DE245804C - - Google Patents

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DE245804C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J9/00Circuit arrangements for emergency or stand-by power supply, e.g. for emergency lighting
    • H02J9/02Circuit arrangements for emergency or stand-by power supply, e.g. for emergency lighting in which an auxiliary distribution system and its associated lamps are brought into service

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Stand-By Power Supply Arrangements (AREA)
  • Arrangement Of Elements, Cooling, Sealing, Or The Like Of Lighting Devices (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

ISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
HENRI PRIVAT und ARTHUR PAUL in STRASZBURG i. Els.
Elektrische Notbeleuchtungsanlage mit Akkumulatoren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Oktober 1911 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine elektrische Sicherheitsbeleuchtung, welche den Zweck hat, beim Versagen der elektrischen Beleuchtungsanlage in einem Theater oder einem anderen Gebäude eine entsprechende Anzahl normal leuchtender elektrischer Lampen, unabhängig von der allgemeinen Lichtanlage und von etwa erforderlichen Zuleitungen, selbsttätig einzuschalten.
ίο Derartige Einrichtungen mit eigens für die Notbeleuchtung aufgestellten stationären Batterien besitzen den Nachteil, daß von diesen Batterien besondere Speiseleitungen nach den einzelnen Notlampen geführt werden müssen.
Tritt nun bei einem Brande oder bei einem Kurzschluß in den Leitungen oder infolge mechanischer oder chemischer Einwirkungen eine Zerstörung der Leitungen ein, dann wird die Notbeleuchtung im Gebrauchsfalle unwirksam.
Man hat bereits versucht, diesem Übelstande dadurch abzuhelfen, daß man in der Nähe jeder Notlampe eine kleine Akkumulatorenbatterie aufstellte, die die betreffende Notlampe speist, während dann die verschiedenen einzelnen Batterien in Serien mittels einer besonderen Ladeleitung wieder aufgeladen wurden. Da aber die Notlampen auch während der Hauptbeleuchtung brennen sollen, erfordern sie Einzelbatterien von verhältnismäßig großer Kapazität, wodurch die Anschaffungskosten der ganzen Anlage und auch die Unterhaltungskosten eine beträchtliche Höhe erreichen, weil die Einzelbatterien durch die nach jedem Gebrauch erforderlich werdende Wiederaufladung einer sehr großen Abnutzung und frühzeitigem Ersatz unterworfen sind. Infolge dieses Übelstandes ist man dazu übergegangen, die Notlampen von der allgemeinen Lichtanlage aus zu speisen und beim Versagen der letzteren durch Relais an Stelle der hellbrennenden eigentlichen Notlampen kleine, mit besonderen Akkumulatoren versehene Lampen einzuschalten. Solche Einrichtungen wirken zwar im Notfalle sicher, verfehlen aber ihren Zweck insofern, als normal die Hauptlampe brennt, während beim Versagen der Stromquelle nur eine kleine Notlampe automatisch eingeschaltet wird, die viel zu wenig leuchtet und insbesondere bei starker Rauchentwicklung beim Ausbruch eines Brandes kaum geeignet ist, die Ausgänge eines Gebäudes genügend zu beleuchten und dem Publikum die Richtung nach den Ausgängen genügend anzudeuten.
Das den Gegenstand dieser Erfindung bil-v dende System weist keinen der vorerwähnten Nachteile auf und ist in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt. In unmittelbarer Nähe jeder mit zwei Glühlampen α und b, a' und. b' usw. ausgerüsteten Notlampenanlage befinden sich zwei kleine Akkumulatorenbatterien c und d, c' und d' usw., von denen sowohl jede einzeln als auch beide zusammen zur Speisung der einen oder der beiden Glühlampen dienen
können. Die beiden gleich großen, in der Regel aus mehreren Elementen bestehenden Batterien c und d, c' und d' usw. sind parallel miteinander verbunden, so daß beim Versagen der einen Batterie z. B. infolge Gefäßbruches eines Elementes oder Abreißen einer Verbindung immer noch .die andere Batterie in Tätigkeit bleibt. Der eine Pol der Batterie ist über den Schalter f, f usw. mit den beiden
ίο Glühlampen« und b, a! und b' usw. -verbunden. Der andere Pol der Batterie ist nach dem um den Punkt g, g' drehbaren Doppelhebel h, h' geführt, dessen eines Ende über die beiden Kontaktflächen i und k, i' und Jt' gleitet, während das andere Ende mit einem Gegengewicht I, V versehen ist, welches den Hebel in der Mittelstellung zwischen den beiden Kontakten i und k, i' und k1 zu halten sucht. Außerdem wird der gleiche Batteriepol nach dem Kontakt m, ml des Relais n, n' geführt. Die einzelnen Batteriegruppen c und d, c' und d' sind durch die Leitungen q, q' usw. einerseits und r anderseits miteinander in Reihe und mit der Stromquelle D verbunden, die zur Ladung der Batterien nach Öffnung der Schalter f, f usw. dient.
Die Abschmelzsicherungen s, s' dienen zur Unterbrechung der Leitungen q, q' und r, falls zwischen diesen ein Kurzschluß entstehen sollte, wodurch eine Entladung der Einzelakkumulatoren vermieden wird.
Soll nun die Sicherheitsbeleuchtung in Gebrauch genommen werden, dann werden zunächst von der Stromquelle D aus die sämtliehen Batterien c und d mittels der Leitungen q und r geladen, wobei die Ausschalter f geöffnet sind. Durch den Schalter t wird die Leitung u eingeschaltet, welche die Relaismagnete untereinander und mit der Stromquelle der allgemeinen Beleuchtungsanlage oder mit einer besonderen Ruhestrombatterie verbindet. Die Relaismagnete ziehen dadurch die Kontakthebel ν an, wodurch die Verbindungen zwischen den Kontakten 0, m und p getrennt werden (wie dargestellt).
Der die Sicherheitsbeleuchtung bedienende Wächter schaltet dann den Schalter f ein, und da der Hebel h des Umschalters in seiner Mittelstellung auf den beiden Kontakten i und k steht, müssen die beiden Lampen a und b brennen, wodurch der Wächter erkennt, daß beide Lampen in Ordnung sind. Alsdann dreht er den Hebel h nach links oder nach rechts auf den Kontakt i oder k, wodurch die eine der beiden Lampen ausgeschaltet wird. In Fig. 1 links steht beispielsweise der Hebel h auf dem Kontakt i, so daß die Lampe α brennt. Da der Strom von der Batterie über den Hebel h, den Kontakt i und das Solenoid w zur Lampe α fließt, wird das Solenoid w erregt und hält den Hebel h fest. Entsprechend wird der Hebel h, wenn er auf dem Kontakt k zu liegen kommt, durch das Solenoid χ festgehalten.
Die entsprechenden Schaltungen wiederholt der Wärter an den folgenden Notbeleuchtungen mit den Schaltern f usw. bzw. den Hebeln h' usw., bis die sämtlichen Notlampen eingeschaltet sind.
Um die Batterien zu schonen, kann die Stromquelle D mit den Batterien parallel geschaltet und die Stromstärke durch den Strommesser A und den Regelungswiderstand R eingestellt werden. Dient zur allgemeinen Beleuchtung Gleichstrom, dann kann die besondere Ladestromquelle D wegfallen.
Brennt nun eine Notlampe durch, beispielsweise a, dann wird das Solenoid w stromlos, der Hebel h schwingt durch die Wirkung des Gewichtes I nach dem Kontakt k und schaltet die Lampe b ein, wodurch das Solenoid x erregt und der Hebel h auf dem Kontakt k stehen bleibt.
Die Relais η dienen dazu, beim Versagen der allgemeinen Beleuchtungsanlage außer der einen bereits brennenden Notlampe α oder b noch die andere Notlampe b oder α hinzuzuschalten, damit beim Erlöschen der zur allgemeinen Beleuchtung dienenden Lampen die Notbeleuchtung verstärkt wird. Zu diesem Zwecke sind die Solenoide η der Relais an diejenige Stromquelle angeschlossen, die zur Erzeugung des für die allgemeine Beleuchtung nötigen Stromes dient. Bleibt nun dieser allgemeine Beleuchtungsstrom infolge irgendeiner Ursache aus, dann hört die Anzugskraft des Solenoides η auf, und der Kontakthebel ν stellt die Verbindungen zwischen den Kontakten 0, m, p her. Dadurch werden die beiden Lampen a und b der Notbeleuchtungen unmittelbar mit dem betreffenden Batteriepol verbunden, und die Notbeleuchtung spendet die doppelte Leuchtkraft. Das Relais η schließt aber zugleich auch die beiden Solenoide w und χ des Umschalters h kurz, wodurch der in deren Wickelung hervorgerufene Spannungsabfall aufgehoben und die Leuchtkraft der Notlampen a und 5 weiter erhöht wird. Bei einem Unfall werden die Solenoide η stromlos, sei es durch Ausbleiben des Stromes oder infolge des Durchschmelzens von in der Relaisleitung an feuergefährdeten Stellen eingebauten Thermosicherungen Z oder infolge eines Defektwerdens der Relaisleitung u oder durch ihre willkürliche Unterbrechung durch einen oder mehrere eingebaute Schalter t, wenn infolge eines Unfalles die Notbeleuchtung in volle Tätigkeit treten soll.
In Fig. ι der Zeichnung ist die Sicherheitsbeleuchtung mit Einzelakkumulatoren darge- stellt; Fig. 2 zeigt dieselbe Anordnung mit einer oder zwei gemeinschaftlichen Batterien
für eine beliebige Gruppe von Notlampeh. In beiden Fällen sind die Einzelbatterien c und d parallel geschaltet.
Die Sicherheitsbeleuchtung läßt sich indessen auch mit in Reihe geschalteten Batterien c, d etwa im Dreileitersystem ausführen, wie-in Fig. 3 und 4 angedeutet. In Fig. 3 liegt der automatische Umschalter im Mittel-, in Fig. 4 in dem Außenleiter.
Von der nach Fig. 1 und 2 dargestellten Anordnung unterscheidet sich die Ausführung nach Fig. 3 nur dadurch, daß der Ausschalter f und der Umschalter h doppelpolig sind und das Relais η anstatt drei nur zwei Kontakte bekommt und die Ausführung nach Fig. 4 dadurch, daß sowohl der Ausschalter f wie der Umschalter h und das Relais η doppelpolig sind.
Fig. 2 stellt ferner die Sicherheitsbeleuchtung mit zentraler Stromquelle dar, bei welcher Ausführung das Einschalten der Notlampen in gleicher Weise durch die Bewegung des Umschalthebels h auf den einen oder den anderen der beiden Kontakte i und k erfolgt.
Sollen bei einem Unfälle die beiden Notlampen α und b brennen, dann genügt es, die Stromzuleitung zu den Notlampen auf kurze Zeit zu unterbrechen, damit der Hebel h infolge Stromloswerdens des betreffenden Solenoids w bzw. χ auf seine Mittelstellung zurückkehrt. Wird dann die Verbindung der Zuleitung mit der Stromquelle wieder hergestellt, dann erhalten die beiden Lampen α und b Strom, weil der Umschalthebel h auf den beiden Kontakten i und k steht. Bei dieser Ausführung wird unter Umständen das Relais η überflüssig.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Elektrische Notbeleuchtungsanlage mit Akkumulatoren, gekennzeichnet durch einen ein- oder mehrpoligen Umschalter, dessen Kontakthebel (h) drei Stellungen einnehmen kann, und zwar in seiner 'Mittelstellung die mit den beiden Notlampen (a und b) verbundenen Kontakte (i und k) gleichzeitig berührt, so daß nach Einschalten des Handschalters (f) beide Lampen (a und b) gleichzeitig brennen, während der Umschalthebel (h) nach Umlegen auf einen der beiden Kontakte (z. B. i) von den betreffenden der beiden in Reihe mit den Batterien (c bzw. d) und der Notlampe (a bzw. b) geschalteten Solenoiden (w bzw. x) festgehalten wird, so daß alsdann nur die eine Notlampe (z. B. a) brennt und beim Versagen dieser Notlampe (z. B. a) der Umschalthebel (h). infolge Stromloswerdens des betreff enden Solenoides (z. B. w) durch ein Gegengewicht (I) oder mittels Federkraft auf seine Mittelstellung zurückgebracht, dadurch die andere Notlampe (z. B. b) eingeschaltet und durch das dazugehörige Solenoid (ζ. B. χ) der Hebel (h) angezogen und in der für die andere Notlampe (z. B. b) geltenden Stromschlußlage festgehalten wird.
  2. 2. Elektrische Notbeleuchtungsanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Relais, dessen Solenoid (η) von der Stromquelle für die allgemeine Beleuchtung oder von einer besonderen Ruhestrombatterie in der Weise erregt wird, daß die Kontakte (0, m, p) des Relais unterbrochen sind, während beim Ausbleiben des Stromes für die allgemeine Beleuchteng oder beim Durchschmelzen einer der an den durch Feuer gefährdeten Orten angebrachten Thermosicherungen (z) oder bei einer sonstigen Zerstörung der Relaisleitung (u) das Solenoid (η) des Relais stromlos wird, so daß die Kontakte (o, m, j>) miteinander verbunden und dadurch die beiden Notlampen (a und. 6,) jeder einzelnen Notbeleuchtung mit den Batterien (c und d) unmittelbar verbunden und außerdem die Solenoide (w und x) des Umschalters (h, i, k) kurz geschlossen werden.
  3. 3. Ausführungsform der Notbeleuchtungsanlage nach Anspruch 1, bei welcher die Notlampen von einer gemeinsamen Stromquelle aus gespeist werden, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung, daß, wenn beim Ausbleiben des allgemeinen Beleuchtungsstromes oder bei einem andern Unfälle die Zuleitung von der Stromquelle (c, d in Fig. 2) zu den Notlampen (a, b) auf kurze Zeit unterbrochen wird, infolge Stromloswerdens der Solenoide (w, x) der Umschalthebel (h) in seine Mittelstellung zurückkehrt, so daß nach Wiedereinschalten der Zuleitung die beiden Notlampen (a und b) jeder einzelnen Notbeleuchtung brennen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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