DE2452016A1 - Verfahren zur herstellung von hydrazodicarbonamid - Google Patents

Verfahren zur herstellung von hydrazodicarbonamid

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DE2452016A1 DE19742452016 DE2452016A DE2452016A1 DE 2452016 A1 DE2452016 A1 DE 2452016A1 DE 19742452016 DE19742452016 DE 19742452016 DE 2452016 A DE2452016 A DE 2452016A DE 2452016 A1 DE2452016 A1 DE 2452016A1
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C281/00Derivatives of carbonic acid containing functional groups covered by groups C07C269/00 - C07C279/00 in which at least one nitrogen atom of these functional groups is further bound to another nitrogen atom not being part of a nitro or nitroso group
    • C07C281/06Compounds containing any of the groups, e.g. semicarbazides

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hydrazodicarbonamid Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hydrazodicarbon&mid aus Hydrazinhydrat und Harnstoff.
  • Hydrazociicarbocamid ist ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Herstellurg des Azodicarbonamids, zu dem es oxydiert wird und das in dr Technik als Treibmittel bei der Herstellung vcn Kautschuk- und Kunststoffschäumen ausgedehnte Verwendung findet.
  • Bereits aus Eerichte der Deutschen Chenischen Gesellschaft, Band 27, Seite 57 (1894) und de Journal für Praktische Chemie ENTeue folgt Band 52, Seiten 468, 469 (1895) ist es bekannt, Harnstoff und Hydrazinhydrat im stöchiometrischen Verhaltnis entsprechend der Reaktionsgleichung in kleinen Nengen im Druckrohr bei Temperaturen zwischen 130 bis 1500C umzusetzen. Dieses Verfahren hat jedoch bislang wegen er damit verbundenen apparativen Schwierigkeiten keine technische Nutzung gefunden; außerdem wird nur ein stark verunreinigtes Produkt erhalten.
  • In technischem Maßstab wird Hydrazodicarbonamid durch Erhitzen einer wässrigen Lösung von Harnstoff und einem Hydrazinsalz einer nicht oxydierenden Mineralsäure hergestellt, wobei nach DT-PS 945 235 der pH-Wert der Reaktionsmischung während der Rea.tion 4 nicht übersteigen und das Molverhältnis Harnstoff zu Hydraazinsalz von 2,5 bis 4,1 betragen soll. Nach DT-OS 2 057 979 wird eine bessere Ausbeute erhalten, wenn während wenigstens einem Teil der Reaktionszeit Wasser abdestilliert wird. Obwohl diese Verfahren gute Ausbeuten liefern, haben sie der. entscheidenden Nachteil, daß rauch Abtrennen des Hydrazodicarbonamids eine saure ammonsalzhaltige wässrige Reaktionslösung verbleibt, die entweder aufgearbeitet werden muß oder eine unerwünschte Abwasserlast darstellt.
  • Daher w-rt in der DT-OS 2 210 317 ein Verfahren zur Herstellung von Hydrazcdicarbonamid aus Hydrazin oder Hydrazinhydrat und Harnstoff mit beliebigem Hydrazin-Überschuß in Gegenwart eines Katalysators beschrieben. Bei diesem Verfahren fällt zwar kein unerwünschtes Nebenprodukt an, jedoch weist es andere Nachteile auf: Die dem Stand der Technik entsprechenden Ausbeuten werden nur mit einem Platin-Katalysator erhalten; zudem wird anstelle des leicht erhältlichen Harnstoffs Hydrazinhydrat im ueberschuß verwendet.
  • Es besteht also das noch ungelöste Problem, Hydrazodicarbonamid in einfacher Weise ohne Zwangsanfall eines Nebenproduktes herzustellen.
  • Es wurde nun ein Verfahren zur Herstel3.ung von Hydrazodicarbonamid aus Harnstoff und Hydrazin oder Hydrazinhydrat bei erhöher Temperatur und erhöhtem Druck gefunden, bei dem man Harnstoff mit Hydrazin oder Hydrazinhydrat in wässrigem Medium bei 105 eis 1400C und einem Druck von 1,2 bis 3,8 Bar umsetzt.
  • Die Ausgangs stoffe Harnstoff, Hydrazin und Hydrazinhydrat sind bekannt In dem erfindungsgemäßen Verfahren beträgt die Wassermenge in den wässrigen Medium wenigstens 100 Gewichtsprozent des eingesetzten Hydrazinhydrates; die obere Grenze der Wassermenge ist nicht so kritisch, vorteilhaft beträgt sie jedoch höchstens 1000 Gewichtsprozent des eingesetzten tCdrazinhydrats. 7vreckmäßigerweise wird mit einer Wassermenge von etwa 100 bis etwa 200 Gewichtspr3zent des eingesetzten Hydrazinhydrats gearbetet. Selbstverständlich muß bei Verwendung von Hydrazin anstelle von Hydrazinhydrat bei der Festlegung der gewählten Wassermenge die stöchiometrisch zur Bildung von Hydrazinhydrat notwendige Wassermenge zusätzlich berücksichtigt werden.
  • Harnstoff und Hydrazin oder Hydrazinhydrat werden im allgemeinen im stöchiometrischen Verhältnis von 2 : 1 Mol eingesetzt; es kann jedoch auch ein ueberschuß an Harnstoff verwendet werden, der im allgemeinen zu einer etwas höheren Ausbeute führt. Die Überschußmenge an Harnstoff kann jedoch gering gehalten werden; sie beträgt höchstens 50, zweckmäßig bis 20 Molprozent und vorteilhaft etwa 5 Molprozent. Dabei kann der zweckmä3ige Harnstoff-Überschuß auch von der gewählten Art der Du:rchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens abhängig sein. Zum Beispiel wird man keinen oder einen möglichst geringen Überschuß einsetzen, wenn vorgesehen ist, das wäßrige Reaktionsmedium nach beendeter Reaktion zu verwerfen. Andererseits kann man einen höheren Harnstoff-Überschuß wählen, wenn bei diskontinuierliefer oder kontinuierlicher Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen ist, nach Isolierung des Hydrazodicarbonamids das wäßrige Reaktionsmedium, das praktisch nur den überschüssigen Harnstoff enthält, in einer weiteren Charge erneut zu verwenden oder beim kontinuierlichen Verfahren im kreislauf in die Reaktion zurückzuführen.
  • Diskontinuierlich kann das erfindungsgemäße Verfahren in einem heizbaren Rührautoklaven durchgeführt werden, in dem Harnstoff, Hydrazinhydrat und Wasser vorgelegt, und der dann auf die Reaktionstemperatur aufgeheizt wird. Durch das sich bei der Reaktion entwickelnde Ammoniak und den steigenden Wasserdampfdruck erfolgt ein Druckanstieg; durch eine entsprechende Vorrichtung, z.B. ein regelbares Druckventil ist für den Anlaß des entstehenden Gases und Dampfes und für die Begrenzung des Druckanstiegs und Einhaltung des gewählten Druckbereiches Sorge zu tragen. Im allgemeinen ist es vorteilhaft, im Verlaufe der Umsetzung wegen der nachlassenden Ammoniak-Entwicklung den Druck im Rahmen des vorstehend angegebenen Bereiches zu erniedrigen. Anderenfalls könnte es notwendig sein, zur Aufrechterhaltung des Druckes und Abführung des noch entstehenden Ammoniaks die Temperatur zu erhöhen; eine Temperatur an der oberen Grenze des vorstehend angegebenen Temperaturbereichs kann aber unerwünschtg Nebenreaktionen des gebildeten Hydrazodicarbonamids begUndtigen.
  • In besonders vorteilhafter Weise kann das Verfahren durchgeführt werden, wenn man während der Reaktion die Wassermenge in der Reaktionsmischung konstant hält. Dies kann entweder durch Zuführung von Frischwasser oder Wasserdampf geschehen.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß man nicht nur das verdampfende Wasser durch Zuführung von Wasser oder Dampf ergänzt und den Wassergehalt der Reaktionsmischung konstant hält sondern zusätzlich über die dazu erforderliche Menge Wasser oder Wasser dampf einführt und das zusätzlich eingeführte Wasser ganz oder wenigstens teilweise soweit verdampfen läßt, daß die Wasser menge in der Reaktionsmischung nicht zu hoch, vor allem nicht über die vorstehend angegebene Obergrenze, ansteigt.
  • Wird der Reaktionsmischung Wasser zugeführt, so kann eine stärkere Wärme zufuhr notwendig werden, um das überschüssige Wasser zu verdampfen. Im anderen Fall kann man durch Verwendung von über die einzuhaltende Reaktionstemperatur hinaus überhitzten Wasserdampf eine weitere äußere Wärmezufuhr ganz oder teilweise ersparen.
  • Iec-kmä£igerwe%se soll bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens der aus dem Reaktionsgemisch emi soh entweichende Wasserdampf etwa 200 bis 2000, bevorzugt 200 bis 1300 ewichtsprozent des eingesetzten Eydrazinhydrats betragen; es ist selbstverständlich, daß dies durch entsprechende Regelung der Wasser- oder Wasserdampf-Zuführung erfolgen kann.
  • Besonders vorteilhaft wird dabei Wasser- oder Wasserdampf so zugeführt, daß die entweichende Wasserdampfmenge etwa 220 Gewichtsprozent des eingesetzten Hydrazinhydrats pro Stunde beträgt. Die Resktionsdauer ist nämlich von der Wasserdampfgeschwindigkeit in der Weise abhängig, daß mit abnehmender Geschwindigkeit sich die Reaktionszeit verlängert. Die sbhängigkeit ist jedoch nicht umgekehrt proportional, vielmehr verlängert sich die Reaktionszeit z.B. auf weniger als das Doppelte, wenn die Dampfabgabegeschwindigkeit auf die Hälfte vermindert wird. Die insgesamt entweichende Wasserdampfmenge, d.h. das Produkt aus Reaktionszeit und Geschwindigkeit, wird um so kleiner, je länger die sich einstellende Reaktionszeit wird. Daher kann es aus betrieblichen Gründen, z.B. Verfügbarkeit von entsprechenden Apparaturen, Energien vorteilhaft sein, eine andere Geschwindigkeit zu wählen und längere Reaktionszeiten in Kauf zu nehmen.
  • Das bei der Reaktion entstehende Ammoniak, das zusammen mit Wasserdampf aus dem Reaktionsgemisch entweicht, kann durch Kondensation des Wasserdampfes teilweise leicht vom wässrigen Konder.sat gasförmig abgetrennt und anderer Verwendung zugeführt werden. Das ammoniakalische wässrige Kondensat kann anstelle von Frischwasser bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens Verwendung finden. Durch Destillation unter erhöntem Druck kann aber auch das Ammoniak aus dem Kondensat leicht wieder gewonnen werden. Zweckmäßigerweise erfolgt die Kondensation des entweichenden Dampfes und seine Abtrennung von gasförmigen Ammoniak unter dem Reaktionsdruck. Damit wird eine größere Kapazität des gesamten Reaktionssystems und eine erleichterte Regelbarkeit des Druckes erreicht; weiterhin ergibt sich der Vorteil, daß die Dämpfe und Gase zu weiterer Verwendung nicht erneut verdichtet werden müssen.
  • Wird, wie vorstehend erwähnt, das ammoniakalische wässrige Kondensat anstelle von Frischwasser bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet, so kann es selbstverstandlich zweckmäßig und vorteilhaft sein, gegen Ende der Reaktion, insbesondere nach etwa zwei Dritteln Umsatz, das ammoniakalische wässrige Kondensat durch Frischwasser oder Dampf zu ersetzen, da das Hydrazodicarbonamid durch Asmoniak unter den Druck-Temperaturbedingungen der Reaktion, besonders in ihrem letzten Teil, irreversibel zu unerwwnschten Nebenprodukten umgesetzt wird.
  • Das Ende der Reaktion läßt sich in einfacher Weise am Aufhören der Ammoniak-Entwicklung feststellen, die sich ihrerseits nach einfachen analytischen Verfahren und mit einfachen Hilfsmitteln feststellen läßt, z.B. durch, gezeber.enfalls auch kontinuierliche, Titration oder spektrometrische Bestimmung des Ammoniakgehaltes im wässrigen Kondensat. Selbstverständlich muß dieser Gehalt beim Ende der Reaktion nicht Null werden, da sich durch unerwünschte Zersetzung des gebildeten Hydrazodicarbonamids auch Ammoniak bilden kann; er wird jedoch auf einen geringen, praktisch konstanten Wert absinken.
  • Da Hydrazodicarbonamid in Wasser schwer löslich ist, kann die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches in einfacher Weise durch Abtrennen des Feststoffes von der Mutterlauge erfolgen, z.B.
  • durch Filtration, Abschleudern.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, das erfindungsgemä.ße Verfahren kontinuierlich, z.B. in einer Kesselkaskade durchzuführen. Allgemein kann die apparative Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich nach dem Stand der Technik erfolgen; die sich bietenden Möglichkeiten sind bekannt.
  • Da der Umsatz im allgemeinen quantitativ ist, kann nach der Isolierung des -Reaktionsproduktes die Mutterlauge im allgemeinen verworfen werden, wenn kein oder nur ein geringer Überschuß einer Ausgangsverbindung verwendet wird. Dabei bedeutet dies aus den genannten Gründen weder einen spürbaren Verlust an Ausgangsmaterial noch eine spürbare Abwasserbelattung. Ist ein Harnstoff-Überschuß verwendet worden, so kann die Mutterlauge, die praktisch frei von Nebenprodukten ist und nur den Harnstoff-Überschuß enthält, wie vorstehend erwähnt, erneut in die Reaktion eingesetzt werden.
  • Damit bringt das erfindungsgemäße Verfahren folgende vorteilhafte Fortschritte gegenüber dem Stand der Technik; es fällt weder eine Mutterlauge an, aus der überschüssige Ausgapgsstoffe oder Nebenprodukte entfernt werden müssen oder die eine untragbare Umweltbelastung darstellt, noch werden außer Wasser irgendwelche Zusatz- oder Hilfsstoffe benötigt.
  • Während bei dem in der Technik üblichen Verfahren, die mit Hydrazinsalzen arbeiten, pro Gewichtsteil Hydrazodicarbonamid etwa 1,2 Gewichtsteile Ammonsalze und etwa 0,2 Gewichtsteile überschüssiger Harnstoff in der Mutterlauge enthalten sind, enthält die Mutterlauge nach dem erfindungsgemäßen Verfahren pro Gewichtsteil Hydrazodicarbonamid nur etwa 0,002 Gewichtsteile Ammoniak, 0,002 Gewichtsteile Ammoncarbonat und 0,05 bis 0,08 Gewichtsteile Harnstoff.
  • Es ist daher auch möglich, das Reaktionsgemisch ohne Isolierung und Reinigung des Hydrazodicarbonamids direkt als Ausgangsmaterial bei der Oxydation des Hydrazodicarbonamids zwm Azodicarbonamid zu verwenden, z. B. nach dem Verfahren der DT-AS 1 543 607 durch Oxydation mit einem Chlor-Luft-Gemisch.
  • Dies ist ein weiterer erheblicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, da bei der bisher üblichen Herstellung des Hydrazodicarbonamids aus Harnstoff und Hydrazinsalzen das nydrazodicarbonamid stets isoliert werden mußte. Bei der Oxydation in der Reaktionsmutterlauge, die bei dem üblichen Verfahren erhebliche Mengen Ammonsalze enthält, würde nämlich bei der Oxydation mit Chlor Chlorstickstoff gebildet.
  • Beispiel 1 In einen heizbaren Rührautoklaven, der mit einer Frischwasserzuführung und einem regelbaren Druckventil als Auslaß versehen war, wurden 1634,0 g Harnstoff (27,2 Mol), 648,5 g Hydrazinhydrat (12,97 Mol) und 980,0 g Wasser vorgelegt: Dann 0 wurde der Autoklav auf 122 C aufgeheizt und unter weiterem Heizen auf dieser Temperatur gehalten. Der Innendruck wurde nach anfänglichen Anstieg auf 2,8 Bar so eingeregelt, daß er am Ende der Reaktion 2,2 Bar betrug. Während der Reaktionszeit wurden das entstehende Ammoniak und 5660 g Wasserdampf abgezogen, der kontinuierlich durch Zufuhr der entsprechenden Menge Wasser ersetzt wurde. Die Reaktion war nach 4 Stunden beendet; das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt, das ausgefallene Hydrazodicarbonamid abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute betrug 1497 g (97,8 % der Theorie) Hydrazodicarbonamid.
  • Beispiel 2 In der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wurden 1.634,0 g Harnstoff (2i,2 Mol), 648,5 g Hydrazinhydrat (12,97 Mol) und 700,0 g Wasser vorgelegt und die Umsetzung wie in Beispiel 1 beschrieben durchgeführt. In 4 Stunden Reaktionszeit wurden 5.650 g Wasserdampf abgezogen und durch die Zufuhr der gleichen Menge Wasser ersetzt. Die Ausbeute betrug 1.498 g (97,9 % der Theorie) Hydrazodicarbonamid.
  • BeisPiel 3 In der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wurden 1.634,0 g Harnstoff (27,2 Mol), 648,5 g HydrazinhydFat (12,97 Mol) und 1.100 g Wasser vorgelegt und die Umsetzung wie in Beispiel 1 beschrieben durchgeführt. In 4 Stunden wurden 5.680 g Wasserdampf abgezogen und durch die Zufuhr der gleichen Menge Wasser ersetzt. Die Ausbeute betrug 1.481 g (96,8 % der Theorie) flydrazodicarbonamid.
  • Beispiel 4 In der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wurden 1556 g Harnstoff (25,9 Mol), 648,5 g Hydrazinhydrat (12,97 Mol) und 980,0 g Wasser vorgelegt und die Umsetzung wie in Beispiel 1 beschrieben durchgeführt. Jedoch betrug die Reaktionszeit 5 Stunden und es wurden 7890 g Wasserdampf abgezogen und durch die Zufuhr der gleichen Menge Wasser ersetzt. Die Ausbeute betrug 1439 g ( 94 % der Theorie) Hydrazodicarbonamid.
  • Beispiel E In einen heizbaren Rührautoklaven wurden 1634,0 g Harnstoff (27,2 Mol) 648,5 g Hydrazinhydrat (12,97 Mol) und 980 g Wasser vorgelegt. Dann wurde der Autoklav auf 122°C aufgeheizt und bei dieser Temperatur unter Einblasen von Wasserdampf von 6 bis 7 Bar ein Druck von anfangs 2,8 Bar, während der Reaktionszeit abnehmend bis zu 2,2 Bar eingehalten. Nach etwa 4,5 Stunden waren 6500 g Wasserdampf durch das Reaktionsgemisch geleitet worden und die Reaktion war beendet. Nach Abkühlen des Reaktionsgemisches wurde das ReaktionsprodUkt abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute betrug 1495 g (97,7 % der Theorie Hydrazodicarbonamid.
  • Beispiel 6 In der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wurden 1885 g Harnstoff (31,39 Mol), 648,5 g Hydrazinhydrat (12,97 Mol) und 980 g Wasser vorgelegt. Dann wurde der Autoklav auf 12200 aufgeheizt und unter weiterem Heizen auf dieser Temperatur gehalten. Der Innendruck wurde nach anfänglichem Anstieg auf 3,2 Bar so eingeregelt, daß er am Ende der Reaktionszeit 1,7 Bar betrug. Während der Reaktionszeit wurden das entstehende Ammoniak und 4768 g Wasserdampf abgezogen, der kontinuierlich durch Zufuhr der entsprechenden Menge Wasser ersetzt wurde. Die Reaktion war nach 4 Stunden beendet; das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt, das ausgefallene Hydrazodicarbonamid abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
  • Die Ausbeute betrug 1490 g (97,3 % der Theorie) Hydrazodicarbonamid.
  • Beispiel 7 In dem in Beispiel 1 beschriebenen Autoklaven wurden 1885,0 g Harnstoff (31,39 Mol), 648,5 g Hydrazinhydrat (12,97 Mol) und 980,0 g Wasser vorgelegt. Dann wurde der Autoklav auf 11100 aufgeheizt; der Innendruck betrug dabei 2,3 Bar. Im Verlaufe der Reaktionszeit von 13 Stunden wurden Druck und Temperatur so geregelt, daß der Innendruck zum Schluß 1,7 Bar und die Temperatur 118°C betrug. Während der Reaktionszeit wurden das entstehende Ammoniak und 2553 g Wasserdampf abgezogen, der kontinuierlich durch Zufuhr der entsprechenden Menge Wasser ersetzt wurde. Nach beendeter Umsetzung wurde das Reaktionsgemisch abgekühlt, das ausgefallene Hydrazodicarbonamid abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute betrug 1492 g (97,4 % der Theorie) Hydrazodicarbonamid.
  • Beispiel 8 a) In der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wurden 1634,0 g Harnstoff (27,2 Mol), 648,5 g Hydrazinhydrat (12,97 Mol) und 980,0 g Wasser vorgelegt und die Umsetzung wie in Beispiel 1 beschrieben, durchgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde in Abweichung von Beispiel 1 das ausgefallene Hydrazodicarbonamid nicht abfiltriert, sondern das gesamte in Form einer Suspension vorliegende Reaktionsgemisch in 6 gleiche Teile geteilt und jede Teilmenge durch Zusatz von Wasser auf ein Volumen von 1200 ml gebracht.
  • b) Durch jede der Teilmengen wurde unter sehr gutem Rühren bei einer Temperatur zwischen 37 und 4OOC so lange ein Gemisch von einem Volumenteil Chlor und 3 Volumenteilen Luft durchgeleitet, bis bei der Messung des Reduktionspotenzials ein deutlicher Sprung beobachtet wurde. Die benötigte Reaktionszeit betrug etwa 4 bis 5 Stunden.
  • Anschließend wurde der Feststoff durch Filtration isoliert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die gesamte Ausbeute betrug 1406,5 g Azodicarbonamid, entsprechend 93,5 % der Theorie, berechnet auf Hydrazinhydrat.

Claims (5)

Patentans»rüche
1. Verfahren zur Herstellung von Hydrazodicarbonamid aus Harnstoff und Hydrazin oder Hydrazinhydrat bei erhöhter Temperasur wr.d-erhöhtem Druck, dadurch Cekermzeichr,et, daß man Harnstoff mit Hydrazin oder Hydrazinhydrat im wäßrigen Medium bei 105 - 1400C und einem Druck von 1 2 bis 35 Bar umsetzt .
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wassermenge im wäßrigen Reaktionsmedium wenigstens 100 Gewichtsprozent des eingesetzten Hydrazinhydrates beträgt.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß während der Reaktion ständig Wasser aus dem wäßrigen Medium verdampft und das verdampfende Wasser ganz oder teilweise durch Zufuhr von Wasser oder Wasserdampf ersetzt wird.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich überschüssiger Wasserdampf durch das wäßrige Reaktionsmedium geleitet wird.
5. Verfahren nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation des aus dem Reaktionsgemisch austretenden Dampfes unter dem im Reaktionsraum herrschenden Druck vorgenommen wird.
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CN111499546A (zh) * 2020-04-07 2020-08-07 青海盐湖工业股份有限公司 一种有酸法生产联二脲的方法和系统

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