DE244841C - - Google Patents

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DE244841C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/56Separation; Purification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 244841 KLASSE Ml GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Dezember 1910 ab.
Eine Reihe von Industriezweigen, welche
reiner, schwefliger Säure bedürfen, haben großes Interesse an deren Reinigung bzw. Befreiung der Kiesröstgase von Schwefelsäureanhydrid und Flugstaub.
Dieses Problem hat daher vielseitige Bearbeitung gefunden, jedoch war es bislang als ein Mangel zu bezeichnen, daß die Hauptverunreinigung der Röstgase, das Schwefelsäureanhydrid SO3, bei der Reinigung ganz verloren ging oder ,doch nur unvollkommen nutzbar gemacht werden konnte. Es bestand daher das Bestreben, eine Methode zu finden, welche gestattet, den genannten Schwefelgehalt der rohen Röstgase in möglichst ökonomischer Weise auszunutzen.
Nach vorliegender Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, daß zwischen dem Röstofen und den Apparaten, in welchen das gereinigte S O2 verarbeitet wird, ein Turmsystem angeordnet wird, in welchem schwefligsaures Ammoniak enthaltende Laugen zirkulieren. Nach dem Passieren dieses Absorptionssystems sind die Röstgase frei von Flugstaub und
Schwefelsäureanhydrid SO3, und gleichzeitig ist das Schwefelsäureanhydrid S O3 völlig ausgenutzt, da es durch Umsetzung mit dem schwefligsauren Ammon als schwefelsaures Ammon gebunden wird unter Entbindung der äquivalenten Menge schwefliger Säure, die sich mit den (gereinigten) Röstgasen vereinigt.
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Bei wiederholter Verwendung derselben Laugen kann der ganze Gehalt derselben an Ammonsulfat in Ammonsulfat übergeführt werden, so daß man also gleichzeitig mit der Reinigung der Röstgase als Nebenprodukt praktisch reines Ammonsulfat erhält, dessen Herstellungskosten somit sehr gering werden im Vergleich zu dem nach den üblichen Verfahren mit Ammoniak und käuflicher Schwefelsäure hergestellten. Die Bildung des Ammonsulfates kann vorteilhaft durch Regelung der bei der Reaktion vorhandenen Sauerstoff menge geregelt und gefördert werden.
Es kann bisweilen erwünscht sein, daß das nach dem Verfahren erhaltene Produkt von saurer Reaktion ist, was sich dadurch erreichen läßt, daß die Behandlung mit dem genannten Gasgemisch so lange fortgesetzt wird, bis das Produkt einen gewissen Überschuß an Schwefelsäure aufgenommen hat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung von Röstgasen unter gleichzeitiger Nutzbarmachung des in diesen Gasen enthaltenen Schwefelsäureanhydrids, dadurch gekennzeichnet, daß man die Röstgase, deren Sauerstoffgehalt entsprechend geregelt wird, auf gegebenenfalls gelöstes schwefligsaures Ammoniak unter Erwärmen einwirken läßt.
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