DE2357751B2 - Katalysator für die Äthinylierung - Google Patents
Katalysator für die ÄthinylierungInfo
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Description
f. 11 91 364). w,e die Alkuli- bzw.
SSÄ b/w. -iodide und M^nesiumsil.k ,,
bewirken nur eine rclat.v geringe Lrhohung des
Cu,nMgh-,„Me(MI):(OH)inCOi
15
gebildet wird, wobei in ;inen beliebigen Wert
unterhalb von etwa 4.5 bedeutet und Me(IIl) für Al.
Fe(HI)OdCrCr(IJI)SiChI.
2. Katalysator nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der Katalysator durch Behandeln des jo Mannasseits gemäß Anspruch 1 bei einer Temperatur
unterhalb von 350 C unter Wasserverlust und nachfolgende Umsetzung mit Acetylen in wäßriger
Phase gebildet wird.
3. Verfahren zur Herstellung von Butindiol aus Acetylen und Formaldehyd in flüssiger Phase nach
dem Reppe-Äihinvlierungsverfahren unter Verwendung eines Kupferacetylid enthaltenden Katalysators,
dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator einen Katalysator gemäß Anspruch 1 verwendet.
4. Verfahren zur Herstellung von Butindiol gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den
Katalysator in der flüssigen Phase suspendiert und die Umsetzung in einer Blasensäule vornimmt.
35 1 vorerwähnten Verbindungen
sind nur'aÜsmcncnd wirksam bei erhöhtem Druck und
W Temperatur von wenigstens 40 C: unter diesen
Beding' "gen werden Nebenprodukte, wie .»ropargMalkohol
und Methanol gebildet, im allgemeinen über Vm.
bezogen auf die vorgegebene !ormaldeln dmcnge.
Die besagten Katalysatoren haben noch andere N-K-hteile- Insbesondere neigen sie dazu, im Laute des
Betriebes zu zerfallen, so daß allmählich fernste
Schlämme gebildet werden, und zwar unabhängig d-ivon ob es sich ursprünglich um KataJysaioren fur ώ,-Anordnung
im Festbe.t oder bereits um aulgesch amm-Γ-K-ifilratoren
handelt. Diese /.erlallsprodukie !uhren
manchmal zu Störungen in den betreifenden Anlagen
uid erfordern eine häufige Regenerierung des kuiuKsa-
Für die als Reppe-Äthinylierung bekannte Synthese
von Butindiole!! aus Formaldehyd und Acetylenen sind seit der Veröffentlichung der deutschen Patentschrift
7 25 32b verschiedene Katalysatoren beschrieben worden. Als geeignete Katalysatoren haben sich Acetylenverbindungen
der Schwermetalle der 1. und 2. Gruppe des Periodensystems, insbesondere des Kupfers erwiesen,
die aus Acetylen und geeigneten Schwermetallver- ^j bindungen erhalten werden können. Die Schwermetallverbindungen
werden im weiteren Sinne ebenfalls als Katalysatoren bezeichnet, wobei man davon ausgeht,
daß der eigentliche Katalysator, d.h. das Acetylid des Schwermetalls beim Einleiten von Acetylen in ein
geeignetes Reaktionsgemisch, das die Schwermetallver bindung als »Katalysator-Vorläufer« enthält, sich ohne
weiteres bildet und daher in der Regel die Herstellung des Katalysators sich auf die Herstellung einer
geeigneten Schwermetallverbindung beschränkt.
Kupferverbindungen sind als besonders geeignete Schwermetallverbindungen bekannt; hierzu gehören
etwa Kupferphosphat, Kupferformiat, Kupferacetat. Kuper(ll)-ehlorid. Kupfer) I J-chlorid. ammonia kaiisches
Kupfersulfat. Kupfersilikat und Kupferoxid. Diese Verbindungen können trägerfrei oder nach dem
Auftragen auf Trägermaterialien in Gegenwart von säurebindenden Zusätzen verwendet werden.
Um die Bildung gewisser Nebenprodukte (Cupren) bei der Butindiolsynthese zu unterdrücken, werden
Zusätze wie Wismutoxid, Wismutovijodid, Quceksilberoxid.
Quecksilberjodid. Selenschwefel. Kaliumiodid. Kupferiodid. Silbcrjodid. Bleijodid. Ceroxid und Selen-Nur
ν -irde in der deutschen Ausl-:geschrifi 18 04 b%
vorgeschlagen, eine teilchenförmige Kupfer(ll)-vcrbind
ing ' vorzugsweise basisches Kupler{ll)-carbonai in
Form c;"cr Aufschlämmung in einem im wesentlichen
neutralen wäßrigen Medium bei 50 bis 120 C durch «lcichzcilige Einwirkung von Formaldehyd und Acetyfen
bei einem Pariialdruck von nicht mehr als 2.0 bar. in
einen für die Butindiolsynthese besonders aktiven Kunfer(l)-acetYlid-Komplex umzuwandeln. Dieser Kanlysator
besitzt gewisse Vorteile, vor allem eine rclaiiv
hohe Aktivität. Besonders für Verfahren mn cmlacher Technologie ist dieser Katalysator jedoch noch mehl
ausreichend stabil und aktiv.
Fs ist datier eine Aufgabe der Erlmdung. einen neuen
Katalysator für die Äthinylierung auf der Grundlage eines 'Umsetzungsproduktes von Acetylen mn einem
b-isischcn Kupfer enthaltenden Carbonat anzugeben,
der hohe Aktivität mit hoher mechanischer Stabilität verbindet.
Fs wurde gefunden, daß diese Aufgabe gelost werden kann mit einem Katalysator auf der Grundlage eines
Kupfer Magnesium und Aluminium. Kisen(lll) oder
Chrom(lll) enthaltenden Kupfer-Magnesium-Mannasseits
der allgemeinen Zusammensetzung
CUmMg^mMe(IlIWOH)IhCO)
als Katalysatorvorläufer. Der Katalysatorvorlauler kann, bezogen auf die vorerwähnte Formel. 4 Mol
Wasser enthalten.
Der erfindungsgemäße Katalysator ist bevorzugt für die Verwendung als Suspensionskatalysator gedacht.
In der vorerwähnten Formel des Mannaseits bedeutet
m einen beliebigen Wert unterhalb von etwa 4.5.
insbesondere einen beliebigen Wert zwischen 2 und 4,5. Als dreiwertiges Metall (Me II!) kommt Aluminium,
Eisen oder Chrom in Frage; Aluminium wird bevorzugt.
Der erfindungsgeniäßc Katalysator weist eine im
allgemeinen sehr hohe innere Oberfläche in der Größenordnung von 100 m-/g und weiterhin die aus der
einschlägigen Literatur bekannte, röntgenkristallographisch bestimmbare Struktur des Mannasseits auf, Ei
besitzt auch ohne Dotierung durch fremde Schwermetalle hohe Selektivität und gute Filtrierbaikeil sowie
cine geringe Neigung zu Schlammbildung.
Verschiedene Verbindungen, die die Struktur des
Mannasseils aufweisen, sind bereits künstlich hergestellt worden: dies isi /.. B. in der deutschen Patentschrift
20 24 282 beschrieben. Für die Herstellung der Verbindüngen und diese selbst, soweit sie für das vorliegende
Verfahren als Katalysaiorvorläuter in Betracht kommen,
wird daher hier kein Schutz begehrt; auch w ird auf die vorgenannte Patentschrift, was spezielle Herstellnicthodcn
und die Charakterisierung dieser Verbindungen angeht, ausdrücklich verwiesen. Beispiel 8 der
genannten Palentschrift beschreibt einen für die vorliegende Erfindung geeigneten Kaialysator(vorläufcr).
Einen erfindungsgemäßen Katalysator auf der i«.
Grundlage eines Kupfer. Magnesium und Aluminium enthaltenden Mannasseils erhält man z. B. wie folgt:
Kupfer-. Magnesium- und Aluminiumsalze. die in Vs'asscr löslich sind, z. B. die Nilrate, werden in wäßriger
Lösung absatzweise oder kontinuierlich mil einer Alkalicarbonat- oder -bicarbonailösung bzw. einem
Gemisch einer solchen Lösung mit Natron- bzw. Kalilauge bei einem pH-Wert von 7 bis 10 gefällt.
Bevorzugt findet die Füllung in 2 Stufen statt.
Dabei erhält man im allgemeinsten Fall eine röntgenographisch nachweisbare Verbindung der Formel
Me1111Me1H-COj(OH)Ih ■ 4 H:O.
die je nach den angewandten Versuchsbedingungen mit etwas basischem Kupfercarbonat des Typs Malachit
verunreinigt sein kann. Das zweiwenige Metall bedeutet in diesem Falle eine geeignete Mischung \un
Kupfer und Magnesium, das dreiwertige Metall bevorzugt Aluminium.
Man kann die Bedingungen der Fällung so wählen, dall der Anteil an Malachit nicht mehr nachweisbar ist.
In diesem Falle hält man zweickmäßig eine Temperatur von 70 bis 90 C ein und leitet die Fällung kontinuierlich
in zwei Stufen, wobei in einem ersten Gefäß das gelöste Gemisch der Metallsalze mit einer Mischung etwa von
Soda und NaOH umgesetzt wird. Der pH-Wert liegt hierbei zwischen 8 und 10, vorzugsweise 8.2 bis 9. In
einem zweiten Gefäß wird zum Überlauf des ersten verdünnte Salpetersäure gegeben, um die Fällung
vollständig zu machen. Wesentlich fur das Verhallen eines hohen Mannasseit-Anteils ist eine möglichst kurze
Verweilzeit im ersten Gefäß. Zum Beispiel soll eine Verweilzeit von 20 bis 25 Minuten, berechnet aus dem
Verhältnis des insgesamt durchgesetzton Lösungsvolumens
zum wirksamen Volumen des Fällraumes, nicht überschritten werden. Nach dem Durchlaufen ties
zweiten Fällungsvorganges muß die Fällung wenigstens 4 Stunden altern, bevor sie filtriert wird. Bevorzugt wird
ein Alterungszeitraum von 5 bis 10 Stunden. Längere Alterung ist natürlich nicht von Nachteil, was die
Erzielung einer geeigneten Kristallstruktur angeht, sondern lediglich unwirtschaftlich. Man erhält einen
tiirkisfarbenen Niederschlag mit der lönigenographischen
nachweisbaren Struktur des Mannasseils, in dem röntgenographisch Malachit nicht mehr nachweisbar ist.
Die Fällung wird filtriert, gewaschen und getrocknet.
Da es sich erwiesen hat. daß ein auf diese Weise hergestellter Katalysator(vorläufer) noch erhebliche
Mengen Wasser abgeben kann, ohne daß seme spezifisch guten Eigenschaften verlorengehen, hat es
sich als zweckmäßig herausgestellt, die getrocknete Fällline bei bis auf 350"C ansteigenden Temperaturen
im Trockenschrank weiter/ubehandeln und danach auf eine Körnung von unterhalb 100 μ zu vermählen.
Ein Katalysator, der auf diese Weise thermisch
nachbehandelt (getempert) ist. weist nicht mehr die vollständige Struktur des Mannasseiis auf. jedoch
bleiben einige charakteristische Linien des ursprünglichen Rönigenstrukturdiagramms erhalten. Die Röntgendiagramme
(Guinier-Kamer... CuKx) des Mannasseits und des getemperten Produktes sind als Abbildung
1 bzw. 2 dieser Besehreibung gezeigt: zum Vergleich ist die Struktur eines basischen Kupfercarbonais
vom Malachittyp mit angegeben (3).
Die Umwandlung des Kaialysaior(vorläufers) in den
eigen'lichen Katalysator, d.h. in die Aceulidverbindung.
geschieht zweckmäßig nach folgender allgemeiner Vorschrift:
Der auf eine Korngröße von z.B. 50 bis 150u
zerkleinerte Vorläufer, von dem größere Partikeln durch Aussieben abgetrennt und gegebenenfalls durch
erneute Zerkleinerung in brauchbare Form gebracht worden sind, wird in einer — bevorzugt wäßrigen —
Formaldchydlösung suspendiert. Die Formaldehulkonzentration
kann fast beliebige Werte annehmen und z.B. im Bereich von 1 bis 40 Gewichtsprozent liegen:
das Katalysators)stern ist z. B. gut geeignet, um
Resigehaiie von Formaldehyd noch umzusetzen, die
sich in bereits weitgehend ausreagierien Reaktionsgemischen
noch befinden.
Die erhaltene Suspension wird in den Reaktor überführt. Sie kann aber auch ohne Störungen im
Reaktor selbst hergestellt und die Umwandlung darin vollzogen werden.
Die Reaktorteile, die mit Acetylen in Heiührung
kommen sollen, werden zunächst mu Stickstof! gespült
und dann der Reaktor mit der Suspension aul eine Temperatur zwischen z. B. 50 und 80 C gebracht. Zu
hohe Temperaluren sollten wegen der Gefahr der Nebenproduktbildung vermieden werden. Schon während
des Aulheizens kann Stickstoff durch Aceivlen ersetzt weiden. Im angegebenen Temperaturbereich
w ird dann das Katalysator in das Acetylid überführt, und
die Reaktion zu Butindiol setzt ein. In dieser Zeil ist es zweckmäßig, den pH-Wert der Lösung sorgfältig zu
kontrollieren; er sollte im Bereich zwischen 5 und 9. zw eckmäßig zwischen b.5 und 8 liegen.
Zur Durchführung der Athinylicruiig mit Hilfe des
erfindungsgemaßen Katalysators ist im einzelnen das Folgende zu sagen:
Der Katalysator ist besonders geeignet für Verfahren,
bei denen Katalysator im Reaktionsgemisch suspendiert ist. Wegen seiner ausgezeichneten, \erschlammungsbeständigen
Struktur ist es möglich, mit diesem Katalysator besonders einfache Anordnungen aufzubauen: /.. B.
hat sich die Verwendung eines einfachen Rohrreakiors. der mit einer oder mehreren gelochten Platten versehen
ist, besonders bewährt. Dabei gelingt es. das Reaktionsgemisch mit Hilfe einer Filterkerze aus dem Reaktionsrauni
zu entfernen, ohne daß dieses Filterelement bei längerem Betrieb einen Filterkuchen ansetzt.
Da es wegen der hohen Aktivität des Katalysators weiterhin möglich ist. ohne Anwendung von Überdruck
auszukommen, ergibt sich die Anordnung bemerkenswerter Einfachheit.
Die Menge des Katalysators in der Suspension hängt von verfahrenstechnischen Gegebenheiten ab und
beträgt im allgemeinen zwischen I und 15 Gewichtsprozent,
zweckmäßig zwischen 5 und 12 Gewichtsprozent,
bezogen auf die Gesamtmenge an Reaktionsgemisch.
Die Reaktionstemperatur liegt zwischen 60 und 110'C,
zweckmäßig zwischen etwa 65 und 900C. Als Reaktionsdruck genügt im allgemeinen der dem Dampfdruck der
Lösung entsprechende Gesamtdruck; dieser liegt normalerweise nicht über 1,5 bar, bevorzugt zwischen 1
und 1,2 bar.
Das Verfahren wird mit besonderem Vorteil in einer sogenannten Blasensäule ausgeführt, wobei Formaldehydlösung
und Acetylen von unten einem entsprechend gebauten Reaktionsrohr zugeführt werden, das durch
eine oder mehrere Sieb- bzw. Lochplatten in Abschnitte unterteilt ist und im oberen Abschnitt mit Filterkerzen
ausgerüstet ist, durch die das umgesetzte Reaktionsgemisch abgezogen werden kann. Bei kontinuierlicher
Betriebsweise ist es möglich und in manchen Fällen wünschenswert, mehrere derartige Blasensäulen hintcreinanderzuschalten,
um allzu große Bauhöhen derartiger Bauelemente zu vermeiden. Normalerweise strebt
man im Endprodukt einen möglichst geringen Formaldehydgehalt an; da Acetylen in der Lösung verhältnismäßig
schlecht löslich ist, wird normalerweise die Zufuhr der Reaktanten zum Reaktor in der Weise
einregeln, daß Acetylen stets in einem gewissen Überschuß vorhanden ist.
»5
Herstellung eines erfindungsgemäßen
Ka talysator( Vorläufers)
Ka talysator( Vorläufers)
Eine Rührkesselkaskade, bestehend aus zwei 10-Liter-Giaskolben
mit einem Überlauf, der den Inhalt auf je 6 Liter begrenzt, versehen mit Inlensiv-Rührwerken,
wird im ersten Kolben beschickt mit 3 l/h eines Gemisches aus 14,7 kg einer 14,9prozentigen Kupfernitratlösung,
7,35 kg einer 4,9% enthaltenden Mg-Ni;ratlösung und 10,7 kg einer 4J6prozentigen Al-Nitratlösung.
Der Kolben ist vorher mit 564 g Soda und 4,80 g NaHCCh in 3.9 Liter vollentsalztem Wasser gefi'"; und
auf 8O0C aufgeheizt worden.
Parallel zu der Nitratlösung tritt mit einer Geschwindigkeit
von etwa 19 l/h ein Gemisch von 10 Liter 2molarer Sodalösung mit 20 Liter 4molarer NaOH-Lösung
in den ersten Kolben ein. Die Geschwindigkeit wird so reguliert, daß im ersten Kolben ein pH-Wert
von 8,6 (gemesser, mit einer Glaselektrode) aufrechter- ^5
halten wird. Die Fälltemperatur wird auf 8O0C gehalten.
Die überlaufende Lösung wird im zweiten Kolben ebenfalls kontinuierlich bet 8O0C auf einen pH-Wert von
7,8 eingestellt durch Zugabe von HNCh verdünnt im Verhältnis 1 :3. Die Menge der HNCb-Zugabe beträgt
ungefähr 5 l/h. Die Fällung dauert wenigstens 5 Stunden. Die aus dem zweiten Kolben Überlaufende
Suspension wird unter schwachem Rühren aufgesammelt und vor dem Filtrieren auf einer Filterpresse etwa
4 bis 24 Stunden auf der Mutterlauge belassen. Der gewaschene Filterkuchen wird anschließend 48 Stunden
bei 1000C getrocknet. Er hat dann folgende Zusammensetzung:
36,2% Cu, 6,95% Mg, 7,05% Al, 8,2% CO2,0,07% Na2Ü
l-ür einen diskontinuierlichen Versuch wird ein mich
der vorstehenden Beschreibung erhaltener Mannasseil mit 35 Gewichtsprozent Kupfer 2 Stunden bei 300 C
getempert. Der erhaltene Katalysatorfvorliiufcr). tier
45 Gewichtsprozent Kupfer enthält, wird gemahlen und gesiebt. Der erhaltene Anteil mit einem Korndurchmosscr
unter 100 μ wird verwendet.
Hiervon wird so viel in einer wäßrigen Formaldehydlösung
mit 30 Gewichtsprozent Formaldehyd suspendiert, daß die Suspension 7,4 Gewichtsprozent ties
Katalysatorvorläufers enthält. Dieser Suspension wird Kaliumcarbonat in einer Menge zugesetzt, daß sie
2 Gewichtsprozent enthält. Der Ansatz wird nunmehr in
den mit Stickstoff gespülten Reaktor eingefüllt. Während des folgenden Aufhcizcns auf 70 C wird der
Stickstoff durch Acetylen ersetzt. Der Katalysatorvorläufer wird während einer halben Stunde bei 70 C zum
Katalysator entwickelt. Die durch den Reaktorboücn zugeführten Acetylenmcngc wird so bemessen, daß die
Strömungsgeschwindigkeit bezogen auf den leeren Reaktor und auf Betriebsbedingungen einschließlich
Partialdruck der Reaktionslösung 1 cm/sec beträgt. Der Gesamtdruck über der Reaktionslösung entspricht dem
atmosphärischen. Die Temperatur wird dann erhöht auf 90 C. die durchgesetzte Acetylenmcngc wird verdoppelt
und der Umsatz zu Buündiol beobachtet. Nach
einer Reaktionszeit von 2 Stunden hat ein Anteil von 94% des Formaldchvds reagiert.
Vergleichs versuch
Es wird verfahren wie im Beispiel !,jedoch mit dem
Unterschied, daß als Katalysalorvorläufcr ein Malachit
gleicher Korngrößenverteilung und in gleicher Menge verwendet wird. Nach einer Reaktionszeit von 2 Stunden
hat ein Anteil von nur 73% des Formaldchvds reagiert.
Es wird verfahren wie im Beispiel 1, jedoch mit dem
Unterschied, daß nach der Entwicklung des Vorläufen
zum Katalysator der Umsatz des Formaldchyds zx Butindiol bei 700C beobachtet wird. Nach cinei
Reaktionszeit von 2 Stunden hat ein Anteil von 59% de; Formaldehyds reagiert.
Es wird verfahren wie im Beispiel !,jedoch mit den
Unterschied, daß die Suspension nur 3,8 Gewichtspro zent des Katalysatorvorläufers enthält und daß de
Umsatz des Formaldchyds zu Butindiol bei 80°( beobachtet wird. Nach einer Reaktionszeit voi
2 Stunden hat ein Anteil von 55% des Formaldehyd reagiert.
bei einem Glühverlust von 30,1 % bei 9000C.
Das getrocknete Pulver hat ein Schüttgewicht von 556 g/l und eine Porosität von 1,08 ccm/g.
Ein Teil des getrockneten Filterkuchen wird während 6 Stunden auf 3500C erhitzt. Das so erhaltene
Pulver hat dann ein Schüttgewicht von 413 g/1 und eine
Porosität von 1,23 ccm/g.
Der vorerwähnte Katalysator-Vorläufer wird vci
wendet. Hiervon wird so viel in einer wäßrige Formaldehydlösung mit 30 Gewichtsprozent Formaldc
hyd suspendiert, daß die Suspension 9,0 Gcwichtsprc zent des Katalysatorvorläufcrs enthält, und so vii
Calziumcarbonai zugesetzt, daß sie davon3Gcwichl·
prozcnt enthält.
Die angesetzte Suspension wird nunmehr in den mit Stickstoff gespülten kontinuierlich zu betreibenden
Reaktor eingefüllt. Während des folgenden Aufhcizens auf b5 C wird die durch den Reaktorboden in den
Reaktor zugeführte Acetylenmenge so weit erhöht, daß die auf den leeren Reaktor bezogene, jedoch auf
Betriebsbedingungen einschließlich de·.. Dampfdruckes der flüssigen Phase korrigierte Gasgeschwindigkeit
4 cm/sec beträgt. Gleichzeitig mit der Entwicklung des Vorläufers zum Katalysator beginnt die Umsetzung von
Formaldehyd und Acetylen zu Butindiol.
Es wird nunmehr Formaldchydlösung mit 30 Gewichtsprozent
Formaldehyd durch den Boden des Reaktors zugeführt in einer Menge, daß die mittlere
Verweilzeit im Reaktor 8 Stunden beträgt. Das kontinuierlieh aus dem Reaktor abgezogene Rcaktionsprodukt
enthält noch 8.5 Gewichtsprozent nicht umgesetzten Formaldehyd sowie gaschromatographisch erfaßbare
Nebenprodukte wie Propargylalkohol und Methanol in einer Gesamtmenge von weniger als 1 Gewichtsprozcnt.
Der Katalysator läßt sich durch ein Filterelement ohne Schwierigkeiten im Reaktor zurückhalten. Die
während der Umsetzung aus dem Formaldehyd entstehende Ameisensäure wird durch gelegentliche
Zugabe von Natriumhvdrogencarbonallösung neutralisiert.
Es wird verfahren wie im Beispiel 4 beschrieben
ίο jedoch mit dem Unterschied. d:\ß nach der Entwicklung
des Vorläufers zum Katalysator eine Rcaktionstempe· ralur von 75"C eingestellt wird und daß durch der
Boden des Reaktors die Formaldehydlösung in einet Menge zugeführt wird, daß die mittlere Verweilzeit itr
Reaktor 3 Stunden beträgt. Das kontinuierlich aus derr Rcaktor abgezogene Reaklionsprodukt enthält nocr
10 Gewichtsprozent nicht umgesetzten Formaldehyc sowie gaschromatographisch erfaßbare Nebenprodukte
in einer Gesamtmenge von weniger als 2 Gewichtspro zcnt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Katalysator für die Athinylierung auf der
Grundlage eines LJuiset/ungsprodukies von Acetylen
mit einem basischen. Kupfer enthaltenden Carbonat, dadurch gekennzeichnet, daß
der Katalysator aus einer Kupfer, Magnesium und Aluminium und/oder Eisen(lll) und/oder Chrom(lll)
enthaltenden Verbindung der Struktur eines Kupfer-Magnesium-Mannasseits der allgemeinen Zusammensetzung
(i-Huicb.» «.. in
Priority Applications (12)
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| SE7414334A SE7414334L (de) | 1973-11-20 | 1974-11-14 | |
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| FR7438116A FR2251371B3 (de) | 1973-11-20 | 1974-11-20 | |
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Applications Claiming Priority (1)
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