DE237232C - - Google Patents

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DE237232C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/02Preparation of oxygen
    • C01B13/08Preparation of oxygen from air with the aid of metal oxides, e.g. barium oxide, manganese oxide
    • C01B13/086Preparation of oxygen from air with the aid of metal oxides, e.g. barium oxide, manganese oxide with manganese oxide

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVi 237232 -KLASSE 12 L GRUPPE
Dr. GEORG KASZNER in MUNSTER i.W.
Zusatz zum Patente 233383 vom 29. Mai 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Oktober 1910 ab. Längste Dauer: 28. Mai 1925.
Es wurde gefunden, daß die in der Patentschrift 233383 beschriebene, so günstige Wirkung des Alkalimetaplumbats, durch welches das in der Phase der Sauerstoffentbindung aus dem Manganat frei werdende Alkalihydrat vorübergehend in Gestalt von Alkaliorthoplumbat fixiert und dadurch für die Phase der Regenerierung des Manganate den Manganoxyden wieder zur Verfügung gestellt wird, auch noch durch einige andere Verbindungen erzielt werden kann.
Dieses sind im allgemeinen solche Körper, welche die Fähigkeit haben, bei den in dem Prozeß zur Geltung kommenden Temperaturen von etwa 300 bis 600 ° C. lockere Verbindungen mit Alkalihydraten unter Austreibung von Wasser aus letzteren einzugehen, Verbindungen, welche in niedrigerer Temperatur durch Wasser, z. B. also beim Kochen damit wieder mehr oder weniger unter Abspaltung von Alkalihydrat zersetzt werden.
Es gehören hierzu die Oxyde des Zinns, Antimons, Zirkons, Titans und aller solcher Elemente, deren Sauerstoffverbindungen sich in der hier in Betracht kommenden Hitze mit Alkalihydraten zu Salzen zu verbinden vermögen, in denen das betreffende Oxyd den Charakter einer Säure anzunehmen vermag. Dadurch wird es möglich, daß in ihrer Mischung mit Manganat — während der Phase der Dampfzersetzung des Manganate in Alkalioxyd bzw. Alkalihydrat, Manganoxyde und Sauerstoff — das entstehende freie Alkalihydrat sofort gebunden und vor der schädlichen Verflüchtigung und dem Schmelzen bewahrt bleibt. Aus den so erzeugten Salzen jener sauren Metalloxyde wird alsdann in der Phase der Regenerierung durch Lufteinblasen das aufgenommene Alkali an die wieder entstehende Mangansäure zurückgegeben. In welchem Umfange dies geschieht, hängt sowohl von der Natur des betreffenden Metalloxyds wie auch von der Temperatur und den Mengenverhältnissen der Komponenten ab. Während z. B. das Zinndioxyd sich in Konkurrenz mit der aus Manganoxyden und Luft-Sauerstoff entstehenden Mangansäure als ein verhältnismäßig schwaches Säureoxyd erweist, so daß es aus seinen Alkaliverbindungen den zinnsauren Salzen Alkali zur Manganatbildung hergibt, sind die Antimonoxyde g0 (Sb2 O3 und Sb2 O6) wesentlich stärkere Säureoxyde, welche das Alkali fester gebunden halten. Doch erreicht man auch hier ein gewisses Wechselspiel 4 zwischen den Komponenten der Mischung bzw. ein Hin- und Hergehen von Alkali zwischen den Oxyden beider Metalle, wenn man das Antimonoxyd schon vor dem Zusammentreffen mit dem Alkalimanganat teilweise mit Base sättigt. So ist z. B. das An timonoxyd in Gestalt der Meta- und Pyroanti-
moniate befähigt, mehrere Äquivalente einwertiger Metalloxyde in der Hitze aufzunehmen
unter Bildung von Orthoantimoniaten, und diese leicht zersetzbaren Salze wieder sind befähigt, einen entsprechenden Betrag des Alkalioxyds an· eine andere Säure, im vorliegenden Falle also an die Mangansäure — unter Rückbildung von Pyroantimoniaten usw. — abzugeben, so daß also auch hier die gewünschte . Wirkung zustande kommt.
Jedenfalls ist bei der Verwendung dieser und ίο analog sich verhaltender Körper eine auf Verflüchtigung und Schmelzen beruhende, für den Manganatprozeß so schädliche Entfernung des Alkalis aus der Nähe der Manganoxyde vermieden oder erheblich verringert.
Das Verfahren ist demnach folgendes: Man mischt mangansaures oder übermangansaures Alkali mit den Oxyden der Elemente Zinn, Zirkon, Antimon, Titan oder anderer sich in ihren Alkalisauerstoffverbindungen analog verhaltender Elemente und unterwirft diese Mischung der in dem Hauptpatent beschriebenen abwechselnden Behandlung mit Luft und Wasserdampf in der Hitze. Bei Verwendung der Aritimonoxyde oder anaemias Oxyde von stärker saurem Charakter ist es zur Erhöhung der Wirksamkeit geboten, noch einen gewissen Betrag an Alkali der Mischung zuzusetzen, damit die stärksten Säureaffinitäten vorher gebunden werden und nur die letzten schwachen zur Betätigung im Prozeß übrig bleiben. Man wählt also die Alkaliverbindungen der Meta- oder Pyrosäure in solchem Falle, und auch beim Zinn empfiehlt es sich, das Zinnoxyd ganz oder teilweise durch metazinnsaures Salz zu ersetzen. Anstatt die erwähnten Oxyde oder ihre Alkaliverbindungen dem fertigen Alkalimanganat fertig zuzusetzen, kann man die für den Prozeß geeignete Mischung auch in der Weise herstellen, daß man die betreffenden Elemente pulverförmig dem Manganat oder den dasselbe beim Erhitzen an der Luft bildenden Komponenten hinzusetzt und die weitere Fertigstellung der Oxydation durch die eingeblasene Luft bei hinreichendem Zusatz von Alkalioxyd oder Alkalihydrat o. dgl. überläßt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des Verfahrens zur getrennten Gewinnung von Sauerstoff und Stickstoff aus der Luft gemäß Patent 233383, dadurch gekennzeichnet, daß das dabei zu verwendende Alkalimetaplumbat ganz oder teilweise durch die Oxyde oder durch Alkali-Verbindungen der Oxyde von Zinn, Zirkon, Antimon, Titan oder analog wirkenden anderen Metallen ersetzt wird.
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