DE23779C - Verfahren zur Abscheidung von Fett aus den Rückständen der Lederleimfabri]{a_ tion - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von Fett aus den Rückständen der Lederleimfabri]{a_ tion

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DE23779C
DE23779C DENDAT23779D DE23779DA DE23779C DE 23779 C DE23779 C DE 23779C DE NDAT23779 D DENDAT23779 D DE NDAT23779D DE 23779D A DE23779D A DE 23779DA DE 23779 C DE23779 C DE 23779C
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fat
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waste
leather glue
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DENDAT23779D
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J. A. L. LEBLANC FRERES in Lyon
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B13/00Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/74Recovery of fats, fatty oils, fatty acids or other fatty substances, e.g. lanolin or waxes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 23: Fettindustrie.
Zur Leimfabrikation verwendet man die Abfälle, welche bei dem Ausfleischen der in den Loh- und Weifsgerbereien verarbeiteten Häute gewonnen werden.
Nachdem der Leim hieraus extrahirt worden ist, werden die Rückstände aus den Bottichen entfernt und in Haufen gebracht, um als Dünger Verwendung zu finden. Sehr bald gehen dieselben in Fäulnifs über und nach Verlauf von 24 Stunden macht ihr Zustand der faulenden Gährung ihren Transport und ihre Handhabung sehr schwierig und unangenehm. Aufserdem hat die durch diese Fäulnifsbildung entweichende Kohlensäure auf die der Behandlung noch unterliegenden Stoffe sehr schädlichen Einflufs, was häufig die unbekannte Ursache des schlechten Gelingens dieser Behandlung ist.
Unsere mit derartigen Rückständen vorgenommenen Untersuchungen haben uns eine sehr beträchtliche Menge eines Fettstoffes darin entdecken lassen, der sich zur Seifenfabrikation, als Schmiere u. s. w. sehr, gut eignet.
Dieser Fettstoff, der sich fast durchweg aus dem vollständigen, in den Häuten anfangs enthaltenen Fettgehalt zusammensetzt, findet sich in den Rückständen verborgen. Zunächst durch seine Verbindung mit dem Kalk, den man in der Lohgerberei, um die Fäulnifsbildung zu verhindern, anwendet, mit welchem Kalk er sich zu einer Kalkseife zusammensetzt; dann durch seine Verbindung mit den leimartigen Substanzen, die nicht gänzlich haben extrahirt werden können und die den Fettstoff vollständig umhüllen und so dessen Absonderung verhindern.
Deshalb verbleibt, abgesehen von der unbedeutenden Menge von Fett, die während der Leimextraction obenauf schwimmt, die Gesammtmenge des in den so behandelten Häuten enthaltenen Fettstoffes in den Rückständen und schadet ihrer Eigenschaft als Dünger sehr bedeutend.
Die Extraction dieses Fettstoffes kann mittelst Schwefelkohlenstoffes, Petroleumäthers, Benzins u. s. w. vorgenommen werden. Wir ziehen jedoch die Anwendung von Schwefelsäure als billiger vor, da überdies diese Behandlung durchaus nicht feuergefährlich ist.
Sie geschieht in der Weise, dafs die Abfälle in Behälter gebracht werden, die durch einen passenden Heizkörper, eine innen liegende Heizschlange u. dergl., erhitzt werden. Solche Behälter können zweckmäfsig 300 bis 400 1 fassen.
Auf 100 kg Abfälle bringt man dann 50 1 Wasser, das mit Schwefelsäure so weit angesäuert ist, dafs es etwa 5 bis 6° B. hat.' Dann läfst man das Ganze kochen, und nachdem eine gehörige Vermischung stattgefunden hat, giefst man nach und nach Schwefelsäure von 48° B. zu, bis eine vollständige Sättigung eingetreten oder bis der Fettstoff obenauf schwimmt und kein Aufbrausen mehr stattfindet. Dies ist dann ein Zeichen, dafs der Fettstoff ausgeschieden ist.
Die mittlere Menge von 48 gradiger Säure wechselt, je nachdem die Abfälle mehr oder minder gelatinhaltig sind. Im Mittel beträgt sie 10 pCt.
Diese Operation dauert etwa 2 bis 3 Stunden. Man schlägt alsdann in Mengen von 15 bis 20 kg die Masse in Tücher ein und bringt sie
unter eine hydraulische Presse, wobei eine jede Tuchfüllung von der anderen durch eine Platte getrennt wird. Die beim Auspressen ablaufende Flüssigkeit wird in Behälter eingebracht und der obenauf schwimmende Fettstoff abgeschöpft.
Die in den Tüchern verbleibenden Prefskuchen bestehen aus sehr stickstoffreichen Substanzen, die an sich den vollen Dungwerth der behandelten Abfälle besitzen. Man hat diese Kuchen nur zu trocknen, um sie dann einmagaziniren und bis zum Gebrauch aufbewahren zu können.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    Das Verfahren, Fettstoffe aus Abfällen der Leimfabrikation, ausgefleischten Theilen, Häuten u. dergl. zu extrahiren, bestehend in dem Kochen und Behandeln derselben mit Wasser und Schwefelsäure.
    Das Verfahren, die behandelten Abfälle zu pressen, um den darin verbliebenen Fettstoff auszuscheiden, zugleich um das Volumen der entfetteten Rückstände zu verkleinern.
DENDAT23779D Verfahren zur Abscheidung von Fett aus den Rückständen der Lederleimfabri]{a_ tion Expired DE23779C (de)

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