DE2339824C3 - Steuereinheit zur Einzelsteuerung zahnärztlicher Instrumente - Google Patents
Steuereinheit zur Einzelsteuerung zahnärztlicher InstrumenteInfo
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- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C1/00—Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design
- A61C1/0007—Control devices or systems
- A61C1/0038—Pneumatic systems
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Description
Die Erfindung betrifft eine aus einer Mehrzahl von Steuerblöcken zusammengesetzte Steuereinheit zur
Einzelsteuerung zahnärztlicher Instrumente, wobei die Steuereinheit mit durch sämtliche Steuerblöcke hindurchgehenden,
Versorgungsmedien für die Instrumente führenden Durchgangskanälen versehen ist. von
denen in jedem der dichtend aneinandergesetzten Steuerblöcke ein Abzweigkanal abzweigt, in dessen
Strömungsweg eine Membran eingeschaltet ist, welcher eine auf der dem Abzweigkanal gegenüberliegenden
S Seite vorgesehene, durch Steuerluft beaufschlagbare Steuerkammer zur Bewirkung der Sperrung und bei
Nichtbeaufschlagung durch Steuerluft zur Bewirkung der Freigabe des Durchflusses durch den Abzweigkanal
zugeordnet ist
ίο Durch die DE-OS 21 51 512 ist eine Steuereinheit
dieser Art bekannt, bei der jeder Steuerblock aus einer mit einem Anschluß für die Steuerluft versehenen
Grundplatte und einem Hauptkörper besteht Zwischen Grundplatte und Hauptkörper ist die Membran
■S angeordnet, wobei sich die zugeordnete Steuerkammer
in der Grundplatte befindet. Diese zweiteilige Ausbildung jedes.Steuerblockes hat eine aufwendige Montage
der ganzen Steuereinheit zur Folge. Hinzu kommt, daß außer der zwischen Grundplatte und Hauptkörper
befindlichen Membran zwischen jedem Steuerblock eine zusätzliche Dichtung erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuereinrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, bei welcher die Steuerblöc'ce einstückig ausgebildet sind, so daß ein einfacher Zusammenbau
ermöglicht ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Membran jeweils als Dichtung
zwischen zwei benachbarten Steuerblöcken angeordnet ist, wobei die Steuerkammer in dem einen Steuerblock
vorgesehen ist, während auf der der Steuerkammer gegenüberliegenden Seite der Membran in dem anderen
Steuerblock eine zur Membran hin offene Ventilkammer mit Sitz für einen durch die Membran im Sinne des
Schließens betätigbaren frei beweglichen Ventilkörper vorgesehen ist.
Dadurch, daß die Membran gleichzeitig als Dichtung wirkt und jeweils zwischen den einzelnen Steuerblöcken
angeordnet ist, ergibt sich ein äußerst einfacher Aufbau der Steuereinheit unter Vermeidung einer zusätzlichen
Abdichtung zwischen den einzelnen Steuerblöcken. Dadurch, daß eine besondere Grundplatte in Fortfall
kommt, kann jeder Steuerblock in seinem Bauvolumen kleiner ausgebildet sein, so daß die gesamte Steuereinheit
weniger Raum als bei der bekannten Ausführung in
die geringen Abmessungen der heutigen Gerätegehäuse in der zahnärztlichen Praxis von Bedeutung.
Ventils ergibt sich, wenn nach einer Ausführungsform der Erfindung der Ventilkörper als Ventilteller ausgebildet
ist und einen sich in den ankommenden Teil des Abzweigkanals erstreckenden Führungsschaft aufweist.
Ebenfalls zur Verbesserung der Wirkungsweise des Ventils wird vorgeschlagen, daß zwischen Ventilkörper
und Sitz eine Dichtung vorgesehen ist Eine insbesondere bei flüssigen Versorgungsmedien führenden Durchgangskanälen
zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß dem Ventilkörper
eine auf ihn in Richtung vom Ventilsitz weg einwirkende Feder zugeordnet ist. Diese Feder hält bei Nichtbeaufschlagung
der Steuerkammer durch Steuerluft den Ventilkörper zwangsweise in der Offenstellung. Dies ist
besonders wichtig, wenn Wasser zur Kühlung des beispielsweise als Bohrinstrument ausgebildeten zahnärztlichen
Instrumentes durch den betreffenden Durchgangskanal samt zugeordneten Abzweigkanal strömt
und dieses Wasser beim Abschalten des Instrumentes
von einer besonderen Rücksaugeinrichtung zurückgesaugt wird, um ein Nachtropfen zu verhindern.
Nach der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß der von der Ventilkammer abgehende Teil des
Abzweigkanals mit einem Zylind^rraum in Verbindung j
steht, in welchem ein bei freigegebenem Abzweigkanal ein Betätigungsglied eines elektrischen Schalters beeinflussender
Kolben angeordnet ist Hierdurch wird ermöglicht, daß bei Inbetriebnahme eines bestimmten
Handsiückes durch die Freigabe des Durchflusses durch den zugeordneten Abzweigkanal gleichzeitig ein elektrischer
Schalter betätigt wird, so daß ein zugeordnetes elektrisches Signal erzeugt werden kann. Mit diesem
Signal kann z. B. ein in dem zahnärztlichen Instrument angeordneter elektrischer Mikromotor, eine Heizung
od. dgl. eingeschaltet werden.
Eine weitere Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß die die Steuerluft zur Steuerkammer
führende Leitung von einer eine Di uckluftquelle mit einem Verschlußventil verbindenden Verbindungsleitung
abzweigt, wobei das Verschlußventil durch das in seiner Ruhestellung in einer Ablageeinrichtung befindliche
Instrument schließbar und bei abgenommenem Instrument durch den anstehenden Luftdruck offenbar
ist. Diese Ausführungsform zeichnet sich durch besondere Einfachheit deshalb aus, weil eine besondere
Abluftleitung für die Steuerluft im Falle der Inbetriebnahme eines Handstückes entfällt
In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt
Es zeigt
Fig. 1 eine Steuereinheit in auseinandergezogener Lage der einzelnen Steuerblöcke in schaubildlicher
Darstellung,
Fig.2 zwei benachbarte Steuerblöcke im Vertikalschnitt,
F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie III-II1 in F i g. 2 in
etwas verändertem Maßstab und
Fig.4 den Verlauf der Druckluftleitung für die
Steuerluft in schematischer Darstellung.
Wie aus F i g. 1 hervorgeht, ist die gesamte Steuereinheit aus einer Mehrzahl — im dargestellten Fall aus zwei
— zur Einzelsteuerung zahnärztlicher Instrumente dienenden Steuerblöcken 2, 1 zusammengesetzt. Diese
Steuerblöcke 1 und 2 werden durch einen Eingangsblock 3 und einen Endblock 4 mittels hindurchgesteckter
Schrauben 5 zusammengehalten.
Die gesamte Steuereinheit ist mit Durchgangskanälen 6,7,8 versehen, welche durch sämtliche Steuerblöcke 1
und 2 hindurchgehen und Versorgungsmedien für zahnärztliche Instrumente führen. Das Versorgungsmedium
für den Durchgangskanal 6 tritt durch einen Eingangsstutzen 9, das Versorgungsmedium für den
Durchgangskanal 7 durch einen Eingangsstutzen 10 und das Versorgungsmedium für den Durchgangskanal 8
durch den Eingangsstutzen 11 in den Eingangsblock 3 ein. Im Durchgangskanal 6 kann die Antriebsluft für
zahnärztliche Instrumente, im Durchgangskanal 7 Kühlwasser, z. B. für Spray, und im Durchgangskanal 8
Kühlluft, z. B. für die Kühlung von Instrumentenmotoren,
geführt sein.
Zwischen den Steuerblöcken t und 2 sowie auch zwischen dem Steuerblock 1 und dem Endblock 4 und
dem Steuerblock 2 und dem Eingangsblock 3 befindet sich jeweils zur Abdichtung eine Membran IZ
In jedem der Stcuerblocke 1 und 2 zweigt von den Durchgangskanälen 6, 7,8 jeweils ein Abzweigkanal 6',
7', 8'ab.
Wie insbesondere aus F i g. 2 hervorgeht, welche den
Weg der Abzweigleitung 6' veranschaulicht, ist die Membran 12 in den Strömungsweg des Abzweigkanals
eingeschaltet Auf der dem Abzweigkanal 6' abgewandten Seite der Membran 12 befindet sich eine
Steuerkammer 13, welche mittels einer Druckluftleitung 14 durch Steuerluft beaufschlagbar i.«%
Die Membran 12 ist gleichzeitig als Dichtung zwischen den benachbarten Blöcken 1, 2, 3 und 4
angeordnet
Gemäß F i g. 2 ist im Steuerblock 1 die Steuerkammer 13 vorgesehen, während auf der der Steuerkammer 13
gegenüberliegenden Seite der Membran 12 in dem anderen Steuerblock 2 eine zur Membran 12 hin offene
Ventilkammer IS vorgesehen ist weiche einen Sitz 16 für einen durch die Membran 12 im Sinne des Schließens
betätigbaren frei beweglichen Ventilkörper 17 aufweist
Der Ventilkörper 17 ist als Ventilteller ausgebildet und besitzt einen sich in den ankommenden Teil 6" des
Abzweigkanals 6' erstreckenden Führungsschaft 18. Unterhalb des als Ventilteller ausgebildeten Ventilkörpers
17 ist ein Dichtungsring 19 vorgesehen. Fernerhin ist dem Ventilkörper 17 eine auf ihn in Richtung vom
Ventilsitz 16 weg einwirkende Druckfeder 20 zugeordnet.
Der von der Ventilkammer 15 abgehende Teil 6'" des Abzweigkanals 6' steht mit einem Zylinderraum 21 in
Verbindung, in welchem ein bei freigegebenem Durchfluß durch den Abzweigkanal 6' ein in Form eines Stiftes
ausgebildetes Betätigungsglied 22 eines elektrischen Schalters 23 beeinflussender Kolben 24 angeordnet ist
Wie die F i g. 3 zeigt, ist noch eine den Querschnitt der Abzweigleitung 6' beeinflussende Drosselschraube 25
vorgesehen, durch deren Verdrehung der Betriebsdruck des betreffenden Versorgungsmediums reguliert werden
kann.
Aus Fig.4 geht hervor, daß die die Steuerluft zur
Steuerkammer 13 führende: Leitung 14 von einer eine Druckluftquelle 26 mit einem Verschlußventil 27
verbindenden Verbindungs leitung 26' abzweigt, wobei das Verschlußventil 27 durch das in seiner Ruhestellung
an einer angedeuteten Ablageeinrichtung 28 befindliche zahnärztliche Instrument schließbar und bei abgenommenem
Instrument durch dien von der Druckluftquelle 26 her anstehenden Luftdruck offenbar ist Zwischen der
Druckluftquelle 26 und detn Abzweig der zur Steuerkammer 13 führenden Leitung 14 ist noch ein
Drosselventil 26" angeordnet Bei geöffnetem Verschlußventil 27 strömt also keine Steuerluft zur
Steuerkammer 13.
Wird ein zahnärztliches Instrument aus der Ablageeinrichtung
28 genommen, so öffnet, wie erwähnt, das Verschlußventil 27, so daß die Steuerkammer 13
drucklos wird. Durch das in der Abzweigleitung 6' anstehende Versorgungsmedium wird nun automatisch
der Ventilkörper 17 von seinem Sitz 16 abgehoben, so daß das Versorgungsmediiim durch den abgehenden
Teil 6'" der Abzweigleitung 6' zum zahnärztlichen Instrument strömen kann. Dabei schiebt sich auch noch
der Kolben 24 nach außen, so daß der Schalter 23 betätigt wird. Dabei kann noch der Betriebsdruck in
dem abgehenden Teil 6'" der Abzweigleitung 6' durch ein Manometer 29 abgelesen werden. Obwohl die F i g. 2
und 3 nur eine Abzweigleitung 6' darstellen, sei betont daß die Steuerluft durch die Druckluftleitung 14 auch die
entsprechenden Steuerkammern der Abzweigleitungen T und 8' beaufschlagt bzw. d mrkln« marht
Wird nach durchgeführter Behandlung durch den Zahnarzt das Instrument wieder auf die Ablageeinrichtung
28 abgelegt, so erfolgt gleichzeitig ein Verschließen des Verschlußventils 27, so daß die Steuerluft durch die
Druckluftleitung 14 in die bisher drucklose Steuerkammer 13 strömt, worauf sich die Membran Ii! in Fig.2
nach unten durchbiegt und den Ventilkörper 17 auf seinen Sitz 16 drückt, so daß der Durchfluß des
Versorgungsmediums abgesperrt ist. In diesem Falle sind sämtliche Handstücke auf ihre betreffenden
Ablageeinrichtungen abgelegt, so daß also alle Ventile der Abzweigleitungen 6', T und 8' geschlossen sind.
Claims (6)
1. Aus einer Mehrzahl von Steuerblöcken zusammengesetzte Steuereinheit zur Einzelsteuerung
zahnärztlicher Instrumente, wobei die Steuereinheit mit durch sämtliche Steuerblöcke hindurchgehenden,
Versorgungsmedien für die Instrumente führenden Durchgangskanälen versehen ist, von
denen in jedem der dichtend aneinandergesetzten Steuerblöcke ein Abzweigkanal abzweigt, in dessen
Strömungsweg eine Membran eingeschaltet ist, welcher eine auf der dem Abzweigkanal gegenüberliegenden
Seite vorgesehene, durch Steuerluft beaufschlagbare Steuerkammer zur Bewirkung der
Sperrung und bei Nichtbeaufschlagung durch Steuerfuft zur Bewirkung der Freigabe des Durchflusses
durch den Abzweigkanal zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (12) jeweils als Dichtung zwischen zwei
benachbarten Steuerblöcken (I, 2) angeordnet ist, wobei die Steuerkammer (U) in dem einen
Steuerblock (1) vorgesehen ist, während auf der der Steuerkammer (13) gegenüberliegenden Seite der
Membran (12) in dem anderen Steuerblock (2) eine zur Membran hin offene Ventilkammer (15) mit Sitz
(16) für einen durch die Membran (12) im Sinne des Schließens betätigbaren frei beweglichen Ventilkörper
(17) vorgesehen ist.
2. Steuereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (17) als
Ventilteller ausgebildet ist und einen sich in den abkommenden Teil (6") des Abzweigkanals (6')
erstreckenden Führungsschaft (18) aufweist.
3. Steuereinheit nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Ventilkörper
(17) und Sitz (16) eine Dichtung (19) vorgesehen ist.
4. Steuereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ventilkörper (17)
eine auf ihn in Richtung vom Ventilsitz (16) weg einwirkende Feder (20) zugeordnet ist.
5. Steuereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Ventilkammer
(15) abgehende Teil (6'") des Abzweigkanals (6') mit einem Zylinderraum (21) in Verbindung
steht, in welchem ein bei freigegebenem Abzweigkanal (6') ein Betätigungsglied (22) eines elektrischen
Schalters (23) beeinflussender Kolben (24) angeordnet ist.
6. Steuereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Steuerluft zur
Steuerkammer (13) führende Leitung (14) von einer eine Druckluftquelle (26) mit einem Verschlußventil
(27) verbindenden Verbindungsleitung (26') abzweigt, wobei das Verschlußventil (27) durch das in
seiner Ruhestellung in einer Ablageeinrichtung (28) befindliche Instrument schließbar und bei abgenommenem
Instrumen; durch den anstehenden Luftdruck offenbar ist.
Priority Applications (11)
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|---|---|---|---|
| DE2339824A DE2339824C3 (de) | 1973-08-06 | 1973-08-06 | Steuereinheit zur Einzelsteuerung zahnärztlicher Instrumente |
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