DE23674C - Maschine zur Fabrikat;on von Holzfässern - Google Patents
Maschine zur Fabrikat;on von HolzfässernInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27H—BENDING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; COOPERAGE; MAKING WHEELS FROM WOOD OR SIMILAR MATERIAL
- B27H5/00—Manufacture of tubes, coops, or barrels
- B27H5/08—Finishing barrels, e.g. cutting grooves
- B27H5/10—Trussing or hooping barrels
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Neuerungen beziehen sich insbesondere auf diejenigen Vorrichtungen, welche die Bildung
der Fafsbäuche vermitteln. Auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. ι die Endansicht einer entsprechenden
Maschine mit dem Mechanismus zum Bilden des Fafsbauches in Thätigkeit;
Fig. 2 den zum Theil im Schnitt dargestellten zugehörigen Grundrifs;
Fig. 3 die Endansicht eines expansiblen und contractiven Kernes, über welchem die Fafsdauben
zusammengesetzt werden, in geschlossenem Zustande;
Fig. 4 einen Theil dieses Kernes in voller Erweiterung nebst zugehörigem Mechanismus im
Aufrifs;
Fig. 5 die Endansicht einer automatischen Zuführung;
Fig. 6 deren Aufrifs;
Fig· 7 eine Modification des expansiblen und contractiven Kernes im Verticalschnitt;
Fig. 8 die Ansicht, Fig. 9 den Grundrifs eines aufgeschnittenen Ringes zum Zusammenhalten
der Fafsbäuche, nachdem sie geformt sind.
A ist die Antriebsscheibe der Maschine. Dieselbe sitzt auf der Welle a, welche durch Vermittelung
der Stirnräder A1 αΛ die Bewegung
auf die Hauptwelle a" und damit auf den darauf angeordneten expansiblen und contractiven Kern
überträgt. Der Mantel dieses Kernes besteht aus vier Theilen B, welche durch vier starke
Schrauben 1,2,3 und 4 in Thätigkeit gesetzt
werden. Besagte Schrauben liegen in einer auf der Hauptwelle a" befestigten Platte B\ welche
mit vier Löchern zur Aufnahme der konischen Räder 5, 6, 7 und 8 versehen ist. Diese enthalten
je das Muttergewinde für die durch sie hindurchgehende Schraube und werden gleichzeitig
von dem konischen Rade B2, welches
durch Vermittelung der lose auf der Hauptwelle placirten Hülse B3, der konischen Räder Bi
und C, der Welle C und des Handrades C2
Bewegung erhält, in Rotation versetzt. Wird nun das Handrad C2 nach der entsprechenden
Richtung gedreht, so gerathen die kleinen konischen Räder 5, 6, 7 und 8 in Rotation und veranlassen
die Schrauben 1, 2, 3 und 4, sich auswärts zu bewegen, d. h. den Kern sich zu
erweitern, während bei entgegengesetzter Drehung des Handrades der Kern sich zusammenzieht.
Jeder Manteltheil B des Kernes ist mit einem Führungsbolzen c versehen, der sich in einem
Ansätze c1 der Platte B' führt und dazu dient,
eine Verdrehung des Theiles B zu verhüten. Auch begrenzt er den Auswärtsgang der zugehörigen
Schraube, denn er besitzt einen Vorsteckstift c2, welcher gegebenen Falles gegen
die innere Seite des Ansatzes c1 st'öfst und eine
weitere Bewegung verhindert, Fig. 2 und 4. Zwei der Schrauben, beispielsweise 1 und 3,
haben eine gröfsere Steigung als die anderen. Infolge dessen werden dieselben schnellere Bewegungen
ausführen, so dafs beim Erweitern oder Verengen des Kernes die Theile B einander
nicht hemmen und in geschlossenem Zustande etwa die Position Fig. 3 einnehmen. Die bisherigen expansiblen und contractiven
Kerne werden durch complicirte Mechanismen bewegt und arbeiten nicht befriedigend, da sie
oft während der Bildung der Fässer einzelne Theile in ungehöriger Weise beanspruchen. Ein
grofser Nachtheil der mit solchem Kern versehenen Maschinen aber besteht in der Schwierigkeit,
welche mit der Einbringung der letzten Daube an ihren richtigen Ort verknüpft ist,
denn da die mit dem Kern zusammen arbeitenden Ringe von fixirter Gröfse sind, so beengen sie
den Kern in seiner erweiterten Position, so dafs er nicht anders wirkt, als wenn er von
vorn herein einen bestimmten Umfang erhalten hätte. Dem entgegen ist bei der Maschine,
Fig. ι und 2, die Anwendung von unveränderlichen Ringen umgangen und vielmehr ein nachgiebiger
Mechanismus benutzt, welcher gestattet, den Kern etwas weiter auszudehnen als die
wirkliche Weite des Fasses beträgt. Ist dann die letzte Daube eingestellt, so hält der Arbeiter
das Handrad C2 fest, wodurch der Kern sich auf die gehörige Gröfse zusammenzieht
und die elastischen Widerlager die Dauben an einander schliefsen und der Gestalt des Kernes
anpassen. Hierauf wird die Maschine (durch einen ' Riemenausrücker) angehalten und über
jedes Ende des Fasses ein Ring geschoben, welcher die Dauben bis auf weiteres zusammenhält.
Die Theile B sind viel kürzer als die Dauben, ein Umstand, der es gestattet, die
Fässer schnell zu entfernen und das Gewicht der Construction erheblich zu reduciren.
Der bezeichnete nachgiebige Mechanismus besteht aus zwei Hebeln D D, welche bei d d
an dem Maschinengestell D1, Fig. 2, drehbar sind. Dieselben besitzen Griffe d1 d', sowie
gleich daneben Rollen d3 d^, welche auf den
Gestelltheilen E ruhen. E1 E2 sind an den Hebeln
D befestigte, halbkreisförmige, verticale Rippen oder Stäbe, welche je eine Anzahl
stählerne oder sonstige elastische Schienen F tragen. Letztere laufen den Hebeln D parallel
und sind horizontal. Sie besitzen an jedem Ende Rollen e, Fig. 1 und 2, und sind so angeordnet,
dafs sie nach auswärts federn und so sich selbst nach den Variationen in der Dicke
der einzelnen Dauben adjustiren können. Die Rollen e ragen über die Enden des Kernes
hinaus bis dicht an die Enden der Dauben (s. Fig. 2). Sie gewähren grofsen Vortheil, da
sie den Dauben ermöglichen, mit dem Kern zu rotiren. Die Hebel D werden durch Excenter
E' E\ die mit Griffen versehen sind,
Fig. ι und 2, und sich um einen verticalen Zapfen auf den Gestelltheilen E drehen lassen,
in geschlossener Position gehalten. Dreht man aber diese Excenter in die entgegengesetzte
Lage, so kann man die Hebel D zurückschlagen und das gebildete Fafs leicht herausnehmen.
Die Einbringung der Dauben geschieht nicht von Hand, wie bei den sonst gebräuchlichen
Maschinen, sondern durch einen automatisch wirkenden Zuführungsmechanismus. Derselbe
wird von zwei Ständern G1, von denen nur der eine in Fig. 1 ersichtlich ist, getragen und besteht
in dem Rahmenwerk G, welches die Lager für vier oder mehr Wellen G2 G3 G1 G5 enthält.
Jede der Wellen trägt eine oder mehrere geriffelte Rollen Ge und zwei derselben, nämlich
Gz und Gi, besitzen je ein Stirnrad h, welches
mit einem Getriebe hl auf der Welle h2, die
durch ein Kettengetriebe J von der Hauptwelle a" Rotationsbewegung empfängt, in Eingriff
steht. Die beiden Wellen G2 und (S5 erhalten
ihre Bewegung vermittelst der Ketten KK von den auf G3 und G* vorgesehenen Kettenrädern
K' K2. Auf solche Weise wird allen
Rollen G0 eine geeignete Drehung ertheilt,
welche sie befähigt, die in ihren Bereich kommenden Dauben vorwärts zu schieben. Dabei sind
die Lager ihrer Wellen selbst adjustirend, Fig. 1, so dafs sich die Rollen jeder Verschiedenheit
in der Daubendicke anpassen. Unterhalb der Zufiihrungsrollen befinden sich die Walzen /
zur weiteren Erleichterung der Vorwärtsbewegung der Dauben und unterhalb der Welle G2
liegt die Welle /', . welche geriffelte Rollen, ähnlich den mit Ge bezeichneten, trägt und
durch Kette η von dem auf /ι2 sitzenden Kettenrade
«' Bewegung erhält. Unter f1 endlich
befindet sich noch eine Welle/2 mit der Riemscheibe/3,
durch welche sie von aufserhalb der Maschine (oder von der Maschine selbst) Rotationsbewegung
empfängt. Nahe jedem Ende sitzt auf der Welle/2 eine Kreissäge m und ein
Messerkopf;«1 zum Erzeugen der Kimme. Der Abstand der Kreissägen von einander bestimmt
die Länge der einzelnen Dauben.
Gelangt nun eine Daube bei den ersten Zuführungsrollen an, so packen diese dieselbe, um
sie vorwärts zu schieben, während gleichzeitig die Sägen m die Daubenenden beschneiden und
die Messer m1 die Kimme erzeugen. Die Darbietung
der Dauben kann vom Arbeiter geschehen oder selbsttätig mittelst eines Tuches
ohne Ende oder dergleichen. Auf der Zeichnung ist jedoch angenommen, dafs die Dauben
in einem hinten offenen Behälter P aufgestapelt und aus dessen unteren Oeffnung 0, welche
gröfser oder kleiner gemacht werden kann, einzeln weiter befördert werden. Es ist sehr
schwierig, aus einem Stapel die Dauben regelmäfsig zu" fördern, da dieselben nicht alle dieselbe
Breite haben. Andererseits ist es von grofser Bedeutung, dafs die Dauben dicht nach
einander folgen, und deshalb ist es nothwendig, dafs der sie aus der Oeffnung ο empfangende
Mechanismus schnell arbeitet und sich selbst adjustirt. Dies wird erreicht durch Benutzung
einer automatischen Vorrichtung S, bestehend aus der mit einem oder mehreren Ansätzen s*,
Fig. i, 5 und 6, versehenen Scheibe sl, welche
lose auf ihrer Welle ί angeordnet ist und mit ihrer hinteren Fläche gegen die feste Scheibe i3·
anliegt. Vor sl sitzt, durch den Bund sb gehalten,
auch lose auf der Welle s eine federnde
Scheibe s*, welche gegen die vordere Fläche
der Scheibe s1 drückt und den Contact derselben mit s3 sichert. Rotirt dann die Welle s,
so schlägt einer der Ansätze s2 gegen die hintere
Kante der untersten Daube, Fig. i, und schiebt letztere vorwärts, damit sie von den ersten Zuführungsrollen
gefafst werden kann. Ist aber der Ansatz s2 frei geworden, so rotirt die
Scheibe i1 mit rapider Schnelligkeit bis der
nächste Ansatz s2 gegen die nun zu unterst liegende Daube schlägt und dieselbe so schnell
vorwärts schiebt, dafs sie die vorhergehende Daube einholt und mit ihr in Berührung bleibt.
Unter gewöhnlichen Verhältnissen würden, wenn einmal eine breitere Daube kommt, Brüche in
dem Mechanismus entstehen, weil aber die Scheibe s1 lose auf ihrer Welle sitzt, so sind
derartige Vorfälle verhütet, da gegebenen Falles die federnde Scheibe si der Scheibe s1 auf ihrer
Welle zu gleiten gestattet, bis der auf sie ausgeübte Druck seine normale Gröfse nicht mehr
überschreitet. In einigen Fällen kann man die Zuführungsrollen Ge völlig fortlassen und die
Vorrichtung S so placiren, dafs die Dauben direct aus dem Behälter P auf den Umfang des
Formkernes gelangen.
Wenn ein Fafsumfang gebildet ist, wird über jedes Ende desselben ein Ring geschoben, um
die Dauben bis auf weiteres zusammenzuhalten. Die bisher zu dem Zwecke verwendeten Ringe
waren ganz. Einer derselben-mufste daher über den contractiven Kern geschoben und auf der
Welle hängen gelassen werden, bis die Bildung des Fasses stattgefunden hatte. Aber nicht
selten wurde dies vergessen, so dafs das gebildete Fafs nicht abgenommen werden konnte.
Um dem vorzubeugen, benutze ich aufgeschnittene Ringe L, Fig. 8 und 9, welche mit Haken 28
versehen sind, damit sie leicht an ihren Platz gebracht werden können, ohne über den Kern
geschoben werden zu brauchen.
Fig. 7 veranschaulicht endlich eine Modification des expansiven und contractiven Kernes,
welcher sich dadurch charakterisirt, dafs ein Stück T mit Führungen für die Stangen ν der
Kerntheile B auf der Hauptwelle α" mittelst Druckschraube t befestigt ist und mit ihr rotirt.
Auch ein Stück T1 sitzt auf der Hauptwelle, kann aber mit ihrer Nuth frei auf einer auf
derselben befestigten Feder f gleiten. T1 besitzt
vier Flügel t2 mit schrägen Schlitzen t3, in
welche die nöthigenfalls mit Antifrictionsrollen umgebenen Stifte u eingreifen. Wird daher das
Stück Tx mit Hülfe der gegabelten Stange /",
welche in eine Rinne des Bundes T2 eingreift, hin- und hergeschoben, so erweitert oder verengert
sich je nach Bedarf der Kern. Dabei haben zwei der Schlitze t3 eine gröfsere Steigung
als die anderen, damit die Kerntheile B bei ihren Bewegungen nicht in Collision gerathen.
Claims (4)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine zur Fabrikation von Holzfässern: ι. mit einem contractiven und expansiblen Kern, bestehend aus mehreren Theilen B, welche durch Schrauben und konische Räder in einer auf der Hauptwelle befestigten Platte B' gehalten und durch Drehen des konischen Rades B2 geöffnet oder geschlossen werden, wie in Fig. 4 dargestellt, oder bestehend aus dem verschiebbaren Stück T' mit Schlitzen tz für die Zapfen u der Scheibe B nach Art der Fig. 7 und mit einem nachgiebigen Widerlagsmechanismus , welcher zur Erleichterung der Einstellung der letzten Daube gestattet, den Kern anfänglich etwas weiter auszudehnen, als die wirkliche Gröfse des zu bildenden Fasses beträgt, und welcher besteht aus den Hebeln D, den verticalen halbkreisförmigen Rippen £' E2 und den daran befestigten elastischen Schienen F, welche an jedem Ende mit Rollen e versehen sind;
- 2. mit einem automatisch wirkenden Zuführungsapparat S, Fig. 5, 6 und 1, sowie dem Behälter P in Verbindung mit oder ohne die sich selbst adjustirenden Rollen Ge und die losen AValzeny, Fig. 1 und 2;
- 3. mit Sägen m, Kimm- und Abschrägmessern m1, welche so angeordnet sind, dafs sie ihre Arbeit verrichten, während die Dauben dem contractiven und expansiblen Kern zugeführt werden;
- 4. mit dem Ringe L, Fig. 8 und 9, welcher mit Haken 28 versehen ist und dazu dient, den Fafsbauch zusammenzuhalten, sowie die Entfernung desselben von dem Formkern zu ermöglichen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE (1) | DE23674C (de) |
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- DE DENDAT23674D patent/DE23674C/de active Active
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