DE239374C - - Google Patents

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DE239374C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/16Stringed musical instruments other than pianofortes
    • G10F1/18Stringed musical instruments other than pianofortes to be played by a bow

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 239374 KLASSE 51 d. GRUPPE
LUDWIG HUPFELD AKT-GES. in LEIPZIG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. April 1910 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln der Tonstärke bei Streichinstrumenten, bei denen die Saiten von mechanisch angetriebenen Streichorganen dadurch zum Tönen gebracht werden, daß das Instrument in bekannter Weise an das Streichorgan herangeführt wird,
Mittels der Vorrichtung wird gleichzeitig die Geschwindigkeit der Bogenbewegung und der
ίο Druck der Saite gegen den Streichbogen in demselben Sinne geändert, und zwar dadurch, daß durch ein und dasselbe Steuerorgan, beispielsweise eine an sich bekannte Hebel- oder Balganordnung, gleichzeitig ein den Druck der Saite gegen das Streichorgan regelnder Anschlag verstellt und die Antriebskraft für die Bewegung des Streichorgans verändert wird. Als Anschlag kann dabei eine durch das Steuerorgan zu drehende Kurvenscheibe oder eine andere geeignete Vorrichtung, etwa ein Keil oder eine Schraube, dienen. Dient zum Antrieb des Streichorgans ein Luftmotor, so wird zweckmäßig die Luftzufuhr durch ein von dem Steuerorgan zu bewegendes Drosselventil geregelt; wenn ein Elektromotor benutzt wird, dagegen durch einen Widerstand. Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung gemäß der Erfindung für Antrieb durch Saugluft in beispielsweiser Ausführung schematisch dargestellt.
Die um ihr Griff ende drehbare Geige α ist an ihrem breiten Ende durch Gelenkstangen b mit dem Balg c verbunden. Zur Begrenzung der Bewegung der Geige dient eine Kurvenscheibe d, die mit dem an das Gestänge b angelenkten Hebelgestänge e in Eingriff ist. Die Kurvenscheibe d ist durch Gelenkstangen f mit dem Steuerungsbalg g verbunden, zu dem die Saugleitung h führt. Neben dem Balg g ist ein zweiter Balg i angeordnet, der unter Vermittlung der Saugleitung k bewegt wird. An dem Balg g ist ferner die Schieberstange eines in die Luftleitung für den Motor eingeschalteten Schiebers I angelenkt.
Auf der Zeichnung ist die Stellung der Vorrichtung bei Pianissimospiel veranschaulicht. Der Steuerungsbalg g ist vollständig ausgezogen und die Kurvenscheibe d hat diejenige Stellung, in welcher sie eine Heranbewegung der Geige α durch den mittels Saugluft betriebenen Balg c an den — nicht gezeichneten — Streichbogen nur so weit zuläßt, daß die Saite den Streichbogen eben berührt. Gleichzeitig ist die Luftzufuhr zum Motor durch den Schieber / auf den kleinsten Wert gedrosselt, die Bogengeschwindigkeit also entsprechend verlangsamt.
Wird nun in bekannter Weise vermittels der Steuerungslöcher im Notenblatt ein Absaugen der Luft aus dem Steuerungsbalg g bewirkt, so wird dieser zusammengezogen, die Kurvenscheibe d unter Vermittlung der Stangenverbindung f in Richtung des Pfeiles P gedreht und gleichzeitig das Drosselventil I mehr geöffnet. Es wird also durch gleichzeitige Erhöhung des Druckes der Saite gegen den Streichbogen und Vergrößerung der Bogengeschwindigkeit die Tonstärke erhöht. Je nach Anordnung und Bemessung der Steuerungslöcher im Notenblatt wird der Balg g mehr oder weniger zusammengezogen und Kurvenscheibe und Drosselventil mehr oder weniger
verstellt. Durch den ebenfalls unter Vermittlung von Steuerungslöchern im Notenblatt betriebenen Balg i wird der Balg g wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt. Der Druck der Saite gegen das Streichorgan und die Geschwindigkeit des letzteren sind auf diese Weise in den weitesten Grenzen und mit großer Genauigkeit regelbar. Gegebenenfalls kann an die Stelle der Steuerungsbälge g und i ein unmittelbar von Hand zu verstellender Hebel treten.
Statt der Unrundscheibe d kann auch ein Kegel, ein Keil oder eine Schnecke zur Verwendung kommen.
Geschieht der Antrieb des Streichorgans durch einen Elektromotor, so kann der an die Stelle des Drosselventils tretende Widerstand entweder unmittelbar von Hand oder aber mit Hilfe von Steuerungsbälgen beeinflußt werden.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zum Regeln der Tonstärke bei mechanischen Streichinstrumenten, bei denen das Instrument an das Streichorgan herangeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch dasselbe Steuerorgan, beispielsweise eine an sich bekannte Balg- oder Hebelanordnung, das Maß der Verstellung des anzustreichenden Instrumentes mit Bezug auf das Streichorgan und gleichzeitig die Kraftmittelzufuhr zu dem das Streichorgan antreibenden Motor geregelt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung des Druckes der Saite gegen das Streichorgan ein verstellbarer Anschlag, etwa eine Kurvenscheibe, ein Keil, eine Schraube, benutzt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung, beispielsweise eine vom Notenblatt beeinflußte Doppelbalganordnung, gleichzeitig eine Drosselvorrichtung in der nach dem Windmotor führenden Windleitung und mittels Hebelanordnung den den Saitehdruck regelnden Anschlag verstellt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung gleichzeitig die den Andruck der Saiten regelnde Vorrichtung und einen Widerstand für den das Streichorgan in an sich bekannter Weise antreibenden Elektromotor verstellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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