltvorgänge in den einzelnen Stationen, durch die ein Revolver die Zuschnitte jeweils bewegt, in perspektivischer
Darstellung,
F i g. 3 die Ausschubstation VII des Revolvers gemäß
Fig.2 im schematischen Grundriß in vergrößertem Maßstab.
F i g. 4 eine Seitenansicht zu F i g. 3 in verkleinertem Maßstab,
F i g. 5 einen an den ersten Revolver anschließenden Teil der Packmaschine, nämlich eine Übergabestation
an einen weiteren Revolver (Überführungsrevolver), in Seitenansicht.
F i g. 6 eine gegenüber F i g. 5 um 90° versetzte Darstellung des Überführungsrevolvers mit einem daran
anschließenden Trockenrevolver in schematischer Seitenansicht,
Fig.7 ein Detail des Überführungsrevolvers gemäß
F i g. 6 in vergrößertem Maßstab.
Fig.8 einen Horizontalschnitt bzw. eine Grundrißdarstellung zu F i g. 6.
Die vorliegende Verpackungsmaschine dient zum Herstellen und Füllen von quaderförmigen Faltschachteln, und zwar insbesondere solchen mit einem an eine
Rückwand angelenkten Klappdeckel. Derartige »Hardbox«-Packungen dienen vornehmlich zur Aufnahme
von Zigaretten.
In Fig. 1 ist ein ausgebreiteter Zuschnitt 10 für eine derartige Zigarettenpackung mit Klappdeckel dargestellt. Dieser Zuschnitt wird durch einen gesonderten
bo Kragen ergänzt, der an den aus dem Zuschnitt gemäß
F i g. 1 gebildeten Teil der Packung angesetzt wird.
Aufbau und Faltgeometrie dieser konventionellen
Klappdeckel-Packung werden nachfolgend anhand der
Schemazeichnuni; gemäß Fig. 2 erläutert. Diese zeigt
b5 in perspektivischer Darstellung die von dem Zuschnitt
10 gemäß Fig. 1 bzw. der mehr oder weniger fertig
gefalteten Packung durchlaufenden Faltstationen.
Der Faltschniu 10 gemäß Fig. 1 wird taktweise den
einzelnen, längs eines Kreisbogens angeordneten Faltstationen zugeführt.
In der Faltstation I wird der ausgebreitete Zuschnitt 10 gemäß F i g. 1 von oben her in die Faltstation I eingeführt.
Während der Abwärtsbewegung wird eine Bodenwand 12 mit einer daran anschließenden Vorderwand
13 und seitlich an dieser sitzenden Seitenlappen 14 und 15 in eine aufrechte Stellung gefaltet. Horizontal,
also unter einem rechten Winkel hierzu, ist eine an die Bodenwand 12 anschließende Rückwand 16 der Packung
gefaltet. Seitlich an der Rückwand 16 sitzende Seitenlappen 17 und 18 sind ebenfalls in eine aufrechte
Stellung zur Rückwand 16 gefaltet. Des weiteren sind an die Seitenlappen 17 und 18 anschließende Bodenecklappen
i9 und 20 durch die Einführung des Zuschnitts 10 in die Faltstation I zugleich um eine horizontale und um
eine vertikale Achse gefaltet und liegen an der Innenseite der aufrechten Boden wand 12 an.
An die unten liegende Rückwand 16 schließen radial nach außen Zuschnitteile zur Bildung eines Klappdekkels
21 an, nämlich eine Stirnwand 22, eine Deckelvorderwand 23 und ein in den Deckel zu faltender Innenlappen
24. Im Bereich der Deckelvorderwand schließen seitlich Außenzwickel 25 und 26 an, die bei fertig gefalteter
Packung mit Innenzwickeln 27 und 28 zur Dekkung kommen. Mit den letztgenannten sind als weitere
Teile des Klappdeckels 21 Deckeleckklappen 29 und 30 verbunden.
Von den vorgenannten Zuschnitteilen des Klappdekkels
21 sind in der Faltstation I die Innenzwickel 27 und 28 mit den daran sitzenden Deckeleckklappen 29 und 30
in eine aufrechte Stellung gefaltet, also in die gleiche Ebene wie die Seitenlappen 17 und 18.
In der Faltstation II wird der zuvor mit einem Kleber
versehene Innenlappen 24 des Klappdeckels 21 um 180°
gegen die nach oben weisende Seite der Deckelvorderwand 23 umgefaltet.
In der Faltstation II gehen verhältnismäßig komplexe
FaIt- und Füllvorgänge vonstatten. Hier werden teilwei-'
se gefaltete Zigarettenblöcke 31 zugeführt. Es handelt sich dabei um je einer Zigarettenpackung zugeordnete
Gruppen von Zigaretten, die außen durch einen bei der fertigen Packung innenliegenden Zuschnitt, insbesondere
einen Stanniolzuschnitt 32 umgeben sind. Weiterhin wird im Bereich der Faltstation H ein zugeschnittener,
aber zunächst noch nicht gefalteter Kragen 33 in den Faltprozeß eingeführt.
Nach dem Einschub des Zigarettenblocks 31 mit dem zugefalteten Kragen 33 in die radial nach außen offene
Packung wird die nunmehr gebildete Einheit der Faltstation IV zugeführt Während des Transpuris in die
Faltstation IV werden die an den Innenzwickeln 27 und 28 sitzenden Deckelecklappen 29 und 30 gegen die nach
außen weisende Stirnfläche des Zigarettenblocks 31 umgefaltet.
In der nachfolgenden Faltstation V werden Teile des Klappdeckels 21, nämlich die Deckelvorderwand 23 mit
Innenlappen 24 und Außenzwickeln 25 und 26 in eine aufrechte Stellung gefaltet Weiterhin wird die noch aufrechte
Vorderwand 13 mit den daran sitzenden Seitenlappen 14 und 15 gegen die Oberseite des Packungsinhalts
gefaltet Im Anschluß an die Faltstation V ist oberhalb
der Taschen 39 des Revolvers 36 eine Oberführung 236 vorgesehen, die die in der Faltstation V umgefalteten
Teile des Zuschnitts in der Faltstellung, als in der Auflage auf dem Zigarettenblock 31, hält Die Oberführung
236 erstreckt sich bis zum Ausschub der Packung aus dem Revolver 36.
In der nächsten Faltstation Vl bleibt die Packung unverändert.
Es kommt dann die Faltstation VIl, in der die teilweise gefaltete Packung durch einen radial gerichteten Ausschub
die Kreisbahn verläßt. Durch den Ausschub wird die noch aufrechte Deckelvorderwand 23 mit den daran
sitzenden Zuschnitteilen in die horizontale Lage umgefaltet. Die nun noch seitlich abstehenden — bei der fertigen
Packung außenliegenden — Seitenlappen 14 und 15
in der Vorderwand 13 und die Außenzwickel 25 und 26 des
Klappdeckels 21 werden an der Unterseite mit einer Beleimung versehen und danach gegen die Seitenfläche
der Packung umgefaltet. Damit ist die Packung fertiggestellt. Es wird lediglich im weiteren Verlauf eine Steuermarke
im Bereich des Klappdeckels 21 angebracht.
Die Faltsiationen I bis VIl werden durch einen takiweise
drehbaren Revolver 36 gebildet. Dieser besteht aus einer flachen, topfförmigen Scheibe 37, die auf einer
vertikalen Welle 38 sitzt. Am Außenumfang der Scheibe 37 sind in gleichen Abständen voneinander radial abstehende
Taschen 39 angeordnet, je zur Aufnahme einer Packung bzw. eines Zuschnitts 10.
Die Taschen 39 sind bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit einer horizontalen Auflagefläche für den Zuschnitt 10, nämlich für die nach unten weisende
Rückwand 16 desselben, ausgebildet. Jede Tasche 39 besteht dazu aus zwei im Abstand voneinander angeordneten,
parallel zur gedachten Radialen gerichtet, im Querschnitt winkelförmigen Trägern 40 und 41. Deren
untere Schenkel 44 bilden die Auflagefläche für den Zuschnitt 10. Der Scheibe 37 zugekehrte Ecken 42 und
43 der Schenkel 44 bilden die zum Revolvermittelpunkt liegenden Anschläge für den Zuschnitt 10, nämlich für
die aufgefaltete Bodenwand 12. Die aufgerichteten seitliehen Schenkel 45 der Träger 40 erfassen die aufgerichteten
Seitenlappen 17 und 18 der Rückwand 16.
Die aufrechten Schenkel 45 erstrecken sich in Richtung parallel zur Radialen des Revolvers lediglich über
die Länge der Seitenlappen 17 und 18, enden also im Bereich eines Einschnitts zwischen diesen Seitenlappen
17 und 18 einerseits und den ebenfalls in der Faltstation 1 mit aufgefalteten Innenzwickeln 27 und 28. Im Bereich
dieser Innenzwickel 27 und 28 kommen bewegbare Anschlagarmc 46 und 47 zur Wirkung. Diese sind als zwciarmige
Hebel seitlich an den Trägern 41 und 42, nämlich an deren aufrechten Schenkeln 45, schwenkbar gelagert.
Die außenliegenden Enden der Anschlagarme 46 und 47 sind mit Haltenasen 48 und 49 ausgerüstet, die während
der Faltvorgänge, also von der Aufnahme des Zu-Schnitts 10 bis zur Abgabe desselben, eine radial nach
außen weisende schräge Kante 17a bzw. 18a der Seitenlappen 17 und 18 erfassen. Dadurch wird der mehr oder
weniger gefaltete Zuschnitt 10 in der Tasche 39 fixiert und zwar bei ständiger Anlage an den Ecken 42 und 43. ψ
Durch den schräg ansteigenden Verlauf der Kanten 17a g
bzw. 18a wird der Zuschnitt 10 in zwei Richtungen fi-ij;
xiert, nämlich radial nach außen sowie nach oben. pt
Für den Ausschub der weitgehend gefalteten Pak-|fj
kung 10 aus der Faltstation VIl werden die unter der|J;
Belastung einer Feder (nicht dargestellt) stehenden An-§i
schlagarmc 46 und 47 verschwenkt, derart, daß sich die|i
Haltenasen 48 und 49 von den Kanten der SeitenlapperiÄi
17 und 18 abheben. «·
Die Packung 10 wird durch einen Kettenförderer 129|
b5 weilertransportiert, dessen Mitnehmer 130 die Packung
gen jeweils im Bereich zwischen den Trägern 40 und 4ΪΙ:
der Tasche 39 an der radial innenliegenden Stirnseite!; erfassen. Die Packungen 10 werden nun auf einer irg
Rudialrichtung führenden Förderbahn 132 transportiert.
Diese besteht aus Oberführung 133 und Unterführung 134. Beim Einlauf des Zuschnitts 10 in die Förderbahn
132 durch den Transport des Kettenförderers 129 wird die bis dahin noch aufrechte Deckelvorderwand 23 mit
den seitlich abstehenden, in der gleichen Ebene gerichteten Außenzwickel 25 und 26 gegen die Oberseite des
Zigarettenblocks 31 umgefaltet.
Die Packung 10 durchläuft nun mit seitlich abstehenden Seitenlappen 14 und 15 sowie Außenzwickeln 25
und 26 eine Beleimungsvorrichtung 135. In dieser wird zwischen Leimrollen 136 und 137 Leim auf die Unterseiten
der Seitenlappen 14 und 15 sowie der Außenzwickel
25 und 26 aufgetragen.
Nach dem Verlassen der Beleimungsvorrichtung 135 werden die seitlich überstehenden, an der Unterseite
mit Leim versehenen Teile der Packung 10, nämlich die Seitenlappen 14 und 15 sowie die Außenzwickel 25 und
26 durch seitlich an der Packungsbahn 132 angeordnete Faltweichen 227 bekannter Bauart nach unten in eine
Schrägstellung gefaltet, jedoch noch nicht bis zur Anlage an den bereits gefalteten Seitenlappen 17 und 18
sowie Innenzwickeln 27 und 28.
Am Ende der Förderbahn 132 werden die bis auf die schräg gestellten Seitenlappen 14,15 und Außenzwickel
27, 28 fertig gefalteten Packungen 10 von einem Pakkungshubförderer
138 übernommen und einem Überführungsrevolver 139 zugeführt.
Der Packungshubförderer 138 besteht im vorliegenden Fall aus zwei Hubplatten 140, auf deren oberer, in
Ausgangsstellung mit der Unterführung 134 der Förderbahn
132 bündigen Oberseite die Packung 10 Aufnahme findet An der in Transportrichtung rückwärtigen Seite
ist die Oberseite der Hubplatten 140 mit einem Anschlag 141 ausgebildet.
Die Hubplatten 140 werden durch Parallelverschiebung dem Überführungsrevolver 139 zugeführt. Letzterer
ist in einer Ebene quer zur Packungsbahn 132 durch eine Welle 142 drehbar. Für die Durchführung der hin-
und hergehenden Parallelverschiebung der Hubplatten 140 sind an deren unteren Rändern zwei ortsfeste
schwenkbare Parallellenker 143 und 144 zwischen den Hubplatten angelenkt. Die Parallellenker 143 und J44
werden mit den Hubplatten 140 aus der ausgezogenen bzw. gestrichelten unteren Ausgangsstellung in die obere
strichpunktierte Endstellung bewegt. Die auf der Oberseite der Hubplatten 140 aufliegende Packung 10
führt dabei eine Bewegung längs eines Kreisbogens aus.
Der Packungshubförderer 138 ist mit einer Sperre 241 ausgerüstet, die eine Bewegung des Packungshubförderers
138 verhindert wenn bei einer zugeführten Packung 10 Aufnahme findet. An der in Transportrichtung
rückwärtigen Seite ist die Oberseite der Hubplatten 140 mit einem Anschlag 141 ausgebildet
Die Hubplatten 140 werden durch Parallelverschiebung dem Oberführungsrevolver 139 zugeführt Letzterer
ist in einer Ebene quer zur Förderbahn 132 durch eine Welle 142 drehbar. Für die Durchführung der hin-
und hergehenden Parallelverschiebung der Hubplatten 140 sind an deren unteren Rändern zwei ortsfeste
schwenkbare Parallellenker 143 und 144 zwischen den Hubplatten angelenkt Die Parallellenker 143 und 144
werden mit den Hubplatten 140 aus der ausgezogenen bzw. gestrichelten unteren Ausgangsstellung in die obere
strichpunktierte Endstellung bewegt Die auf der Oberseite der Hubplatten 140 aufliegende Packung 10
führt dabei eine Bewegung längs eines Kreisbogens aus.
Der Packungshubförderer 138 ist mit einer Sperre
241 ausgerüstet, die eine Bewegung des Packungshubförderers 138 verhindert, wenn bei einer zugeführten
Packung 10 Fehler festgestellt werden, z. B. das Fehlen des Stanniolzuschnitts. Die Sperre 241 besteht hier aus
einer schwenkbaren, einarmigen Klinke 242, die formschlüssig in eine Ausnehmung 244 des Packungshubförderers,
nämlich der Hubplatten 140, eingreift. Die Klinke 242 wird durch einen Magneten 243 in die in F i g. 5
gezeigte Sperrstellung bewegt und in dieser gehalten.
ίο Bei fehlerfreien Packungen 10 ist der Stößel des Magneten
243 zurückgezogen und die Klinke 242 außer Eingriff mit der Ausnehmung 244. Die fehlerhaften Packungen
werden auf der Förderbahn 132 weitergefördert, wie in F i g. 5 links dargestellt.
Die durch den Packungshubförderer 138 von der Förderbahn 132 abgehobene Packung 10 wird durch eine
der Zellen 146 des Überführungsrevolvers 139 aufgenommen. Der Überführungsrevolver 139 ist als Doppelrevolver
ausgebildet. Jede Zelle 146 hat zwei in Radialrichtung nebeneinanderliegende Fächer 147 und 148.
Die durch den Packungshubförderer 138 zugeführten Packungen 10 werden jeweils von den radial innenliegenden
Fächern 147 der Zellen 146 aufgenommen. In den Zellen 146 werden die zuvor in eine Schrägstellung
vorgefalteten Seitenlappen 14,15 und Außenzwickel 25, 26 gegen die Packung gedrückt.
Der Aufbau der Zellen 146 ist im einzelnen aus F i g. 7
ersichtlich. Danach besteht jede Zelle 146 aus zwei relativ zueinander bewegbaren Wänden 149 und 150. Die
Fächer 147 und 148 sind durch rippenartige Vorsprünge 151 und 152 an den Innenseiten der Wände 149 und 150
voneinander abgeteilt. Das außenliegende Fach 147 ist lediglich im Bereich der Wand 150 durch einen rippenartigen
Vorsprung 162 nach außen begrenzt. Die in Radialrichtung innenliegende Begrenzung der Zellen 146
wird durch einen Revolvergrundkörper 153 gebildet, der im Bereich der Zellen 146 mit T-förmigen Verbreiterungsplatten
154 ausgestattet ist. Die als Trennung zwischen den Fächern 147 und 148 dienenden Vorsprünge
151 und 152 haben unterschiedliche Dicke, derart, daß die Packungen 10 unter einem Winkel zueinander in der
Zelle 146 Aufnahme finden.
Die Wände 149 und 150 sind zur Aufnahme und Freigabe
von Packungen 10 relativ zueinander bewegbar.
Jede Wand 149 und 150 ist um eine feste Achse 155 bzw. 156 schwenkbar. Die Wände 149 und 150 sind auf diesen
Achsen 155 und 156 mit sich gabelförmig von den Wänden aus mit Abstand voneinander erstreckenden Armen
157,157a sowie 158,158a schwenkbar gelagert Die genannten
Arme 157... 158a sind jeweils auf Lücke zueinander auf den Achsen 155 und 156 angeordnet
Die Wände 149 und 150 werden zum öffnen und Schließen der Zellen 146 durch eine Nockenscheibe 159
beaufschlagt Diese wird zur Durchführung der öffnungs-
und Schließbewegungen hin- und hergehend relativ zum Überführungsrevolver 139 und konzentrisch
zu diesem gedreht Die Wände 149 und 150 bzw. die Betätigungsarme 157 und 158 derselben sind an den
über die Achsen 155 und 156 hinaus verlängerten Enden mit seitlich abstehenden Betätigungsrolien 160 und 161
versehen. Durch diese werden die öffnungs- und
Schließbewegungen der Wände 149 und 150 von der Nockenscheibe 159 aus übertragen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegen Iediglich
die Betätigungsarme 158 der Winde 150 mit ihren Betätigungsrollen 160 am Umfang der Nockenscheibe
159 an. Die Betätigungsarme 157 der Wände 149 stützen sich jeweils mit ihren Betätigungsannen 161 auf
den Betätigungsrollen 160 der benachbarten Wand 150 ab. Durch die Beaufschlagung der Betätigungsrollen 160
wird die Schwenkbewegung analog über die Bctätigungsrolle 160 auf die jeweils benachbarte Wand 149
übertragen. Die Anordnung ist so getroffen, daß eine nockenartige Erhöhung der Nockenscheibe 159 eine
Verschwenkung der Wände 149 und 150 in spreizendem, also öffnendem Sinne bewirkt. Die Rückführung der
Wände 149 und 150 in die Ausgangsstellung vollführt im vorliegenden Fall eine Druckfeder 228, die sich zwisehen
den einander zugekehrten Wänden 149 und 150 benachbarter Zellen 146 abstützt.
Der Revolvergrundkörper 153 ist, wie besonders aus Fig.7 ersichtlich, sternförmig ausgebildet. Im Bereich
der radialen Vorsprünge sind die T-förmigen Verbreiterungsplatten 154 als innere Begrenzung der Zellen 146
vorgesehen. Hier ist eine weitere Besonderheil erkennbar. Jeder Zelle 146 ist ein Ausrichtsteg 229 zugeordnet.
Dieser hat die Aufgabe, die fertig gefaltete Packung in dem radial innenliegenden Fach 148 gegen unerwünschte
Querverschiebungen und Parallelverformungen zu sichern. Der sehr dünnwandige Ausrichtsteg 229, der im
vorliegenden Fall am Arm 158a der Wand 150 angebracht ist, erstreckt sich durch einen Spalt 230 der Verbreiterungsplatte
154 hindurch und tritt in eine im vorliegenden Fall bei der Packung zwischen dem Klappdeckel
21 und dem Packungsgrundkörper gebildete Fuge 231 ein. Durch diesen formschlüssigen Eingriff des
Ausrichtstegs 229 in die Fuge 231 wird die Packung in der Zelle gesichert. jo
Nach dem Eintritt des Ausrichtsteges 229 in die Fuge 231 wird die Packung 10 an den beiden freien Stirnseiten
durch Plattenstempel 245 und 246 beaufschlagt. Diese Plattenstempel 245 und 246 bringen den Klappdeckel 21
in die ordnungsgemäße Schließstellung in bezug auf den übrigen Teil der Packung 10, so daß lediglich die schmale
Fuge 231 bleibt. Außerdem wird die Packung 10 durch die Plattenstempel 245 und 246 in bezug auf den
Ausrichtsteg 229 justiert.
Der an dem Arm 158a angebrachte Ausrichtsteg 229 wird beim öffnen der Zelle 146 zwangsläufig aus der
Fuge 231 herausbewegt.
Die in den innenliegenden Fächern 148 des Überführungsrevolvers 139 aufgenommenen Packungen 10 werden
über einen kurzen Transportweg einem Trockenrevolver 163 zugeführt.
Der Trockenrevolver 163 hat die Aufgabe, die Pakkungen
10 solange aufzunehmen, bis die Leimstellen getrocknet sind. Zu diesem Zweck hat der Trockenrevolver
164 eine Vielzahl von Kammern 164 für die Auf- w nähme je einer Packung. Einzelheiten des Aufbaus des
Trockenrevolvtrs 163 sind aus Fig.8 zu ersehen. Der
Trockenrevolver 163 ist achsparallel zum Überführungsrevolver 139 angeordnet, jedoch in Axialrichtung
mit einem Versatz, derart, daß in einem Teilbereich die
beiden Revolver 139 und 163 zur Überdeckung kommen. Die Überdeckung ist so gewählt, daß im Bereich
der gleichachsigen Lage der Zellen 146 des Überführungsrevolvers 139 mit den Kammern 164 des Trockenrevolvers
die Relativstellung der Zellen 146 bzw. der to Fächer 147 und 148 in bezug auf die Kammern
derart ist daß die Packungen von den innenliegenden Fächern 148 ohne Drehung durch bloße Axialverschiebung
in eine der Kammern 164 übergeben werden können. Die Übergabe der Packungen von dem Überfühmngsrevolver
139 an den Trockenrevolver 163 erfolgt durch einen Stößel 165, der die Schubbewegung in Axialrichtung
durchführt
Die Packungen 10 verbleiben während einer nahezu vollen Umdrehung des Trockenrevolvers 163 in dessen
Kammern 164.
Die Packungen 10 werden sodann an den Überführungsrevolver 139 zurückgegeben, und zwar etwa an
der gleichen Stelle, an der die Packungen durch den Trockenrevolver 163 übernommen wurden. Während
die Packungen 10 aus den radial innenliegenden Fächern 148 der Zellen 146 des Überführungsrevolvers
139 an den Trockenrevolver 163 übergeben werden, erfolgt die Rückgabe aus dem Trockenrevolver 163 an den
Überführungsrevolver 139 im Bereich der radial außenliegenden Fächer 147.
Für den Ausschub der Packungen 10 aus den Kammern 164 des Trockenrevolvers 163 ist ein Ausstoßer
166 vorgesehen, der mit zwei Stoßstäben durch öffnungen 167 und 168 in der geschlossenen Rückwand der
Kammer 164 hindurchtritt. Der Ausstoß 166 ist über einen Arm 169 mit einer achsmittig zum Trockenrevolver
163 liegenden und axial verschiebbaren Schubstange 170 verbunden. Der Ausstoßer 166 und der Stößel
165 arbeiten gleichzeitig, derart, daß im Bereich der Überdeckung und annähernden Gleichstellung der Fächer
147 und 148 des Überführungsrevolvers 139 einerseits und der Kammern 164 des Trockenrevolvers 163
andererseits gleichzeitig je eine Packung 10 vom Trokkenrevolver 163 aufgenommen und von diesem abgegeben
wird.
Der Überführungsrevolver 139 fördert die fertig gefaltete und geschlossene Packung 10 in dem radial außenliegendcn
Fach 147 bis zu einer Ausschubstation 171. Hier wird die Packung 10 aus dem Überführungsrevolver
139 an einen Packungsförderer 173 übergeben. Dieser besteht im vorliegenden Fall aus zwei Transportbändern
174 und 175, zwischen deren einander zugekehrten Trums die Packungen 10 ohne Veränderung der
Relativstellung gegenüber dem Überführungsrevolver 139 Aufnahme finden. Beim Einschub der Packungen 10
in den Bereich zwischen die Transportbänder 174 und 175 wird der nach oben ragende Überstand der Steuermarke
172 gegen die Seitenfläche der Packung 10 umgefaltet.
Der Überführungsrevolver 139, der Trockenrevolver 163 und der Packungsförderer 173 stehen in Antriebsverbindung miteinander. Der von einer gemeinsamen
Antriebsquelle zugeführte Antrieb wird auf eine Hohlwelle 179 des Überführungsrevolvers 139 übertragen. In
dieser Hohlwelle 179 ist eine unabhängig von der Hohlwelle 179 antrcibbarc Welle 180 für die Nockenscheibe
159 gelagert.
Auf der Hohlwelle 179 sitzt ein Zahnrad 181 für den Antrieb einer Welle 182 des Packungsiörderers i73
über einen Kettenantrieb. Ein weiteres Zahnrad 183 der Hohlwelle 179 kämmt mit einem Getrieberad 183a auf
einer dem Trockenrevolver 163 zugeordneten Hohlwelle 184.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen