DE2428C - Elektrischer Zaum zum Bändigen der Pferde - Google Patents

Elektrischer Zaum zum Bändigen der Pferde

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DE2428C
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ADELE ENGSTRÖM in Paris
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/13Devices for preventing bolting

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Elimination Of Static Electricity (AREA)

Description

1878.
!' " Klasse 56.
ADELE ENGSTRÖM in PARIS. Elektrischer Zaum zum Bändigen der Pferde.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1878 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, genannt »Engström'scher elektrischer Zaum«, der den Zweck hat, das Durchgehen, Bäumen, Ausschlagen und Zurückweichen der Pferde, sowie die Unfälle, welche dieses im Gefolge hat, zu verhindern. Der Apparat kann auch vortheilhaft beim Dressiren und Beschlagen der Pferde angewendet werden, sowie um denselben Unarten oder Fehler abzugewöhnen.
Der Apparat besteht aus einer elektrischen Säule, einem Ruhmkorff'schen Apparate und den Zügeln. Er kann ebensogut an Wagen wie an Sätteln angebracht werden. Bei ersterer Anwendung ist er entweder unter dem Sitz des Kutschers, diesem zur Hand, oder auf dem Boden des Wagens angebracht, um mit dem Fufs erreicht werden zu können. Beim Reiten wird er entweder vom Reiter wie ein Täschchen über die Schulter gehängt oder in dem Sattel geborgen. Die elektrische Säule oder das Element ist so beschaffen, dafs sie ihre Wirkung nur dann äufsert, wenn der Wagenführer oder der Reiter nöthig hat, aus irgend einer Ursache das Pferd zu bändigen, in welchem Fall er nur auf einen Knopf zu drücken braucht, um einen elektrischen Strom durch die Zügel nach dem Gebifs gehen zu lassen.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine Ansicht des ganzen Apparates.
Fig. 2 ein Schnitt durch das" Kästchen/worin der Ruhmkorff'sche Apparat und die elektrische Säule eingeschlossen sind. Fig. 3 ist eine Endansicht des ganzen Apparates, Fig. 4 eine Ansicht von oben. Fig. 5 zeigt in kleinerem Maafsstabe die Anwendung einer Fufstrittvorrichtung, um den Knopf der Säule und hiermit diese selbst in Thätigkeit zu setzen.
Das Gebifs besteht aus zwei Theilen a a, welche durch eine Lederverbindung b mit einander vereinigt sind. Jeder der beiden Theile ist an seinem Ende mit einer Oese versehen, worin ein Eisenstab C mit einem. Ring d eingefügt. Diese Ringe dienen zum Einhängen der sog. »Carabinerhaken« g, in welchen die elektrischen Drähte endigen, die ganz in Leder eingehüllt sind.
Die Riemen f f sind anfangs getrennt, vereinigen sich, aber in e und bilden den Sicherheitszügel k. Am anderen Ende ex gehen die Riemen bezw. die Leitungsdrähte wieder auseinander und ihre Sprung- oder Carabinerhaken gl sind in den Oesen k k1 eingehängt. Die Zügel oder Riemen könnten auch durchaus getrennt von d nach k k1 geführt werden. Das Gebifs ist ein getrenntes, sehr sanftes und wirkt nur energisch durch den elektrischen Strom. Ein Kästchen A mit Deckel B, der durch Haken i zugehalten wird, enthält die elektrischen Säulen und den Ruhmkorff'schen Apparat.
Die Säule besteht aus einem cylindrischen Gefäfs C C aus Hartgummi oder anderem, von Säuren nicht angreifbarem Material, ferner aus einem Deckel mit Gewinde D, an welchem zwei Kohlenstäbe E E befestigt sind, welche an ihren oberen Enden durch eine Metallverbindung vereinigt sind. Das Gefäfs enthält angesäuertes Wasser oder eine Lösung von doppelchromsaurem Kali. Die Zinkplatte F, welche von beiden Kohlenstäben durch eine isolirende Armirung j abgehalten ist, bildet ein Stück mit dem beweglichen Stift oder Knopf G, um welchen eine Spiralfeder IT gewunden ist. Wenn der Knopf G frei, und infolge dessen das Zink nicht in die Flüssigkeit eingetaucht ist (Fig. 2), so wirkt die Säule nicht; drückt man dagegen mit dem Fufs oder mit der Hand den Knopf nieder, so taucht das Zink in die Flüssigkeit ein und es wird ein elektrischer Strom erzeugt. Die positive Elektrode /, welche an dem Deckel befestigt ist, steht mit der Verbindungsplatte der beiden Kohlen in Berührung.
Die negative Elektrode /' ist durch das Plättchen m mit der Hülse η verbunden, welche dem Stift oder Knopf H zur Führung dient.
Der elektrische Strom geht durch die Drähte ο und ol an die Klemmschrauben p und /' des Ruhmkorff'schen Apparates. Von der Klemmschraube p geht ein Draht q zu dem Contact r, unter diesem befindet sich eine vibrirende Feder s, an deren Ende der Draht t befestigt ist. Letzterer mündet oben in die Spule X ein. Die Klemmschraube/ steht direct mit dem unteren Theil der Spule in Verbindung. Der ununterbrochene Strom wird durch die vibrirende Feder in eine Reihenfolge von unterbrochenen Strömen verwandelt, welche inducirte Ströme erzeugen. Diese werden durch die Drähte χ und y nach den Oesen k und kl geleitet, von da in die Leitungsdrähte im Innern der Sicherheitszügel.

Claims (1)

  1. Die elektrische Wirkung wird somit nach dem Gebisse geleitet und hat die Veränderung der Gangart des Pferdes und die Bändigung desselben zur Folge. Wenn man die Säule mit dem Fufs in Thätigkeit setzt (Fig. 5), so ist die Feder H nicht um den Stift G gewunden, sondern wirkt auf das Trittbrettchen K.
    Patent-Anspruch: Die oben beschriebene Einrichtung des elektrischen Zaumes, welcher bestimmt ist, die Pferde zu bändigen und welcher zusammengesetzt ist aus einem getrennten Gebifs und den Zügeln, worin die Leitungsdrähte enthalten sind, welch letztere die beiden Theile des Gebisses mit einer Elektricitätsquelle mit nur augenblicklicher Wirkung in Verbindung setzen. Diese Elektricitätsquelle besteht aus einem Ruhmkorff'schen Apparat und der beschriebenen Säule oder Zinkkohlen-Element. Die Säule besitzt eine bewegliche Zinkplatte zwischen zwei Kohlenstücken, welche aufser dem Bereich der Säure gehalten wird, so dafs für gewöhnlich die elektrische Wirkung nicht stattfindet, sondern nur durch das Niederdrücken eines Stiftes oder Knopfes an dem Zinkstreifen erzeugt wird. Dieses Niederdrücken verursacht das Eintauchen des Zinkes in die Säure. Alles wie oben beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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