DE245682C - - Google Patents

Info

Publication number
DE245682C
DE245682C DENDAT245682D DE245682DA DE245682C DE 245682 C DE245682 C DE 245682C DE NDAT245682 D DENDAT245682 D DE NDAT245682D DE 245682D A DE245682D A DE 245682DA DE 245682 C DE245682 C DE 245682C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tin
lead
anode
bath
diaphragms
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT245682D
Other languages
English (en)
Publication of DE245682C publication Critical patent/DE245682C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/14Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of tin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 245682 KLASSE 40 c. GRUPPE
Dr. W REINDERS in DELFT, Holland.
als Anode.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1910 ab.
Die Wiedergewinnung des Zinns aus Abfällen von Weißblech, zinnplattierten Waren, Flaschenkapseln, Zinntuben u. dgl. ist eine Aufgäbe, der sich die Techniker wegen des hohen Wertes des Zinns seit langem gewidmet haben. Insbesondere ist die Wiedergewinnung durch Elektrolyse aussichtsvoll erschienen, da bei der Behandlung des Abfalls als Anode in einem geeigneten Elektrolyten vorzugsweise
ίο das Zinn in Lösung geht und aus der Lösung an der Kathode niedergeschlagen werden kann.
Indessen hat sich hierbei, wie bei so vielen Metallfällungen, der Übelstand bemerkbar gemacht, daß der Niederschlag große Neigung zeigt, in schwammiger Form zu erscheinen. Ein derartiges schwammiges Metall, das sich schwer auswaschen läßt und der Luft eine ungeheure Oxydationsfläche bietet, kann immer nur unter großen Metallverlusten und unter Anwendung besonderer Flußmittel zu regulinischem Metall umgeschmolzen werden.
Die vorliegende Erfindung beruht darauf, daß bei der Elektrolyse geeignete Vorkehrungen getroffen sind, um die Zusammensetzung des Elektrolyten so konstant wie irgend möglich zu halten. Bei Einhaltung einer bestimmten Stromdichte ist es unter diesen Umständen möglich, dauernd einen schwammfreien Niederschlag zu erhalten.
Das Verfahren wird so ausgeführt, daß die zinnhaltigen Abfälle in bekannter Weise in Körbe gepackt und in einem Bade ohne Dia-35
phragma zu Anoden gemacht werden. Hierbei sollte sich genau so viel Zinn !auflösen, wie an der Kathode, gefällt wird, aber da in Wirklichkeit etwas Sauerstoff und Chlor an der Anode entwickelt wird und sich etwas Bleisulfat, Bleichlorid oder Bleisuperoxyd bildet, so würde sich der Zinngehalt des Bades dauernd ändern, wenn nicht Vorkehrungen hiergegen getroffen würden.
Die Erfindung besteht nun darin, daß, um den Zinngehalt konstant zu halten, der Elektrolyt dauernd einem besonderen elektrolyt!- sehen Bade zu- und von da zurückgeführt wird. Dieses Bad ist mit Diaphragmen versehen, und als Anode dienen gleichfalls Zinnabfälle, von denen das Zinn gelöst wird, während sich im zinnfreien Kathodenraum Wasserstoff entwickelt.
Die Zirkulation des Elektrolyten bei der Entzinnung von Weißblech ist an sich nichts Neues. Sie ist in Bädern, die mit Diaphragmen arbeiteten, angewendet worden, in der Weise, daß die teilweise entzinnte Kathodenlösung in den Anodenraum und von da in den Kathodenraum zurückgepumpt wurde. Es ist klar, daß bei diesem Verfahren auf dem Wege von der Eintrittsstelle der Lösung im Kathodenraum bis zur Austrittsstelle eine erhebliche Verminderung des Zinngehaltes stattfinden muß. Selbst bei schnellster Zirkulation kann also von der Konstanterhaltung des Zinngehaltes nicht die Rede sein, dagegen kann bei dem vorliegenden Verfahren durch Re-

Claims (1)

  1. gelung des Verhältnisses der Stromstärken im Verstärkungsbad und in den Hauptbädern der Zinngehalt so gut wie konstant erhalten werden.
    Als Elektrolyt dient eine saure Lösung von Stannochlorid, welche Ammoniumsulfat und Ammoniumchlorid enthält. Bei Stromdurchgang geht das Zinn sehr leicht in Lösung; das Blei wird stark anodisch polarisiert, indem es sich mit einer dünnen, schwarzblauen Schicht umhüllt, die hauptsächlich aus Bleichlorid, Bleisulfat und Bleisuperoxyd besteht.
    Die Klemmenspannung ist, solange reichlich Zinn vorhanden ist, sehr gering. Das Ende der Entzinnung offenbart sich durch starkes Anwachsen der Spannung, die auf zwei oder drei Volt steigen kann. Wenn dies der Fall ist, werden die Körbe aus dem Bade genommen, und das entzinnte Blei wird abgewaschen und zusammengeschmolzen.
    Pate ν τ-An s PRUCH :
    Verfahren zur Wiedergewinnung von Zinn aus Legierungen, plattierten Waren, Abfällen u. dgl. durch Elektrolyse unter Benutzung des zinnhaltigen Materials als Anode, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse in bekannter Weise in einem Bade ohne Diaphragmen vorgenommen wird, wobei aber der Elektrolyt zwecks Konstanterhaltung seines Zinngehalts durch den Anodenraum eines Verstärkungsbades mit Diaphragmen zirkuliert, in welchem von den Abfällen, die als Anode dienen, Zinn gelöst wird, während im zinnfreien Kathodenraum Wasserstoff entwickelt wird.
DENDAT245682D Active DE245682C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE245682C true DE245682C (de)

Family

ID=504623

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT245682D Active DE245682C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE245682C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2555834C2 (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Chrom
DE245682C (de)
DE756279C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von hochduktilen Zinkueberzuegen
DE2537065A1 (de) Verfahren zur elektrolytischen abscheidung von legierungen von nickel, kobalt oder nickel und kobalt mit eisen
EP0607535A1 (de) Elektrolytisches Verfahren zum Lösen von Platin, Platinmetallverunreinigungen und/oder Platinmetallegierungen
DE1953707A1 (de) Elektrolytische Abscheidung von Nickel mit hoher Geschwindigkeit
DE718252C (de) Verfahren zur Erzeugung schwefelwasserstoffbestaendiger galvanischer Silberueberzuege
DE1771734A1 (de) Verfahren zur Elektroplattierung mit Rhenium und ein Bad zur Ausfuehrung dieses Verfahrens
DE1052771B (de) Verfahren zum elektrolytischen Abscheiden von Platin
DE880214C (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Zink aus Zinksulfatloesungen und Anode hierfuer
DE721723C (de) Verfahren zur Darstellung von Cystein und reduziertem Glutathion
DE466279C (de) Verfahren zum elektrolytischen Faellen von Zink
DE354484C (de) Verfahren zur elektrolytischen Aufarbeitung von Kupfer und Nickel enthaltenden Konzentrationssteinen
DE650191C (de) Verfahren zur elektrolytischen Reinigung von Werkstuecken aus Stahl und Eisen
DE584550C (de) Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Chrom und Ferrochrom sowie zur Erzeugung von Chromsaeure
DE1248416B (de) Bad zur anodischen Oxydation von Aluminium
DE70731C (de) Verfahren zum Verzinnen gufseiserner Gegenstände
DE519268C (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Gold oder Silber
DE189875C (de)
DE815882C (de) Verfahren zur Erzeugung von Niederschlaegen auf Metallflaechen durch Elektrolyse
DE488667C (de) Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
DE651132C (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Blei
DE109971C (de)
DE686687C (de) Verfahren zur Schnellentzinnung von Weissblechabfaellen in alkalischen Elektrolyten
DE104111C (de)