DE23769C - Neuerung an Schlofskonstruktionen mit lose eingelegten Verschlufstheilen - Google Patents

Neuerung an Schlofskonstruktionen mit lose eingelegten Verschlufstheilen

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DE23769C
DE23769C DENDAT23769D DE23769DA DE23769C DE 23769 C DE23769 C DE 23769C DE NDAT23769 D DENDAT23769 D DE NDAT23769D DE 23769D A DE23769D A DE 23769DA DE 23769 C DE23769 C DE 23769C
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DE
Germany
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locks
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lock
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DENDAT23769D
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F. HAS-DENTEUFEL in Andernach
Publication of DE23769C publication Critical patent/DE23769C/de
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B63/00Locks or fastenings with special structural characteristics
    • E05B63/02Locks or fastenings with special structural characteristics without springs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die Construction besteht aus folgenden fünf Theilen; Riegel A, Sicherheitsschieber B, Zuhaltungstheil C, Schlüssel D und Nachtriegel E, wovon die drei Theile ABC bei Bauschlössern bezw. keiner Bewegung ausgesetzten Schlössern ohne und mit Federn zur losen Einlage in das Schlofs gebraucht werden, dagegen bei ihrer Anwendung zu den der Bewegung ausgesetzten Schlössern die Mitwirkung von Federn erhalten.
Die Fig. 1 bis 5 stellen den zu umlegbaren, d. h. rechts und links zu verwendenden Thürschlössern construirten Verschlufs nebst umlegbarem Nachtriegel E ohne Anwendung von Federn dar, und zwar Fig. 1 das Schlofs geöffnet, Fig. 2 dasselbe geschlossen, Fig. 3 eine Deckplatte zu demselben, Fig. 4 eine Deckplatte mit verstellbarem Schlüsselrohr, Fig. 5 den Schlüssel.
Der Riegel A ist mit dem wie gezeichnet geformten Rahmen versehen, dessen lichte Breite genau zum Radius der Schlüsselbartdrehung pafst. Die lichte Höhe dieses Rahmens ist beliebig, mufs jedoch so grofs sein, dafs der Schlüsselbart darunter gedreht werden kann, um alsdann durch Vorbeistreifen an ihren oberen lichten Seitenflächen den Riegel A mit einem der Schlüsselbartlänge entsprechenden Hube vor- und rückwärts zu schieben. Dieser Riegelrahmen hat auf der Mitte seiner beiden äufseren Kopfflächen zwei gleichförmige Zuhaltungsansätze α α und an seinen beiden der Schlofsdeckplatte zugekehrten Flächen eine Coulisseriführung, worin der in den Fig. 1, 2, 8, 11 und 12 gezeichnete Sicherheitsschieber B gehoben und gesenkt wird. Die Zuhaltung des Riegels A geschieht durch den Rahmen C, welcher auf dem Sicherheitsschieber B hängt und zwischen den gezeichneten Stehbolzen und Schlofsstützen sowie zwischen Schlofsboden und Deckplatte senkrecht geführt wird. Seine senkrechten Seitenwände sind so ausgeschnitten, dafs sowohl die Riegelführung als die Bewegung des wie gezeichnet geformten Nachtriegels E darunter geschehen kann. Der Rahmen C ist auf der Mitte seiner beiden inneren waagrechten Flächen mit zwei gleichförmigen Zuhaltungsansätzen c c versehen, welche sich beim Fallen des Rahmens C je nach dem Riegelhub vor oder hinter dessen Zuhaltungsansätze α α setzen und somit denselben befestigen. Der "Verschlufs wird dadurch bewirkt, dafs der in Fig. 5 gezeichnete Schlüssel D mit einem seiner kurzen Bartarme den Sicherheitsschieber B hebt, wodurch der auf demselben hängende Zuhaltungsrahmen C aus seiner Zuhaltung gehoben wird, und worauf erst der Riegel A mittelst des langen Armes des Schlüsselbartes verschoben werden kann. Während dieser Verschiebung des Riegels A befinden sich dessen beide Zuhaltungsansätze α α genau zwischen den beiden Zuhaltungsansätzen c c des Rahmens C. Nach der Verschiebung fällt der Zuhaltungsrahmen C herunter und sperrt den Riegel A.
Die Sicherheit des Verschlusses besteht in dem genau begrenzten Hube der Zuhaltungsbewegung, indem der kurze Bartarm des Schlüssels D den Sicherheitsschieber B mit dem darauf hängenden Rahmen C nur gerade so hoch hebt, dafs die beiden Riegel - Zuhaltungsansätze a a zwischen den beiden Rahmen - Zuhaltungsansätzen cc hindurch können. Wenn der Sicherheitsschieber B nur im geringsten zu hoch ge-
hoben wird, so setzt sich der untere Zuhaltungsansatz c des Zuhaltungsrahmens C neben den unteren Zuhaltungsansatz α des Riegelrahmens A und verhindert durch die nunmehr von unten neu entstandene Zuhaltung die Verschiebung des Riegels A. Die Höhe des kurzen Schlüssel-■ bartarmes mufs zur Bewirkung der richtigen Hubhöhe mit der Höhe des Sicherheitsschiebers B in entsprechendem Verhältnifs stehen. Wird zum Zweck von Verschlufsabänderungen die Höhe des kurzen Schlüsselbartansatzes verkürzt oder verlängert, so mufs die des Sicherheitsschiebers B entsprechend verlängert bezw. verkürzt werden. Der Sicherheitsschieber B kann so weit verkürzt werden, dafs für denselben eben noch genügende Führung in der Coulisse des Riegels bleibt. Zu diesen Verschlufsabänderungen tritt noch die mögliche Veränderung der Stärke für den Sicherheitsschieber B nebst den Schubflächen des Riegelrahmens A. Ferner können bei entsprechend tiefer Coulisse mehrere verschieden hohe Sicherheitsschieber auf die dafür bestimmte gleiche Anzahl Zuhaltungsrahmen angewendet werden, Fig. io bis 12. Es ist Fig. 10 die Riegelcoulisse mit dem Zuhaltungstheil C, Fig. 11 die obere Ansicht des Riegels A mit zwei Sicherheitsschiebern B, Fig. 12 der Sicherheitsschieber B mit darauf ruhendem Zuhaltungsansatz c.
Alsdann müssen die beispielsweise in Fig. 6 zu durchgehenden Verschlüssen und in Fig. 7 zu einseitigen Verschlüssen bestimmten Bartabstufungen des Schlüssels D entsprechend geformt sein. Durch Zusammenstellung dieser Mafsveränderungen sind sehr verschiedene Sicherheitsverschlüsse zu erzielen.
Der in den Fig. .1 und 2 gezeichnete Nachtriegel E ist besonders zum Umlegen für den rechten und linken Gebrauch dieses Verschlusses gebaut. Wenn derselbe gegen den verschlossenen Riegel A gedreht ist, Fig. 2, so ist das Schlofs selbst gegen den Gebrauch seines Schlüssels unbedingt gesperrt. Die Veränderung zum rechten und linken Gebrauch des Verschlusses bei aufliegenden Schlössern, woran sich, nach Fig. ι und 2, zwei Schlüsseleinführungen genau in der Mitte der Schlofsbodenplatte befinden, geschieht dadurch, dafs die in Fig. 3 gezeichnete, mit einer Schlüsseleinführung und befestigtem Schlüsselrohr versehene Deckplatte losgeschraubt und der Sicherheitsschieber B nebst dem Nachtriegel E zum Wirken auf der anderen Schlofsseite umgelegt werden. Wenn an dem Schlofskasten die Schlüsseleinführungen nicht in der Mitte sind, so kann die Deckplatte nicht umgelegt werden, erhält dagegen, nach Fig. 4, gleich der Bodenplatte zwei Schlüsseleinführungen, wozu das Schlüsselrohr mittelst Umschraubens versetzt wird.
Bei Anwendung des vorliegenden Verschlusses zu Schlössern, die wegen ihrer Form oder weiterer darin befindlichen Theile nur einseitig gebraucht werden können, genügt für den Riegel A ein dem vorbeschriebenen Rahmen entsprechender Ausschnitt mit Coulisse, Fig. 10.
An Stelle des Zuhaltungsrahmens C tritt in einer anderen Ausführung der vorliegenden Erfindung ein mit einem gleichen Zuhaltungsansatz c versehener, sonst beliebig geformter Zuhaltungstheil C, welcher seine senkrecht geführte Bewegung sowohl, nach den Fig. 1 und 2, über der Riegelführung, als auch, nach Fig. 8, oberhalb derselben erhalten kann. Dieser Zuhaltungstheil C, Fig. 8, ist bezüglich der Sicherheit in seinem Zusammenwirken mit dem Sicherheitsschieber B dem vorbeschriebenen Rahmen C gleich und erhält zur Begrenzung seines Hubes entweder ein Widerlager χ λ; im Schlofskasten, Fig. 8, oder es legen sich bei Anwendung mehrerer Zuhaltungstheile deren Sicherheitsschieber nach vollendetem Hub mit ihren in Fig. 12 gezeichneten Ausschnitten wider den Vorsprung des hierzu erhöhten Riegel-Zuhaltungsansatzes a, Fig. 10. Zu diesem Hube müssen die Höhen der kurzen Schlüsselbartarme mit denen der Sicherheitsschieber B ebenfalls genau im Einklang stehen. Ist dieses nicht der Fall, so kann z. B. bei zu grofser Höhe des kurzen Schlüsselbartarmes der lange Schlüsselbartarm den Riegel A nicht vorschieben, weil der Hub zu früh vollendet und die Schlüsselbartdrehung gehemmt ist. Wenn die Höhe des kurzen Schlüsselbartarmes zur vollständigen Hebung nicht ausreicht, so wird der Zuhaltungstheil C nicht genügend aus der Zuhaltung gehoben und dann ist der lange Schlüsselbartarm für die Riegelverschiebung ebenfalls wirkungslos.
Das Widerlager für den Zuhaltungstheil C kann aufser der in den Fig. 10 bis 12 gezeichneten Weise durch die Schlofswand, durch Nocken oder wie bei χ χ des in Fig. 8 gezeichneten Theiles X gebildet werden, welcher Theil gleichzeitig zu dessen Führung dient und zwischen dessen Einschnitt die zu den der Bewegung ausgesetzten Schlofsarten, als Vorhänge-, Kisten-, Koffer-, Cassetten-, Möbel-, Mappen- und andere Schlösser, erforderliche und zur Nieder- bezw. Beihaltung des Zuhaltungstheiles C dienende Schraubenfeder lose gelegt wird. Durch die Fig. 8 (geschlossenes Schlofs) und Fig. 9 (dessen Deckplatte) ist der einseitige Verschluss zum waagrechten und senkrechten Gebrauch für die genannten Schlofsarten dargestellt.
Mit Ausnahme der zur Construction unbedingt nöthigen Coulissenführung für den Sicherheitsschieber B sowie des zur Wirkung des Schlüssels passenden Ausschnittes, Fig. 10, können sowohl die Formen als die Führungen des Riegels A bei allen zum einseitigen Gebrauch dienenden Schlofsarten verschieden sein. Riegelhals und Kopf können, wie in Fig. 10 beispielsweise ersichtlich, ganz beliebig und je nach Lage des
Riegels, etwa wie bei Y zu Vorhänge- und ähnlichen Schlössern, bei Z zum unteren Austritt, Fig. io, überhaupt wie zum Schlofs erforderlich geformt sein. Die Riegelführung kann auch, wie in den Fig. 8 und io dargestellt, hinter dem Coulissentheil befindlich sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die vorbeschriebene und in den Fig. ι bis 12 gezeichnete Construction für Sicherheitsverschlüsse mit lose eingelegten Verschlufstheilen zum Gebrauch ohne und mit Federn bei Bauschlössern, sowie mit Federn für alle der Bewegung ausgesetzten Schlösser, die durch den mit Coulissenführung versehenen Riegel A gebildet ist, worin ein oder mehrere Sicherheitsschieber B durch den Schlüssel D bewegt werden, welche eine oder mehrere Zuhaltungen auf den Riegel mittelst senkrecht oder für stehende Riegel waagrecht geführter Zuhaltungstheile C bewirken und sowohl einfache bezw. einseitige, als auch rechte und linke Verwendung dieser Verschlüsse unter Anwendung eines zu letzteren besonders construirten umlegbaren Nachtriegels E gestatten:·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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