DE2344908C2 - Verfahren zur automatischen Meldung und Löschung von Bränden sowie ortsfeste Feuerlöschanlagen zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur automatischen Meldung und Löschung von Bränden sowie ortsfeste Feuerlöschanlagen zur Durchführung dieses Verfahrens

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DE2344908C2
DE2344908C2 DE19732344908 DE2344908A DE2344908C2 DE 2344908 C2 DE2344908 C2 DE 2344908C2 DE 19732344908 DE19732344908 DE 19732344908 DE 2344908 A DE2344908 A DE 2344908A DE 2344908 C2 DE2344908 C2 DE 2344908C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Meldung und Löschung von Bränden mittels Detektoren für eine ortsfest angeordnete Feuerlöschan lage, deren Detektoren über eine Anzeige- und Steuereinrichtung ein Feueriöschmittel-Absperrorgan der Feuerlöschanlage ansteuern, wobei der Löscherfolg in Zeitabständen überprüft und gegebenenfalls weiteres Feuerlöschmittel abgerufen wird.
Verfahren zur automatischen Meldung und Löschung von Bränden sind seit langem bekannt und werden bei ortsfesten Feuerlöschanlage« angewendet Solche Anlagen werden mit den verschiedensten Feuerlöschmitteln, wie beispielsweise Wasser bei Sprinkler- und Sprühwas-
2"> serlöschanlagen. Kohlensäure, Schaumlöschmittel und in jüngster Zeit halogenisierten Kohlenwasserstoffen, betrieben. Diese Feuerlöschanlagen können über
Brandmelder angesteuert und betätigt werden. Den Feuerlöschan lagen bisheriger Konzeption haften
jo jedoch noch Nachteile verschiedener Art an.
Feuerlöschanlagen mit nur begrenzter Feuerlöschmittelmenge, wie beispielsweise Kohlensäure-Löschanlagen, bringen nur dann den gewünschten Erfolg, wenn bei der Brechung dieser Anlagen alle örtlichen
is Gegebenheiten, wie Nutzung der zu schützenden Räume, entsprechend richtig berücksichtigt werden, sich bei erstellten Anlagen die der Berechnung zugrundeliegenden Einflußgrößen nicht ändern und die Feuerlöschung zu einem Zeitpunkt einsetzt, bei dem ein
■to Löscherfolg möglich ist.
Der Gefahr des nicht ausreichenden automatischen Ablöschens des Feuers hoffte man bisher in manchen Fällen dadurch zu begegnen, daß zur eigentlichen Feuerlöschmittelmenge zusätzliches Feuerlöschmittel bevorratet wird, das manuell abgerufen werden kann.
Voraussetzung für den Löscherfolg ist jedoch, daß zum richtigen Zeitpunkt menschliche Hilfeleistung zur Verfügung steht, was in den wenigsten Fällen gewährleistet ist.
Bei Feuerlöschanlagen mit begrenzten oder unbegrenzten Löschmittelmengen, die zum Zwecke möglichst frühzeitiger Brandbekämpfung durch empfindliche automatische Brandmelder (z. B. Rauchmelder) angesteuert werden, z. B. Sprühwasser-Löschanlagen.
kann bei Fehlalarm der Melder einerseits großer Schaden durch ausströmendes Feuerlöschmittel entstehen, andererseits kann bei nur begrenzter Feuerlöschmittelmenge das Feuerlöschmittel unnötig abgerufen werden, so daß für die Wiederbeschaffungszeit des Feuerlöschmittels die Feuerlöschanlage nicht einsatzbe reit ist. Um Fehlauslösungen von Feuerlöschanlagen bei nicht besiimmungsgemäßem Ansprechen von Brandmeldern zu verhindern, werden Meldeanlagen heute schon technisch so realisiert, daß zwei Melder
b5 angesprochen haben müssen, bevor die Feuerlöschanlage automatisch in Funktion tritt. Auf diese Weise können Fehlauslösungen von Feuerlöschanlagen zwar reduziert, aber noch nicht auf ein genügend geringes
MaB zurückgeführt wc.-jon.
Bei Feuerlöschanlagen mit praktisch unbegrenzter Feuerlöschmittelmenge und dem Feuerlöschmittel Wasser (z. B. Sprinkisranlagen) können sich Nachteile dadurch ergeben, daß die Anlage nach erfolgter Löschung nicht rechtzeitig abgestellt wird und unnötig ausströmendes Feuerlöschmittel größere und unnötige Schäden verursacht
Aus diesen Gründen ist in der US-PS 37 50 161 eine technische Lehre offenbart worden, nach der durch einen Detektor ausgelöst, die Feuerlöschanlage für eine νηιοϊ-,ν.'ί.ιτ:: Zeitdauer Feuerlöschmittel abgibt. Nach dieser Abgabe überprüft der Detektor bei abgeschalteter Feuerlöschanlage das Ergebnis und löst gegebenenfalls für eine weitere vorbestimmte Zeitdauer die Feuerlöschmittelabgabe aus. Das auslösende Mitlei für die Feuerlöschmittelabgabe :st hier allein ein Detektor, der jedoch bekanntlich auch auf Strahlungen aus anderen Quellen, die nicht mit einem Brand im Zusammenhang stehen, anspricht
In der DE-OS 19 57 172 ist ein Feueralarmsystem beschrieben, das auf einer Kombination verschiedener Meldearten basiert. Erst die Summe der Sig <ale von mehr als einem dieser Melder löst das Alarmsignal aus. Eine Kopplung dieses Alarmsystems mit einer Feuer Mischanlage ist nicht vorgesehen. Bei diesem Alarmsystem kann es durch andere Umweltbedingungen, die nicht von einem Brand herrühren, zu Fehlalarmen kommen.
Aufgabe der Erfindung ist die Verbesserung eines Verfahrens zur automatischen Meldung und Löschung von Bränden und einer ortsfesten Feuerlöschanlage zur Durchführung dieses Verfahrens, bei welchem Fehlmeldungen durch nichi von einem Brand herrührende Umwelteinflüsse ausgeschlossen sind und lediglich die für die Löschung eines Brandes notwendige Feuerlöschmittelmenge abgegeben wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst daß die Feuerlöschanlage erst angesteuert und betätigt wird, nachdem eine Flammenmeldung vorliegt. der zwei Ra'-chmeldungen oder eine Wärmemeldung vorausgegangen sind, wobei die Flamme in bestimmten Zeitabständen durch Flammenmelder überprüft, die Feuerlöschmittelabgabe aufrechterhalten oder abgestellt wird.
Vorteilhaft wird eine Flammenmeldung riickgesetzt. wenn keine vorhergehende zweimalige Rauchmeldung oder einmalige Wärmemeldung vorliegt. Bewährt hat sich auch, daß die Rücksetzung der Flammenmeidung unterbunden wird, wenn eine zweite Rauchmeldung oder eine Wärmemeldung vorliegt.
Zum Gegenstand der Erfindung gehört eine ortsfeste Feuerlöschanlage zur Durchführung des Verfahrens mit Detektoren, die über eine Anzeige- und Steuereinrichtung ein zwischen Feuerlöschmittelbehälter und Feuer-I6schmittelaustritts'jüse bzw. Düsen gelegenes Feuerleschmittel-Absperrorgan ansteuern, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der als Brandmelderzentrale ausgebildeten Anzeigeeinrichtung und dem Feuerlöschmittel-Absperrorgan eine Steuereinrichtung eingeschal let ist und daß aus dem Feuerlöschmittelbehälter mehrere bevorratete Feuerlöschmittelmengen gesieuert nacheinander über das Feuerlöschmittel-Absperrorgan abrufbar sind.
Für diese Feuerlöschanlage hat es sich als vorteilhaft erwiesen, eine McldcSini^ mit Rauchmeldern oder Wärmemeldern und eine Meldelinie mit Infrarot-Flammcnmeldern auszurüsten. vl<obei beide Meldelinieri /ur Brandmeidcrzenirnie führen.
Bewährt hat sich bei dieser Feuerloschanlage weiter, daß der Meldeii.üc eir·.· Rückfi.1'/.einrichtung zur Rücksetzung der ersten Brandmelduiig von Rauchme·- J aern iuwie ein Brandmeldungs-Speicher zum Speichern der zweiten Brandmeldung von Rauchmeldern und der M.ciJeliii'^ zur Rücksetzung jeder Brandrneldunj.· von Flammenmeldern eine Rücksetzeinrichtung nachgeschaltet sind, die über eine Zwischenleitung vom Brandmeldungs-Speicher unterbindbar ist und daß der Meldelinie ein Brandmeldungs-Speicher zum Speichern der nicht rückgesetzten Meldungen der Flaminenmelder angeordnet ist, wobei beide Meldelinien im Anschluß an die Brandmeldungs-Speicher über ein Und-Gatter in eine gemeinsame, zum Feuerlöschmittel-Absperrorgan führende Steuerleitung münden.
Für die Feuerlöschanlage der Erfindung hat es sich bewährt, daß in der zum Feuerlöschmittel-Absperrorgan führenden Steuerleitung eine Einrichtung zur zeitlichen Begrenzung der Feuerlöschmitielabgabe vorgesehen ist.
Hierbei kann der Einrichtung zur zeitlichen Begrenzung der Feuerlöschmittelabgabe eine Einrichtung zur Feuerlöschverzögerung und zur Abgabe eines nur manuell wieder abschaltbaren Warnsignales vorgeschaltet sein.
Die technische Konzeption der Erfindung besteht darin, daß die Feuerlöschanlage erst angesteuert und betätigt wird, nachdem ein Flammenmelder, der vorher durch zweimaliges Ansprechen von Rauchmeldern oder einmaliges Ansprechen eines Wärmemelders in den Zustand der Ansprechbereitschaft gebracht worden ist. eine Brandmeldung abgegeben hat, wobei der Flammenmelder in bestimmten Zeitabständen den Löscherfolg überprüft und gegebenenfalls die Feuerlöschanlage abstellt bzw. zusätzliches Feuerlöschmittel zum Nachlöschen abruft.
Die Erfindung kann Verwendung finden bei Feuerlöschanlagen mit offenen Düsen und begrenztem Feuerlöschmittelvorrat, z. B. bei Kohlensäure-Feuerlöschanlagen, bei Feuerlöschanlagen mit offenen Düsen und unbegrenzten Feuerlöschmittelvorrat, wie beispielsweise bei Sprühwasserlöschanlagen, sowie bei speziellen Feuerlöschanlagen mit geschlossenen Düsen.
bei denen jeder Verschluß selbst ein Brandr eider ist, wie beispielsweise bei Sprinkleranlagen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit von automatischen Feuerlöschanlagen bedeutend erhöht. Es ergeben sich
z. B. folgende Vorteile:
Dadurch, daß das Brandgeschehen die notwendige Feuerlöschmittelmer.ge und damit innerhalb bestimmter Grenzen die Feuerlöschmittelkonzentration in der. zu schützenden Räumlichkeiten selbst bestimmt, führt die rr.jtlvematisch bestimmte Auslegung von Feuerlöschanlagen mit offenen Düsen und nur begrenztem Löschmittelvorrat ftir besondere Risiken, dervn Löschmittelbedarf noch nicht durch die Erfahrung belegt ist. dann mehl zum Mißerfolg, wenn aus Unkenntnis der
notwendigen FeuprlöschmitteliYiengen zu geringe Feuerlöschmittelkonzentrationen gewählt wurden; denn infolge des erfindungsgemäßen Prinzips der automatischen Nachlöschung wird im Bedarfsfall der Feuerlöschprozcß zum richtigen Zeitpunkt wiederholt
h) und es wird aus dem Fcucrluschmittelvorrat eine weitere Γ·..crlöschrrruelmenge abgerufen, weicht- die Konzentration des Feuerlöschmittels im Löschbereich erhöht.
Fehler in der Berechnung der Feucrlöschmittel-Einsalzmengen für Risiken, die seit langem beherrscht werden und über die große I-> führungen vorliegen, die über bei der Überprüfung nicht erkannt werden, gefährden den Löscherfolg nicht, weil die erfindungsge- · malic Feuerlöschanlage immer selbsttätig soviel Feuerlöschmittel anfordert, wie /um Löscherfolg notwendig ist. Die schädlichen Einflüsse von Nutzungsänderungen von Gebäuden oder Räumen, die sich beispielsweise durch Einlagerung von Materialien mit anderem m Brandverhalten oder durch Änderung der baulichen Voraussetzungen. /.. 11. Öffnungen in Wänden und Decken, ergeben, und die bei heutigen automalischen Feuerlöschanlagen mi; begrenztem Feuerlöschinittclvorrat dazu führen, daß die ursprünglich berechnete ι. Feuerlöschmittelmenge und -konzentration das Brandgeschehen nicht beherrschen können, werden in gleicher Weise ausgeschaltet. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird außerdem gewährleistet, daß die Feueriöscnung niciii r.u einem Zciipüiiki cinscizi, in :<■ welchem keine Feuerlöschung nötig ist, d. h. es wird vermieden, daß bei den ersten Anzeigen von Rauch Feuerlöschmittel abgerufen wird, ohne daß damit der Brand soweit abgelöscht wird, daß nicht später ein erneutes Aufflammen möglich wäre und dann zu diesem ' > Zeitpunkt kein Feuerlöschmittel mehr zur Verfügung steht.
Bei Anlagen mit praktisch unbegrenztem Löschmittelvorrat und offenen Düsen, wie beispielsweise Sprühwasser-Löschanlagen, kann bei Anwendung der m Erfindung die Häufigkeit von Fehlauslösungen und damit die Häufigkeit des nicht bestimmungsgemäßen Ausströmens von Feuerlöschwasser praktisch ausgeschlossen werden. Ähnliche Vorteile ergeben sich, wenn das erfindungsgemäße Verfahren in sogenannten r> Pre-action-Sprinkleranlagen angewendet wird, bei denen das Feuerlöschwasser wegen Frostgefahr oder aus Furcht vor möglichen störungsbedingten Wasserschäden erst im Brandfall an die Löschmitteldüsen herangeführt wird. Hier entfällt in vielen Fällen die bei *(< nichtbestimmungsgemäßem Ansprechen der bisherigen Pre-action-Sprinkleranlagen notwendige Entleerung des Rohrnetzes. Mit der Erfindung können auch Kriterien dafür abgeleitet werden, die cnzeigen, wenn ein Brand völlig gelöscht ist. d.h. es kann festgestellt ·»> werden, wann kein weiteres Feuerlöschmittel mehr zugeführt werden muß. Bei Anlagen mit praktisch unbegrenztem Feuerlöschmittelvorrat, wie beispielsweise bei Spriihwasserlöschanlagen oder Sprinkleranlagen, ist das zur Vermeidung von hohen Wasserschäden "><> sehr bedeutend. Dieser Vorteil der automatischen Abstellung der Feuerlöschmittelzufuhr wird nicht dadurch aufgehoben, daß eine erfindungsgemäße automatische Feuerlöschanlage zu früh mit ihrer Tätigkeit aufhört und der Brand sich danach ungehin- « dert ausbreiten kann, denn die erfindungsgemäße Feuerlöschanlage setzt sofort wieder ein, wenn von einem Flammenmelder erneut eine Brandmeldung erfolgt
Im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik ίο vorbekannten automatischen Feuerlöschanlagen gibt die Erfindung die Möglichkeit, durch die frei wählbaren Zeitabstände der Überprüfung des Brandgeschehens mittels Flammenmelder die Feuerlöschmittelabgabe in Abhängigkeit von dem Brandgeschehen so zu bemes- "'> sen, daß nur die dem tatsächlichen Feuerlöschmittelbedarf entsprechende Feuerlöschmittelmenge abgegeben wird. Dem Stand der Technik ist die Erfindung insbesondere auch darin überlegen, daß nach der Erfindung Fchlalarmcund unnötige Feuerlöschmittelabgabcn praktisch ausgeschlossen sind.
Die Erfindung isl mit der grundlegenden Konzeption bisheriger automatischer Feuerlöschanlagen vereinbar. So ist es bei ihrer Anwendung ti. a. nicht erforderlich, den Feiierloschmittelvorrat und die Feuerlösehmittelkon/ciiiration insgesamt auf ein Mehrfaches zu erhöhen. Damit isl für die erfindungsgemäße Feuerlöschanlage keine grundsätzliche Erhöhung des Aufwandes erforderlich, um die Löschwirksamkeit der Anlage auch bei besonderen, vorher nicht voraussehbaren Fällen zu garantieren. Die genannten Vorteile müssen also nicht durch eine technisch aufwendige Anlage erkauft werden. Vorteilhaft ist weiterhin, daß bereits bestehende bisherige Feurrlöschanlagen ohne große Aufwendungen umgerüstet werden können, so daß auch sie die angegebenen Vorteile erhalten. Zur Verwirklichung der Erfindung können bei gebräuchlichen äüiorntiiisclien rcucr'oschsrilagcr. der Tc:! für d:c Branderkennung weitgehend und der Teil für die Feuerlöschanlage unverändert bestehen bleiben. Geändert werden muß lediglich die Ansteuerung für die Feuerlöschanlage.
Nach der Erfindung wird zwischen der Einrichtung zur Aufnahme der Brandmeldungen, wie beispielsweise einer Brandmelderzentrale, und der Feuerlöschanlage eine besondere Steuer- und Regeleinrichtung benötigt, welche erfordert, daß die Brandmeldung in jedem Löschbereich mindestens über zwei getrennte Meldelinien erfolgt. Pro Meldelinie dürfen nur Melder einer Melderart. /.. B. Rauchmelder, Wärmemelder, Flammenmelder, verwendet werden. An vine dieser Meldelinien müssen Flammenmelder, und zwar Infrarot-Flammenmelder, angeschlossen werden. In der zweiten Meldelinie ist je nach Art des Brandnsikos der Anschluß von Rauchmeldern oder Wärmemelder oder Kombinationen dieser Melderarten erforderlich. Charakteristisch für die Erfindung ist. daß die Brandmeldung der Rauch- und Wärmemelder Voraussetzung für das Ansprechen von Flammenmeldern ist. d. h. daß ihr Ansprechen erst dann als Brandkriterium berücksichtigt wird, wenn vorher ein Wärmemelder angesprochen hat oder ein Rauchmelder nach Rücksetzung der ersten Brandmeldung ein zweites Mal eine Brandmeldung abgegeben hat. Ansprechende Flammenmelder werden stets sofort nach der Brandmeldung rückgesetzt, sofern nicht vorher mindestens zweimal eine Brandmeldung durch Rauchmelder oder einmal eine Brandmeldung durch Wärmemelder gegeben wurde. Hierdurch werden mögliche Fehlalarme der Flammenmelder, die über größere Zeiträume durch FremdstrahlungseinHüsse vorkommen könnten, in kleineren Zeiträumen jedoch viel weniger wahrscheinlich sind, als Teilkriterium für das Auslösen der Feuerlöschanlagen ausgeschlossen. Aus dem gleichen Grund ist auch eine einmalige Rücksetzung von Brandmeldungen, die von Rauchmeldern abgegeben werden, vorgesehen. Die zweite Brandmeldung mindestens eines Rauchmelders oder die erste Brandmeldung mindestens eines Wärmemelders können an geeigneter Stelle angezeigt werden und die Alarmierung von hilfeleistenden Stellen, z. B. der Feuerwehr, bewirken. Bei Wärmemeldern erfolgt die Alarmierung von Löschkräften bereits nach dem ersten Ansprechen.
Sind die Kriterien zur Ansteuerung der Feuerlöschanlage gegeben, wird sofort eine Vorwarnung veranlaßt, sofern das Feuerlöschmittel Personen gefährden kann,
/. B. bei Kohlensäure-! "eiierlöschanlagen. Nach Ablauf der Vorwarnung bzw sofort ohne Vorwarnung bei Ani.igcn mit für den Menschen ungefährlichen f-'euerlöschniittcl wird von der Steuer- und Regeleinrichtung die Feuerlöschanlage ausgelöst. Bei Feuerlöschanlagen mit offenen Düsen und begrenztem Feuerloschmiiielvorrat ist die freigegebene Feuerlöschmittelmenge so bemessen, daß sie die Feuerlöschung bewirken soll. Bei diesen .'· (lagen wird nach einer bestimmten F.inwirk/eit des Feucrlöschmittcls. /. B. 10 see, der Löscherfolg mit Hilfe der Flammenmelder überprüft. Stellt ein Flammenmelder fest, daß nach dieser Zeit seine Ansprechbe dingungen noch immer erfüllt sind. d. h.. daß noch (lammen vorhanden sind, wird erfindungsgemäß sofort weiteres Feuerlöschmittel abgerufen. Sollte auch nach diesem zweiten Löscheinsatz der Löscherfolg ausbleiben, so wird erfindungsgemäß solange automatisch nachgeloscht. wie der Feuerlöschmittelvorrat ausreicht oder bis der Brand gelöscht ist.
fuhr. z. B. bei Sprühwasser- oder Sprinkleranlagen, wird erfindungsgemäO dadurch realisiert, daß das Ausbleiben der Brandmeldungen von Flammenmeldern als Kriterium für den Löscherfolg ausgewertet und das Schließen von Absperrventilen veranlaßt wird.
Die Erfindung wird anhand des in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. I grob schematisch eine Gesamtanlage für automalische Feuerlöschung mit einem begrenzten Feuerlöschmittelvorrat und offenen Löschdüsen,
Fig.. die Ansteuerung der Feuerlöschanlage der Fig. I.
Fig. 3 den Funktionsablauf der Feuerlöschmittelsteuerung.
Die automatische Feuerlöschanlage nach Fig. I hat eine Meldelinie 10 mit zwei Rauchmeldern 11 .i und 116 sowie eine Meldelinie 12 mit zwei Infrarot-Flammenmeldern 13a und 136. Beide Meldelinien 10 und 12 führen zur Brandmeldezentrale 14, welche die Brandmeldungen auswertet. Die rechte Seite der Fig. 1 stellt vereinfacht eine ortsfeste Feuerlöschanlage dar mit einer offenen Düse 17, die über eine Löschmittelleitung 18 und ein Feuerlöschmittel-Absperrorgan 19 mit dem Feuerlöschmittelbehälter 20 verbunden ist, in welchem sich ein begrenzter Feuerlöschmittelvorrat befindet. Erfahrungsgemäß ist zwischen der Brandmeldezentrale 14 und dem Feuerlöschmittel-Absperrorgan 19 über die Leitungen 15 und 16 eine Steuereinrichtung 21 eingeschaltet, über welche das Feuerlöschmittel-Absperrorgan 19, ein Magnetventil angesteuert wird. Aus dem Feuerlöschmittelbehälter 20 ist über das Feuerlöschmittel-Absperrorgan 19 die bevorratete Feuerlöschmittelmenge abrufbar.
Die Steuereinrichtung 21 wird in F i g. 2 näher beschrieben. Sie enthält eine Rücksetzeinrichtung 22 zum Rücksetzen von Brandmeldungen der Rauch- bzw. Wärmemelder und eine Rücksetzeinrichtung 24 zum Rücksetzen von Brandmeldungen der Flammenmelder. Die Rücksetzeinrichtung 22 ist über die Leitungen 15a und 15a die Rücksetzeinrichtung 24 über die Leitungen 156 und 15c/mit der Brandmelderzentrale 14 verbunden. Über die beiden Leitungen 15a und 156 werden die Brandmeldungen, die von den Brandmeldern über die Meldelinien 10 und 12 an die Brandmelderzentrale 14 abgegeben werden, an die Rücksetzeinrichtungen 22 und 24 weitergeleitet, welche nach einer kurzen, vorherbestimmbaren Zeit wieder übe·- die Leitungen
15c und 15(/das Rücksetzen der Brandmcldungen in der ßrandmeldcr/cntralc '4 veranlassen. Das Rückscl/en durch Rücksci/.cinrichtung 22 unterbleibt jedoch, wenn Wärmemelder in der Meldelinie 10 angeschlossen sind oder aber bei Rauchmeldern in dieser Meldelinie für die /weite Brandmcldung. Nicht rückgesetzte Brandmeldtingrn aus der Meldelinie 10 werden im Brandmeldungsspenher 23 für eine vorbestimmte Zeit gespeichert. Brandmeldungen aus der Meldelinie 12 werden grundsätzlich solange zurückgesetzt, und zwar von der Rücksetzeinrichlung 24. bis im Brandmeldungsspeicher 23 eine Brandmcldung aus der Meldelinie 10 eingespeichert ist. Die nicht rückgesetzten Brandmeldungcn aus der Meldelinie 12 werden im Brandmeldungsspeicher 25 aufgenommen. Sind zur gleichen Zeit in den Brandmeldungsspeichern 23 und 25 Brandmeldungen eingespeichert, wird vom Und-Gatter 26 über .Steuerleitung 27 die Einrichtung 28 angesteuert. Einrichtung 28 ist eine bei Kohlensäure-Löschanlagen herkömmliche Einrichtung zur Verzögerung der Löschung für eine Zeit, die zum Verlassen der Löschbereiche notwendig ist. Diese Einrichtung 28 gibt nach Ablauf einer vorbestimmten Verzögerungszeit, während der im Löschbereich alarmiert wird, den Löschvorgang über Einrichtung 39. welche ebenfalls in herkömmlichen Kohlensäure-Löschanlagen verwendet und zur Bestimmung der Löschmittelrate dient, an das Feuerlöschmittel-Absperrorgan 19 weiter. Unmittelbar nach Beendigung der vorgegebenen Zeit für das Ausströmen der ersten Löschmittelmenge wird die Brandmeldung des Flammenmelders im Brandmeldungsspeicher 25 gelöscht und die Flammenmelder werden für die Dauer der Einwirkzeit des Feuerlöschmittels rückgesetzt. Danach wird der Löscherfolg mit Hilfe der Flammenmelder überprüft. Diese registrieren Flammen selbst dann, wenn Rauch vorhanden ist. Stellt einer der Flammenmelder fest, daß seine Ansprechbedingungen noch immer erfüllt sind. d. h. daß noch Flammen vorhanden sind, wird sofort die Ansteuerung des Feuerlöschmittel-Absperrorgans 19 wiederholt und eine zweite Löschmittelmenge abgerufen. Sollte auch nach diesem zweiten Löscheinsatz der Löscherfolg ausbleiben, wird solange automatisch nachgeloscht, wie der Löschmittelvorrat im Feuerlöschirittelbehälter 20 ausreicht.
Die Einrichtung 28 wird bei Feuerlöschanlagen mit dem Feuerlöschmittel Wasser nicht benötigt, weil dieses Feuerlöschmittel für Menschen nicht gefährlich ist. Zur Ansteuerung solcher Anlagen, z. B. Sprühwasser-Löschanlagen, wird daher der Löschbefehl direkt der Einrichtung 29 zugeführt. Hier wird aber bereits während des Löschvorganges, und zwar kurze Zeit nach dem Löscheinsatz, das Rücksetzen der Brandmeldung der Flammenmelder über Leitung 30 und Rücksetzeinrichtung 24 veranlaßt. Stellt einer der Flammenmelder fest, daß seine Ansprechbedingungen noch immer erfüllt sind, wird die für das Ausströmen des Feuerlöschmittels vorbestimmte Zeit um die Zeit verlängert, die bis dahin seit Löschbeginn verstrichen ist Dieser Vorgang wiederholt sich bis zur endgültigen Löschung des Brandes.
Die beschriebenen Feuerlöschanlagen könnten versagen, wenn im Brandfalle in einer der Meldelinien 10 oder 12 eine Störung vorliegen würde, die eine Brandmeldung von Meldern dieser Meldelinie unmöglich macht Um diesen Nachteil auszuschließen, kann in der Einrichtung vorgesehen werden, daß jede Störung in den Meldelinien wie eine Brandmeldung ausgewertet wird. In diesem Falle würde bei Störuneen in einer
:ii
Melde linie das alleinige Ansprechen von Meldern in der ungestörten Mcldclinic den beschriebenen Löschvorgang bewirken.
Zur Veranschaulichung der Ansteuerung einer automatischen Feuerlöschanlage «igt 1-i g. 3 schematisch ilen l'unktionsablauf vom Beginn der Brandmeldung in den Meldelinien 10 und 12 bis zur Feucrlöschung und automatischen Nachlöschung.
Legende zum Diagramm nach F i g. 3 »Funktionsablauf der Feuerlöschmittelsteuerung«
Zeitpunkt fn: Melder und Feuerlöschanlage sind in Funktionsbereitschaft
Zeitpunkt t\: 1. Ansprechen eines Flammenmelders
Zeitpunkt I2: Brandmeldung des Flammenmelders wird rückgesetzt
Zeitpunkt fi: 2. Ansprechen eines Flammenmelders
Zeitpunkt U: Brandmeldung des Flammenmelders wird ruckgesetzt
Zeitpunkt t^: n-tes Ansprechen eines Flammenmelders
Zeitpunkt fh: Brandmeldung des Flammenmelders wird rückgesetzt
Zeitpunkt f7: 1. Ansprechen eines Rauchmelders
Zeitpunkt f«: Brandmeldung des Rauchmelders wird rückgesetzt
Zeitpunkt h: 2. Ansprechen eines Rauchmelders.
Brandmeldung des Rauchmelders wird ^ vorbestimmte Zeit (Zeit zwischen fq und f10) im Brandmeldungsspeicher 23 gespeichert
Zeitpunkt fm: Brandmeldung des Rauchmelders wird rückgesetzt, da während der vorbestimmten Speicherzeit (Zeit zwischen fq und fto) kein Flammenmelder angesprochen hat;
Melder und Feuerlöschanlage sind wieder im ursprünglichen Zustand der jn Funktionsbereitschaft
Zeitpunkt fn: Ansprechen eines Rauchmelders
Zeitpunkt fu: Brandmeldung des Rauchmelders wird rückgesetzt
Zeitpunkt fn: erneutes Ansprechen eines Rauchmelders;
Brandmeldung des Rauchmelders wird im Brandmeldungsspeichcr 23 gespeichert
10
Zeitpunkt in: Ansprechen eines Flammenmelders:
Brandmeldung des Flammenmelders wird in Brandmeldungsspeichcr 25 gespeichert das gleichzeitige Vorhandensein von Brandmeldungen in den Brandmeldungsspeichcrn 23 und 25 fuhr! zur Auslösung des Und-Ciatters 26. welches die Einrichtung 28 ansteuert: Einrichtung 28 löst eine Alarmemnchlung aus. die zum Verlassen der Loschbereiche auffordert;
der Ablauf der in Einrichtung 28 vorgegebenen Verzögerungszeit für das Ausströmen des Feuerloschmittels beginnt:
Zeitpunkt f[·,: die Löschverzögerung (Zeit zwischen f-4 und fiijist abgelaufen:
Einrichtung 28 steuert Einrichtung 29 an. welche das Feuerlöschmittel-Absperrorgan 19 für eine vorgegebene Zeit öffnet:
Zeitpunkt fit,: vorgegebene Zeit für das Ausströmen des Löschmitteis ist abgelaufen: es beginnt die Einwirkzeit für das Feuerlöschmittel, während der die Flammenmelder dauernd rückgesetzt sind
Zeitpunkt fi;: Ende der Einwirkzeit für das Feuerlöschmittel und der Rücksetzung der Flammenmelder:
Flammenmelder stellt noch Flammen fest und gibt Brandmeldung; Beginn der automatischen Nachlöschung
Zeitpunkt fiS: Ende der Nachlöschung und Beginn der vorgegebenen Einwirkzeit, während der die Flammenmelder erneut dauernd rückgesetzt sind
Zeitpunkt fn: Ende der Einwirkzeit für das Feuerlöschmittel U'·.;1 der Rücksetzung der Flammenmelder;
Flammenmelder stellt keine Flammen mehr fest und gibt keine Brandmeldung mehr
Zeitpunkt Ιχ>: Rauchmelder stellen keinen Rauch mehr fest und geben keine Brandmeldung mehr;
nach manueller Rücksetzung der Alarmierungseinrichtung ist die Feuerlöschanlage wieder im Zustand der Funktionsbereitschaft.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur automatischen Meldung und Löschung von Bränden mittels Detektoren für eine ortsfesi angeordnete Feuerlöschanlage, deren Detektoren über eine Anzeige- und Steuereinrichtung ein Feuerlöschmittel-Absperrorgan der Feuerlöschanlage ansteuern, wobei der Löscherfolg in Zeitabständen überprüft und ggf. weiteres Feuerlöschmittel abgerufen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuerlöschanlage erst angesteuert und betätigt wird, nachdem eine Flammenmeldung vorliegt, der zwei Rauchmeldungen oder eine Wärmemeldung vorausgegangen sind, wobei die Flamme in bestimmten Zeitabständen durch Flammenmelder überprüft, die Feuerlöschmittelabgabe aufrechterhalten oder abgestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Flammenmeldung rückgesetzt wird, wenn keine vorhergehende zweimalige Rauchmeldung osier einmalige Wärmemeldung vorliegt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücksetzung der Flammenmeldung unterbunden wird, wenn eine zweite Rauchmeldung oder eine Wärmemeldung vorliegt.
4. Ortsfeste Feuerlöschanlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit Detektoren, die über eine Anzeige- und Steuereinrichtung ein zwischen Feuerlöschmittelbehälter und Feuerlöschmitielaustrittsdüse bzw. Düsen gelegenes Feuerlöschmittel-Absperrorgan ansteuern, dadurch gekennzeich' es. daß zwischen der als Brandmelderzentrale (14) ausgebildeten Anzeigeeinrichtung und dem Feuerlöschmittel-Absperrorgan (19) eine Steuereinrichtung (21) eingeschaltet ist. und daß aus dem Feuerlöschmittelbehälter (^0) mehrere bevorratete Feuerlöschmitielmengen gesteuert nacheinander über das Feuerlöschmittel-Absperrorgan (19) abrufbar sind.
5. Ortsfeste Feuerlöschanlage nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Meldelinie (10) mit Rauchmeldern (Ha. Wb) oder Wärmemeldern und durch eine Meldelinie (12) mit Infrarot-Flammenmeldern (13a. Mb), wobei beide Meldelinien zur Brandmelderzentrale (14) führen.
6. Ortsfeste Feuerlöschanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Meldelinie (10) eine Rücksetzeinrichtung (22) zur Rücksetzung der ersten Brandmeldung von Rauchmeldern (Wa. Wb) jowie ein Brandmeldungsspeicher (23) zum Speichern der zweiten Brandmeldung von Rauchmeldern und der Meldelinie (12) zur Rücksetzung jeder Brandmeldung von Flammenmeldern (Ma. 13i>)eine Rücksetzeinrichtung (24) nachgeschaltet sind, die über eine Zwischenleitung (31) vom Brandmeldungsspeicher (23) unterbindbar ist, und daß der Meldelinie (12) ein Brandmeldungsspeicher (25) zum Speichern der nicht rückgesetzten Meldungen der Flammenmelder (13a. Mb) angeordnet ist. wobei beide Meldelinien (10 und 12) im Anschluß an die Brandmeldungsspeicher (23 und 25) über ein Und-Gatter (26) in eine gemeinsame zum Feuerlöschmittel-Absperrorgan (19) führende Steuerleitung (27) münden.
7. Ortsfeste Feuerlöschanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der zum Feucrlöschmittel-Absperrorgan (19) führenden Steuerleitung (27) eine Einrichtung (29) zur zeitlichen Begrenzung der Feuerlöschmittelabgabe liegt
8. Ortsfeste Feuerlöschanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Einrichtung (29) zur zeitlichen Begrenzung der Feuerlöschmittelabgabe eine Einrichtung (28) zur Feuerlöschverzögerung und zur Abgabe eines nur manuell wieder abschahbaren Warnsignals vorgeschaltet ist.
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