DE3408917C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verschlußvorrichtung mit einem im
Türblatt anzubringenden Einsteckschloß mit einem Riegel, einem
Schließzylinder zum Betätigen des Riegels, mit
einer Falle und einer Türklinke zum Betätigen der Falle und mit
einem am Türstock gegenüber dem Einsteckschloß anzubringenden
Schließblech zur Aufnahme des Riegels der
Falle.
Solche Verschlußanordnungen mit einem Einsteckschloß sind in
zahlreichen Ausführungen bekannt und werden insbesondere an
Wohnungstüren verwendet. Unter Einsteckschloß ist dabei ein
Schloß zu verstehen, dessen Schloßkörper in einer Ausfräsung
in der dem Türstock zugekehrten Schmalseite des Türblattes angeordnet
sind. Damit ist das Einsteckschloß nach außen abgedeckt.
Die Einsteckschlösser weisen einen Riegel auf, der mit
einem zweimaligen Drehen des Schlüssels im Schließzylinder mit
zwei Hüben in das Schließblech eingeschoben wird. Diese Hübe
sind gleich lang.
Bei Wohnungstüren wird im zunehmenden Maß eine Verschlußvorrichtung
verwendet, mit der sich die Türe nur teilweise öffnen und
in dieser Stellung verriegeln läßt. In dieser Stellung kann man
aus der Wohnung durch den Türspalt nach außen blicken und erkennen,
wer Einlaß begehrt. Handelt es sich um eine unerwünschte
Person, so wird die Türe wieder vollständig geschlossen
oder in der nur teilweise geöffneten Stellung gehalten, so daß
die unerwünschte Person nicht eintreten kann. Zum Erreichen dieser
verriegelbaren Teil-Öffnung der Türe werden Aufsetzschlösser
mit einem sogenannten Sperrbügel verwendet. Dieser Sperrbügel
ist mit seinem einen Ende drehbar im Türstock oder an dem an diesem
befestigten Schließblech angeordnet und mit seinem anderen
Ende in den Riegel des Aufsetzschlosses eingehangen. Nach dem
Herausziehen des oder der Riegel aus dem oder den Schließblechen
läßt sich das Türblatt dann nur so weit aufschwenken, wie es die
Länge des Sperrbügels erlaubt. Dieser überbrückt dann den Öffnungsspalt
zwischen Türstock bzw. Schließblech einerseits und den
Riegel des Aufsetzschlosses andererseits. Damit
verriegelt der Sperrbügel das Türblatt in dieser Teil-Öffnungsstellung.
Zum vollständigen Öffnen der Türe wird diese
zuerst wieder geschlossen. In dieser Ruhelage wird der Riegel
des Aufsetzschlosses aus dem Sperrbügel herausgezogen. Dann
kann die Türe in gewohnter Weise vollständig geöffnet werden.
Aus der DE-PS 9 51 340 ist eine Verschlußvorrichtung der eingangs
genannten Art bekannt. Dieser Verschlußvorrichtung weist
ein Einsteckschloß mit einem Riegel, einen auf der Innenseite
angeordneten Drücker und eine Falle auf, die aus einer Haupt-
und einer Nebenfalle besteht. Bei Schwenken des Drückers in
der einen Richtung werden diese beiden Fallen gemeinsam und
bei Schwenken des Drückers in der anderen Richtung werden die
beiden Fallen getrennt voneinander verschoben. Statt des vorstehend
genannten Sperrbügels ist eine Sperrkette vorgesehen.
In Ruhelage befindet sich diese innerhalb des Schließbleches
im Türstock. Ihr eines Ende ist mit einer Feder verbunden.
Diese ist im Schließblech befestigt. Das andere freie Ende der
Sperrkette ist auf eine besondere Weise mit der Nebenfalle
verbunden. Bei Schwenken des Drückers in der einen Richtung
bleibt diese Verbindung bestehen. Die Tür läßt sich nur so
weit öffnen, wie es die Länge der Sperrkette zuläßt. Bei
Schwenken des Drückers in der anderen Richtung löst sich die
Sperrkette von der Nebenfalle, wodurch sich die Tür vollständig
öffnen läßt. Bei dieser bekannten Verschlußvorrichtung
wird die Verwendung einer Sperrkette hinsichtlich ihrer gegenüber
einem Sperrbügel geringeren Stabilität als nachteilig angesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschlußvorrichtung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie
zusätzlich zu ihren üblichen Funktionen auch mit einem Sperrbügel
verwendet werden kann und die Sicherheit erhöht wird.
Eine in diesem Sinne ausgebildete Verschlußvorrichtung der
eingangs genannten Gattung mit einem Einsteckschloß zeichnet
sich gemäß der Erfindung dadurch aus, daß im Türstock am
Schließblech ein in einen Schlitz des Schließbleches versenkbarer
Sperrbügel drehbar gelagert ist, der Riegel an seinem
freien Ende eine Führungsnut aufweist und der Sperrbügel in
diese eingehangen ist.
Diese Verschlußvorrichtung vereinigt damit in sich die Vorteile
eines Einsteckschlosses mit den Vorteilen des Sperrbügels.
Die konstruktive Schwierigkeit einer Verschlußvorrichtung dieser
Art liegt darin, daß die Riegel der üblichen Einsteckschlösser
bei zwei Drehungen des Schlüssels zwei Hübe mit
gleicher Länge ausführen. Das Einhängen des Sperrbügels in den
Riegel eines Einsteckschlosses verlangt jedoch verschieden
lange Hübe. Mit dem ersten Hub, mit dem die Teil-Öffnungsstellung
erreicht und der Sperrbügel ausgeschwenkt wird, muß ein
Hubweg überwunden werden, der sich über die Entfernung bis zum
Schlitz im Schließblech hinaus erstreckt. Nur dann kommt die
Führungsnut im Riegel in Eingriff mit dem Sperrbügel, der dann
geschwenkt werden kann. Dieser erste Hub muß daher lang sein.
Mit dem zweiten Hub des Riegels bei einer weiteren Drehung des
Schlüssels wird das Schloß durchgeschlossen. Hierbei wird der
Riegel bei in Schließstellung befindlichem Türblatt vollständig
in das Schließblech bzw. den Türstock eingeschoben. Da
hierfür insgesamt nur ein begrenzter Raum zur Verfügung steht,
muß der zweite Hub geringer als der erste ausfallen. Die Konstruktion
üblicher Schlösser bzw. Einsteckschlösser bedingt
jedoch gleiche Länge der Hübe. Bei diesen ist die Mitnehmernase
des Schließzylinders unmittelbar formschlüssig mit
dem Riegel verbunden. Bei jeder Drehung des Schlüssels schiebt
die Mitnehmernase den Riegel um das gleiche Stück weiter. Dabei
ist zu bedenken, daß die Mitnehmernase den Riegel vor- und zurückschieben
muß. Jede Verbindung zwischen der Mitnehmernase
und dem Riegel, die eine unterschiedliche Länge der Hübe bewirkt,
muß daher in beiden Richtungen wirken.
Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung
der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist daher vorgesehen, daß zwischen dem Schließzylinder und
dem Riegel eine die Schwenkbewegungen der Schließzylinder-Nase
in verschieden lange Hübe des Riegels umformende Mitnehmereinrichtung
vorgesehen ist. Damit ist die Schließzylinder-Nase
nicht mehr unmittelbar mit dem Riegel verbunden. Zwischen diesen
liegt die Mitnehmereinrichtung. Diese formt die Schwenkbewegungen
der Schließzylinder-Nase, die bei jeder Drehung des
Schlüssels den gleichen Bogen durchläuft, bei der Hin- und Rückbewegung
des Riegels in verschieden lange Hübe um. Erst diese
Mitnehmereinrichtung macht es möglich, den Sperrbügel in den
Riegel eines Einsteckschlosses einzuhängen. Erst damit können
die Vorteile des Sperrbügels und des Einsteckschlosses gemeinsam
erreicht werden.
In konstruktiver Ausgestaltung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Mitnehmereinrichtung eine Transportscheibe aufweist
und diese um eine durch den Schließzylinder durchtretende
Achse drehbar ist, auf der Transportscheibe in der Kreisbahn
der Schließzylinder-Nase liegende Mitnehmer-Nasen und Transportnocken
angeordnet sind und diese mit auf dem Riegel vorgesehenen
Anschlägen in Anlage gelangen. Das wesentliche Element
der Mitnehmereinrichtung ist diese Transportscheibe. Sie ist
als Ringscheibe ausgebildet. Sie liegt auf der Grundplatte des
Schlosses auf und ist um den Schließzylinder herum drehbar.
Durch Anlage mit dessen Nase wird sie in Drehung versetzt. Mit
ihren Transportnocken gibt sie diese Bewegung an den Riegel
weiter. Durch die Wahl der Anordnung, Form usw. dieser Nasen,
Transportnocken und Anschläge erhält man ein Mittel, um die
Schwenkbewegungen der Schließzylinder-Nase, die bei jeder Drehung
des Schlüssels den gleichen Bogen durchläuft, in ungleichmäßig
lange Hübe des Riegels umzusetzen.
Im einzelnen ist in einer zweckmäßigen Ausgestaltung vorgesehen,
daß der Riegel an seiner dem Schließzylinder zugekehrten Schmalseite
Aussparungen aufweist, deren Flanken die Anschläge zur Anlage
mit dem Transportnocken bilden, und die Aussparungen verschieden
lang sind. Bei ihrer Schwenkbewegung gelangen somit
die Transportnocken der Transportscheibe in diese Aussparungen
und legen sich an deren Flanken an. Wenn man dann die Aussparungen
verschieden lang aubildet und damit ihren Flanken unterschiedliche
Abstände gibt, kommt es vor, daß ein Transportnocken
erst nach einem Teil seiner Schwenkbewegung an einer solchen
Flanke zur Anlage kommt. Das heißt, daß er eine bestimmte Wegstrecke
leer läuft. Entsprechend wird der Riegel später angeschoben.
Entsprechend wird sein Hub verkürzt. Bei unterschiedlicher
Länge der Aussparungen bedeutet dies, daß die Hübe des
Riegels, wie erwünscht, ebenfalls verschieden lang sind.
Für die Transportscheibe ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß ihre
mit der Schließzylinder-Nase in Anlage tretenden Mitnehmer-
Nasen auf einer inneren und die mit dem Riegel in Anlage tretenden
Transportnocken auf einer einen größeren Durchmesser aufweisenden
äußeren Kreisbahn angeordnet sind. Weiter ist gemäß der
Erfindung vorgesehen, daß drei Mitnehmer-Nasen vorgesehen und
die beiden äußeren nur um ein geringes Maß in die Kreisbahn der
Schließzylinder-Nase hineinragen und an ihren dieser zugekehrten
Flanken abgeschrägt sind derart, daß diese nach einer Teil-
Drehung an ihnen vorbeibewegbar ist. Dies hat die Folge, daß die
Schließzylinder-Nase zuerst einmal an einer äußeren Mitnehmer-
Nase anliegt und dieser verschiebt. Anschließend löst sich die
Schließzylinder-Nase von der Mitnehmer-Nase, bewegt sich an dieser
vorbei, vollendet ihre Schwenkbewegung um insgesamt 360° und
kommt dann an der mittleren Mitnehmer-Nase zur Anlage. Damit
wird diese für den nächsten Hub des Riegels angestoßen.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
drei Transportnocken angeordnet sind, von denen zwei der längeren
Aussparung zugeordnet sind.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung ist vorgesehen,
daß die Aussparungen nur um ein geringes Maß in die Kreisbahn
der Transportnocken hineinragen und an ihren diesen zugekehrten
Flanken derart abgeschrägt sind, daß diese nach einer teilweisen
Schwenkbewegung an ihnen vorbeibewegbar sind. Damit wird
auch hier sichergestellt, daß die Transportscheibe und der Riegel
nicht starr miteinander verbunden sind, sondern die Transportscheibe
einen Teil ihrer Drehung ausführt, ohne daß der
Riegel dieser Bewegung folgt.
Ebenso ist auch die Transportscheibe nicht zwangsläufig mit der
Schließzylinder-Nase verbunden. Diese kann sich auf einem Teil
ihrer Schwenkbewegung unabhängig von der Transportscheibe bewegen.
Damit diese hierbei ihre Lage nicht verändert, ist in einer
zweckmäßigen Ausgestaltung vorgesehen, da die Transportscheibe
im Abstand voneinander Aussparungen aufweist, dieser
Abstand dem Hub zwischen den Schließstellungen des Riegels entspricht
und auf der Grundplatte des Einsteckschlosses eine in die Aussparung einrastbare Rastvorrichtung
angeordnet ist.
Es wurde ausgeführt - und dies gilt auch für die bekannten Aufsetzschlösser
-, daß der Riegel zum Einhängen des Sperrbügels
ein Stück aus der Frontplatte herausstehen muß. Bei der vorstehend
beschriebenen erfindungsgemäßen Ausführungsform führt der
Riegel hierzu einem langen Hub aus. Zum Erreichen des gleichen
Zieles reicht es jedoch aus, wenn der Riegel von Anfang an ein
Stück aus der Frontplatte heraussteht. Im einzelnen ist hierzu
in einer weiteren Ausführungsform nach der Erfindung vorgesehen,
daß der Riegel mit dem in seine Führungsnut eingehangenen Sperrbügel
in der Offenstellung soweit über die Frontplatte des Einsteckschlosses vorsteht,
daß die Führungsnut und der Schwenkebene des Sperrbügels liegt.
Das heißt, daß der Sperrbügel schon in der Offenstellung oder
Ruhe- oder Ausgangslage des Riegels in dessen Führungsnut eingehangen
werden kann. Bedenken, daß der auch schon in der Offenstellung
aus der Frontplatte herausragende Riegel Schwierigkeiten
ergeben könnte, sei es technischer oder ästhetischer Art,
sind nicht begründet. Dies ergibt sich einfach daraus, daß auch
schon die Falle in der Offenstellung aus der Frontplatte herausragt.
Diese zweite erfindungsgemäße Ausführungsform bringt dagegen
den großen konstruktiven Vorteil, daß die vorstehend geschilderte,
den Hub des Riegels in zwei verschieden lange Abschnitte
aufteilende Mitnehmereinrichtung entfallen kann. Bei dieser Ausführungsform
läßt sich ein konventionelles Einsteckschloß verwenden.
Der Riegel wird lediglich so verlängert, daß er von Anfang
an über die Frontplatte übersteht. Ebenso sollte er verstärkt
werden. Dann bleibt auch im Gebiet der Führungsnut genügend
Querschnitt erhalten, um dem Riegel die erforderliche Festigkeit
zu geben.
In einer konstruktiven Weiterbildung, die bei sämtlichen Ausführungsformen
anwendbar ist, ist vorgesehen, daß im Schließblech
im Drehpunkt des Sperrbügels ein Stift befestigt und der
Sperrbügel auf diesem gelagert ist. Dabei hat das Schließblech
zweckmäßig U-Profil, so daß dieser Stift in den beiden Flanschen
gelagert werden kann. In einer zweckmäßigen Weiterbildung wird
statt des Stiftes eine Schraube verdrehbar im Schließblech befestigt,
wobei der Sperrbügel ein Innengewinde aufweist und mit
diesem auf dem Gewinde der Schraube aufsitzt. Dann läßt sich der
Sperrbügel durch Verdrehen der Schraube verschieben und so justieren,
daß er genau in die Führungsnute des Riegels fällt.
In einer weiteren konstruktiven Ausbildung ist vorgesehen, daß der Riegel und
die Falle über einen Sperriegel derart miteinander in Wirkungsverbindung
stehen, daß die Falle bei voll ausgeschobenem Sperriegel
gesperrt ist. Bei konventionellen Schlössern sind die Fallen
niemals gesperrt. Es ist bekannt, daß sie auch bei geschlossener
Tür durch Einschieben eines Schraubenziehers oder dergleichen
in den Spalt zwischen Türblatt und Falz aufgeschoben werden
können. Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform ist dies
nicht mehr möglich.
Im einzelnen ist vorgesehen, daß der Sperriegel zwischen Riegel
und Falle verschiebbar geführt ist, am Riegel ein mit dem Sperriegel
in Anlage bringbarer Mitnehmer befestigt ist, der Sperriegel
mit einem Fortsatz in der Bewegungsbahn der Falle liegt,
und der Sperriegel bei voll ausgeschobenem Riegel durch dessen
Mitnehmer in die Bewegungsbahn der Falle geschoben ist. Damit
ist die Falle formschlüssig mit dem Riegel verbunden. In dessen
Schließstellung ist sie zwangsverriegelt.
Zweckmäßig weist die Falle eine Hinterschneidung auf und der
Sperriegel liegt bei voll ausgeschobenem Riegel an dieser Hinterschneidung
an.
Die erfindungsgemäße Verschlußanordnung läßt sich sowohl bei
Holztüren mit Holzzargen als auch bei Stahltüren mit Stahlzargen
anwenden. Zur Verwendung bei einer Stahlzarge ist vorgesehen,
daß das Schließblech zur Befestigung an dieser als Flacheisen
ausgebildet und auf dessen Innen- oder Rückseite ein Kasten
oder U-Profil zur Aufnahme der Schraube befestigt ist.
Zweckmäßig ist dieser Kasten bzw. das Profil angeschweißt. Das
Schließblech selbst weist dabei noch mehrere unter gegenseitigen
Abständen angeordnete Schraubenlöcher auf, die zu seiner Befestigung
an der Zarge dienen.
Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsformen
wird die Erfindung nun weiter beschrieben. Dabei ist
Fig. 1 die perspektivische Darstellung einer Türe in deren
Offenstellung,
Fig. 2 die perspektivische Darstellung einer Türe mit teilweise
geöffneter und in dieser Stellung mit einem Sperrbügel verriegeler Türe,
Fig. 3 eine vergrößerte perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen
Verschlußvorrichtung in dieser durch den
Sperrbügel verriegelten Stellung,
Fig. 4 eine Teilansicht, teilweise im Schnitt, in Blickrichtung der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht auf das freie Ende des Riegels,
Fig. 6 ein Teil-Querschnitt durch die Verschlußrichtung
bei voll in das Schließblech eingeschobenem Riegel,
Fig. 7 eine entsprechende Darstellung bei aus dem Schließblech
herausgezogenem Riegel,
Fig. 8 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, entlang der Linie
VIII-VIII in Fig. 2,
Fig. 9 eine Seitenansicht auf das Einsteckschloß bei abgenommener
Deckelplatte,
Fig. 10 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, entlang der Linie
X-X in Fig. 9,
Fig. 11 eine Ansicht entlang der Linie XI-XI in Fig. 9,
Fig. 12 eine schematische Seitenansicht des Schließzylinders
und einzelner Teile der Mitnehmereinrichtung in derjenigen
Stellung, in der der Riegel seinen ersten
längeren Hub ausgeführt hat,
Fig. 13 eine entsprechende Darstellung in derjenigen Stellung,
in der der Riegel auch seinen zweiten kürzeren Hub
ausgeführt hat,
Fig. 14 eine entsprechende Darstellung mit der gleichen Stellung
des Riegels, jedoch schon bei der Rückdrehung
des Schließzylinders,
Fig. 15 eine perspektivische Darstellung ähnlich Fig. 3 derjenigen
Ausführungsform, bei der der Riegel in der
Offenstellung über die Frontplatte übersteht,
Fig. 16 eine perspektivische Darstellung ähnlich Fig. 8 mit
besonderer Darstellung der Lagerung des Sperrbügels,
Fig. 17 ein Teil-Querschnitt durch die Verschlußvorrichtung
der Ausführungsform nach Fig. 16 ähnlich Fig. 7 mit
noch nicht in den Riegel eingehangenem Sperrbügel,
Fig. 18 eine entsprechende Darstellung mit in den Riegel eingehangenem
Sperrbügel,
Fig. 19 eine entsprechende Darstellung mit in den Riegel eingehangenem
Sperrbügel bei voll ausgeschobenem Riegel,
Fig. 20 eine Seitenansicht, teilweise aufgeschnitten, auf
die Ausführungsform gemäß Fig. 15 mit gleichzeitiger
Darstellung der Falle und deren Verriegelung in der
Offenstellung
Fig. 21 eine Darstellung entsprechend Fig. 20 mit halb ausgeschobenem
Riegel,
Fig. 22 eine entsprechende Darstellung mit voll ausgeschobenem
Riegel und
Fig. 23 die perspektivische Darstellung eines Schließbleches
zur Verwendung bei einer Stahlzarge.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Türe mit dem Türblatt 22,
deren Falz 24, einem Einsteckschloß 26 und dem Türstock 28.
In diesem
ist das Schließblech 30 angeordnet. Gemäß der Darstellung in
Fig. 3 weist das Einsteckschloß 26 eine Frontplatte 32 auf.
Durch dieses treten die Falle 34 und der Riegel 36 durch. In
der folgenden Beschreibung wird die Bestätigung der Falle 34
nicht weiter erläutert. Dieses gehört nicht zum Gegenstand der
Erfindung. Mit der Darstellung der Falle 34 soll lediglich
ausgedrückt werden, daß die erfindungsgemäße Verschlußanordnung ohne
und auch mit Fall verwirklicht werden kann. Zum Einsteckschloß
26 gehören weiter die Klinke 38, der Schließzylinder 40
und die Abdeckplatte 42. Wie besonders deutlich in Fig. 5 zu
erkennen ist, weist der Riegel 36 an seinem freien Ende eine
Führungsnut 44 auf. In deren Bereich bleibt lediglich ein Stiel
46 stehen, der eine Sperrplatte 48 trägt. Der Sperrbügel 50, der
insbesondere in Fig. 3 erkennbar ist, ist in die Führungsnut 44
eingehangen (Vergleiche hierzu auch Fig. 4). Der Sperrbügel 50
ist an einem Drehpunkt 52 am Schließblech 30 im Türstock 28 gelagert.
Er besteht aus den beiden Stegen 54. Zwischen sich
schließen diese den Schlitz 56 ein. Ein weiterer Schlitz 58 ist
im Schließblech 30 vorgesehen. Dieser Schlitz 58 nimmt den
Sperrbügel 50 in der vollen Schließ- oder Öffnungsstellung auf.
Im folgenden werden die Fig. 6 bis 8 betrachtet. Zusätzlich
zeigen diese noch Maueranker 60. Diese sind an die Innenseite
des Schließbleches 30 angeschweißt. Sie verankern das Schließblech
30 und damit auch den Türstock 28 zusätzlich im Mauerwerk.
Fig. 6 zeigt die volle Schließstellung. In dieser ist der Riegel
36 vollständig in das Schließblech 30 eingeschoben. Dabei
tritt er auch durch den Sperrbügel 50 durch. Fig. 7 zeigt die
volle Öffnungsstellung des Einsteckschlosses. In dieser ist der
Riegel 36 in Richtung des eingezeichneten Pfeiles vollständig
aus dem Sperrbügel 50 und dem Schließblech 30 herausgezogen worden.
Das Türblatt 22 kann in Richtung des eingezeichneten Pfeiles
aufgeschwenkt werden. Wenn der Sperrbügel 50 im Riegel 36
eingehangen bleibt, wie es die Fig. 2 bis 4 zeigen, kann das
Türblatt 22 bis in die in Fig. 8 gezeigte Stellung aufgeschwenkt
werden. Dabei wird der Sperrbügel 50 um seinen Drehpunkt 52 in
eine fast horizontale Lage geschwenkt. Der Riegel 36 ist teilweise
in den Sperrbügel 50 eingeschoben. Dies wird mit dem in
Fig. 8 eingezeichneten Pfeil angedeutet. In dieser Stellung ist
das Türblatt 22 einen Spalt breit geöffnet. In dieser Halboffen-
Stellung wird es in bekannter Weise durch den Sperrbügel 50 verriegelt.
Diese vollständig geschlossene Stellung, die Halboffen-Stellung
und die vollständige Offenstellung des Türblattes werden mit der
erfindungsgemäßen Ausbildung des Einsteckschlosses möglich.
Grundlage dieses Einsteckschlosses ist die Mitnehmereinrichtung.
Deren Konstruktion und der Bewegungsablauf ihrer Elemente werden
nun unter Bezug auf die Fig. 9 bis 14 erläutert.
Fig. 9 zeigt die Grundplatte 62 des Einsteckschlosses. Auf dieser
liegt der Riegel 36. Dieser weist einen Führungsschlitz 64
auf. In diesen greifen an der Grundplatte 62 befestigte Führungsstifte
66 ein. Über dem Riegel 36 liegt die Riegelsperrscheibe
68 (vergleiche Fig. 10). An ihrer Innenseite ist eine
Sperrnase 70 befestigt. Sie rastet in Aussparungen 72 ein, die
in der oberen Schmalseite des Riegels 36 vorgesehen sind. Die
Riegelsperrscheibe 68 steht unter dem Druck einer Blattfeder 74.
Diese drückt die Sperrnase 70 federnd in die Aussparungen 72.
Damit wird der Riegel 36 in seinen jeweiligen Stellungen gehalten.
Der Schließzylinder 40 weist noch eine Nase 76 auf. Bei Drehung
des Schlüssels wird sie um einen Bogen von 360° geschwenkt. Der
Schließzylinder 40 wird weiter von der ringförmig ausgebildeten
Transportscheibe 78 umschlossen. Auf dieser sind Mitnehmer-Nasen
80, 82 und 84 angeordnet. Sie liegen auf einem gedachten inneren
Kreis. Auf einem gedachten äußeren Kreis liegen weiter
drei Transportnocken 86. Auch diese sind an der Transportscheibe
78 befestigt. An seiner der Schließzylinder-Nase 76 zugekehrten
Schmalseite weist der Riegel 36 eine kürzere Aussparung 92
und eine längere Aussparung 94 auf. Weitere Aussparungen 96 sind
im Umfang der Transportscheibe 78 vorgesehen. In diese greift
eine auf der Grundplatte 62 befestigte Rastvorrichtung ein. Diese
besteht aus einer Rastkugel 98. Diese ist in einem Lagerbock
100 angeordnet und steht unter dem Druck einer Feder 102.
Unter Bezug auf die Fig. 9 bis 14 werden nun die Bewegungsabläufe
geschildert:
Die Fig. 9 und 10 zeigen das Einsteckschloß in der vollen Öffnungsstellung. Der Riegel 36 ist ganz zurückgezogen. Die Schließzylinder-Nase 76 liegt an der Mitnehmernase 80 an. Ein Fahrungsstift 66 liegt in der Aussparung 92. In diesen Stellungen werden die Transportscheibe 78 und der Riegel 36 durch die in eine Aussparung 96 eingreifende Rastkugel 98 und die in einer Aussparung 72 liegende Sperrnase 70 gehalten. Bei einem ersten einmaligen Drehen des Schlüssels bzw. des Schließzylinders 40 bzw. dessen Nase 76 soll der Riegel 36 in die Halboffen- Stellung bewegt werden. In dieser kann das Türblatt 24 mit Verriegelung durch den Sperrbügel 50 in die in Fig. 3 gezeigte Lage geschwenkt werden. Bei Blick auf Fig. 9 wird die Schließzylinder- Nase 76 hierbei in Gegenuhrzeigerrichtung geschwenkt. Dabei drückt sie die Mitnehmer-Nase 80 nach links. Damit wird die Transportscheibe 78 in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht. Dabei gelangt der in der kurzen Aussparung 92 liegende Transportnocken 86 sofort mit deren Flanke in Anlage. Der Riegel 36 wird - bei Blick auf die Figuren - in seine in Fig. 12 gezeigte Stellung verschoben. Diese Bewegung endet, wenn sich die Schließzylinder- Nase 76 unter der Mitnehmer-Nase 80 wegbewegt. Damit wird die Verbindung zwischen dem Schließzylinder und der Transportscheibe unterbrochen. Der Riegel 36 folgt der weiteren Drehung des Schlüssels nicht. Während dieses ersten Hubes hat sich der Riegel 36 um die in Fig. 13 eingezeichnete verhältnismäßig große Strecke A vorbewegt. Diese große Strecke bzw. der große Hub des Riegels 36 ergeben sich daraus, daß der in der schmalen Aussparung 92 liegende Transportnocken 86 vom Beginn seiner Bewegung an einer Flanke dieser Aussparung 92 anlag. Seine Bewegung wurde ohne Spiel auf den Riegel 36 übertragen.
Die Fig. 9 und 10 zeigen das Einsteckschloß in der vollen Öffnungsstellung. Der Riegel 36 ist ganz zurückgezogen. Die Schließzylinder-Nase 76 liegt an der Mitnehmernase 80 an. Ein Fahrungsstift 66 liegt in der Aussparung 92. In diesen Stellungen werden die Transportscheibe 78 und der Riegel 36 durch die in eine Aussparung 96 eingreifende Rastkugel 98 und die in einer Aussparung 72 liegende Sperrnase 70 gehalten. Bei einem ersten einmaligen Drehen des Schlüssels bzw. des Schließzylinders 40 bzw. dessen Nase 76 soll der Riegel 36 in die Halboffen- Stellung bewegt werden. In dieser kann das Türblatt 24 mit Verriegelung durch den Sperrbügel 50 in die in Fig. 3 gezeigte Lage geschwenkt werden. Bei Blick auf Fig. 9 wird die Schließzylinder- Nase 76 hierbei in Gegenuhrzeigerrichtung geschwenkt. Dabei drückt sie die Mitnehmer-Nase 80 nach links. Damit wird die Transportscheibe 78 in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht. Dabei gelangt der in der kurzen Aussparung 92 liegende Transportnocken 86 sofort mit deren Flanke in Anlage. Der Riegel 36 wird - bei Blick auf die Figuren - in seine in Fig. 12 gezeigte Stellung verschoben. Diese Bewegung endet, wenn sich die Schließzylinder- Nase 76 unter der Mitnehmer-Nase 80 wegbewegt. Damit wird die Verbindung zwischen dem Schließzylinder und der Transportscheibe unterbrochen. Der Riegel 36 folgt der weiteren Drehung des Schlüssels nicht. Während dieses ersten Hubes hat sich der Riegel 36 um die in Fig. 13 eingezeichnete verhältnismäßig große Strecke A vorbewegt. Diese große Strecke bzw. der große Hub des Riegels 36 ergeben sich daraus, daß der in der schmalen Aussparung 92 liegende Transportnocken 86 vom Beginn seiner Bewegung an einer Flanke dieser Aussparung 92 anlag. Seine Bewegung wurde ohne Spiel auf den Riegel 36 übertragen.
Bei der Weiterdrehung des Schlüssels erreicht die Nase 76 nach
einem Bogen von knapp 360° ihre in Fig. 12 eingezeichnete Stellung.
Sie liegt nun an der Mitnehmer-Nase 82 an. Bei Weiterdrehung
in Richtung des eingezeichneten Pfeiles nimmt sie diese und
damit die gesamte Transportscheibe 78 mit. Dabei dreht sich der
Transportnocken 86 aus der ihm zugeordneten kurzen Aussparung
92 heraus. Das heißt, daß der Riegel 36 dem ersten Teil der Drehung
der Transportscheibe 78 nicht folgt. Gemäß der Darstellung
in Fig. 12 liegt auch der mittlere Transportnocken 86 noch nicht
an einer Flanke der ihm zugeordneten langen Aussparung 94 an.
Erst nach einer gewissen Zeit gerät er mit der links liegenden
Seite oder Flanke dieser Aussparung 94 in Anlage. Jetzt folgt
der Riegel 36 der Bewegung der Nase 76. Er legt die in Fig. 13
eingezeichnete kleinere Strecke B zurück. Er nimmt seine in die
Fig. 13 und 14 eingezeichnete volle Schließstellung an.
Bei einer weiteren Drehung des Schlüssels bzw. einer weiteren
Schwenkbewegung der Nase 76 würde der Riegel 36 nicht weiter
verschoben, da sich nun auch der mittlere Transportnocken 86
aus der ihm zugeordneten Aussparung 94 herausbewegt hat und unter
dieser wegläuft. Die verschiedenen Teile nehmen zum Beispiel
die in Fig. 14 eingezeichneten Stellungen ein. Jetzt muß die
Rückbewegung des Riegels 36 eingeleitet werden. Auch diese erfolgt
in zwei Hüben. Der Schlüssel bzw. die Schließzylinder-Nase
76 werden in Uhrzeigerrichtung gedreht bzw. geschwenkt. Der
in Fig. 14 eingezeichnete Pfeil zeigt die Bewegungsrichtung an.
Die drei Transportnocken 86 werden in Uhrzeigerrichtung geschwenkt.
Fig. 14 läßt erkennen, daß sie während eines ersten
großen Teiles dieser Bewegung totlaufen. Erst nach einer gewissen
Zeit schlägt der am weitesten rechts liegende Transportnocken
86 an der rechts liegenden Flanke der langen Aussparung 94
an. Von diesem Augenblick an nimmt er den Riegel 36 auf einem
kurzen Teil seiner Bewegung mit. Er verschiebt ihn um die kürzere
Strecke B. Sobald der Riegel 36 diese in Fig. 12 eingezeichnete
Stellung erreicht hat, läuft der Tranportnocken 90
aus der Aussparung 94 heraus und läuft unter dieser weg. Auch
bei der Rückbewegung des Riegels 36 ergibt sich der Hub um die
kürzere Strecke B damit dadurch, daß der Transportnocken 90 auf
einem Teil seiner Bewegung frei läuft und erst am Ende dieser
Bewegung an einer Flanke der Aussparung 92 anstößt. Bei der
Weiterdrehung des Schlüssels läuft auch die Schließzylinder-
Nase 76 unter der Mitnehmer-Nase 84 durch. Schließlich trifft
sie auf die linke Seite der Mitnehmer-Nase 82 auf. Sie nimmt
eine Lage ein, die spiegelbildlich zu ihrer in Fig. 12 eingezeichneten
Lage ist. Hier liegt der Transportnocken 86 wieder
in der kürzeren Aussparung 92. Er schlägt sofort auf deren
rechts liegende Flanke auf und schiebt den Riegel 36 um die
größere Strecke A zurück in die volle Öffnungsstellung.
Aus obigem ergibt sich, daß der linke Transportnocken 86 für
die Bewegung des Riegels 36 um die größere Strecke A in beiden
Richtungen verantwortlich ist. Der mittlere Transportnocken 88
schiebt den Riegel 36 um die kleinere Strecke B in die volle
Öffnungsstellung, während der rechte Transportnocken 90 den
Riegel 36 um diese Strecke zurückschiebt. Weiter sind die Mitnehmer-
Nasen 80 und 82 für die Schließ- und die Mitnehmer-Nasen
82 und 84 für die Öffnungsbewegungen des Riegels 36 verantwortlich.
Fig. 15 zeigt diejenige Ausführungsform, bei der der Riegel
36 schon in der Offenstellung aus der Frontplatte 32 herausragt.
In dieser Offenstellung nimmt der Riegel 36 bei dieser
Ausführungsform die gleiche Lage ein, die der Riegel bei der
in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform erst nach einem Hub einnimmt.
Wie ausgeführt, ermöglicht diese Ausführungsform den
Wegfall der insbesondere in den Fig. 9 bis 14 gezeigten Mitnehmereinrichtung.
Fig. 16 zeigt das in den Falz 24 eingesetzte Schließblech
30. Es nimmt eine Schraube 120 auf. Auf ihrem Innenende ist
diese mit einer selbsthaltenden Mutter gesichert. Der Sperrbügel
50 weist ein Innengewinde 122 auf. Dieses sitzt auf
dem Gewinde der Schraube 120. Damit läßt sich der Sperrbügel
50 durch Verdrehen der Schraube 120 seitlich verstellen oder
justieren.
Fig. 17 zeigt zur allgemeinen Erläuterung das Schließblech
30, die Frontplatte 32 sowie den Sperrbügel 50 und den Riegel
36. Ähnliches zeigt Fig. 18 bei in die Führungsnut 44 eingehangenem
Sperrbügel 50. Fig. 19 zeigt das gleiche Bild bei
schon ausgeschobenem Riegel 36.
Die Fig. 20 bis 22 zeigen im einzelnen die Nuß 124, einen
Führungsschlitz 126 für die Falle 34 und einen Führungsstift
128. Weiter wird eine Feder 130 gezeigt, die die Falle 34
in Schließstellung drückt. Für den Riegel 36 werden der Führungsschlitz
64 mit dem Führungsstift 66 gezeigt. Weiter werden
die Mitnehmer 132 gezeigt, über die der Riegel 36 verschoben
wird. Zwischen dem Riegel 36 und der Falle 34 befindet
sich der Sperriegel 134. Seine Bewegungsbahn verläuft
unter 90° zu der von Riegel 36 und Falle 34. Zu seiner Führung
dient der Führungsstift 136 und der Führungsschlitz 138.
Eine Feder 140 drückt ihn nach unten gegen den Riegel 36.
An seinem unteren Ende weist er eine Kurve 142 auf. Am Riegel
36 ist ein Mitnehmer 144 befestigt. Dieser liegt auf der Höhe
der Kurve 142. An seinem oberen Ende weist der Sperriegel
134 einen Fortsatz 146 auf. Von der Falle 34 ist noch eine
Hinterschneidung 148 eingezeichnet. Fig. 20 zeigt die Offenstellung.
Riegel 36 und Falle 34 stehen über die Frontplatte
32 über. Der Fortsatz 146 liegt unterhalb der Hinterschneidung
148. Die Falle 34 ist frei beweglich. Fig. 21 zeigt das
gleiche Bild nach einem Hub des Riegels 36. Dieser hat sich
nach rechts verschoben. Sein Mitnehmer 144 liegt fast an der
Kurve 142 an. Die Falle ist jedoch weiter frei beweglich.
Nach einem weiteren, dem letzten Hub des Riegels 36 ergibt
sich das in Fig. 22 gezeigte Bild. Der Mitnehmer 144 hat an
der Kurve 142 angeschlagen und diese verschoben. Dabei wurde
der Sperriegel 134 nach oben verschoben. Sein Fortsatz 146
liegt an der Hinterschneidung 148 an. Damit ist die Falle
34 gesperrt. In der vollen Schließstellung des Riegels 36
ist sie damit verriegelt. Sie kann nicht mehr durch ein in
den Spalt zwischen Falz und Türblatt geschobenes Werkzeug
in die Offenstellung bewegt werden.
Fig. 23 zeigt die Ausführungsform des Schließbleches 30 zur
Verwendung bei einer Stahlzarge. Das Schließblech 30 ist als
Flacheisen ausgebildet. Es weist übereinanderliegende Schraubenlöcher
150 auf. Durch diese werden Schrauben zum Befestigen
an der Stahlzarge durchgesteckt. An der Rückseite des
Schließbleches 30 ist ein Kasten oder U-Profil 152 befestigt,
zweckmäßig angeschweißt. In diesem ist der Stift bzw. die
Schraube 120 zur Lagerung des Sperrbügels 50 befestigt.
Claims (18)
1. Verschlußvorrichtung mit einem im Türblatt anzbringenden
Einsteckschloß mit einem Riegel, einem Schließzylinder zum
Betätigen des Riegels, mit einer Falle und
einer Türklinke zum Betätigen der Falle, und mit einem am
Türstock gegenüber dem Einsteckschloß anzubringenden Schließblech
zur Aufnahme des Riegels und der Falle,
dadurch gekennzeichnet, daß im Türstock (28) am Schließblech
(30) ein in einen Schlitz (58) des Schließbleches (30) versenkbarer Sperrbügel
(50) drehbar gelagert ist, der Riegel (36) an seinem
freien Ende eine Führungsnut (44) aufweist und der Sperrbügel
(50) in diese eingehangen ist.
2. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Schließzylinder (40) und dem Riegel (36)
eine die Schwenkbewegungen der Schließzylinder-Nase (76) in
verschieden lange Hübe des Riegels (36) umformende Mitnehmereinrichtung
vorgesehen ist.
3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmereinrichtung eine Transportscheibe (78) aufweist
und diese um eine durch den Schließzylinder (40) durchtretende
Achse drehbar ist, auf der Transportscheibe (78) in
der Kreisbahn der Schließzylinder-Nase (76) liegende Mitnehmer-
Nasen (80, 82, 84) und Transportnocken (86) angeordnet
sind und diese mit auf dem Riegel (36) vorgesehenen Anschlägen
in Anlage gelangen.
4. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (36) an seiner dem Schließzylinder
(40) zugekehrten Schmalseite Aussparungen (92, 94) aufweist,
deren Flanken die Anschläge zur Anlage mit den Transportnocken
(86) bilden, und die Aussparungen (92, 94) verschieden
lang sind.
5. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit der Schließzylinder-Nase (76) in Anlage
tretenden Mitnehmer-Nasen (80, 82, 84) auf einer inneren
Kreisbahn und die mit dem Riegel (36) in Anlage tretenden
Transportnocken (86) auf einer einen größeren Durchmesser
aufweisenden äußeren Kreisbahn angeordnet sind.
6. Verschlußanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß drei Mitnehmer-Nasen (80, 82, 84) vorgesehen
und die beiden äußeren (80, 84) nur um ein geringes Maß in
die Kreisbahn der Schließzylinder-Nase (76) hineinragen und
an ihren dieser zugekehrten Flanken abgeschrägt sind derart,
daß diese nach einer Teil-Drehung an ihnen vorbeibewegbar
ist.
7. Verschlußanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß drei Transportnocken (86) vorgesehen sind, von denen
zwei der längeren Aussparung (94) zugeordnet sind.
8. Verschlußanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparungen (92, 94) nur um ein geringes
Maß in die Kreisbahn der Transportnocken (86) hineinragen
und an ihren diesen zugekehrten Flanken derart abgeschrägt
sind, daß diese nach einer teilweisen Schwenkbewegung an ihnen
vorbeibewegbar sind.
9. Verschlußanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transportscheibe (78) im Abstand voneinander
Aussparungen (96) aufweist, dieser Abstand dem Hub zwischen
den Schließstellungen des Riegels (36) entspricht und
auf der Grundplatte (62) des Einsteckschlosses eine in die Aussparung (96) einrastbare Rastvorrichtung
(98, 100, 102) angeordnet ist.
10. Verschlußanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (36) mit dem in seine Führungsnut (44) eingehangenen
Sperrbügel (50) in der Offenstellung soweit über
die Frontplatte (32) des Einsteckschlosses vorsteht, daß die Führungsnut (44) in
der Schwenkebene des Sperrbügels (50) liegt.
11. Verschlußanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß im Schließblech (30) im Drehpunkt (52) des Sperrbügels
(50) ein Stift befestigt und der Sperrbügel (50) auf diesem
gelagert ist.
12. Verschlußanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß im Schließblech (30) im Drehpunkt (52) des Sperrbügels
(50) eine Schraube (120) verdrehbar befestigt ist, der Sperrbügel (50)
ein Innengewinde (122) aufweist und dieses auf
dem Gewinde der Schraube (120) aufsitzt.
13. Verschlußanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (36) und die Falle (34) über einen Sperriegel
(134) derart miteinander in Wirkungsverbindung stehen, daß
die Falle (36) bei voll ausgeschobenem Sperriegel (134) gesperrt
ist.
14. Verschlußanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperriegel (134) zwischen Riegel (36) und Falle (34)
verschiebbar geführt ist, am Riegel (36) ein mit dem Sperriegel
(134) in Anlage bringbarer Mitnehmer (144) befestigt
ist, der Sperriegel (134) mit einem Fortsatz (146) in der Bewegungsbahn
der Falle (34) liegt, und der Sperriegel (134)
bei voll ausgeschobenem Riegel (36) durch dessen Mitnehmer
(146) in die Bewegungsbahn der Falle (34) geschoben ist.
15. Verschlußanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Falle (34) eine Hinterschneidung (148) aufweist und
der Sperriegel (146) bei voll ausgeschobenem Riegel (134) an
der Hinterschneidung (148) anliegt.
16. Verschlußanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließfach (30) zur Befestigung an einer Stahlzarge
als Flacheisen ausgebildet und auf dessen Innen- oder Rückseite
ein Kasten (152) zur Aufnahme der Schraube (120) befestigt
ist.
17. Verschlußanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließblech (30) mehrere unter gegenseitigem Abstand
angeordnete Schraubenlöcher (150) aufweist.
18. Verschlußanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kasten (152) an das Schließfach (30) angeschweißt
ist.
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1984
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