DE212362C - - Google Patents

Info

Publication number
DE212362C
DE212362C DENDAT212362D DE212362DA DE212362C DE 212362 C DE212362 C DE 212362C DE NDAT212362 D DENDAT212362 D DE NDAT212362D DE 212362D A DE212362D A DE 212362DA DE 212362 C DE212362 C DE 212362C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mechanism according
valve
musical mechanism
auxiliary valve
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT212362D
Other languages
English (en)
Publication of DE212362C publication Critical patent/DE212362C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT :
KLASSE 51 d. GRUPPE
EDUARD SEIFERT in CÖLN a. Rh.
Pneumatisch betriebenes Musikwerk mit Hilfsventil.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. September 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein pneumatisch betriebenes Musikwerk mit Hilfsventil zur Steuerung des Wechselventils, dessen neues Merkmal darin besteht, daß das Hilfsventil mittels schwacher, von der die Tonerzeuger beeinflussenden Saug- oder Druckluft unabhängigen Luftspannung gesteuert wird.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise bei einem Piano in
ίο Fig. ι in teilweisem Längsschnitt dargestellt. Fig. 2 bis 4 zeigen Einzelheiten in größerem Maßstabe.
Von dem Magazin her gelangt die Saugluft in einen Raum ι (Fig. 2), dessen untere, in einen Kanal 2 mündende Öffnung 3 durch eine Membran 4 und dessen obere Öffnung durch ein Ventil 7 verschlossen ist. Dieses Ventil steht unter der Wirkung einer sich in eine Nase 8 der Wandung des Kanals 6 einlegenden Blattfeder 9. Oberhalb dieses Kanals befinden sich, durch Trennwände 10 voneinander geschieden, die bekannten Ausschlagbälge 11 (Fig. 1). Der zur Membran 4 führende Kanal 2 (Fig. 2), ist oben durch ein Ventil 12 verschlossen, dessen Hub durch eine in einem Gestell 23 geführte Schraube 24 begrenzt wird. Das Ventil 12 ist mittels eines Stechers 13 mit einem Membranpaar 14, 15 verbunden. Die beiden Membranen befinden sich in einem Raum 16, der mittels eines besonderen oder des den Wind für den Notenblockmotor regelnden Balges unter schwachen Luftunterdruck gesetzt wird. Bei geöffnetem Ventil verhindert die Membran 14 den Zutritt von Außenluft zu dem Raum 16 und übt gleichzeitig einen Druck auf die Membran 15
aus. Ein Rohr 17 verbindet die Membran 15 mit dem Gleitblock 20 (Fig. 1). Eine Öffnung 21 in diesem setzt die Rohrleitung 17 mit einem Raum 22 in Verbindung, der an denselben Regelbalg wie der Raum 16 angeschlossen ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Verschließt das Notenblatt 19 die Leitung 17, so wird unter der Wirkung der Ventilfeder und der Membran 14 das Ventil 12 geschlossen gehalten. Dadurch bleibt auch die Membran 4 in der Ruhelage, und das Ventil 7 liegt auf seiner unteren Sitzfläche auf, wobei der Zutritt der Außenluft zu den Anschlagbälgen freigegeben ist. Kommt indessen ein Loch im Notenblatt 19 vor die Mündung der Leitung des Kanals 17, so wird durch den Druck der Außenluft die Membran 15 und damit das Ventil 12 von seinem Sitz abgehoben, so daß auch Außenluft in den Kanal 2 einströmt und das Ventil 7 in die die Öffnung 6' verschließende Stellung angehoben wird, in welcher die Außenluft von den Anschlagbälgen abgesperrt ist und die Saugluft aus dem Raum 1 heraus auf sie zur Wirkung kommt und ein Anschlagen des entsprechenden Tones herbeiführt.
Die Anordnung derart, daß das Hilfsventil 12 durch eine dem Druck der Außenluft gegenüber nur wenig veränderte gleichmäßige Luftspannung gesteuert wird, ergibt den Vorteil, daß das Notenblatt mit stets gleicher, schwacher Pressung gegen den Gleitblock angedrückt, mithin geschont und ein regelmäßiger Gang des Windmotors erzielt wird. Auch wird das
pfeifende Geräusch vermieden, welches die durch die Öffnungen des Gleitblockes einströmende Luft bei großen Luftspannungsunterschieden hervorruft, ferner bleibt die Wiedergabe der Töne auch bei großen Luftspannungswechseln gleichmäßig.
Eine andere Ausführung des Hilfsventiles besteht darin, daß die Membran 14 (Fig. 3) unterhalb des Ventiles 12 befestigt ist und mittels dieses einen Druck auf die Membran 15 ausübt und die Außenluft vom Kanal 16 abschließt. Wie Fig. 4 veranschaulicht, kann die Membran 14 auch durch einen Balg 14' ersetzt sein.
Bei Verwendung von Druckluft ist die Anordnung der einzelnen Teile natürlich eine entsprechend andere, wie sie überhaupt ganz den örtlichen Verhältnissen angepaßt sein kann.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Pneumatisch betriebenes Musikwerk
    mit Hilfsventil, dadurch gekennzeichnet, daß letzteres mittels einer schwachen, von der die Tonerzeuger antreibenden unabhängigen Luftspannung gesteuert wird.
  2. 2 Musikwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen besonderen Regelbalg zur Erzielung einer gleichmäßigen, schwachen Luftspannung.
  3. 3. Musikwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft zur Steuerung des Hilfsventiles aus dem Regelbalg für den Windmotor entnommen wird.
  4. 4. Musikwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (12) durch zwei miteinander gekuppelte Membranen (14,15) bewegt wird.
  5. 5. Musikwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Membranen (14, 15) gemeinsam in einem Raum (16) mit schwacher Luftspannung untergebracht sind. .
  6. 6. Musikwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Membran (14) unterhalb des Ventiles (12), die andere (15) innerhalb des Raumes (16) untergebracht ist.
  7. 7. Musikwerk nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub des Hilfsventiles (12) regelbar ist._
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    BerUN. Gedruckt in der reicHsdruCkereI.
DENDAT212362D Active DE212362C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE212362C true DE212362C (de)

Family

ID=474099

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT212362D Active DE212362C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE212362C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE212362C (de)
DE151747C (de)
DE23366C (de) Mundharmonika mit Mechanik
DE230469C (de)
DE204227C (de)
DE213089C (de)
DE142483C (de)
DE213090C (de)
DE248327C (de)
AT63314B (de) Betonungsvorrichtung für mechanische Musikinstrumente.
DE255755C (de)
DE208572C (de)
DE312679C (de)
DE187824C (de)
DE137286C (de)
DE122181C (de)
DE200307C (de)
DE414936C (de) Einrichtung zur Regelung des Anschlags bei mechanischen Musikinstrumenten
DE418374C (de) Pneumatisches Musikinstrument
DE213084C (de)
DE222528C (de)
DE32131C (de) Ventile für Orgeln
DE159212C (de)
DE347727C (de) Regelungsvorrichtung fuer die Tonstaerke an pneumatischen Musikinstrumenten
DE149884C (de)