DE212362C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F1/00—Automatic musical instruments
- G10F1/02—Pianofortes with keyboard
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT :
KLASSE 51 d. GRUPPE
EDUARD SEIFERT in CÖLN a. Rh.
Pneumatisch betriebenes Musikwerk mit Hilfsventil.
Gegenstand der Erfindung ist ein pneumatisch betriebenes Musikwerk mit Hilfsventil
zur Steuerung des Wechselventils, dessen neues Merkmal darin besteht, daß das Hilfsventil
mittels schwacher, von der die Tonerzeuger beeinflussenden Saug- oder Druckluft unabhängigen
Luftspannung gesteuert wird.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise bei einem Piano in
ίο Fig. ι in teilweisem Längsschnitt dargestellt.
Fig. 2 bis 4 zeigen Einzelheiten in größerem Maßstabe.
Von dem Magazin her gelangt die Saugluft in einen Raum ι (Fig. 2), dessen untere, in
einen Kanal 2 mündende Öffnung 3 durch eine Membran 4 und dessen obere Öffnung durch ein Ventil 7 verschlossen ist. Dieses
Ventil steht unter der Wirkung einer sich in eine Nase 8 der Wandung des Kanals 6 einlegenden
Blattfeder 9. Oberhalb dieses Kanals befinden sich, durch Trennwände 10 voneinander
geschieden, die bekannten Ausschlagbälge 11 (Fig. 1). Der zur Membran 4 führende
Kanal 2 (Fig. 2), ist oben durch ein Ventil 12 verschlossen, dessen Hub durch eine
in einem Gestell 23 geführte Schraube 24 begrenzt wird. Das Ventil 12 ist mittels eines
Stechers 13 mit einem Membranpaar 14, 15
verbunden. Die beiden Membranen befinden sich in einem Raum 16, der mittels eines besonderen
oder des den Wind für den Notenblockmotor regelnden Balges unter schwachen Luftunterdruck gesetzt wird. Bei geöffnetem
Ventil verhindert die Membran 14 den Zutritt von Außenluft zu dem Raum 16 und übt
gleichzeitig einen Druck auf die Membran 15
aus. Ein Rohr 17 verbindet die Membran 15
mit dem Gleitblock 20 (Fig. 1). Eine Öffnung 21 in diesem setzt die Rohrleitung 17
mit einem Raum 22 in Verbindung, der an denselben Regelbalg wie der Raum 16 angeschlossen
ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Verschließt das Notenblatt 19 die Leitung 17, so wird unter der Wirkung der Ventilfeder
und der Membran 14 das Ventil 12 geschlossen gehalten. Dadurch bleibt auch die Membran
4 in der Ruhelage, und das Ventil 7 liegt auf seiner unteren Sitzfläche auf, wobei
der Zutritt der Außenluft zu den Anschlagbälgen freigegeben ist. Kommt indessen ein
Loch im Notenblatt 19 vor die Mündung der Leitung des Kanals 17, so wird durch den
Druck der Außenluft die Membran 15 und damit das Ventil 12 von seinem Sitz abgehoben,
so daß auch Außenluft in den Kanal 2 einströmt und das Ventil 7 in die die Öffnung
6' verschließende Stellung angehoben wird, in welcher die Außenluft von den Anschlagbälgen
abgesperrt ist und die Saugluft aus dem Raum 1 heraus auf sie zur Wirkung
kommt und ein Anschlagen des entsprechenden Tones herbeiführt.
Die Anordnung derart, daß das Hilfsventil 12 durch eine dem Druck der Außenluft gegenüber
nur wenig veränderte gleichmäßige Luftspannung gesteuert wird, ergibt den Vorteil, daß
das Notenblatt mit stets gleicher, schwacher Pressung gegen den Gleitblock angedrückt,
mithin geschont und ein regelmäßiger Gang des Windmotors erzielt wird. Auch wird das
pfeifende Geräusch vermieden, welches die durch die Öffnungen des Gleitblockes einströmende Luft bei großen Luftspannungsunterschieden
hervorruft, ferner bleibt die Wiedergabe der Töne auch bei großen Luftspannungswechseln
gleichmäßig.
Eine andere Ausführung des Hilfsventiles besteht darin, daß die Membran 14 (Fig. 3)
unterhalb des Ventiles 12 befestigt ist und mittels dieses einen Druck auf die Membran
15 ausübt und die Außenluft vom Kanal 16 abschließt. Wie Fig. 4 veranschaulicht, kann
die Membran 14 auch durch einen Balg 14' ersetzt sein.
Bei Verwendung von Druckluft ist die Anordnung der einzelnen Teile natürlich eine
entsprechend andere, wie sie überhaupt ganz den örtlichen Verhältnissen angepaßt sein kann.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:ι. Pneumatisch betriebenes Musikwerkmit Hilfsventil, dadurch gekennzeichnet, daß letzteres mittels einer schwachen, von der die Tonerzeuger antreibenden unabhängigen Luftspannung gesteuert wird.
- 2 Musikwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen besonderen Regelbalg zur Erzielung einer gleichmäßigen, schwachen Luftspannung.
- 3. Musikwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft zur Steuerung des Hilfsventiles aus dem Regelbalg für den Windmotor entnommen wird.
- 4. Musikwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (12) durch zwei miteinander gekuppelte Membranen (14,15) bewegt wird.
- 5. Musikwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Membranen (14, 15) gemeinsam in einem Raum (16) mit schwacher Luftspannung untergebracht sind. .
- 6. Musikwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Membran (14) unterhalb des Ventiles (12), die andere (15) innerhalb des Raumes (16) untergebracht ist.
- 7. Musikwerk nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub des Hilfsventiles (12) regelbar ist._Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BerUN. Gedruckt in der reicHsdruCkereI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE212362C true DE212362C (de) |
Family
ID=474099
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT212362D Active DE212362C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE212362C (de) |
-
0
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