DE372491C - Einheitssattel - Google Patents

Einheitssattel

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DE372491C
DE372491C DEK64285D DEK0064285D DE372491C DE 372491 C DE372491 C DE 372491C DE K64285 D DEK64285 D DE K64285D DE K0064285 D DEK0064285 D DE K0064285D DE 372491 C DE372491 C DE 372491C
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DE
Germany
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saddle
horse
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Expired
Application number
DEK64285D
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English (en)
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EDGAR KATTNER
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EDGAR KATTNER
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Publication date
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Publication of DE372491C publication Critical patent/DE372491C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68CSADDLES; STIRRUPS
    • B68C1/00Saddling equipment for riding- or pack-animals
    • B68C1/02Saddles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description

  • Einheitssattel. -Die Aufgabe gemäß der Erfindung besteht darin, einen Sattel ,zu bauen, der für alle PfeildegröBen und alte Reiter paßt und der so beschaffen ist, .daß ider bepackte und der unbepuckte Reiter immer gezwungen -ist, im Schwerpamkt zu reiten. Unter Reiten im Schwerpunkt wird :die Haltung des Reiters verstanden, in welcher sein Schwerpunkt immer über .dem Schwerpunkt des Pferdes bleibt und nicht wie bisher außerhalb .der Schwerpunktslinie, d. h. vor oder hinter dieser Linie. In der Reitersprache bezeichnet man das Reiten ,im Schwerpunkt auch als »Schlußreiteii«. Es ist von der größten Wichtigkeit, daß ,der Reiter, um die Kräfte des Pferdes bei größter Bewegungsfreiheit zu schonen, in allen Gangarten Schluß reitet.
  • Zu berücksichtigen ist dal:ei aber, daß die Reitpferde verschiedene Größen innerhal.li l@estimmter Grenzen haben, der bisher gebrauchte Sattel indessen nicht so eingerichtet ist, daß er für diese verschiedenen Größen paßt. Die Einrichtung, die nach der Erfindung getroffen ist, gestattet nun"daß für diese verschiedenen Größen nur ein -einziger Sattel. ein »Einheitssattel«, verwendet werden kann, indem der Sattel nach dein Pferdeskelett gebaut ist, das mit Ausnahme des Widerri.stes, für die Reitpferde annähernd gleich :ist.
  • Der Sattel muß für diesen Zweck nach folgen-den Gesichtspunkten gebaut werden. Um die Tragfläche des Pferdekörpers so weit wie möglich auszunutzen, müssen die tragenden Teile des Sattels, d. h. die Trachten, etwa von den ersten falschen Rippen bis kurz hinter die Schulterblätter reichen, und auf dien Rippenansätzen ruhen, wobei sie den Wi@derrist nicht berühren. Bei dieser Bauart paßt der Sattel der Länge nach für alle Reitpferde.
  • Die Mitte der Verbindungslinie von dein hinteren Punkte des Sattels bis zum vorderen Punkte liegt hinter -dem Schwerpunkt das 1 Pferdes; infolgedessen muß eine Anordnung am Sattelgetroffen werden, durch die der Schwerpunkt des Sattels genau über den Schwerpunktdes Pferdes, also auf Schluß zu liegen kommt. Erreicht wird dies dadurch, j daß der Vorderzwiesel am Sattel ,so angeordnet ist, daß er etwas hinter Odem Schulterblatt liegt, seine Mittellinie annähernd par- ; allel zur Mittellinie des Schulterblattes des Pferdes bei aufgelegtem Sattel verläuft und daß die vordere höhere Kante des Vorderzwiesels stets näher dem Widerrist des Pferdes ist, als .die tiefere hintere Kante, weil, wie oben ausgeführt, idie Formen des Widerristes verschieden sind. Der Vorderzwiesel muß demgemäß den Widerrist rin einem solchen Abstande überwölben, .daß er das Tier, auch wenn es vollfleischig ist, nicht berührt. Hier- . aus und aus der gekennzeichneten Lage des i Vorderzwiesels ergibt sich für ihn eine Form, die den Reiter gewissermaßen selbsttätig in 11 die Schlußlage bringt. Wenn außerdem der Hinterzwiesel annähernd parallel und in gleicher Höhe wie der Vorderzwiesel gestellt wird, dann ergibt sich beider Spannung ides Sitzleders zwischen Hinter- und Vorderzw,iesel für den Reiter eine weitere Notwendigkeit, seinen Schwerpunkt über den Schwerpunkt des Pferdes zu verlegen, indem nämlich die tiefste Stelle des Sitzleders nicht die Mitte ;des Sattels ist, sondern über deni Schwerpunkt des Sattels und damit des Pferdes zu liegen kommt. Um nun im bepackten Zustand den Reiter nicht aus der Schlußl;age herauszubringen, isst es notwendig, daß man auf dem so gearbeiteten Zwiesel -das Vordergepäck entsprechend parallel zur Schulterbl.attlinie lagert. Das geschieht dadurch, daß der Vorderzwiesel mit einem Steg ausgerüstet ist, ider ;seinerseits so verläuft, daß die Verbindungslinie zwischen den am Vorderzwiesel und Steg angebrachten Packösen ebenfalls annähernd parallel zur Mittellinie des Schulterblattes des Pferdes verläuft; die untere Packöse ist dabei auf .einem Soharnierblatt befestigt, um die größte Beweglichkeit der Sattelblätter zu gewährleisten.
  • Das Gepäck auf dem Hinterzwiesel wird zwischen dem Hinterzwiesel und -einer am Sattel @befestigten Stütze mittels Riemen befestigt, die durch .eine Öffnung am Ende der Stütze und eine Öffnung zwischen Stütze und Hinterz«ieselkante gezogen wird, zum Zweck, beim Anschnallen das Gepäck in die Ecke zwischen Stütze und Hinterzwieselkante zu ziehen. Dadurch kann das Gepäck den Reiter nie belästigen, so daß er auch unbehindert vom Hintergepäck auf Schluß reiten kann. Einen so bepackten Sattel können Reitpfer=de jeder Größe tragen, und zwar so, daß der Schwerpunkt auch des bepackten Sattels immer über den Schwerpunkt des Pferdes, also auf Schluß zu liegen kommt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines nach diesen Vorschriften gebauten Sattels darlgestellt. Abb. i zeigt die Seitenansicht ohne Sitz- und Seitenblätter, Abb. a eine Vorderansicht, Abb. 3 eine Seitenansicht des mit Gepäck versehenen Sattels. Abb.4 zeigt schematisch die Lage des Sattels am Skelett.
  • Der Sattel besteht bekanntermaßen zweckmäßig aus folgenden Hauptteilen: dem Sattelgerüst, das aus dem Vorderzwiese146, dem Hinterzwiesal 47 und den Trachten 48, 49 zusammengesetzt ;ist, dem Sitzleder i, das zwischen Vorder- und Hinterzwiesel eingespannt ist (Abb. i), ;denn rechten und linken Filzpolster a, 3, dem rechten und linken ledernen Seitenblatt 4, 5 (Alb. 3) und dem ledernen, reit .in einem spitzen Winkel angebogenen Halteflansch versehenen Sitz 6.
  • Nach der Erfindung ist der Vorderzwiesel 46 ,und seine Verlängerung 9 so schräg gelegt, daß seine Mittellinie annähernd parallel zur Mittellinie A-B (Abb. 4) des Schulterblattes des Pferdes bei aufgelegtem Sattel verläuft. An der Vorderkante ist .der Vorderzwiesel bei 8 so weit ausgeschnitten, daß er den Widerrist des Pferdes nicht -berühren kann. Die hintere Kante der oberen Wölbung des V orderzwiesels ist dabei so verkürzt und die obere Wölbung des Vorderzwitsels tnotz des mehr als halbkreisförmigen Vorderkantenausschnittes,so flach und schmal, daß die vordere höhere Kante stets näher dem Widerrist des Pferdes .ist als die tiefere hintere Kante, wodurch die Berührung des Widerristes selbst bei ganz zusammengefallenen Pferden ausgeschlossen ist.
  • Der Hinterzwies.e147 des Sattels liegt annähernd parallel und in gleicher ,Höhe wie der Vorderzwiesel. Diese Bedingung sichert die Einstellung :der tiefsten Stelle des Sitzleders in die Schwerlinie des Sattels -über den Schwerpunkt des Pferdes, so daß der Reiter auch mit seinem Schwerpunkt über den Schwerpunkt des Pferdes kommt. Um diese Haltung des Reiters auch :bei .bepacktem Sattel zu sichern, sind am Steg g zwei Packösen 11, 12 so .befestigt, daß auch sie in der Richtung der Mittellinie ides Schulterblattes des Pferdes liegen. Die Packöse 12 ist dabei an einem Schnarnü@erblatt 13 befestigt, um das Sattelblatt leicht anheben zu können, ohne es zu .brechen. Das Gepäck erhält .dadurch eine Lage, die dem Pferd ein leichteres Tragen ermöglicht, weil das iGepädk iin Richtung der Resultierenden .der Vorwärts- und Abwärtsbewegungen -des Pferdes, d. h. in Richtung der Mittellinie des Schulterblattes liegt. Auch ,vird vermieden, idaß (das Gepäck i o auf den Wiiderrist rutscht, wie es bisher der Fall war, und schließlich wird. durch .die schräg vorwärts gerichtete Lage des Gepäckes eine Behinderung des Oberschenkels -des Reiters vermieden.
  • Für das Hintergepäck ist eine Stütze 22 vorgesehen. Sie besteht 'aus einem Stück Flacheisen, das mit einem Ende am Sattel so befestigt ist, @daß an. .der Befestigungsstelle der tiefste Punkt liegt. An dieser Stelle ist die Stütze zeit einem spitzengebogenen Schenkel versehen, rnnt dem sie am Sattelkranz angeschraubt ist. Darüber befindet sich eine Öse 25. Am anderen Ende der Stütze :ist ein Schlitz 23 vorgesehen. Wird nun durch die Ose 25 und den Schlitz 23 (der Packriemen 2:i von untenh er durchgeführt, so daß er oben am Sattelkranz herauskommt, so wird das I I intergepäck, Mantel und Futtersack am Gepäckhalter so befestigt, daß es ganz in die Ecke hineingezogen wird. Es liegt somit nur hinter dem Sattel und auf dem Sattelkranz. Die durch die beiden Ösen 2o, 21 an den hinteren Trachten gezogenen Packriemen erhalten das Gepäck in dieser Lage und ziehen es immer in den tiefsten Punkt des Gepäckhalters, also gegen den Hnnterzwiesel und hinter den Sattel, und nicht wie bei den bisher bekannten Befestigungsarten in den Sattelsitz hinein.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einheitssattel, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorderzwiesel am Sattel so angeordnet ist, daß seine Mittellinie annähernd parallel zur Mittellinie des Schulterblattes ides Pferdes .bei aufgelegtem Sattel verläuft und daß die vordere höhere Kante .des Vorderzwiesels stets näher dem Widernist des Pferdes 'ist als -die tiefere hintere Kante.
  2. 2. Einheitssattel gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, .daß der Hinterzwiesel annähernd parallel und in gleicher Höhe wie der Vomderzwiesel liegt.
  3. 3. Einheitssattel gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorderzwiesel miteinem Steg (9) ausgerüstet ist, der seinerseits so verläuft, daß die Verbindungslinie zwischen den am Vorderzwiesel und Steg angebrachten Packösen i(ii, I)2) ebenfalls annähernd parallel zur Mittellinie d,@s Schulterblattes des Pferdes verläuft und daß die unterste Packöse auf diesem Steg scharnierartig ;befestigt ist.
  4. 4. Einheitssattel gemäß Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze in einem spitzen Winkel an der hinteren Kante .des Hnnterzwiesels befestigt -ist .und zwei Öffnungen besitzt, so daß das Hintergepäck mit dem angeschlauften Riemen @in @die Ecke-hineingezogen wird.
DEK64285D 1917-06-16 1917-06-16 Einheitssattel Expired DE372491C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1785390A1 (de) * 2005-11-11 2007-05-16 Spirig, Hans Reitsattel mit Kopfeisen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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