DE239088C - - Google Patents

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DE239088C
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tetrazo
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/021Disazo dyes characterised by two coupling components of the same type
    • C09B35/03Disazo dyes characterised by two coupling components of the same type in which the coupling component is a heterocyclic compound

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 239088 — KLASSE 22 a. GRUPPE
in BASEL.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Dezember 1909 ab. Längste Dauer: 7. Juni 1924.
In dem Patent 237169 sind weiterdiazotierbare Tetrazofarbstoffe beschrieben, die durch Kupplung von zwei Molekülen eines Aminoaryl-3-methyl-5-pyrazolons oder einer Aminoaryl-s-pyrazolon^-carbonsäure oder aber von einem Molekül dieser Verbindungen und einem Molekül einer beliebigen anderen Azof arbstoffkomponente mit Tetrazoverbindungen der all-
R-N = Ν ιο gemeinen Formel X\ entstehen.
Die nach diesem Verfahren hergestellten Farbstoffe besitzen nun aber teilweise zu geringe Löslichkeit, so daß ihre Anwendung in verschiedenen Zweigen der Färberei, z. B. in der Apparatenfärberei, ausgeschlossen oder wesentlich erschwert ist. Wie sich gezeigt hat, ist dieser Übelstand darauf zurückzuführen, daß die Farbstoffbildung nicht ganz einheitlich in dem gewünschten Sinne verläuft, sondern daß nebenbei Einwirkung der Diazogruppe auf die im Arylrest des Pyrazolons sitzende Aminogruppe erfolgt unter Bildung von schwer löslichen Diazoaminofarbstoffen. Die Entstehung solcher Diazoaminoverbindungen beeinträchtigt aber nicht nur die Löslichkeit der Farbstoffe, sondern auch die Reinheit ihrer Nuancen.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Übelstände völlig vermeiden kann, wenn man die Farbstoffdarstellung in der Weise vornimmt, daß man an Stelle der Aminoarylpyrazolone die entsprechenden Nitroarylderivate zur Kombination verwendet und die entstandenen Nitroazofarbstoffe nachträglich durch Behandlung mit geeigneten Reduktionsmitteln in die Aminoazofarbstoffe des Patents 237169 überführt. Bei dieser Herstellungsweise ist eine schädliche Nebenreaktion ausgeschlossen, da der Eintritt der Diazogruppen nur in den Pyrazolonring erfolgen kann. Der glatte Reaktionsverlauf offenbart sich ohne weiteres in den Eigenschaften der so erhaltenen Farbstoffe, die bedeutend bessere Löslichkeit sowie reinere Nuance zeigen.
Wie sich ferner gezeigt hat, ist es behufs Vornahme der Kombination gemäß vorliegendem Verfahren nicht erforderlich, das Nitroarylpyrazolon als solches herzustellen; denn man kann auch unmittelbar das Kondensationsprodukt aus Nitroarylhydrazinen und Oxalessigester verwenden.
Beispiel 1.
12,8 Teile Azoxytoluidin werden mittels 25 Teilen Salzsäure von 30 Prozent und 7 Teilen Natriumnitrit in üblicher Weise tetrazotiert und die erhaltene Tetrazolösung in eine sodaalkalische Lösung von 25 Teilen m-Nitrophenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäure einlaufen gelassen. Man erwärmt nach erfolgter Kombination auf 500, setzt eine wäßrige Lösung von 36 Teilen kristallisiertem Schwefelnatrium hinzu und läßt die Mischung einige Stunden bei genannter Temperatur durchrühren. Nach beendeter Reduktion wird der Aminoazofarb-
stoff ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Er ist identisch mit dem Farbstoff des Beispiels ι des Patents 237169.
_ Beispiel 2.
33 Teile rrj-Nitrophenylhydrazonoxalessigester werden mit 6o° warmem Wasser (500 Teile) angerührt und mit Natronlauge bis zur bleibenden alkalischen Reaktion versetzt. Man läßt über Nacht stehen, wobei die Pyrazolonbildung sich vollzieht. Die Reaktionsmasse wird dann mit Essigsäure neutralisiert und nach Zusatz von 20 Teilen Soda mit einer aus 11,35 Teilen m-Aminobenzoyl-m-phenylendiamin hergestellten Tetrazolösung vermischt. Man erwärmt nach beendeter Kupplung auf 8o°, fügt eine Lösung von 40 Teilen kristallisiertem Schwefelnatrium hinzu und hält die Mischung während einiger Stunden bei dieser Temperatur, wobei sich die Reduktion zum Aminoazofarbstoff glatt vollzieht. Der Farbstoff wird in üblicher Weise durch Aussalzen isoliert.
Beispiel 3.
Man verfährt wie in Beispiel 2, setzt aber nach beendeter Farbstoffbildung behufs Reduktion an Stelle von Schwefelnatrium 25 Teile Natriumlauge von 30 Prozent und 25 Teile Traubenzucker hinzu.
In analoger Weise verfährt man bei der Darstellung und Reduktion der übrigen Nitroazofarbstoffe der in Rede stehenden Art.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 237169 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Substantiven, weiterdiazotierbaren Tetrazofarbstoffen, darin bestehend, daß man Tetrazoverbindungen der allgemeinen Ρόγα— N = Ν —
    mel X\n ,, ,, entweder mit zwei K^ Jy = Jy
    Molekülen eines Nitroaryl-s-methyl-s-pyrazolons oder einer Nitroaryl-s-pyrazolon-scarbonsäure oder aber in beliebiger Reihenfolge mit nur einem Molekül einer dieser Verbindungen und einem Molekül einer anderen Azofarbstoffkomponente kuppelt und die entstandenen Nitroazofarbstoffe durch nachträgliche Behandlung mit Reduktionsmitteln in die entsprechenden Aminoazofarbstoffe überführt.
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